Betriebliche Prozesse


M. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die betriebswirtschaftlichen Grundlagen im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie decken Themen wie Unternehmensgründung, Managementprinzipien, Steuerungsinstrumente des Staates und die verschiedenen Phasen des Unternehmenslebenszyklus ab. Besonders relevant sind die Erklärungen zu Maßnahmen, Zielen und Leistungen, die für Fachwirte in diesem Bereich essenziell sind. Die Karteikarten richten sich an Berufstätige und Studierende, die ihr Wissen in BWL vertiefen möchten, um fundierte Entscheidungen in der Praxis treffen zu können.
Karten
68
Lernende
13
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
26.04.2017 / 21.04.2023

Lernkarten

Aufgaben der WHO (7)

 

Zusammenarbeit mit staatl. Gesundheitsämtern

Verbesserung der Lebensbedingungen (Hygiene,...)

Beratung der Staaten

Pandemieerkennung und - Planung

Nomenklatur der Krankheiten und Todesursachen

Aufklärung der Bevölkerung, Prävention, Impfungen

Normierung Diagnostik und pharm. Produkte

 

 

Ziel der WHO

gemäß WHO-Verfassung ist es das Grundrecht eines jeden Menschen (unabhängig von Rasse, Religion,...) bestmögliche Gesundheit zu erlangen.

Einordnung und Organe der WHO

Die WHO ist Spezialorgan der UN

- WHO -Verfassung

- WHO -Versammlung

- WHO -Präsident

Nenne 3 Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.

Berufsgenossenschaften (nach Branchen)

Bund / Länder / Gemeinden z.B. Gemeinde-UV-Verb.

Unfallkassen z.B. UKBW z.B. Unfallversicherung für Pflegepersonen SGB XI in Ba.-Wü.

Leistungen der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitsförderung (6)

Eingliederungszuschüsse für Arbeitgeber

Einstellungszuschuss bei Neugründungen

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung

Förderung beruflicher Weiterbildung (auch Lohnzuschuss für bislang ungelernte AN)

Förderung derTeilhabe (behinderter AN) am Arbeitsleben

berufliche Rehabilitation

Nenne 8 Leistungen der Arbeitslosenversicherung

AL-Geld (60%, 67% mit Kind)

Teil-AL-Geld (bei Verlust 1es von 2  Arbeitsplätzen)

Insolvenzgeld

Kurzarbeitergeld

Zuschuss zum Wintegeld

Entgeltsicherung für Ältere (50+)

Restrukturierungszuschuss zur Arbeitsplatzsicherung

 

8 Beispiele für KV - Leistungen

amb. ärztliche Leistungen

Hilfsmittel

Heilmittel

stat. KHS - Behandlung

Hospiz

SAPV (amb. Palliativversorgung)

Haushaltshilfe / Familienpflege

ambulante Pflege 

Rehabilitation

Vorsorge

Welche grundsätzlichen Ziele kennzeichnen die Sozialpolotik 

  • Soziale Sicherheit
  • Sozialer Friede (durch soz. Gerechtigkeit)

Insbes. in den Lebenslagen Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit, Pflegebedürftigkeit

Erkläre "Umlageverfahren"

Die Rentenversicherung funktioniert nach dem Umlageverfahren.

Die Einnahmen werden direkt zur Bezahlung der laufenden Renten verwendet.

6 Leistungen der Rentenversicherung um Kranke oder Behinderte in das Erwerbsleben einzugliedern

Heilmittel

Rehabilitation

spez. Arbeitsgeräte (Hebehilfe, Blindenhilfen,...)

Arbeitsplatzausstattung (höhenverstellb. Schreibtisch)

Ausstattung der Arbeitsumgebung (z.B. Barrierefreiheit)

Umschulung

Nenne 4 Arten von Renten

  • Altersrente
  • Waisenrente
  • Witwer / Witwenrente
  • Erwerbsminderungsrente

6 Arten von Altersrente

  • Regelaltersrente
  • Altersrente für langjährig Versicherte
  • Altersrente für Schwerbehinderte
  • Altersrente für langjährige Bergleute
  • Altersteilzeit
  • Altersrente wegen Arbeitslosigkeit

Woher kommen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und wie werden diese umgelegt?

  • Beiträge der Arbeitnehmern
  • Beiträge der Arbeitgeber 
  • staatl. Zuschüsse

gehen über die Zahlstelle der KV an das Bundesversicherungsamt und wird mittels Risikostrukturausgleich an die KVen zurück (ausgenommen Landwirtschaftliche KK)

 

Unter welchen Voraussetzungen kann die Krankenversicherung Leistungen erbringen?

Voraussetzung ist, dass die Leistung

  • bedarfsgerecht ist
  • lege artis ausgeführt wird
  • ausreichend ist
  • zweckmäßig ist
  • wirtschaftlich erbracht wird
  • in passender Qualität erbracht wird

Was ist ein "Staat"?

Was kennzeichnet den Staat?

Worin besteht das "Monopol des Staates"?

Der Staat ist die höchstorganisierte Ordnungsheinheit. 

Kennzeichen sind:

  • Staatsvolk
  • Staatsgebiet
  • Staatsgewalt

Der Staat besitzt das Monopol der legitimen Gewaltanwendung

Welche (positiven) Merkmale kennzeichnen die "Soziale Marktwirtschaft"? (6)

  • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
  • hochgradige (bedarfsgerechte) Versorgung mit Güterrn und Dienstleistungen
  • kein zerstörerischer Wettbewerb
  • keine unsozialen Auswirkungen
  • keine wirtschaftliche Machtkonzentration
  • gute Gebietsabdeckung / Versorgung der Bevölkerung

Welche zwei hauptsächlichen Ziele verfolgt die soziale Marktwirtschaft?

Ziel der sozialen Marktwirtschaft ist

  • größtmöglicher Wohlstand
  • bestmögliche soziale Absicherung

 der Bevölkerung.

Die funktionale Aufteilung der Sozialleistungen gliedert sich nach Zweckbestimmung.

Nenne 10 Funktionen.

 

Krankheit, Alter, Invalidität / Unfall, Hinterbliebene, Kinder, Ehegatten, Mutterschaft, Arbeitslosigkeit, allg. Lebenshilfen

Welche Rahmenbedingungen gibt der Staat zur Gestaltung der sozialen Marktwirtschaft vor? (12!)

freie wirtschaftliche Betätigung, Vertragsfreiheit, Gewerbefreiheit, privates Eigentum an Produktionsmitteln, aktive Wirtschaftspolitik, Marktwirtschaftlicher Wettbewerb, freie Preisbildung (Güter u. Dienstl.), Gewinnstreben ermöglichen, unabh. nationale Zentralbank, Tarifautonomie, Interessensvertretungen dürfen gebildet werden (wirtschaftliche u. soziale), Netz von Sozialleistungen

Das Sozialsystem des Staates kann nach Systemen (Institutionen) aufgeteilt werden. (6)

  • Sozialversicherungssysteme (KV, PV, UV, RV,...)
  • Sondersysteme (landwirtsch. RV, prv. Vorsorge)
  • PKV, prv. Pflegeversicherung 
  • öff. Dienst (Beihilfe, Fam.-Zuschlag, Pension)
  • Arbeitgebersysteme (Entgeltfortzahlung, betr. Altersvorsorge)
  • Förder- und Fürsorgesysteme (Kindergeld, Familengeld, Wohngeld)

Nenne die Prinzipien der Gewaltenteilung im Staat

Horizontale Gewaltenteilung

  • Legislative
  • Exekutive
  • Judikative

Vertikale Gewaltenteilung

  • Bund
  • Länder
  • Gemeinden

Welche Aufgaben kommen den Parteien zu? (7)

  • Einfluss auf die öff. Meinung
  • Vertiefung der politischen Bildung
  • Förderung der Teilnahme am polit. Leben
  • Förderung der Übernahme polit. Verantwortung
  • Kandidatengewinnung
  • Verbindung schaffen zw. Staat und Volk
  • Einbringen parteipolitischer Ziele in den Prozess staatl. Willensbildung

Was sind Ordnungspolitische Maßnahmen?

(Erläuterung + 3 Beispiele)

Staatl. Maßnahmen zur Schaffung von Rahmenbedingungenzum ERHÄLT, ANPASSUNG, und zur VERBESSERUNG der Wirtschaftsordnung

  • Eigentumsordnung
  • Wettbewerbsregelungen (Kartellrecht, ...)
  • Vertrags- und Haftungsrecht

In welchen Politikfeldern können prozesspolitische Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden (3)

  • Konjunkturpolitik
  • Wachstumspolitik
  • Strukturpolitik (z.B. Länderfinanzausgleich)

Nenne 3 prozesspolitische Maßnahmen

  • Subventionen
  • geldpolitische Maßnahmen
  • fiskalpolitische Maßnahmen

Nenne ein Beispiel für eine wesentliche Ordnungspolitische Maßnahme der Politik im Bereich der Pflege

1995 Einführung der Pflegeversicherung

Welchen sozialen Zielen (basierend auf Art. 20 GG) trägt die Einführung der Pflegeversicherung Rechnung. (2)

Absicherung eines der Grundrisiken des Lebens

Soziale Gerechtigkeit

Führe ein Beispiel für eine prozesspolitische Maßnahme in der Pflege an

Ein Beispiel für eine prozesspolitische Maßnahme:

Anpassung der SGB XI- Leistungen: Senkung der Leistungen für stat. Pflege / Erhöhung der Leistungen für amb. Pflege. (polit. Ziel: Stärkung amb. Versorgungsformen)

3 Steuerungsinstrumente des Sozialstaates:

staatliche Eingriffe: Verbote, Gebote, Normensetzungen (Alkohol, Cannabis, Normen,...)

Regulierung (Lizenzen, Genehmigungen,...)

Subventionen und Steuern (Milch, Alkohol, Tabak)

 

Es gibt distributive und redistributive Steuerungsinstrumente des Sozialstaates. 

Erkläre!

Distributiv (direkt)

= Zuschüsse von Bund, Ländern und Gemeinden

Redistributiv (umverteilen)

= z.B. Sozialhilfe (Umverteilung von "reich" zu "arm")

Welche Regelungen enthält das Grundgesetz?

1) Grundrechte

2) Rechte die Grundrechtcharakter haben

3) Rechte der Staatsorganisation Art. 20 ff. (mit Ausnahmen)

Beschreibe das Minimalprinzip.

Ein definiertes Geschäftsziel wird mit minimalem Einsatz an Mitteln erreicht.

Beispiel: um bei stagnierendem Absatz das Geschäftsergebnis hatten zu können wird Personal reduziert.

Beschreibe das Maximalprinzip

Mit definiertem Mitteleinsatz ein Maximales Ziel erreichen. 

Beispiel: Mit vorhandenem Personal das Meiste rausholen.

Beschreibe das Optimalprinzip

Mit minimalem Einsatz maximalen Gewinn erzielen.

Beispiel: Stellen streichen, das reduzierte Personal erwirtschaftet dennoch mehr als die stärkere Belegschaft (Druck, Motivation, optimierte Prozesse,...)

Nenne die Phasen der Unternehmensgründung (5)

  • Vorgründungsphase
  • Gründungsphase
  • Frühentwicklungsphase
  • Amortisierungsphase
  • Expansionsphase
  • Liquidationsphase

Unternehmensgründung:

Welche Schritte fallen in die Vorgründungsphase?

Idee - Analyse - Konzept

Auswahl der Rechtform

Businessplann, Kapitalbeschaffung

Unternehmensgründung:

Welche Schritte fallen in die Gründungsphase?

Organisation - Entwicklung - Aufbau

förmliche Unternehmensgründung

Geschäftsvorbereitung: Abläufe, Personal, Waren, Marketing, Kundenaquise

Unternehmensgründung:

Welche Schritte fallen in die Frühentwicklungsphase?

Beginn der Geschäftstätigkeit,

ggf. Produktion, Markteintritt, Verkaufserfolge

Unternehmensgründung:

Welche Ereignisse fallen in die Amortisatiosphase?

Markterfolg, Überschreiten der Gewinnschwelle

verzinste Rückgewinnung der investierten Mittel ist erstmals möglich

(bis zum Ende der Amortisierungsphase befindet sich das Unternehmen im Gründungsprozess)

Lebenszyklus eines Unternehmens

Was kennzeichnet die Expansionsphase?

Neue Produkte, neue Märkte

Erste Phase nach Abschluss der Unternehmensgründung

Diese Phase könnte auch eine Stagnationsphase oder Schrumpfungsphase sein.

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