Leadership & Organisation
Organisationslehre
Organisationslehre
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Lernkarten
PVA 4 Organisation: Elemente einer lernende Organisation
- Entscheidungen werden auf Stufe der höchsten Kompetenz getroffen
- Verantwortung wird delegiert
- Mitarbeiter, werden in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden
- Ziele werden klar definiert
- Überzeugung statt Anweisung
- Enger und permanenter Dialog mit dem Kunden
PVA 4 Organisation: mechanische Organisationskultur
Der mechanistische Typ ist an relativ stabile Umweltbedingungen angepasst. Probleme und Aufgabenstellungen des Managements sind in Bereiche aufgeteilt und verwaltet, es gibt klare Kommunikationslinien und eine strukturierte Befehlshierarchie
PVA 4 Organisation: organistische/organische Organisationskultur
Der organistische (oder organische) Typ ist angepasst an instabile Umwelten wo neue, unvertraute Probleme häufig auftauchen, die nicht auf traditionelle Weise zerlegt und in Fachbereiche aufgeteilt werden können. Hier findet also eine kontinuierliche Anpassung und Neudefinition der Einzelaufgaben statt. Kommunikation findet mehr in Form von Informationsaustausch und Ratschlag anstelle von Befehl und Gehorsam statt.
PVA 4 Organisation:
Vor- und Nachteile einer divisionalen Organisation?
Vorteile:
- Wettbewerbsvorteile durch die gute Ausrichtung auf den Wettbewerb und die Kunden
- bei Veränderungen auf dem Markt, beispielsweise die Stimmung zu bestimmten Produkten, kann bei dieser Organisationsstruktur flexibler reagiert werden
- die Unternehmensleitung muss weniger koordinieren
Nachteile
- gegebenenfalls können Probleme auftreten, eine unternehmensweite Gesamtstrategie zu planen und durchzusetzen
- eventuell werden gleiche Tätigkeiten in unterschiedlichen Unternehmensteilen mehrfach verrichtet
- es sind viele qualifizierte Mitarbeiter nötig (führt zu hohen Personalkosten)
PVA 4 Organisation:
Was sind die Vor- und Nachteile der funktionalen Organisationsstruktur?
Abbildung einer funktionalen Organisationsstruktur
Vorteile:
- hoher Spezialisierungsgrad, dadurch positive Effekte im Bezug auf die Produktivität
- die Verantwortlichkeiten für bestimmte Entscheidungen sind eindeutig abgrenzbar
- die Prozesse im Unternehmen können gut standardisiert werden
Nachteile:
- Diversifikation ist aufgrund des sehr hohen Koordinationsaufwands kaum möglich
- durch die starre Struktur ist eine Orientierung am Wettbewerb bzw. am Kunden nur schwer möglich
- hohe Belastung der Führungskräfte
- eventuell fehlendes Wir-Gefühl im Unternehmen, wenn jeder sich nur auf seinen Funktionsbereich beschränkt
PVA 4 Organisation: Übergreifende Arten von Innovationen
Incremental Innovations. Inkrementelle Innovationen sind stetige, kleine Verbesserungen. Sie dienen dazu, bestehende Produkte konkurrenzfähig zu halten und bringen nur geringe Technologie- und Marktveränderungen mit sich. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind Software-Updates.
Radical Innovations. Radikale Innovationen bedeuten größere technologische Änderungen, die ein Produkt wesentlich verbessern. Ein Beispiel sind mobile Musikgeräte: Das mobile CD-Gerät war eine radikale Innovation gegenüber seinem Vorgänger, dem (Kassetten-)Walkman, und der MP3-Spieler war es gegenüber dem CD-Gerät genauso.
Architectural Innovations. In diesem Fall genügt eine kleine technologische Verbesserung, um einen ganz neuen Markt zu erschließen. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung von Salattheken in Fast Food-Restaurants, um auch für ernährungsbewusste Kunden attraktiv zu werden.
Disruptive Innovations. In dieser Kategorie führt ein großer technologischer Schritt zu neuen Märkten. Ein Beispiel ist das MP3-Dateiformat, das die Musikindustrie revolutioniert hat.
PVA 4: Organisation: Was sind die Vor- und Nachteile der Matrixorganisation?
Vorteile
- deutlich kürzere Wege der Kommunikation
- übersichtliche Strukturierung der Führung
- keine Hierarchie
- spezialisiertes Führungspersonal
- besserer Ausgleich zwischen den Führungskräften
- stärkere Teamarbeit
- Förderung des sozialen Umfelds
- enge und fachliche Steuerung der Mitarbeiter auf horizontaler Ebene
- es steht permanent ein Ansprechpartner für die Mitarbeiter zur Verfügung
Nachteile:
- mehr Führungspersonal wird benötigt
- keine Transparenz mehr bei den Entscheidungsprozessen
- mehr Konflikte und Konkurrenzkämpfe im Team
- mögliche Überforderung der Mitarbeiter kann zum Burnout-Syndrom führen
- längere und schwerfälligere Entscheidungsfindung
- erhöhter Kommunikationsbedarf
- Kompetenzkonflikte durch Machtkämpfe zwischen Mitarbeitern
- Zurechnungsprobleme von Erfolg und Misserfolg
- weniger klare Regelungen und Transparenz der Kompetenzen
PVA 5 Organisation:
1. Einführung Teamorganisation (Unternehmensinterne Strukturen: Lernende Organisation):
2. Elemente der Teamorganisation
1.1 Organisationsform, mit Verzicht auf Hierarchieebenen und klare Weisungsbefugnisse
1.2 kollektive Gruppenentscheidung und - verantwortung
1.3 Fehlen von eindeutigen Stellenbeschreibungen, Statussymbolen und hierarchischen Strukturen
2.1. Partizipation der Mitarbeiter an sämtlichen Entscheidungen wie Planung, Organisation, Zielsetzung, manchmal auch Entlöhnung oder Rekrutierung
2.2 Gemeinsame Verantwortung: Selbstmanagement, Team-Performance
2.3 Geteilte Führungsverantwortung (basierend auf Kompetenz)
2.4 Kultur basierend auf Offenheit, Vertrauen und Zusammenarbeit
PVA 5 Organisation: Vor- und Nachteile der Team- Organisation
Vorteile:
hohe Flexibilität
Nutzung von Info, Wissen & Kreativität aller Mitarbeiter
Konfliktminimierung bei Problemen, die mehrere Stellen betreffen (direkte Kontakte)
Selbstentfaltungsmöglichkeiten der Mitarbeiter
hohe Motivation, gutes Betriebsklima
Nachteile
Koordinationsaufwand und -kosten
Gefahr von Kompromissen, lange Diskussionen
Dominanz einzelner Mitglieder
Konflikte in der Gruppe
Frustrationen von Minderheiten deren Vorschläge nicht berücksichtigt werden
PVA 6 Organisation Closed Innovation (Gestaltungsmöglichkeiten): Ambidextrous Organization (Beidhändige Organisation)
Firmen müssen gleichzeitig Produkte verbessern und neu entwickeln
Vereinigung von Cost-leadership und Differentiation durch Ambidextrie (Beidhändigkeit)
Es gibt zwei organisatorische Ansätze: Structural Ambidexterity und Contextual Ambidexterity
Beispiel: Ciba-Geigy AG, Basel
--> seit Fusion mit Sandoz 1996 Novartis
--> seit 2000 Syngenta durch Fusion der Agrarsparten von Novartis und AstraZeneca
Ambidextrie durch: Produktverbesserung (Kostenreduktion) bei Pflanzenpestiziden und Produktentwicklung (genetisch manipulierte Pflanzen) im amerikanischen Labor
Kostenführerschaftsstrategie: Produktverbesserung: verfeinern, implementieren, produzieren. Verbunden mit geringes Risiko, geringe Kosten, geringe Gewinne. Dies wird meistens mit mechanistic organization erfüllt d.h. vertikale Struktur,
Differenzierungsstrategie: Produktentwicklung: suchen, experimentieren, entdecken. Verbunden mit hohes Risiko, hohe Kosten, hohe Gewinne. Dies wird meistens mit organic organization erfüllt d.h. horizontale Struktur, adaptive Kultur,kollaborative Strategie, geteilte Infos und eigenverantwortliche Rollen, starre Kultur, Routineaufgaben, formale Systeme, Wettbewerbsstrategie.
PVA 6 Organisation Closed Innovation (Gestaltungsmöglichkeiten): Cross Group Solution Teams (Gruppenübergreifende Lösungsteams)
Funktionsübergreifende, selbstgesteuerte Teams auf unterschiedlichen Hierarchieebenen
Zukünftige Geschäftsfelder werden über Funktions-/Divisions-Grenzen hinweg entwickelt
Nutzung des Innovationspotentials an Schnittstellen zwischen Funktionen/Divisionen
Nutzung des Abteilungswissens verschiedener Hierarchieebenen möglich
PVA 6 Organisation Closed Innovation (Gestaltungsmöglichkeiten): Innovation Councils (Innovationsräte)
Funktionsübergreifendes Leitungsgremium aus Senior Managern
Innovationsthemen werden innerhalb verschiedener Funktionen/Divisionen strategisch abgeglichen und koordiniert
Beseitigung / Reduktion von Barrieren und Strukturschwächen bezüglich Innovationen
FIT bezüglich Innovationsstrategie, Prozessen, (materiellen) Anreizen und Unternehmenskultur
PVA 6 Organisation: Chancen und Risiken von Open Innovation
wird im Unterricht noch behandelt
Zugang zu Wissen und Schlüsseltechnologien
Protieren von Ideen Anderer
Erleichterungen in der Produktentwicklung und beim Markteintritt
PVA 6 Organisation: Open Innovation (Gestaltungsmöglichkeiten): Communities of Practice (Praxisgemeinschaften) und deren Vorteile
Communities of Practice sind Gruppen von Menschen, die ein Anliegen oder eine Leidenschaft für etwas teilen, das sie tun, und die regelmäßig interagieren, um zu lernen, wie man es besser machen kann.
--> Kompetenz & Praxisnähe
--> Wissens-/ Informationsaustausch, gemeinsame Aktivitäten, Diskussionen
Vorteil: Austausch / Entwicklung Best-Practice-Methoden
Beispiel: Fachverband
PVA 6 Organisation: Open Innovation (Gestaltungsmöglichkeiten): Joint Venture und deren Vor- und Nachteile
1) Partnerunternehmen gründen ein gemeinsames Unternehmen
--> Sind mit Kapital am Joint Venture beteiligt
--> tragen gemeinsam das finanzielle Risiko der Investition
--> nehmen Führungsfunktionen im gemeinsamen Unternehmen wahr
Vorteile: Nutzung der Fähigkeiten (und lokalen Marktkenntnis) des Partnerunternehmens, Zugang zu neuen Wachstumsmärkten (Produkte, Volkswirtschaften), Aufteilung des unternehmerischen Risikos
Nachteile: wettbewerbsrechtliche Bestimmungen, Interkulturelle Probleme
Beispiel: Clearblue oder Swiss Precision Diagnostics GmbH
PVA 6 Organisation: Open Innovation und Closed Innovation
1) Closed Innovation: Interne Forschungs- & Entwicklungsabteilungen, die neue Produkte und Dienstleistungen entdecken, entwickeln und vermarkten (Folie)
Eine Closed Innovation basiert auf der Auffassung, dass Innovationen von Unternehmen selbst entwickelt werden. Von der Ideengenerierung über die Entwicklung bis hin zur Vermarktung erfolgt der Innovationsprozess ausschließlich im Unternehmen. Eine Öffnung nach außen ist demzufolge ausgeschlossen. Innovationen werden nur innerhalb klar definierter Grenzen des Unternehmens entwickelt. Know-How, Technologie, Prozesse und geistiges Eigentum bleiben unter der Kontrolle des innovierenden Unternehmens. Ort der Innovationen = innerhalb des Unternehmens. Um eine geschlossene Innovation erfolgreich im Unternehmen umzusetzen, müssen gewisse Faktoren beachtet werden. So stellt Closed Innovation etwa sehr hohe Anforderungen an Mitarbeiter, das Unternehmen sollte daher immer bemüht sein, höchstqualifizierte Mitarbeiter einzustellen. Ebenso gilt es, das eigene geistige Eigentum entsprechend zu schützen.
2) Open Innovation: Kooperation mit externen Partnern bei der Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte und Dienstleistungen
Open Innovation bedeutet die Öffnung des Innovationsprozesses über die Unternehmensgrenzen hinaus, um durch die aktive strategische Nutzung der Umwelt das eigene Innovationspotential zu vergrößern. Innovation entsteht demzufolge durch das Zusammenspiel interner und externer Ideen, Technologien, Prozesse und Vertriebswege mit dem Ziel des Unternehmens, erfolgsversprechende innovative Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei können eigene Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, LEAD User, Universitäten, Mitbewerber oder Unternehmen anderer Branchen eingebunden werden. Ort der Innovationen = innerhalb und außerhalb des Unternehmens.
Der für eine Open Innovation typische Wissensaustausch und die Vernetzung von Know-how bedeutet jedoch keinesfalls den freien Zugang zu Wissen und Technologie eines Unternehmens. Der Begriff bezieht sich lediglich auf kollaboratives Networking. Open Innovation kann daher mit hohen Kosten für die Nutzung von Lizenzen und anderem geistigen Eigentum verbunden sein.
PVA 6 Organisation: Vor- und Nachteile der Open- oder Closed Innovation:
1) Open Innovation
Vorteile: grössere Auswahl an kreativen Ideen, best-practice-Methoden können ins Unternehmen geholt werden, Kosten/Risiken können geteilt werden
Nachteil: Gewinne müssen geteilt werden, Koordinationsaufwand
2) Closed Innovation:
Vorteil: Gewinne müssen nicht geteilt werden
Nachteil: kosten- und zeitintensiv