AdA


M. K.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Prinzipien und Methoden der betrieblichen Lernvermittlung, insbesondere im Kontext der Ausbildung. Sie decken Themen wie Lernziele, Kompetenzen, Motivation, Feedback und verschiedene Lernmethoden ab. Die Karteikarten sind für Ausbilder und Azubis geeignet, die ihre Lernprozesse optimieren und effektiver gestalten möchten, indem sie die wichtigsten Konzepte und Techniken der Lernvermittlung verstehen und anwenden.
Karten
23
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
21.02.2017 / 23.02.2017

Lernkarten

Was versteht man in der Ausbildung unter Lernen?

  • verhalten dauerhaft ändern
  • neugelerntes dauerhaft umsetzen / anwenden

Welche Lernvoraussetzungen sind zum Lernen notwendig?

  • die Eignung des Beurfs
  • Interesse am Beruf
  • Berufsreife (zB: Belastbar, soziale Kompentenz)

Welche Möglichkeit des Lernen gibt es in der Ausbildung?

  • klassisches lernen
    • das zufällige Lernen
    • das geplante Lernen
    • das selbstgesteuerte Lernen
  • pädagogisches lernen
    • lernen auslösen / sich zum lernen vorbereiten
    • sich mit Lerngegenstand auseinander setzen
    • das gelernte sichern und behalten

Was versteht man unter selbstgesteuertem- und fremdgesteuertem Lernen?

  • Selbstgesteuertes Lernen: Wenn der lernende seine Lerninhalte selbst einteilt und sich die Prozesse selbst beibringt.
  • Fremdgesteuertes Lernen: Wenn das lernende durch andere angesteuert wird. 

Welche didaktischen Prinzipien müssen bei der Lernvermittlung beachtet werden?

  • Prinzip der Altersgerechtheit
  • Prinzip der Zielklarheit
  • Prinzip der Praxisnähe
  • Prinzip der Erfolgssicherung

Nennen Sie die 3 Stufen des pädagogischen Lernprozess.

  • lernen auslösen / sich zum lernen vorbereiten (Stufe 1 im 4-Stufen-Modell)
  • sich mit dem Lerngegenstand auseinandersetzen (Stufe 2 im 4-Stufen-Modell)
  • das gelernte sichern und behalten (Stufe 4 im 4-Stufen-Modell)

Was versteht man unter einem Lernziel?

Lerngewinn ausgerichtet auf Lerninhalt

Jedes Lernziel verändert den Menschen in unterschiedlichen Bereichen, welche gibt es?

  • Psychomotorisch
  • Affektiv
  • Kognitiv

Man kann Lernziele nach Genauigkeit und Eindeutigkeit unterscheiden. Welche Unterschiedlichen Ziele gibt es?

  • Ausbildungs-Rahmenplan (meist Feinziele)
  • Ausbildungs-Berufsbild (meist Grobziele)

Wird ein Lernziel geprüft, kann man in unterschiedlichen Niveaus abprüfen:

Taxonomiestufen

  • Repruduktion (nachmachen von etwas gelerntem)
  • Reorganisation (etwas umbauen oder umplanen)
  • Transfer (anwenden, aber auf etwas unterschiedliches)
  • Kreativität oder Neuschöpfung (aus altem Neues schöpfen)

Jedes bewusste Lernen setzt ein Lerninteresse voraus. Wie kann das Interesse gewecket werden?

  • direkte Motivation (schon immer Interesse)
  • indirekte Motivation (Geld für Noten)
  • Aktualmotivation (privater Nutzen)
  • habituelle Motivation (Wertschätzung für Noten nicht verlieren)

Was versteht man beim betrieblichen Lernen unter Feedback?

  • Feedback ist gegeseitig
  • Azubi beurteilt seine Leistung selbst
  • Wird mit der Meinung des Ausbilders ergänzt und zusammengetragen
  • Azubi kann auch die Abteilung beurteilen

Wie können Lernerfolge gesicehert werden?

  • durch wiederholen
  • durch Anwendung (Arbeitsauftrag)
  • durch das Berichtsheft (gelerntes niederschreiben)

Von welchen Faktoren ist das Lernen abhängig?

Pausen, Wetter, Gesundheit, Lernstoff, Lehrer/Lehrendem,...

Was versteht an unter einem Lerntransfer?

Das gelernte auf andere Situationen zu übertragen.

Wozu dient der Einsatz von Medien in der geplanten Lernvermittlung?

Durch die visuelle Darstellung wird ein zweiter Lernkanal aktiviert, dadurch kann der Lernstoff besser vermittelt werden. Außerdem ist es eine Lehrhilfe für den Lehrenden und den Lernenden

Welche Medien kennen Sie und warum haben Sie gerade diese eingesetzt?

  • Metaplanwand
  • Flipchart
  • Beamer
  • Tafel

Warum sollen betriebliche Lernvermittlungen ins Berichtsheft eingetragen werden?

  • zur Festigung des Lernstoffes
  • Nachweisfunktion über das gelernte (für die Prüfer --> was wurde über den Ausbildungsrahmenplan hinaus gelehrt)

Welche Tageszeit wäre besonders geeignet für ein geplantes Lernvermitteln?

Von der Person und von dessen Biorythmus abhängig. Aber generell:

  • vormittags zwischen 9 und 11 Uhr 
  • nachmittags gegen 15 Uhr
  • besser Dienstag und Mittwoch als Montag

Wie erkennt man Unter- und Überforderung beim Lernenden?

Das Verhalten ist bei beiden gleich:

  • keine Lust mehr
  • viele Fehler
  • man tut nichts mehr (bis zur Arbeitsverweigerung)
  • unmotiviert

In der betrieblichen Lernvermittlung müssen sie vergegebene Lernziele vermitteln? Wo stehen diese?

Im Ausbildungsrahmenplan (grob) und im Ausbildungsberufsbild (fein). Zusätzlich kann das Unternehmen einen betrieblichen Ausbildungsplan schreiben, der aber alle Punkte aus dem Ausbildungsrahmenplan und der Ausbildungsberufsbild erfüllen muss. Der einzelne Ausbilder kann seine Ausbildungsinhalte in einer Checkliste dem Teilausbildungsplan nachlesen.

Am Ende einer Ausbildung steht ein handlungskompetenter Mitarbeiter. Wie erreiche ich das?

Durch die Förderung der fachlichen, sozialen, persönlichen und methodischen Kompetenzen. Je mehr Fähigkeiten pro Kompetenz entwickelt werden konnten, desto kompetenter ist der Mitarbeiter. Dafür werden unterschiedliche Lernmethoden benötigt um möglichst viele Fähigkeiten zu erlangen.

Welche Kompetenzen müssen im Lernenden gefördert werden?

Grundsätzlich fachliche, soziale, persönliche und methodishe Kompetenzen. In welcher Kompetenz der Azubi konkret gefördert werden muss hängt vonderm Azubi selbst ab. Fachliches ändert sich schnell  und muss deshalb sowieso schnell wieder selbst gelernt werden.

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