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Organisation und Personalmanagement in der Krise

Organisation und Personalmanagement in der Krise


M. R.
Diese Lernkarten behandeln das Change Management und Kommunikation im Unternehmenswandel auf Universitätsniveau. Sie beleuchten den Wandel, Veränderungen, Prozesse und Ziele sowie die Rolle der Mitarbeitenden und Führungskräfte. Der Umgang mit Widerstand, Angst und Personalabbau wird ebenso thematisiert wie Outplacement, Management und Outsourcing. Die Karteikarten richten sich an Führungskräfte und Personalverantwortliche, die Strategien zur erfolgreichen Umsetzung von Veränderungen in Unternehmen erlernen möchten.
Karten
87
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
23.01.2017 / 14.01.2022

Lernkarten

Welche Gründe für Wandel gibt es?

Welche Turnaround-Massnahmen gibt es?

Strategische Massnahmen

- Global Recovery Strategie
- Unternehmensstrategie
- Geschäftsfeldstrategie 

Ertragswirtschaftliche Massnahmen 

- Umsatzsteigerung
- Kostensenkung 

Finanzwirtschaftl. Massnahmen 

- Innenfinanzierung
- Aussenfinanzierung 

Organisatorische Massnahmen 

- Austausch Management 
- Ablauf- und Aufbau- organisation 

Welche Phasen hat der Veränderngsprozess nach Lewin

Auftauen (unfreezing) --> Verändern (moving) --> Stabilisieren (refreezing)

Kritische ausernandersetzung mit dem Model von Lewin (Positiv / Negativ)

Hilfreich

  • plastisch, pragmatisch, einfach
  • Zyklus-Modell Wandel erfolgt in verschiedenen Phasen
  • Auftauphase: Wichtigkeit der Veränderungsbereitschaft wird Rechnung getragen

Weniger hilfreich (Kritik)

  • Wandel als ‚störende‘ Episode, die überwunden werden mus
  • Zielzustand liegt in der Stabilität
  • Stabilität ≠ Fähigkeit zu kontinuierlicher Veränderung oder rasches Reagieren auf unerwartete Veränderungen
  • Idee, dass Wandel einfach geplant werden kann 

Welche Arten von Wandel gibt es

  • Wandel erster Ortnung
  • Wanderl Zweiter Ortnung

Was sind die Eigenschaften eines Wandels erster Ordnung

  • Wandel in einer oder wenigen Dimensionen
  • Wandel auf einer ebene
  • Wandel in ein oder zwei verhaltensaspeckten
  • quantitativer Wandel (z.b: Optimierung)
  • Kontiunierlich, Verbesserungen und Entwicklung in der selben Richtung
  • Inkrementale Veränderung
  • Logisch und Rational
  • Verändert nicht die vorhandene Weltsicht / das Paradigma
  • Innerhalb des vorhandenen Zustands des Seins (Denken und Handeln) 

Was sind die Eigenschaften eines Wandels zweiter Ordnung?

  • Mehrdimensionaler Wandel, der viele Komponenten und Aspekte einschliesst
  • Wandel auf allen Ebenen
  • Wandel in allen Verhaltensaspekten (Einstellungen, Normen, Werte, Wahrnehmungen, Annahmen, Weltbilder, Verhaltensweisen)
  • Qualitativer Wandel
  • Diskontinuierlich, Veränderung in eine neue Richtung
  • Revolutionäre ‚Sprünge‘
  • Zunächst ‚irrational‘, basiert auf einer abweichenden, anderen Logik
  • Führt zu einer neuen Weltsicht, einem neuen Paradigma
  • Führt zu einem neuen Zustand des Seins (Denken und Handeln) 

Wie Definiert sich der Radikale Wandel nach zweiter Ortung von Levy & Merry?

  • grundlegende Revolutionäre Änderung in der Organisation
  • Radikaler Wandel in allen ebenen der Organisation
  • Wandel in Strategie und Weltbildern

Was sidn die Gründe für einen Organisationalen (radikalen) Wandel?

  • Reduzierung von Kosten (56%)
  • Verbesserung von einer guten Performance zu einer sehr guten (great) Performance (50%)
  • Zur Integration bei Unternehmenszusammenschlüssen (Merger & Acquisitions) (27%)
  • Überwindung einer Krisensituation (27%)
  • Aufholen gegenüber rivalisierenden Anbietern (25%)
  • Aufteilung oder Ausgliederung von Unternehmensbereichen (14%)
  • Vorbereitung auf Privatisierung oder Marktliberalisierung (6%) 

--> d.h. obwohl extrem aufwendiger Prozess, wird er durchgeführt auch wenn das Überleben gar nicht in Gefahr ist 

Was besschreibt das integrative Model von Levy & Merry?

Triebkräfte

  • interne und externe Bedingungen, Triebkräfte, auslösende Ereignisse 

Prozess 

  • Zerfall/Krise, Transformation, Transition, Stabilisierung/ Entwicklung 
  • Planung und Management des Wandel, Strategien, Interventionen, Technologien

Inhalt/Ziel 

  • Paradigma, Mission, Kultur, Funktionale Prozess 

Was sind dei eigenschaften der Triebkräfte des Integratieven Modells?

  • Der ‚Wille zur Veränderung‘ bei der dominierenden Koalition
  • ein ausreichendes Mass an ‚managerial slack‘ von verfügbaren (überschüssigen) Ressourcen im Management
  • Aussendruck durch Marktveränderungen oder ‚stake holder‘ (Einflussgruppen)
  • Wahrnehmung der Krise 

Was sind dei eigenschaften der Prozess und Prozessphasen im der Organisationalen Transformation nach Lang, R. & Alt, R. ?

  • Krise/Zerfall: bisheriges Paradigma ist nicht mehr erfolgreich, Krisensituation wird als solche erkannt
  • Transformationsphase im engeren Sinne: neue Wahrnehmungen, Überzeugungen, Visionen als Grundlage der Neugestaltung sind am entstehen
  • Transition- oder Übergangsphase: Umsetzung der neuen Ideen in Handlungspläne, Programme, Strukturen, Systeme
  • Stabilisierungs- und Entwicklungsphase: Institutionalisierung der Änderungen, Stabilisierung und evolutionäre Weiterentwicklung durch ‚first- order‘change. 

Welches sind die Prozessphasen in der Verädnerung?

Krise/Zerfall

  • Verkrustung
  • Versuche der Problembewältigung scheitern

Transformation

  • Bruch mit den alten Weltbildern
  • Verpflichtung zum Wandel
  • Schaffen einer neuen Vision
    (Destabilisierung; zuerst mir weichen veränderung auseinander setzen)

Transition- oder Übergangsphase

  • Umsetzung der Ideen und Visionen in Programme,
  • Implementierung

Stabilisierung und Entwicklung

  • Institutionalisierung der Veränderungen
  • Feinabstimmung und Absicherung
  • Entwicklung 

Wie sind die Strategien und Interventionen des Managments in der Transistion und Transformations Phasen?

Transition:

  • bewusst zielorientierte und planmässige Änderung existierender Strukturen und Prozesse
  • Vorgehen ist: rational-analytisch, schrittweise, pragmatisch

Transformation:

  • Herausbildung eines völlig neuen Zustandes: Entdeckung einer neuen Sichtweise und Veränderung der Wahrnehmung, des Bewusstseins und der Einstellungen
  • Vorgehen ist: offen, unstrukturiert und intuitiv.

-->Transformation und Transition sind komplementäre Strategien:
1. Grundlegende Schaffung von etwas Neuem
2. Feinabstimmung, Implementierung des Neuen 

Welche Bedeutung hat das Managment im Turnaround prozess?

  • Wandel zweiter Ordnung muss durch die obere Managementebene initiiert und implementiert werden
    • nur dadurch werden erforderliche Ressourcen und hohe Priorität im Arbeitsalltag gesichert
  • stark ausgeprägte Führungsfähigkeiten sind genauso wichtig wie
  • visionäre Fähigkeiten

Drei grundsätzliche Rollen und Aufgabenbereiche für das Topmanagement

  1. Envisioning – Entwicklung und Vermittlung einer überzeugenden Zukunftsvision
  2. Energizing – Erzeugung und Aufrechterhaltung der notwendigen Energie und Engagement
  3. Enabling – Mobilisierung und Etablierung der für nachhaltige Veränderung notwendigen Ressourcen und unterstützenden Systeme 

Wie Besschreibt sich das führungszentrierte Modell von Tichy & Devanna

Prolog: Externe Zwänge und Veränderungen als Auslöser für die Veränderungsnotwendigkeit
Akt I: Die Führung muss ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugen

  • Organisationale Ebene: Die Notwendigkeit für Wandel muss klar werden, kann jedoch zu Widerstand führen, Vermeidung einer ‚schnellen und einfachen Lösung‘
  • Individuum: muss sich von allem lösen, was mit der Vergangenheit in Verbindung steht, z.B. alte Loyalitäten und Beziehungsgeflechte, Prozess der Desillusionierung oder Ernüchterung tritt ein

Akt II: Die Führung muss eine neue Vision kreieren

  • Organisationale Ebene: Gemeinsame Erschaffung und Kommunikation einer ansprechenden Vision – erlebte Negativemotionen wie Frustration und Angst sollen in eine konstruktive Richtung gelenkt werden, Commitment für die neue Vision muss mobilisiert werden
  • Individuum: formt für sich persönlich eine Sichtweise vom Ende und vom Neuanfang, sollte sich emotional für die Zukunft verpflichten

Akt III: Den Wandel institutionalisieren

  • Organisationale Ebene: Neugestaltung und Wiederaufbau der organisationalen Architektur und dabei den Konzepten, dem Design und der Komplexität der sozialen Struktur Rechnung tragen, viel Kreativität ist gefragt, Motivation der Mitarbeiter ist zentral.
  • Individuum: Neuanfang, mit neuen Plänen und neuer Motivation. Vorbereitung auf frustrierende Momente, die kommen, wenn alte Routinen durch neue ersetzt werden.

Epilog: Das Drama ist nicht beendet, sondern die ‚Revolution‘ beginnt von vorn. 

Was sind die Lernstufen beim Manamgement von Übergangsprozessen nach Kimberly/Quinn?

  1. Restructuring: Prozess der Veränderung wesentlicher Elemente der Formalstruktur (z.B. Übergang von einer funktionalen zu einer divisionalen Struktur)
  2. Repositioning: Prozess der Veränderung der Marktposition (z.B. durch Einführung neuer Produkte) 
  3. Revitalizing: Prozess der Veränderung des Verhaltensstils in einer Unternehmung (z.B. Einräumen grösserer Handlungsspielräume, Enthierarchisierung/empowerment, ‚Änderung‘ der Unternehmenskultur)
  4. Reviewing: Prozess der Veränderung grundlegender Weltbilder, kognitiver Bezugsrahmen, Interpretationsschemata (z.B. Entwicklung eines Konzepts der lernfähigen Organisation) 

Was ist die Kritik an den Theorien des radikalen Wandels? der (OT)

  • Prozess ist stark nach dem top-down Prinzip aufgebaut, die beim OE relativ wichtige Partizipationsforderung fällt weg
  • entideologisierter und entpolitisierter Charakter des Konzepts trägt den organisationalen ‚Wirklichkeiten‘ keine Rechnung (vgl. irrationales Verhalten und Machbarkeits-Mythos)
  • Neuigkeitswert der Theorien/Konzepte gegenüber anderen change management Konzepten kann in Frage gestellt werden (vgl. z.B. Lewins Phasen Modell)
  • Allgemeinheit, Beliebigkeit: kaum konkrete Hinweise, wie Wandel tatsächlich zu bewältigen ist
  • Überbetonung der Führung (vgl. Führungs-Mythos)
  • Unterschätzung der Verhaltensrobustheit – speziell mit Hinblick auf Verhaltensskripts, Routinen und Loyalitäten (vgl. ‚drop your tools or you will die‘) 

Was sind die Gemeinsamkeiten aller Modelle?

  • keine einheitlichen Konzepte: je nach Modell / Theorieansatz dominieren unterschiedliche Phasen/Prozesse/‘Schlagwörter‘ (revitalizing, envisioning, transformation, transition, etc.)
  • aber bei allen geht es um einen grundlegenden (revolutionären, radikalen) Wandel der gesamten Organisation als Reaktion auf eine wahrgenommene Krise
  • alle beschreiben im Rahmen dieses Wandels unterschiedliche Phasen und Prozesse
  • bei allen geht es neben der Veränderung der Struktur ganz zentral auch um eine Verhaltensänderung
  • und alle propagieren einen Paradigm-shift: grundlegende Annahmen, Werte und Normen ändern sich
  • dafür braucht es ganz besonders viel Energie, Motivation, commitment und eine gute Vision
  • Bedeutung des Management und der Führung wird stark betont 

Was sind die Probleme eines Funktonalen Organisation?

  • Abteilungsdenken fürht zu Blockaden
  • Interne Kommunikation zwischen Abteilungen funktioniert nicht gut
  • Bereichsübergreifende Probleme werden ins Top-Managment geführt

Welche vorgänge beschreibt das Business Reengineering von Hammer & Champy?

  • radikale Unternehmesnrestruckturierung
  • Grüne-Wiese-Ansatz: Wie würden wir vorgehen, wenn wir noch einmal ganz von vorne beginnen würden
  • grundlegendes Überdenken der Unternehmensprozesse, um Verbesserungen bei den Kosten, bei Qualität, Service, Zeit und Kundennutzen zu erreichen
  • NEUBEGINN, d.h. völliges Überdenken der bestehenden Strukture
  • Drei Schlüsselworte: fundamental, radikal, dramatisch
    • Fundamental: bezieht sich auf Sinn und Zweck jeder Tätigkeit im Unternehmen und auf die Art und Weise wie sie durchgeführt wird
    • Radikal: keine Optimierung bestehender Abläufe, sondern völliges Überdenken der Strukturen
    • Dramatisch: Veränderung im Unternehmen, Steigerung der Effizienz in Quantensprüngen

Was sind die Changsen bzw. Risiken des Business Reegineering?

Chancen:

  • Konzentration auf wettbewerbsrelevante Prozesse
  • Radikalkur
  • Quantensprünge‘

Risiken:

  • Unübersichtliches Thema mit vielen Varianten
  • Falsche Definition und Fokussierung der Geschäftsprozesse
  • Optimierung statt Neugestaltung
  • Umsetzung aufwendig (zu frühes Aufgeben)
  • Mangelnde Beachtung der Belegschaft und ihrer Einwände/Ängste, da top-down ‚Bombenwurfstrategie‘ 

Wie Defineirt sich Outsourcing?

  • Idee: Ausgliederung von Geschäftsfeldern (Supportprozessen), die nicht zu den Kernprozessen gehören
  • kostengünstiger und strategisch vorteilhafter, wenn man sich auf Kernprozesse konzentriert und andere Aufgaben an spezialisierte Zulieferer abgibt
  • Kernprozesse: wahrnehmbarer Kundennutzen, Unternehmensspezifität, schwer zu imitieren, nicht-substituierbar (d.h. Wettbewerbsvorteil)
  • Beispiele: Informationsverarbeitung, Finanzbuchhaltung, Catering, Logistik, Gebäude-Management vgl. auch ‚make-or-buy‘ Argument
  • Unterschiedliche Formen des Outsourcing: Inhouse-Outsourcing, fallweiser Zukauf von Fremdleistungen, Gründung einer am Markt tätigen Tochtergesellschaft, Gründung strategischer Allianzen 

Was ist das Ziel von Outsourcing?

  • Reduktion der Totalkosten / des gebundenen Kapitals
  • Kosten sind planbarer
  • Fokus auf Kernkompetenzen und Strategieziele (d.h. das ‚Kerngeschäft‘) Verbesserung der Effizienz (Fokussierung und Straffung der Prozesse)
  • Fehlendes Fachwissen kann eingekauft werden (z.B. IT Spezialisten) 

Was sind die Risiken von Outsourcing?

  • Schnittstellenmanagement
  • Servicequalität
  • Abhängigkeit vom Outsourcing-Anbieter
  • Kulturelle Unterschiede
  • Kosten (Anbahnungskosten, Umstellungskosten, Kommunikations- und Koordinationskosten) 
  • Räumliche Trennung

Was sind wichtige Einflusfaktoren auf Outscourcing?

  • Erfolgskriterium: Wahl des Outsourcing-Partners, Qualität der Dienstleistung/des Produkts (zur Kostenreduzierung wird oftmals an Qualität gespart)
  • Voraussetzungen: Fachkompetenz, wirtschaftliche Stabilität, Möglichkeit der Rückübertragung
  • Vertrag (inkl. SLAs = Service Level Agreements) beinhaltet oftmals Übernahme von bisherigen Mitarbeitern
  • Widerstand dennoch i.d.R. gross: Arbeitsplätze, Einflussmöglichkeiten, Bequemlichkeiten, Kostenverschiebebahnhöfe und sonstige Nützlichkeiten für Mitarbeiter, Leistungsbezieher, Arbeitnehmervertreter und Führungskräfte fallen weg. 

Wie unterscheiden sich Mergers und Acquisitions?

Merger: Verschmelzung zweier Unternehmen, keine wirtschaftliche und rechtliche Selbständigkeit mehr

Akquisition: Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an einem Unternehmen oder einem Unternehmensteil

Ziel: langfristige Wertsteigerung erfahren
Aber: ca. 50% aller M&As verlaufen suboptimal oder scheitern ganz 

Welche ausmasse der Integration gibt es in einer M&A?

  • Stand Alone - Autonomie des akquirierten Unternehmens bleibt erhalten.
    • Vorteil: weitgehend störungsfreie Weiterführung des Geschäftsbetriebs,
    • Nachteil: (keine) Kostensynergien nur in wenigen Bereichen; Unternehmenskulturen bestehen nebeneinander (unabhängig voneinander)
  • Holding-Struktur - Autonomie bleibt ebenfalls weitgehend erhalten. Angemessen, wenn hoher Restrukturierungs- und Sanierungsbedarf. Unternehmen bleibt rechtlich eigenständig, ist aber weisungsgebunden.
    • Vorteil: vergleichsweise problemlose Desinvestition möglich
    • Nachteil: kaum Kostensynergien.
  • Partielle Integration - Zusammenlegen von bestimmten Bereichen (bespw. mit weitgehend identischen Aufgaben), dadurch Harmonisierung und Vereinheitlichung von Teilbereichen.
    • Vorteil: Synergiepotenziale.
    • horizontale Übernahme (Unternehmen derselben Branche) --> Economies of Scale
    • vertikale Übernahme (vor- /nachgelagerte Einheiten Wertschöpfungskette) --> Economies of Scope
  • Vollständige Übernahme - schrittweise vollständige Zusammenlegung sämtlicher Bereiche der beteiligten Unternehmen
    • Vorteil: intensiver Know-how Transfer, besseres Erreichung des Unternehmensziels, vollkommen neues Unternehmen, mit neuer Unternehmens- bzw. Leistungskultur,
    • Nachteil: hoher Integrationsaufwand auf allen Ebenen (inkl. Risiken) 

Welche Faktoren können den erfolg einer M&A's beeinflussen?

Motivation/Vorbedingungen

  • Wertsteigerung (Marktmacht, Effizienz, Ressourcen Umverteilung)
  • Finanzielles (Erhöhung Kreditwürdigkeit / Rentabilität, neue Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten)
  • Selbstinteresse des Managements (Vergütung, Überheblichkeit)
  • Umweltfaktoren (Unsicherheit, Regulierung, Imitation, Ressourcenabhängigkeit, Netzwerkverbindungen, Konsolidierungsdruck)
  • Firmeneigenschaften (Erfahrungen mit Akquisitionen, Firmenstrategie und –position, Grösse ‚Global player‘)

Einflussfaktoren/ Moderatoren

  • Vertragseigenschaften (Bezahlungsart, Vertragstyp)
  • Managementeffekte (Anteilbesitz, Vergütung, Erfahrung, Persönlichkeit)
  • Firmeneigenschaften (Performance, Grösse, Akquisitionserfahrungen)
  • Umweltfaktoren (Regulierungen) 

Nachgelagerte Bedingungen

  • Finanzielle Indikatoren (Aufpreis)
  • Fluktuation (Management)
  • Reaktion Kunden/Gläubiger 

Was ist das ziel einer Post-Merger-Integration bei einer M&A?

  • Ziel: die mit der Übernahme angestrebten Ziele sollen verwirklicht werden
  • Massnahmen der PMI werden nach
    1. strategischen
    2. organisatorisch-strukturellen
    3. personellen und
    4. kulturellen (kann die andern stark beeinflussen)

Was ist das Ziel einer Analyse der unternehmensstrucktur bei einer M&A aktivität?

  • Analyse des Selbstverständnisses, der Leitbilder und Grundsätze, Betätigungsfelder, Ausrichtung
  • Status-Quo Analysen, z.B. SWOT Profile
  • Harmonisierung der Unternehmenspolitiken
  • Strategic Fit – Mass an Übereinstimmung zwischen akquiriertem und akquirierendem Unternehmen
  • Ziel: Wertsteigerung
  • Aber: Mehr als die Hälfte aller M&A-Projekte ergeben keinen Mehrwert bzw. scheitern ganz.
    Eine zentrale Rolle dabei spielt die (ungenügende/falsche) Integration. 

Was versteht mann unter einer Organisatorischen-strukturellen Integration bei einer M&A tätigkeit?

  • Integration der Aufbauorganisationen – Ankopplung oder Reorganisation
  • wichtige Aspekte: Zentralisierung vs. Dezentralisierung, Einlinien- vs. Mehrliniensystem, persönliche vs. unpersönliche Koordination
  • Integration Ablauforganisation – Bewertung der Geschäftsabläufe (Qualität, Effizienz). Anpassung an das jeweils ‚bessere‘ System
  • Ziel: Synergieeffekte 

Was versteht mann unter einer Personalintegration bei einer M&A tätigkeit?

  • Sorge um den Arbeitsplatz oder um das Fortkommen im neuen Unternehmen beeinträchtigt die Arbeitsleistung
  • fehlgeschlagene personelle Integration oft Grund für gescheiterte Unternehmenszusammenschlüsse
  • Personalbestandsanalyse: Zahl und Qualifikation der beschäftigten Personen
  • Datenauswertung: Qualifikation, Leistungsfähigkeit und -bereitschaft, Potenzial und Motivation der Mitarbeiter
  • Personalbedarfsanalyse: welche personellen Ressourcen (qualitativ & quantitativ) werden im Unternehmen benötigt?
  • u.U. Stellenabbau – möglichst mit Vermeidung von Kündigungen (innerbetriebliche Versetzungen, Änderungen der Arbeitszeit, Pensionspläne)
  • wenn Freisetzung: Outplacement-Massnahmen (mehr dazu im LB 3)
  • Merger-Syndrom: Demotivierung auf Mitarbeiterseite
  • zeitnahe und transparente Kommunikation der geplanten Personalmassnahmen: vertrauensbildend 

Was versteht mann unter einer Kulturintegartion bei einer M&A tätigkeit?

  • Analyse der bisherigen Unternehmenskulturen (Ist-Analyse)
  • Artefakte: Verhaltensmuster (Anrede, Dresscode, Organisationsstruktur, Entlöhnungs- und Beförderungssysteme, Ausstattung der Büros, etc.)
  • Werte, Normen und Grundeinstellungen können durch Fragebögen, Interviews, Dokumentenanalyse erkundet werden
  • Zuordnung zu unterschiedlichen Kulturtypen (vgl. OCI – Organizational Cutlure Inventory)
  • Definition der Soll-Kultur
  • Clash of Cultures (‚Kulturkampf‘) oder Cultural Fit?
  • Akkulturation, d.h. Zusammenführung von Elementen aus beiden Unternehmenskulturen oder eine Übernahme zugunsten von der bisher bestehenden
    • statischer Ansatz (Ist-Soll, Fit Gedanke) vs.
    • prozessorientierte Ansatz
  • Beibehaltung der Unternehmenskulturen und Fokus auf cultural diversity 

Wie kann man Kulturbewusstsein im Unternehmen schaffen?

Ansatzpunkte eines Bewusstwerdungsprozesses als erster Schritt einer Kulturgestaltung:

  • Wie werden Ereignisse im Unternehmen interpretiert?
  • Welchen Annahmen liegen Argumentationen und
  • Entscheidungsprozessen zugrunde?
  • Welche Prioritäten existieren in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens, die Wahrnehmung, Denken, Handeln und die damit verbundenen Gefühle beeinflussen?
  • Wie kann man Automatismen von ihrem Ablauf her ins Bewusstsein bringen und reflektieren? 

Was sind die Gründe für Personalfreisetzung?

  • Ausserbetriebliche Rahmenbedingungen:
    • Konjukturelle Schwankungen
    • Strukturelle Veränderungen (Veränderung der eingesetzten Technolgie, zunehmende Konkurrenz)
  • Betriebliche Rahmendbedingungen:
    • Reorganisation
    • Stardortverlegung
    • Betriebsstillegungen
    • Akquisitionen und Fusionen
  • Personelle Rahmendbedingungen:
    • Mangelde Übereinstimmung von Anfoderungen und Fähigkeiten
    • Fehlverhalten, Intriegen, Mobbing

 

Welche Freisetzungsarten gibt es?

  • Änderung
    • Versetzungen 
      • horizontal
      • vertikal
    • Arbeitszeit- verkürzungen
      • Überstundenabbau 
      • Kurzarbeit
      • Urlaubsgestaltung
      • Teilzeitarbeit 
      • kollektive Arbeitszeit- verkürzungen
      • stufenweise Pensionierung 
  • Beendigung 
    • Indirekte Massnahmen 
      • Einstellungsstopp (natürliche Fluktuation)
      • Nicht-Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen
      • Kündigung / Nicht- Verlängerung von Personalleasing-Verträgen 
    • Direkte Massnahmen
      • Aufhebungsverträge
      • Vorzeitige Pensionierung 
      • Outplacement 
      • Entlassungen

Was sind die Ziele einer Personalfreisetzung?

  • Erhöhung der Rentabilität durch Reduzierung der Personalkosten
  • Verschlankung von Prozessen 

Was sind die Risiken einer Personalfreisetzung?

  • Kostensenkungsziele/Einsparungen werden oft nicht erreicht
  • Verlust von Kompetenzen und Know-how
  • Gefährdung der Entwicklungs- und Wachstumschancen eines Unternehmens (Konjunkturaufschwung kommt früher als gedacht, Mitarbeitende fehlen)
  • negative Auswirkung auf ‘Verbleibende’ 

Was sind die Negativen aspeckte einer Personalfreisetzung?

  • Austrittskosten:
  • Fehlzeiten:
  • Vakanzen:
  • Eintrittskosten:
  • Abwanderung von Leistungsträgern: 
  • Einnahmeausfälle: 
  • Imageverlust:
  • Gesundheitsrisiken: 

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