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puma
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Lernkarten
Welche Antworten werden bei der PuMa Forschung gesucht?
- Welche Faktoren treiben bzw. ehmmen die PuMa-Reformen?
- Handelt es sich um politischhe Modeerscheinungen oder sind tiefergreifende Kräfte am Werk?
- Warum haben einige Länder wie wild darauf los reformiert, während andere vorsichtiger waren?
- Lassen sich die Länder vergleichen?
Was erhöhrt den Reformdruck?
- Wohlfahrtsstaat
- Verringerte finanzielle Spielräume
- Wirtschaftskrise
- Globalisierung
Wahrnehmung und Entscheidung der Eliten?
PUMA Reformen sind i.d.R. weder in der Planung noch in der Umsetzung umfassend angelegt.
- Reformiert werden öffentliche Programme, Institutionen, Sektoren
- Es gibt keinen einzelnen Designer und kein einheitliches Designt für Reformen
Intentionalität von PUMA Reformen wird häufig überbewertet.
Sozio-ökonomische Kräfte
- Globale ökonomische Kräfte
- Sozio-demografische Veränderungen
--> Nationale Sozial- und Wirtschaftspolitik
Sozialdemografischer Wandel
= Änderungen von Lebensmustern von Bürgern (z.B. erhöhte Lebenserwartung, veränderte Formen des Familienlebens, gestiegene Arbeitslosenrate, Migration)
Sozial-demografischer Wandel --> Nachfrage nach staatlich finanzierten und/oder bereitgestellten Leistungen steigt --> Anstieg öffentlicher Ausgaben
Massnahmen zur Systementlastung
- niedrigere Steigerungsrate der Sozialleistungen
- Einengung der Anspruchberechtigung (Konzentration auf die Bedürftigten)
- Erhöhung der Beiträge und Selbstbehalte für die Begünstigten
- Organisatiorische Änderungen bei der Leistungserstelung
- Einbeziehung der Privatwirtschaft in Leistungsbereitsstellung
- EInbeziehen von Freiwilligen (NPO/NGO)
- Vollständige Restrukturierung
Politisches System
- Neue Managementideen
- Druck der Bürger
--> Parteipolitische Ideen
Die struktuellen Merkmale des politischen Systems haben einen Einfluss auf die Machbarkeit von PumaReformen.
- Staatsstruktur
- Regimetype - Regierungsform
- Konsens- vs. Konkurrenzdemokratie
- Wahlsystem und Parteisystem
- Verwaltungskultur
- Stellenwert des Verfassungsrechts
- Verfassungsschutz
Staatsstruktur
Wie ist die Staatswelt zwischen den verschiedenen Ebenen des Staates aufgeteilt?
- zentralistische Einheitsstaat (UK, ITA)
- dezentrale Einheitsstaaten (NOR, SWE, FIN)
- föderale Staaten (USA, AUT, CH, BEL, GER)
Regimetyp (Regierungsform)
- Alleinregierung
- Grosse Koalition
- Regierungskoalition mit absoluter Mehrheit
- Minderheitsregierung
Verwaltungskultur - Zentrale Fragestellungen
Können unterschiedliche Verwaltungskulturen (Werthaltungen, Annahmen) identifiziert werden?
Wie beeinflusst die Verwaltungskultur den Verwaltungsreformprozess?
Rechtsstaat (GER, ITA, AUT) vs. Angelsächsisches Public Interest Modell (UK, USA, CAN)
Rechtsstaat
- Der Staat ist die zentrale Integrationskraft innerhalb der Gesellschaft
- Aufgabe des Staates liegt in der Schaffung und Durchsetzung des Rechts
- Öffentliches Recht ist stark ausgeprägt und benötigt Juristen für die Rechtsdurchsetzung
- Bürger ist Rechtsunterworfener
- Verwaltungsgerichtshöfe zur Sicherstellung der Gleichheit vor dem Gesetz
- Respekt vor dem Recht ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit und eine integrative Kraft
Public Interest
- Staat und Recht spielen keine so dominante Rolle
- Regierung wird als notwendiges Übel betrachtet
- Regierung darf nicht mehr Macht haben als notwendig und die Minister stehen gegenüber dem Parlament und der Öffentlichkeit unter Rechtfertigungsdruck
- keine Dominanz von Juristen in der öffentlichen Verwaltung. Die öffentlich Bediensteten sind vorwiegend Generalisten
- Aufgabe der Regierung besteht darin einen Interessensausgleich herbeizuführen
Neue Managementideen für den Staat
Annahme: Man kann alles "managen"
- positive Rsonanz in der Politik und die Ideen wurden zwischen den Ländern ausgetauscht
- NPM-Gurus wie Osborne und Gaebler: reinventing Government
- Managementideen fliessen in einen grossen Ideenpool ein, aus dem sich die politisch-administrativen Eliten bedienen
- Institutionenökonomische Theorien
- Public Choice
- MbO, TQM
- Herausbildung eines internationalen Netzwerk (PUMA bei OECD)
Druck von den Bürgern
- Bürger können auf politisch-administrative Systeme einen Veränderungsdruck ausüben
- Bürger erwarten auch von öffentlichen Verwaltungen schnellen, kundenfreundliche Service
- Ansonsten Unzufriedenheit
- auch bei Ungleichheit und Korruption --> Reformdruck
Parteipolitische Ideen
- Parteien legen sich unterschiedliche Ideen zurecht
- aus Parteiprogramm oder von externen Quellen stammen
- Privatisierung öffentlicher Einrichtungen ist eine Kernidee
Schlussfolgerung:
Puma Reformen sind eine Modeerscheinung und keine Regierung kann es sich leisten, sie zu ignorieren. Wie diese Mode sich etabliert, hängt zum Teil mit den Vertriebskanälen des Themas ab.
Administrative Systeme
Verwaltungssysteme sind sehr unterschiedlich strukturiert.
- Inhalt des Reformpakets
- Implementierungsprozess
- Tatsächlich erreichte Reformen
Inhalte des Reformpakets
Reforminhalte sind das Produkt aus dem Zusammenspiel zwischen wünschenswerten und machbaren Reformvorschlägen.
- Finanzmanagement
- Personalmanagement
- Reorganisation
- Performance Management
Reformwege im Finanzmanagement
Budgetsanierung oder Steigerung der Leistungsfähigkeit (E,E, Q)
Reformen, die dem Erreichen eines Einsparungszieles dienen, passen nicht immer zu jenen reformen, die zu Leistungssteigerungen führen sollen.
Reformen im Personalwesen
Anforderungen der Politik an den öffetnlichen Dienst (civil service)
- Flexibilität hinsichtlich der Anpassung an die Bedürfnisse der Politik
- Orientierung des öffentlichen Dienstes an Ergebnissen (Output- bzw. Outcome-Orientierung)
- Leistungsfähiger öffentlicher Dienst, der möglichst wenig kostet
- Angleichung an die Standards der Privatwirtschaft
Reformen führen zu "Krieg" zw. Gewerkschaften und Politik.
Merkmale des öffentlichen Dienstes:
- Pragmatisierung (lebenslange Anstellung)
- Karriere (Qualifikation)
- Einheitlicher öffentlicher Dienst
Reform der Organisationsstruktur
- Spezialisierung
Sollte eine Verwaltungseinheit einem oder mehreren Zwecken dienen? - Koordination
Mit welchen Mitteln soll die Abstimmung zwischen verschiednen Funktionen, Hierarchieebenen und Sektoren erfolgen? - Zentralisierung / Dezentralisierung
Welche Aufgaben sollten in welchen Ausmaß zentralisiert/dezentralisiert werden? - Größe
Optimale Betriebsgrösse
Messung der Performance
Leistungsindikatoren
- Ressourcenzuteilung
- Entlohnung
- Steuerung Controlling
- Rechenschaftslegung
Ressourceneinsatz (Input) --> Leistung (Output) --> Wirkung (Outcome)--> Effektivität (realisierte Wirkung/geplante Wirkung)
Implementierungsprozess der Reformen
- Bombenwurf (top down)
- Partizipation (bottom up)
Klassifizierung der Ergebnisse
- Realisieurng einer Vision
- Systemverbesserung
- Prozessverbesserung
- Messbare (operationalisierbare) Ergebnisse
Messbare Ergebnisse
Input --> Prozess --> Leistung --> Wirkung
Ergebnisse im Sinne von Prozessverbesserung
- Steigende Kundenorientierung (Qualitätsverbesserungen)
- Steigende Leistungsorientierung (HRM, Strat. Management)
Ergebnisse im Sinne von Systemverbesserung
Systemverbesserungen können darin bestehen, das politisch-administrative System flexibler, reaktions-, lern- und anpassungsfähiger zu machen. Systemverbesserung ist mehr als eine Einzelreform. Es ist breit angelegt und verfolgt das Ziel die Strukutr und die Kultur des politisch-administrativen Systems zu verbessern.
- Strukturelle Systemverbesserung
- kulturelle Systemverbesserung
Ergebnisse im Sinne der Realisierung einer Vision
Rolling back the state! - Margaret Thatcher
Reinventing Government - Al Gore
Schlanker Staat - Helmut Kohl
Aktivierende Staat - Gerhard Schröder
Österreich bekommt die modernste Verwaltung Europas - Wolfgang Ruttenstorfer