01 BuBi Aufgabenblatt 1
Kapitel I (teilweise): am 14.10.2014 verbessertes Aufgabenblatt
Kapitel I (teilweise): am 14.10.2014 verbessertes Aufgabenblatt
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Cartes-fiches
Aufgabenblatt:
Was versteht man unter "Betrieblichem Rechnungswesen"?
Rechnungswesen ist die systematische Ermittlung, Aufbereitung, Darstellung, Analyse und Auswertung von Zahlen (Mengen- und Wertgrößen) über gegenwärtige / zukünftige Tatbestände und Vorgänge im Betrieb, sowie über dessen Umweltbeziehungen.
Aufgabenblatt:
Systematisieren Sie das betriebliche Rechnungswesen nach einem von Ihnen gewählten Kriterium!
Eine Systematisierung ist möglich nach drei unterschiedlichen Kriterien:
- Adressaten
- internes vs. externes Rechnungswesen
- Maßgrößen
- Pagatorische Rechnungen vs. kalkulatorische Rechnungen
- Rechengrößen
- Einzahlungen vs. Auszahlungen
- Einnahmen vs. Ausgaben
- Erträge vs. Aufwndungen
- Leistungen vs. Kosten
Wie sind kalkulatorische Rechnungen charakterisiert?
(5)
- bauen nicht auf Zahlungsmittelbewegungen, sondern auf Realgüterbewegungen auf,
- dienen der mengen- und wertmäßigen (d.h. in Geldeinheiten ausgedrückten) Abbildung des Verbrauchs von Produktionsfaktoren und der Entstehung von Produkten,
- sind bei der Bewertung der Güterverzehre (Güterzuwächse) nicht an die tatsächlichen Ausgaben (Einnahmen) für die verbrauchten (entstandenen) Güter gebunden,
- können auch solche Güterverzehre (Güterzugänge) erfassen, für die keine Ausgaben (Einnahmen) angefallen sind (z.B. 'kalkulatorische Miete', 'kalkulatorischer Unternehmerlohn').
- Die Kosten- und Leistungsrechnung ist eine kalkulatorische Rechnung.
Wie ist das interne Rechnungswesen charakterisiert?
(4)
- liefert Informationen zur Planung, Steuerung und Kontrolle
- ... an die Unternehmensleitung, Unternehmensteile...
- ... nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten...
- ... für Zwecke der Kosten- und Leistungsrechnung, sowei der Investions- und Finanzierungsrechnung
Wie ist das externe Rechnungswesen charakterisiert?
(3/5)
- liefert Informationen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
- ... an den Fiskus
- nach steuerlichen Gesichtspunkten im steuerrechtlichen Jahresabschlus
- ... an Aktionäre und Gläubiger
- nach handelsrechtlichen Gesichtspunkten im Geschäftsbericht
Nennen Sie die Zwecke des betrieblichen Rechnungswesens.
- Planungsfunktion
- Kontrollfunktion
- Dokumentationsfunktion
- (Datenbemessungsfunktion)
Nennen Sie die Aufgaben der Finanzbuchhaltung!
Aufgabe der Buchführung (oder Finanzbuchhaltung) innerhalb des Rechnungswesens ist es, alle wirtschaftlich bedeutsamen Vorgänge im Unternehmen (Geschäftsvorfälle) in chronologischer Reihenfolge, systematisch geordnet und lückenlos festzuhalten.
FiBu ist im externen Rewe anzusiedeln. Ihre Aufgabe ist v.a. die Dokumentation aller Geschäftsvorfälle.
Welche Rechengrößen des betrieblichen Rechnungswesens kennen Sie? (...)
Paarweise Gruppierung und Zuordnung zu je einem anderen Rechenwerk:
- Auszahlungen vs. Einzahlungen (Cashflows)
- Ausgaben vs. Einnahmen
- Aufwendungen vs. Erträge
- Kosten vs. Leistungen (oder Erlöse)
Definition Einzahlungen vs. Auszahlungen
- Die Veränderung des Bestands an Zahlungsmitteln (liquiden Mitteln)
Definition Einnahmen vs. Ausgaben.
(2)
- Der Wert aller veräußerten Leistungen pro Periode (Erlös, Umsatz) bzw. aller zugegangenen Güter und Dienstleistungen
- Eine Veränderung des Nettogeldvermögens
Definition Erträge vs. Aufwendungen
(2)
- Wert aller erbrachten Leistungen bzw. verbrauchten Güter und Leistungen pro Periode (bewertet gemäß gesetzlichen Vorschriften)
- eine Veränderung des Reinvermögens
Autohaus Gampe zahlt einen Bankkredit (bar) zurück.
Welche Rechengrößen?
- Auszahlung
(Nettogeldvermögen ändert sich nicht!)
Der Geschäftsführer spendet 300 € an die Caritas.
Welche Rechengrößen?
- Auszahlung
- Ausgabe
- Aufwand
(keine Kosten, da kein Betriebsweck!)
Miete für Büroräume wird vom Unternehmen überweisen.
Welche Rechengrößen?
- Auszahlung
- Ausgabe (sozusagen Sonderfall Miete: gleichzeitig mit der Zahlung entsteht die Zahlungsverpflichtung)
- Aufwand (Verringerung des Reinvermögens: kein Vermögenswert, der zu unseren Gunsten entstehen würde)
- Kosten (da Betriebszweck)
Die Firma kauft einen Firmenwagen auf Kredit.
Welche Rechengrößen?
- Ausgabe
(keine Änderung des Reinvermögens (man sagt "erfolgsneutral"), daher weder Aufwand, noch Kosten!)
Mitarbeiter Dobler schüttet Bier in den Kopierer. Nach der Reparatur wird die Rechnung nicht gleich bezahlt.
- Ausgabe
- Aufwand
- Kosten
Der Lohn vom Sekretär Schaffer wird nicht gezahlt sondern er erhält einen Schuldschein.
Welche Rechengrößen?
- Ausgabe
- Aufwand
- Kosten
Der Geschäftswagen wird planmäßig abgeschrieben.
Welche Rechengrößen?
- Aufwand
- Kosten
Das betriebliche Rechnungswesen ist ein Teil der Finanzbuchhaltung.
Wahr oder falsch?
Das betriebliche Rechnungswesen dient der Kontrolle von Wirtschaftlichkeit und Rentabilität des Betriebes.
Das betriebliche Rechnungswesen dient der Festlegung langfristiger Unternehmensziele.
Die Finanzbuchhaltung dient hauptsächlich der Geschäftsleitung zur Kontrolle des Unternehmensprozesses.
Die FInanzbuchhaltung dient u.a. der Aufstellung des Jahresabschlusses.
Die Finanzbuchhaltung kann zu besseren Planung auch kalkulatorische Größen enthalten.
Auszahlungen und Einzahlungen beziehen sich auf Kassenbestände und Bankguthaben (Sichtguthaben)
Unter Ausgabe versteht man den Wert aller veräußerten Leistungen pro Periode.
Einer Einzahlung steht zeitgleich immer ein Ertrag in gleicher Höhe gegenüber.
Die Bilanz ist eine Zeitpunktrechnung.
Der Barverkauf eines gebrauchten Kfz aus dem betriebseigenen Fuhrpark führt immer zu einem Gewinn.
Wahr oder falsch?
falsch
(man kann einen Fuhrpark auch unter Buchwert verkaufen!)
Da eine Maschine zum Sachvermögen eines Unternehmens gehört, führt ihr Verkauf immer zu einer Einzahlung zum Verkaufszeitpunkt.
Ausgabe und Aufwand sind immer dann deckungsgleich, wenn die Änderung des Geldvermögens auch eine Änderung des Sachvermögens bewirkt.
Wahr oder falsch?
falsch
Wenn es sich um Aufwand handeln soll, dann darf die Änderung des Sachvermögens nicht durch eine Änderung des Reinvermögens hervorgerufen werden.
Einzahlung und Einnahme fallen auseinander, wenn wir Waren auf Ziel verkaufen.
Der Kauf eines Betriebsgebäudes führt unabhängig vom Zahlungszeitpunkt zu einer Ausgabe.
Eine Auszahlung ändert stets das Reinvermögen.
Der Barverkauf von Fertigfabrikaten mit Gewinn ist eine Einzahlung und eine Einnahme in gleicher Höhe.
Der Kauf von Rohstoffen für die Produktion von Gütern stellt nie einen Aufwand oder Ertrag dar.
Die Erfassung einer Abschreibung ist keine Auszahlung, aber ein Aufwand.
Das Bankguthaben zählt zu den Zahlungsmitteln aber nicht zum Sachvermögen.