Schlüsselbegriffe


Nathalie Bandi
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre für den Mittelschulunterricht. Sie behandeln zentrale Themen wie Geldmenge, Güter, Einkommen, Preise und Arbeitslosigkeit, wobei auch die Rolle der Nationalbank und Banken sowie die Berechnung des BIP im Fokus stehen. Besonders nützlich sind sie für Schüler, die sich auf Prüfungen vorbereiten und ein besseres Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge erlangen möchten.
Karten
160
Lernende
25
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
04.04.2013 / 19.05.2024

Lernkarten

Keynsianische Konzeption

Keynsianische Konzeption vertraut nicht auf die Selbstheilungskraefte der Wirtschaft. Erbringt den Nachweis eines Gleichgewichts bei Unterbeschaeftigung. Daraus wird die Notwendigkeit von staatlichen Eingriffen (antizyklische Finanzpolitik) abgeleitet.

Klassische Konzeption

Geht auf Adam Smith zurueck. Vertraut in die Selbstheilungskraefte der Wirtschaft. Deshalb soll sich der Stat von Eingriffen in die Wirtschaft fernhalten.

Unsichtbare Hand

Die Metapher der unsichtbaren Hand wurde 1776 vonÿAdamÿSmith in seinem Werk ?Der Wohlstand der Nationen? formuliert. Er umschreibt damit, dass sich das Allgemeinwohl automatisch einstellt, wenn sich die einzelnen Menschen ?nur? um ihr eigenes Wohl kuemmern. Man hat also das Gefuehl, es gaebe eine unsichtbare Hand im Hintergrund.

Komplementaergueter

Gueter, die sich gegenseitig ergaenzen.

Konjunktur

Kurz- und mittelfristige Schwankungen im Auslastungsgrad des Produktionspotenzials. In der Praxis wird der Konjunkturverlauf anhand der Wachstumsraten des realen BIP dargestellt.

Konjunkturindikatoren

Dienen als "Anzeiger" fuer den Gesundheitszustand einer Volkswirtschaft. Man unterscheidet gleichlaufende (z.B. Konsum), nachhinkende (z.B. Preise) und vorauseilende (z.B. Geldmenge) Indikatoren.

Konvergenzkriterien

Die Europaeische Waehrungsunion erfordert eine weitgehende uebereinstimmung (Konvergenz) der wirtschaftlichen Situation und Entwicklung der Mitgliedslaender der EU. Deshalb wird der Eintritt in die europaeische Waehrungsunion von Konvergenzen bei der Inflation, Zinsen, Haushaltdefizit, Staatsverschuldung und bei der Entwicklung der Wechselkurse abhaengig gemacht.

Kostenvorteile

Anweisung zur Arbeitsteilung. Das Gesetz der komparativen Kostenvorteile liefert die Grundlage fuer das Freihandelspostulat.

Absolute Kostenvorteile

Jeder spezialisiert sich auf die Produktion jener Gueter, die er absolut billiger herstellen kann.

Komparative Kostenvorteile

Jeder spezialisiert sich auf die Produktion jener Gueter, bei dennen sein Kostennachteil am geringsten ist.

Kreditklemme

Situation, in der die Banken einander und den Unternehmen nicht "trauen" und deshalb keine Kredite verleihen.

Laffer-Kurve

Die Laffer-Kurve zeigt, dass die Steuereinnahmen bei steigendem Steuersatz zunaechst zunehmen, ab einem gewissen Punkt aber abnehmen.

LIK

Landesindes fuer Konsumentenpreise setzt sich aus zwoelf Bedarfsgruppen zusammen und misst die Preisaenderung eines repraesentativen Warenkorbs.

Libor-Satz

Drei-Monats-Satz fuer Ausleihungen unter den Banken oder an erstklassige Grossunternehmen, der im Lononder Geldmarkt taeglich fixierte wird.

Liquiditaetsfalle

Situation, in der eine Geldmengenerhoehung ohne Wirkung bleibt, weil das zusaetzliche Geld einfach "fluessig" gehalten wird.

Lohnstueckkosten

Lohnkosten pro Einheit. Die Lohnstueckkosten sind vom Lohnniveau und der Arbeitsproduktivitaet abhaengig.

Lorenzkurve

Zeigt die Verteilung des Einkommens oder Vermoegens. Sie gibt an, wie viele Prozent des Einkommens oder Vermoegens wie viele Prozent der Bevoelkerung haben. Eine grafische Darstellung, die das Ausmass der Ungleichheit von Einkommen und Vermoegen aufzeigt.

Marktversagen

Durch Fehlleistungen des Marktes wird die bestmoegliche Verwendung der knappen Mittel (Situation, in welcher der Markt keine effiziente Allokation der Ressourcen hervorbringt.) verhindert. Der Markt versagt bei externen Effekten, oeffentlichen Guetern, Wettbewerbsbeschraenkungen und bei asymmetrischer Informationen (Moral hazard, adverse selection)

Moral Hazard

Bezieht sich auf Situationen, in denen die eine Marktseite die Handlungen der Marktgegenseite weder prognostizieren noch nachweisen kann. Insbesondere beim Versicherungsschutz fuehrt das "moralische Risiko" zur Ausweitung von Schaeden und zum Praemienanstieg (weil die Versicherten das Eintreten eines Schadens nicht verhindern oder sogar foerdern, da sie wissen, dass im Schadensfall die Versicherung den Schaden begleicht.).

Mindestreserve

Die Nationalbank kann die Banken verpflichten einen Teil ihrer liquiden Mittel auf einem Sperrkonto zu hinterlegen. Dadurch kann sie den Geschoepfungsspielraum der Banken beeinflussen.

Geldschoepfungsmultiplikator

Faktor, um den sich eine von der Zentralbank geschaffene Geldeinheit durch die Geldschoepfung der Geschaeftsbanken maximal erhoehen kann. (1/Mindestreservesatz)

Monetaristische Konzeption

In der Geldmenge wird der entscheidende Einflussfaktor fuer den Konjunkturverlauf gesehen. Die Nationalbank muss dehalb versuchen, die Geldmenge auf das Wachstum des Produktionspotenzials auszurichten.

Monetarisierungsfunktion

Geld entsteht dadurch, dass Nichtgeld bei einer inlaendischen Bank gegen Geld eigetauscht (monetarisiert) wird.

Monopol

Marktform, bei der entweder nur ein Anbieter (Angebotsmonopol) oder nur ein Nachfrager (Nachfragemonopol) auf dem Markt auftritt.

Monopolistische Konkurrenz

Marktform, bei der durch Produktdifferenzierung ein monopolistischer Spielraum erreicht wird, bei der es aber viele Anbieter und Nachfrager gibt.

Nachfargeinflation

Preissteigerung, die durch einen Nachfrageueberschuss ausgeloest werden.

Nachfragekurve

Die Nachfragekurve zeigt, welche Mengen die Nachfrager zu unterschiedlichen Preisen zu kaufen bereit sind.

Nachhaltige Entwicklung

Entwicklung, die die Beduerfnisse der Gegenwart erfuellen, ohne zu riskieren, dass kuenftige Generationen ihre eigenen Beduerfnisse nicht befriedigen koennen.

Nationalbank

Eine Nationalbank hat die Aufgabe, den Geldumlauf zu regeln, den Zahlungsverkehr zu erleichtern und eine im Interesse des Landes dienende Kredit- und Waehrungspolitik zu fuehren. Die SNB ist eine selbststaendige Anstalt des oeffentlichen Rechts in Form einer AG, wobei die oeffentliche Hand ca. 60% der Aktien haelt.

Nationaleinkommen

Von den Inlaendern per Saldo empfangene Einkommen aus Arbeit und Vermoegen. BIP abzueglich der Einkommen an die uebrige Welt zuzueglich empfangenes Einkommen aus der uebrigen Welt.

Negative Einkommenssteuer

Konzept, das davon ausgeht, dass unterhalb einer gewissen Einkommenshoehe ein "negativer" Steuersatz gilt: Personen, die diese Einkommenshoehe nicht erreichen, bezahlen keine Steuern, sondern erhalten Steuergelder.

Nettoinlandprodukt

BIP abzueglich Abschreibungen, bewertet zum Marktpreis.

Nominelle Groessen

Zu laufenden Preisen bewertete Groessen und Mengen (im Gegensatz zu realen Groessen).

oeffentliche Gueter / Kollektivgueter

oeffentliche Gueter unterscheiden sich von privaten Guetern in zweierlei Hinsicht: Ein Ausschluss vom Konsum des Gutes ist entweder tschnisch nicht moeglich oder zu teuer (Nicht-Ausschliessbarkeit); das Gut koennen mehrere Individuen gleichzeitig nutzen, ohne dass sie sich beeintraechtigen (Nicht-rivalisierend im Konsum). Weil diese Merkmale ein Trittbrettfahrer-Verhalten erlauben, werden sie nicht von privater, sondern von staatlicher Seite angeboten.

Oligopol

Marktform, bei der eine beschraenkte Zahl von Anbietern (Angebotsoligopol) oder eine beschraenkte Zahl von Nachfragern (Nachfrageoligopol) auf dem Markt auftritt.

Opportunitaetskosten

Kosten (Nutzenentgang), die bei einem Wahlentscheid zwischen Alternativen aus dem Verzicht auf den Nutzen der nicht gewaehlten Alternative entstehen.

Philipps-Kurve

Stellt eine entgegengesetzte Beziehung (trade off) zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation dar.

Portofolioinvestitionen

Kauf von langfristigen Wertpapieren.

Primaerhaushalt

Saldo der Staatsrechnung ohne Zinszahlungen. Ein ausgeglichener Primaerhaushalt ist eine Richtlinie fuer eine akzeptable Staatsverschuldung.

Produktionsfaktoren

Fuer die Herstellung von Guetern eingesetzte Mittel (Arbeit, natuerliche Ressourcen, Realkapital, Wissen).

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