Logistik für technische Kaufleute
Kapitel 12 Innerbetriebliche Logistik
Kapitel 12 Innerbetriebliche Logistik
30
0.0 (0)
A. M.
A. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Lagerlogistik für technische Kaufleute. Sie behandeln Themen wie Lagerung, Materialfluss, Fördermittel und Lagerstufen, wobei der Fokus auf der Optimierung der Lagerlogistik liegt. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Fachkräfte, die ihre Kenntnisse in der Lagerverwaltung und -steuerung vertiefen möchten, um effiziente Lagerprozesse zu gewährleisten und die Lieferbereitschaft zu verbessern.
Flashcards
30
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
22.02.2017 / 08.03.2024
-
- 1 / 30
-
Flashcards
Was beinhaltet Lagerlogistik?
- Durch die Lagerung von Waren lassen sich Unterbrüche im Materialfluss vermeiden
- Lagerlogistik schafft Reserven (Polster und Puffer) für das Leistungssystem
- Der Input und der Output eines Unternehmens können nie 100% aufeinander abgestimmt werden
- In der Lagerlogistik wird festgelegt, welche Ware wo und wie gelagert werden, wann sie transportiert wird, wie sie kommissioniert wird.
- Die Lagerlogistik muss organisieren, dass interne und externe Kunden ihr benötigtes Material rechtzeitig erhalten
- Rohstoffe
- Hilfsstoffe
- Betriebsstoffe
- Halb- und Fertigfabrikate
- Ersatzteile
- usw.
Wie lauten Ziele der Lagerlogistik?
- Beseitigung von Engpässen in der Fertigung
- Beseitigung von Engpässen bei Ersatzteilen
- Möglichst geringe Einbusse bei der Material- bzw. Warenqualität
- Möglichst geringe Kapitalbindung
- Möglichst geringe Lager- bzw. Sicherheitsbestände
- Möglichst geringe Lagerausschüsse
- Möglichst gute Auslastung des Lagers
- Möglichst hohe Lieferbereitschaft
- Möglichst hoher Lagerumschlag
- Möglichst tiefe Lagerkosten
Wie lauten Zielkonflikte in der Lagerlogistik?
Hoher Lieferbereitschaft <-> Hohem Lagerumschlag
In einem Fertigungsunternehmen werden folgende Lagerstufen unterschieden:
- 3-Stufen-Konzept
- Lagerstufe 1
- Das Eingangslager liefert der Produktion das Material
- Schwankungen werden ausgelichen durch
- Sicherheitsbeständen
- Spekulationsbeständen
- Pufferlager
- Lagerstufe 2
- Lager im Fertigungs- und Montagebereich
- Diese nehmen Zwischenprodukte auf
- Gewährleisten kontinuierlichen Produktionsprozess
- Pufferfunktion
- Lagerstufe 3
- Das Ausgangslager nimmt Fertigware auf
- Stellt die Lieferbereitschaft sicher
- Fängt Absatzschwankungen auf
- Liefert den Kunden Ersatzteile
- Das Ausgangslager nimmt Fertigware auf
- Lagersufe 4 (bei Handelsunternehmen)
- Ware die nur eingekauft und weiterverkauft wird
- Lagestufe 5
- Verwaltungsmaterialien wie Dokumente, Büromaterial usw.
- Lagerstufe 1
Warum ist das innerbertriebliche Transportsystem immer wichtiger?
- Der Trend zur grösseren Produktvielfalt führt zu kleineren Losgrössen und mehr Transporten
- Der Trend zur Senkung der Lagerbeständen führt zu JIT und somit zu mehr Transporten
- Führ die Verringerung von Durchlaufszeiten braucht es kurze und planbare Transportzeiten
Welche Faktoren beeinflussen die Wahl des Fördermittel oder -system für das Unternehmen?
Wie werden Fördermittel unterschieden?
- Stetigförderer
- Das Fördergut wird kontinuierlich auf festgelegten Förderwegen transportiert
- Be- und Entladung an mehreren Stellen möglich
- Hoher Volumendurchsatz
- Auf eine Transportrichtung beschränkt
- Meist automatisch und somit wenig flexibel
- Unstetigförderer
- Fördermittel die keinen kontinuierlichen Transport bieten
- Be- und Entladung bietet sich bei Stillstand des Fördermittels
- Geringer Volumenduchsatz
- Flexibel in der Transportrichtung
- Meist von Hand bedient und somit sehr flexible
- Flurfreie Förderer
- Flurgebundene Förderer
Was für Einteilungskriterien gibt es für Fördermittel?
- Antrieb (mechanisch, pneumatisch, hydraulisch)
- Automatisierungsgrad (halbautomatisch, vollautomatisch)
- Bedienung (mit / ohne Fahrer, mit / ohne Linienbedienung entlang dem Materialfluss)
- Betriebsfluss (Taktbetrieb, Fliessbetrieb)
- Beweglichkeit (zweidimensional, dreidimensional)
- Flurbindung (flurfrei, flurgebunden, aufgeständert)
- Schienenbindung (schienengebunden, nicht schienengebunden)
Nach welchen Gesichtspunkten können Lagersysteme unterteilt werden?
- Lagergut
- Schüttgut (Schrauben, Dübel usw.)
- Stückgut (Kisten, Fässer usw.)
- Kleinteilgut (Päckchen, Schachteln usw.)
- Palletgut (Druckpapier auf Paletten)
- Langgut (Kabel, Papierrollen usw)
- Gefahrenklasse (infektiös, radiokative, giftig usw.)
- Bauweise
- Freilager (Lagerung ausserhalb von Gebäuden)
- Gebäudelager
- Bauform (Hallen- oder Etagenlager)
- Lagerhöhe (Flachlager bis 7 m Höhe, Hochregallager ab 12 m Höhe)
- Lagertechnik
- Statische Lagerung (Lagergut ruht bis zur Auslagerung)
- Dynamische Lagerung (Lagergut ist in Bewegung)
Nenne Kriterien die bei einer Optimierung der Lagerlogistik eine wichtige Rolle spielen?
- Arbeitsschutz
- Arbeitssicherheit
- Brandschutz und Fluchtwege
- Zutrittsüberwachung
- Artikelbeschaffenheit
- Ausmasse, Gewichte
- Gefahrgutklasse
- Empfindlichkeit, Verderblichkeit, Modeabhängigkeit
- Wert (Schwundgefahr)
- Automatisierung
- Beleglose Lagerabwicklung und -inventur
- Automatische Transport- und Lagersysteme
- Automatische Leistungsmessung- und Kennzahlenermittlung
- Flexibilität
- Anpassungsfähigkeit auf sich ändernden Kundenbedürfnisse
- Anpassungsfähigkeit auf sich ändernden Beschaffungs- und Lagermengen
- Flexibilität Fördermittel und -system
- Investition und Bewirtschaftung
- Investitions- und Instandhaltungskosten
- Betriebskosten
- Ausnutzungsgrad (Flächen-/Raumnutzung)
- Lagerbestand
- Lagermenge ((Mindest- und Höchstbestand)
- Lieferfähigkeit, Verfügbarkeit
- Bestands-/Sortimentspflege (ABC-Analyse)
- Lagerleistung
- Lagerzu-/-abgänge (Lagerumschlag)
- Um-/Auslagerungen (Kommissionierung)
- Anzahl Lageraufträge, -positionen, -mengen
- Lagerstandort
- Grundstückspreis (Entwicklung)
- Ausbau- und Erweiterungsmöglichkeiten
- Verkehrstechnische Anbindung / IT-Infrastruktur)
- Bauliche und gewerbliche Restriktionen
- Verfügbarkeit, Qualifikation und Lohnniveau der Arbeitskräfte
- Lagerstruktur
- Lagestufen
- Lagereinteilung (Segmentierung, Zonen)
- Artikelzuordnung (nach Stücklisten, Zugriffshäufigkeit, Handhabbarkeit)