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Dreidimensionales Internationalisierungsgebirge
- Anzahl und geografische Distanz der Länder
- Art und Umfang der Wertschöpfung
- Ausmaß der Integration
Je stärker die Dimensionen ausgeprägt sind, desto internationaler ist das UN
Dreidimensionales Internationalisierungsgebirge - Antriebe
Integration
- Antrieb Koordination
- Strategien zur Entwicklung und Nutzung von Wettbewerbsvorteilen
- Strategien der operationalen Flexibilität: Arbitrage / Leverage
- Strategien der internationalen Orientierung
Wertschöpfung
- Antrieb Allokation von Aktivitäten
- Strategien zur Verteilung der Ressourcen und Wertschöpfungsaktivitäten
- Globalisierung und Lokalisierung, Konfiguration
Anzahl und Distanz der Länder
- Antrieb Internationale Präsenz
- Strategien zum Markteintritt
- Ziel-Markt-Selektion
- Eintrittsstrategien: Eigentumsstragien, Funktionalstrategien
Internationalization at home These nach Welch
- Annahme: Räumliche Präferenz
- Je näher und ähnlicher eine potentielle Marktregion, desto größer das Vertrauen in die Produktakzeptanz
Uppsala-Schule - Grundannahmen
Annahmen
- Internationalisierungsprozesse sind kein Ergebnis einer bewussten Strategie, sondern Ergebnis von Anpassungen an Veränderungen in der Umwelt
- Wahl des AM abhängig von wahrgenommener kulturellen Nähe (psychische Distanz)
- Wahl der Form des AM-Eintritts abhängig von ökonomischen Risiko
Komponenten zur Erklärung des Internationalisierungsverhaltens
- Wissen über AM (objektives Wissen & Erfahrungswissen)
- Mit zunehmendem Wissen wagen UN Intensivierung der Auslandsaktivitäten
- Zwei Internationalisierungsrichtungen: Wahl des Auslandsmarkts (psychic distance), Bindung an den AM (ökonomisches Risiko): establishment chain: Mehr Engagement mit größerer Marktbindung bei mehr Auslandserfahrung
Erste Weiterentwicklung der Uppsala-Schule
Einführung des Netzwerkgedankens
- Betrachtung von Märkten als Netzwerkbeziehungen zwischen den beteiligten Akteuren
- 3 Stoßrichtungen: Extension (Aufbau von neuen ausländischen Netzwerken, zu denen bisher kein Zugang vorhanden war), Penetration (Ausbau bereits vorhander Positionen in aus. Netzwerken), Integration (Verstärkte Koordination bereits vorhandener Positionen in nationalen Netzwerken)
Differenzierung von Internationalisierungssituationen
- Komplexere Betrachtung des Internationalisierungsprozesses
- Berücksichtigung des Wettbewerbsumfeldes
- Berücksichtigung von Größe und Ressourcen des UN
- Berücksichtigung von Timing und Geschwindigkeit der Internationalisierungsschritt
Early Starter: Eigene Internationalisierung gering, Marktinternationalisierung gering
Late Starter: Eigene Internatinalisierung gering, Marktinternationalisierung hoch
Lonely International: Eigene Internationalisierung hoch, Marktinternationalisierung gering
International among others: eigene Internationalisierung hoch, Marktinternationalisierung hoch
Zweite Weiterentwicklung des Uppsala-Modells
Annahmen
- Schritte in Establishment Chain werden häufiger übersprungen
- Anfang des 21. Jahrhunderts ist UNUmwelt ein Netz aus Beziehungen
- Unsicherheit entsteht eher durch Fehlen von Netzwerken anstatt psychische Distanz
- Vertrauenbildung und Wissensaufbau als wichtige Erfolgsfaktoren
Veränderungen der Bedingungen auf internationalen Märkten im 20. Jahrhundert
- Entwicklung der IuK-Technologien
- Abnehmende Transport- & Kommunikationskosten
- Zunehmende Anzahl von Managern mit internat. Erfahrung
- Zunehmende int. Mobilität des Humankapitals
- Steigende Geschwindigkeit & Komplexität von Internationalisierungsprozessen
Internationalisierung als Element der UNgründung (2)
Aktive Initial-Internationalisierung: International New Ventures (Oviatt / McDougall)
Erzwungene Frühinternationalisierung (Oesterle)
International New Ventures (Oviatt / McDougall)
- Gründung von Unternehmern mit hohem Erfahrungswissen über int. Märkte
- Schnelle Internationalisierung als Wettbewerbsvorteil
- Internationalisierungsstrategie bereits bei UNgründung
- Agressive Wachstumsziele
Typen von International New Ventures (4)
Wenige int. Aktivitäten, Wenige involvierte Länder: Export/Import Start-up
Wenige int. Aktivitäten,Viele involvierte Länder: Multinational Trader
Viele int. Aktivitäten, wenige involvierte Länder: Georgraphically focused Start-Up
Viele int. Aktivitäten, viele involvierte Länder: Global Start-Up
Erzwungene Frühinternationalisierung nach Oesterle (2)
- Fehlende Innovationsakzeptanz oder marktseitig-strukturelle Markteintrittsbarrieren im Heimatmarkt behindern schnelle Markteinführung
- Fehlende Eignung des Heimatmarkts für Einführung von Innovationen führt zu erzwungener Frühinternationalierung von UN
Typen von erzwungener Frühinternationalisierung (4)
Innovative Eignung des Heimatmarktes positiv, Innovationslevel kontinuierlich: non or late internationalizing firm
Innovative Eignung des Heimatmarktes positiv, Innovationslevel radikal: sequential mode of internationalization
Innovative Eignung des Heimatmarktes negativ, Innovationslevel kontinuierlich: dying firm
Innovative Eignung des Heimatmarktes negativ, Innovationslevel radikal: immediate internationalization of the firm
Kapitel 5
Faktoren internationaler Standortwahl (5)
- Absatzorientierung: Marktwachstum, Markterschließung, Marktanteilssicherung
- Kostenorientierung: Lohnkosten, Transportkosten, Staatliche Innovationsförderung
- Staatliche Rahmenbedingungen: Bürokratische Hemmnisse, Protektionismus, Pol. Verhältnisse
- Konkurrenzsituation
- Sonstige Faktoren: Umfeld für F&E, Humankapital, Infrastruktur
Verständnis von Koordination - Koordinationsbedarfsdeckung (4)
- Strukturelle KI: Einbindung des int. Engagements in Organisationsstruktur
- Technokratische KI: Berichtsysteme
- Personenorientierte KI: Führungskräftetransfer
- Kulturelle KI: UNweite Sozialisation
Grundtypen struktureller Koordination (3)
Unspezifische Organisationsstruktur
- Keine organisationsstrukturelle Berücksichtigung des int. Engangements
- Keine strikte Steuerung durch MG
- Hohe Autonomie der Auslandsgesellschaften
Differenzierte Struktur: International Division
- Trennung von inlands- & auslandsaktivitäten
- oft geringes Auslandsengagement
- Vorteile: Kompetenzklarheit, kurze Kommunikationswege, Spezialisierung
- Nachteile: Doppelgleisigkeit, Konfliktpotential, Kommunikationsprobleme
Integrierte Strukturen
- Eindimensional: integrierte Funktional-, Produkt-, Regionalstruktur
- mehrdimensional: zweidimensionale Matrixorganisation, Tensororganisation, Hybrid-Strukturen
Holdingkonzepte als organisatorische Lösung bei hohem Internationalisierungsgrad
Holding: Steuerung anderer UN durch Aktienbesitz
Problem: Organisatorische Probleme bei hohem Internationalisierungsgrad
Lösung: Trennung int. Verbundführungsaufgaben und operativer (nationaler) Geschäftsführungsfunktion
Management-Holding (lediglich operative Leitung der Töchter) vs. Finanzholding (operative und strategische Leitung der Töchter)
Neuere Organisationskonzepte (3)
Netzwerkkonzept
- Zeitliche Befristung
- Flexibilität
- Interaktion durch persönliche Beziehungen
Selbstorganisierende Systeme
- Multikausalität
- Vernetztheit von Ursache-Wirkungs-Beziehungen
Postmoderne
- Aufhebung des Raumes
- Verdichtung der Zeit
Technokratische Koordination
- Alle Regelungen, die nicht an Personen gekoppelt sind
- Grundgedanke: One best way für Erledigen von Aufgaben
- Regeln (generelle Verfahrensrichtlinien) und Programme (Ketten von Regeln)
- Pläne (zeitlich begrenzte Programme) und Budgets (Spezialform von Plänen)
- Strukturformalisierung (Schriftliche Fixierung von organisatorischen Regeln, Programmen und Plänen), Informationsflussformalisierung (Schriftliche Fixierung von auf den Einzelfall bezogenen Sachverhalten) & Informationsflussformalisierung (Schriftliche Fixierung von allen Möglichkeiten der Leistungserfassung)
Einflussgrößen internationaler Berichtsysteme (4)
Berichtsysteme: Durchführung von technokratischen Koordinationsabsichten durch Aufstellung von Regeln, Plänen und Budgets
- UNfaktoren: Größe des UN, Internationalisierungsgrad
- Führungsfunktionen: Konzernsteuerung, Konzernstrategie
- Umweltfaktoren: Konkurrenzintensität, Marktdynamik
- Gestaltungsvariablen: Strukturdimension (Berichtsaufbau, Berichtsinhalt), Verfahrensdimension (Währungsumrechnung, Inflationsbereinigung)
Kerngedanke des cultural control-Konzeptes (3)
Nutzung der Koordinationswirkungen von UNkulturen
- Variablenperspektive: UN haben eine Kultur
- Metaphern-ansatz: UN sind eine Kultur
- Integrative Perspektive: UN haben und sind eine Kultur
Wirtschaftsordnungen
Versuchen, Allokationsproblem unter Voraussetzung des Rechts zu lösen
> Regelungen über Verwendung von knappen Ressourcen
Marktwirtschaft (5)
Prinzipien
- Privateigentum an Produktionsmitteln
- Vertragsfreiheit
- Sicherung des Wettbewerbs
Folge
- Koordination der Entscheidungen der WS durch Märkte über Preismechanismus
- Ideales Marktgleichgewicht = Allokationseffizienz
Soziale Marktwirtschaft (5)
- Privateigentum an Produktionsmitteln
- Vertragsfreiheit
- Marktwirt. Wettbewerb
- Gesetze als Ersatzregeln bei Marktversagen
- Soziale Umverteilung durch öffentliche Haushalte
Sozialistische Marktwirtschaft (3)
- Staatseigentum an Produktionsmitteln
- Staatliche Planung und Lenkung des Wirtschaftsgeschehens
- Keine unternehmerische Entscheidungsfreiheit
Management als Tätigkeit
Lenkung: Eingriffe auf Ausführungshandeln
& Gestaltung: Strukturen & Regeln > Corporate Governance
Notwendigkeit von Management (4)
- Politische Aufgabe: Integration unt. Interessen
- Technische Aufgabe: Sinnvolle Arbeitsteilung > Aufgabendifferenzierung
- Integration unt. Wertschöpfungsaktivitäten ( Aufgabenintegration)
- Aktive Umweltbeeinflussung
Unternehmensumwelt (5)
- Rechtlich-politisch
- wirtschaftlich
- sozio-kulturell
- technologisch
- ökologisch
Kulturansatz von Keller (6)
Definition von Kulturmerkmalen
- Von Mitgliedern der Gesellschaft geschaffen
- Umfasst sichtbare Produkte (Symbole), Verhaltenformen, Geteilte Werte & Normen
- überindividuelles, soziales Phänomen > Überlieferung durch soziale Gruppe
- wird erlernt > soziales Erbe der Gesellschaft
- verhaltenssteuernd > Lenkung von Verhalten in sozialen Gruppen
- können geändert werden > Anpassung an Umweltveränderungen
Kulturansatz von Osgood (2)
Definition von Kulturebenen
- Deskriptive Ebene der Percepta > empirisch beobachtbare Artefakte = konkrete Verhaltensergebnisse
- Immaterielle Ebene der Concepta > Normen & Einstellungen
> Conceptas können aus Perceptas erschlossen werden
3-Stufen-Modell von Schein
- Artefakte: sichtbar, aber interpretationsbedürftig; z.B. Verhalten, Kleidung
- Werte & Normen: unsichtbar, unbewusst, jedoch artikulierbar; z.B. Toleranz, Verantwortung
- Basale Annahmen: unsichtbar, unbewusst, selbstverständlich; z.B. Beziehung zur Umwelt, menschliches Handeln Zeit & Raum
UNkultur (5)
- Hierarchiekulturen
- Landeskulturen
- Generationskultur
- Branchenkulturen
- Abteilungskulturen
Hofstede-Studie (5)
Ziel: Identifikation von Kulturdimensionen, anhand dere Unterschiede & Gemeinsamkeiten zw. Ländern hergestellt werden können
Prinzip: Zusammenfassung von Gemeinsamkeiten zu größeren Kulturkreisen
- Machtdistanz: hoch (ungleiche Verteilung) vs. niedrig (gleiche Verteilung)
- Maskulinität (Konkurrenzbereitschaft, Selbstbewusstsein) vs. Feminität (Fürsorglichkeit, Kooperation)
- Unsicherheitsvermeidung: hoch (Viele Gesetze & Sicherheitsmaßnahmen) vs. niedrig (wenige Regeln)
- Individualismus (Selbstbestimmung & Eigenverantwortung) vs. Kollektivismus (Wir-Gefühl, Netzwerke)
- Langfristorientierung (Sparsamkeit, Beharrlichkeit) vs. Kurzfristorientierung (Flexibilität, Egoismus)
Kulturstandards nach Thomas
Kritische Interaktionssituation: Partnerverhalten entspricht nicht Erwartungen und wird als falsch empfunden
Kulturstandards: Alle Arten des Wahrnehmens, Denkens und Handelns, die als normal und typisch angesehen werden. Dienen als Grundlage der Beurteilung eigenen und fremden Verhaltens
- US-amerikanisch: Patriotismus, Chancengleichheit, Gelassenheit, Individualismus
- Deutsch: Sachorientierung, Wertschätzung von Regeln, Organisationsbedürfnis, Trennung von Lebensbereichen
- Chinesisch: Mianzi (Gesicht wahren), Soziale Harmonie, Etikette, Danwei (Einheit von Familie und Arbeit)
Kapitel 3
Internationalisierungsziele & -motive (4)
Beschaffungsziele
- Rohstoffsicherung
- Zugang zu Zwischenprodukten
Kostenziele
- Nutzung von Standortvorteilen
- Risikominderung
Absatzziele
- Marktnähe
- Erleichterung des Marktzutritts
Strategische Ziele
- Unternehmenswachstum
- Abwehr des Marktzutritts von Konkurrenten
Einflüsse auf Investitionsentscheidungen (5)
- Idee des Inhabers
- Aktive Positionierung am Markt
- Impulse aus UN heraus
- Konjunkturelle Erwartungen
- Reaktion auf Wettbewerber
Gründe für Verminderung von Investitionsentscheidungen (5)
- Keine Notwendigkeit von Investitionen
- Sinkende Umsatzerwartungen
- Keine Verschuldung erwünscht
- kein Wachstum vorgesehen
- Kapital lieber im UN halten
Aharonis Theorie der DI
Erklärung des Zustandekommens von DI über Investitionsentscheidungsprozess:
- Anstoßphase
- Bewertungsphase
- Investitionsentscheidungsphase
- Überprüfungs- & Nachverhandlungsphase
Prinzip der Gewinnmaximierung wird durch "Bounded Rationality" der MI einer UN durch "behavioral man" ersetzt: eigene Nutzenvorstellungen beeinflussen Entscheidungsprozesse, nicht nur Gewinnmaximierung
Auslöser
- Vorschläge von Kunden / Händlern
- Mitläufereffekt
- Angst vor Verlust von Wettbewerbsvorteilen
- Starke Konkurrenz im Inlandsmarkt
Theorie des Oligopolistischen Parallelverhaltens
- Multinationale UN operierieren vornehmlich auf oligpolistischen Märkten
These
- Erstinvestition eines Oligopolisten im Ausland wird als Störung des ol. Gleichgewichts empfunden
- Zur Wiederherstellung des GG müssen andere Wettbewerbe ebenfalls DI vornehmen
Reaktionshypothesen
- Follow-the-leader-Strategie: UN folgt Konkurrenten ins Ausland nach
- Cross-investment-Strategie: Eindringen des ausländischen Konkurrenten veranlasst heimischen Anbieter, ebenfalls im ausländischen Markt zu investieren
Ausprägungsgrad des ol. Parallelverhaltens abhängig von
- Konzentrationsgrad der Branche
- Stabilität der Branche
- Profitabilität der Branche
- Größe und Wachstumsrate der Branche
Kapitel 4
UN mit Auslandstätigkeit (6)
- Internationale UN: int. wirt. Aktivität
- Multinationale UN: UN mit DI
- Supranationale UN: z.B. EU
- Transnationale UN: Niederlassungen in mehreren Staaten
- Globale UN: Globaler Branchenwettbewerb
- Cosmocorporation
Messung des Internationalisierungsgrads (8)
Quantitative Kriterien
- Anzahl der Länder, in denen Niederlassungen bestehen
- Anzahl der ausländischen Niederlassungen
- Marktanteile im Ausland
- Anteil der ausländischen MA am Gesamtpersonal
- Anteil der ausländischen Buchwerte am Gesamtbuchwert
Qualitative Kriterien
- Ausrichtung UNpolitik auf int. Geschäftstätigkeit
- Ausrichtung Organisationsstruktur auf int. Geschäftstätigkeit
- Ausrichtung Qualifikationen der MA auf int. Geschäftstätigkeit
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Lernkarten
Kerngedanke des cultural control-Konzeptes (3)
Nutzung der Koordinationswirkungen von UNkulturen
- Variablenperspektive: UN haben eine Kultur
- Metaphern-ansatz: UN sind eine Kultur
- Integrative Perspektive: UN haben und sind eine Kultur