SIU Modul 3 - Organisation

SIU Modul 3 - Organisation

SIU Modul 3 - Organisation


F. R.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Unternehmensorganisation und sind für verschiedene Niveaus geeignet. Sie decken Themen wie Aufgabenteilung, Spezialisierung, Führungsebenen und die Struktur von Unternehmen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Berufstätige in der Betriebswirtschaftslehre, die ihr Verständnis für die Organisation von Unternehmen vertiefen möchten.
Karten
27
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
11.03.2017 / 28.08.2023

Lernkarten

Nennen Sie 5 mögliche unternehmerische Dimensionen in einer Aufbauorganisation.

- Märkte

- Produkte

- Arbeiten / Funktionen

- Regionen

- Projekte

Die wichtigste Dimension bestimmt die Aufgabenteilung der zweitten Führungsebene und damit die Grundstruktur des Unternehmens.

Begründen Sie, weshalb eine Unternehmung in die Dimension "Arbeiten / Funktionen" aufgeteilt wird.

- Zentralisierung einzelner Tätigkeiten bewirken eine Spezialisierung.

( Zentralisierung= nach Tätigkeiten gebildete Abteilungen )

- Aus dieser Spezialisierung resultieren Vorteile in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Rationalisierung (Geschwindigkeit), Qualität oder Service.

- Aus dieser Spezialisierung können Marktbedürfnisse besser und schneller befriedigt werden.

Die wichtigste Dimension bestimmt die Aufgabenteilung der zweitten Führungsebene und damit die Grundstruktur des Unternehmens.

Begründen Sie, weshalb eine Unternehmung in die Dimension "Produkte" aufgeteilt wird.

- verschiedene Produkte 

- wenn in der Entwicklung oder Produktion verschiedene Technologien angewendet werden müssen (Stahl, Alu)

- wenn die Abnehmer der einzelnen Produkte verschieden sind.

- wenn sich der Produktions- und Verkaufsprozess wesentlich unterscheiden (z.B. Serien- und Sondermodelle)

- wenn die Bedürfnisse der Kunden eine unterschiedliche Servicepolitik erfordern (Premium-Reihe, Low Budget-Reihe)

Die wichtigste Dimension bestimmt die Aufgabenteilung der zweitten Führungsebene und damit die Grundstruktur des Unternehmens.

Begründen Sie, weshalb eine Unternehmung in die Dimension "Märkte" aufgeteilt wird.

- wenn die spezifischen Marktkenntnisse für den Erfolg von grosser Bedeutung sind

- wenn der Verkauf über verschiedene Absatzkanäle (Vertreter, Verkaufsstellen) mit nur einer Absatzorganisation schwierig ist

 

Die wichtigste Dimension bestimmt die Aufgabenteilung der zweitten Führungsebene und damit die Grundstruktur des Unternehmens.

Begründen Sie, weshalb eine Unternehmung in die Dimension "Regionen" aufgeteilt wird.

- wenn die Mentalität in den verschiedenen Regionen unterschiedlich ist

- wenn die Unternehmung global tätig ist und eine regionale Unterteilung für die Verwaltung notwendig wird

 

Nennen Sie die Vor- und Nachteile eines eindimensionalen Organisationskonzeptes, gegliedert nach Funktionen.

Vorteile:

- maximale Nutzung von den Spezialisten und ihrem Know how

- Arbeitsteilung entspricht der beruflichen Ausbildung (Buchhalter, Schweisser, Verkäufer)

- Zusammenfassung gleicher Aufgaben ermöglicht eine Standartisierung und Rationalisierung der Arbeitsabläufe.

- Erleichterung der Kommunikation und der Koordination

- Aufgabenteilung und Kompetenzordnung ist übersichtlich und eindeutig

Nachteile:

- Koordination und Kommunikation von Nichtroutine-Arbeiten führen zu Verzögerungen / Pronlemstau

- erfordert ein hohes Mass an Selbstkoordination der Mitarbeiter

- Gefahr der Bürokratisierung durch Überbewertung von Teilaufgaben

Nennen Sie die Vorteile eines eindimensionalen Organisationskonzeptes, gegliedert nach Produkten.

Merke: Bei einer Gliederung in Märkte / Regionen kommen die gleichen Vor- und Nachteile zum tragen; da es sich um das selbe Prinzip in einem anderen Massstab / Unternehmensgrösse handelt.

Vorteile:

- bessere Kenntnis der Umwelt und Märkte eines Produktes

- Maximale Nutzung des produktspezifischen Know hows durch Konzentration der Fachkräfte

- die Geschäftsleitung wird von Koordinationsaufgaben entlastet

- die Produkteleiter können durch Zentralisierung vom produktorientierten Know how die Kommunikation und die Ablaufprozesse vereinfachen / rationalisieren.

- bessere Transparenz in Bezug auf Kosten- und Ertragsabgrenzung

- Möglichkeit der klaren Zuteilung von Verantwortung und Kompetenzen

Nachteile:

- Divisionsinteressen stehen im Vergleich zu Unternehmensinteressen im Vordergrund

- die Divisionsleitung muss mit unternehmerisch denkenden Generalisten besetzt sein

- Die zentralen Aufgaben erfordern Spezialisten oder Spezialistenwissen auf Stufe der Geschäftsleitung bezüglich Investitionen, Budget, Preisdefinierung 

Wie ist das Unterstellungsverhältnis der einzelnen Stellen in einer Matrix- Organisation geregelt?

- disziplinarische Unterstellung durch den Linienchef

(Produktleiter / Fillialleiter)

--> was muss erledigt werden?

- Fachtechnische Unterstellung durch den Spezialisten 

( Marketingexperte, HR Spezialist, Meister)

--> wie muss die Arbeit erledigt werden?

Wie können Schwierigkeiten und Streitigkeiten durch eine Doppelunterstellung in einer Matrix - Organisation minimiert / reduziert werden?

- Richtlinien festlegen wie bei Konflikten vorgegangen wird

- Weisungsbefugnisse der Spezialisten klar definieren

- Kompetenzregelung in Anwesenheit aller Beteiligten darlegen und erläutern

 

Nennen Sie die Aufgaben eines Produktmanagers.

- Analyse der Markt- und eigenen Leistungsdaten (Situationsanalyse)

- Innovation durch marktgerechte Gestaltung der angebotenen Leistung

- Planung der zu verkaufenden Menge und der angestrebten Deckungsbeiträge

- Koordination aller produktspezifischen Aktivitäten innerhalb der Unternehmung

- Kontrolle der geplanten Qualität und der Budgeteinhaltung

Was ist ein Organigramm?

- Eine graphische Darstellung von einem organisatorischen Aufbau oder Ablauf

Was ist ein Prozess?

Als Prozess bezeichnet man jede Transformation (Umwandlung) von Inputs in Outputs.

Bei der Prozessorganisation geht es um die Frage: "Wer macht was, wann, wo, wie und womit?"

Nennen Sie die Prozessarten.

Managementprozess

Geschäftsprozess: Führungsprozess, Kern- oder Hauptprozess

Unterstützungsprozess

Nennen Sie mögliche Prozessinhalte.

- Ideenfindung

- Entwicklung

- Entscheid

- Beschaffung

- Realisierung

- Kontrolle

- Verkauf und Vertrieb

Nennen Sie die Prozessziele.

- Minimierung der Durchlaufzeiten

- Maximierung der Kapazitätsauslastung

Erklären Sie die verschiedenen Symbole eines Flussdiagramms (Flow Chart)

Welche 3 Prozessgruppen gibt es in einer Unternehmung?

Führungsprozess (im St. Galler Management-Modell --> Managementprozess)
--> nimmt übergreifend strategischen und finanziellen Einfluss auf Leistungs- und Unterstützungsprozesse
--> ist ein Sekundärprozess ( ist indirekt an der Wertschöpfung beteiligt)

Leistungsprozess (im STGMM Geschäftsprozess genannt)
--> bildet den eigentlichen Kernprozess einer Unternehmung
--> ist ein Primärprozess (ist direkt an der Wertschöpfung beteiligt)

Unterstützungsprozess
--> unterstützt den Führungs- und Leistungsprozess
--> ist ein Sekundärprozess ( ist indirekt an der Wertschöpfung beteiligt)

Nennen Sie die Formel für die Kapazitätsauslastung.

= (Tätigkeitszeiten+Rüstzeiten+Wegzeiten pro Jahr)x100 / Nettoarbeitszeit pro Jahr (Anwesenheitszeit)

Erläutern Sie die verschiedenen Prozessstrukturen.

Nennen Sie die möglichen Abweichungsursachen in einem Informationsfluss.

Personelle Gründe
--> mangelnde Initiative zur Beschaffung
--> Berücksichtigung von Informationen
--> Informationswiderstände
--> Zielgegnerschaft

Technische Gründe
--> mangelhafte Hardware
--> fehlende oder mangelhafte Software
--> fehlende Brainware (Methoden und Technik)

Organisatorische Gründe
--> fehlen von Kommunikationswege
--> fehlen von Organisationsmethoden und Techniken
--> fehlen klarer Informationszuständigkeitn
--> hoher Anteil von innovativen und kreativen Anteilen
--> mangelnde Vorhersehbarkeit neuer Aufgaben

ökonomische (finanzielle) Gründe

--> zu hohe Beschaffungskosten 
--> zu hohe Bearbeitungskosten
--> zu geringer Informationsnutzen
--> zu hohe Wiederauffindungskosten

Was ist das Gegenteil einer funktionalen Organisation?

Divisionale Organisation

Was ist eine funktionale Organisation?

Organisation gegliedert nach Funktionen, in der jede Abteilung für die anderen Abteilungen mittätig ist.

(Abteilung Einkauf --> kauft für die gesamte Firma ein)

Was ist eine divisionale Organisation?

Organisation, gegliedert nach Gruppen die in sich wie eine Kleinstfirma funktionieren.

-->( jede Gruppe hat ihren eigenen Einkauf, Produktion etc...)

Erklären Sie die Organisationsgrade.

Organisation:
--> dauerhafte Regelung zwischen Menschen und technischen Systemen

Improvisation:
--> vorläufig oder zeitlich begrenzte Regelungen

Disposition:
--> einmalige Regelungen zwischen Menschen und technischen Systemen

Erklären Sie "Stelle".

Ist die kleinste organisatorische Einheit

Was ist eine "Instanz"?

Eine führende Stelle

Nennen Sie die Möglichkeiten für eine abwechskungsreichere Arbeitsgestaltung.

Jobrotation:
--> Aufgabenwechsel
--> Mitarbeiter lösen sich in einem bestimmten Rythmus gegenseitig ab (auf gleicher Stufe)

Jobenlargement:
--> Aufgabenerweiterung
--> Mitarbeiter bekommen mehr Aufgaben (auf gleicher Stufe)

Jobenrichment:
--> Aufgabenbereicherung
--> bestehende Aufgaben werden um Entscheidungs- oder Kontrollkompetenzen bereichert

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