Unternehmensführung
Betriebswirt
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Lernkarten
Corporate Governance
Corporate Governance ist die verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle.
Corporate Governance beschreibt eine System von Rechten, Pflichten, Strukturen und Kontrollmechanismen, das interne und externe Institutionen umfasst und einen Ordnungsrahmen für ordnungsgemäße Unternehmensführung darstellt.
Gute Corporate Goveranance
- Wahrung der Interessen der Shareholder und Stakeholder
- Kooperation mit den internen Kontrollorganen (Aufsichtsrat, Beirat)
- Angemessener Umgang mit Risiken
- Transparenz in der internen und externen Kommunikation
- Konzentration auf die nachhaltige Entwicklung (Kein AG-Manager Verhalten)
Principal Agent Theory
Die Principal Agent Theory beschreibt das Verhältnis zwischen dem Principal (Chef) und dem Agent (Agenten). Hier kann es zu Konflikten kommen. Der Principal z.B. Aktionär beauftragt den Vorstand einer AG. Es bestehen Interessenkonfilkte, wobei der Agent den Informaitonsvorsprung hat.
Corporate Identity
Corporate Identity oder kurz CI (von engl. corporation ‚Gesellschaft‘, ‚Firma‘ und engl. identity ,Identität‘) ist die Gesamtheit der Merkmale, die ein Unternehmen kennzeichnen und es von anderen Unternehmen unterscheidet, nach innen und außen.
Bausteine der CI:
Corporate Mission (Vision und Mission)
Corporate Behavior (Ethik, Kultur, Werte, Verhalten)
Corporate Design (Grafische Gestaltung, Produktgestaltung, Architektur, Firmenfahrzeuge)
Corporate Communication (Kommunikationsregeln)
Anspruchsgruppen beim Stakeholder Value
Management: Gestaltungsfreiheit
Eigentümer: Cashflow
Mitarbeiter: Beschäftigung und Sicherheit
Gläubiger: Rüchzahlung von Verbindlichkeiten
Öffentlichkeit: Informationen / Umwelt
Staat: Steuern / Umwelt
Kunden: Qualität
Lieferanten: Stabile Kooperation
Ökonomische Komponente von Unternehmensethik
Für Erfolg benötigt das Unternehmen die Mitwirkung der Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kunden und die gute Meinung der Öffentlichkeit
Mögliche Werte des Unternehmensleitbildes (Vision)
Ökonomische Leitwerte:
- Erreichung Marktführerschaft
- Innovationsführerschaft
- Sicherung hoher Rentabilität
Ethische Leitwerte:
- Achtung der Würde jeder Person
- Sicherung des sozialen Friedens
- Transparenz der Führungsentscheidungen (Kooperativer Führungsstil)
- Wahrnehmung ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung (Umweltschutz)
- Gewährleistung der Gerechtikeit (Faire Bezahlung)
Mögliche Verhaltensgrundsätze
- Wie Konflikte im Unternehmen gelöst werden
- Wie Mitarbeiter in Entscheidungen einbezogen werden
- Wie Weiterbildung der Mitarbeiter gefördert werden
- Wie Arbeits- und Gesundheitsschutz gesichert wird
- Wie Wünsche und Beschwerden von Kunden umgesetzt werden
- Wie auf Aktivitäten von Wettbewerbern reagiert wird
Corporate Social Responsibility und Corporate Citizenship
Freiwillige übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, die über das gesetzliche hinaus geht.
z.B. Spenden, ehrenamtliches Engagement, Vereinbarung von Beruf und Familie, Umweltaktivitäten, Stiftungen etc.
Weiche Erfolgsfaktoren eines Unternehmens
Identifikation und Motivation der Mitarbeiter
Harte Erfolgsfaktoren eines Unternehmens
Qualität, Kundenorientierung, Marktbearbeitung
Unternehmenskultur
Die Unternehmenskultur ist ein System gemeinschaftlicher Werte, Normen, Verhaltensmuster und Traditionen des Unternehmens die nicht kopierbar sind.
Die Unternehmenskultur setzt sich aus den Ebenen:
- Unternehmensethik (Vertrauen, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Verantwortungsbewusstsein)
- Unternehmensphilosophie (Grundlegende Ausrichtung des Unternehmens (Vision und Mission)
- Unternehmensidentität - Corporate Identity (Corporate Design - Erscheinungsbild), Corporate Behavior - Verhalten, Corporate Communication (Kommunikation)
Wirkung von Unternehmenskultur
Produktive Wirkung:
- Förderung der Motivation
- Förderung der Loyalität
- Stärkung des Wir-Gefühls
- Zuverlässigkeit und Stabilität der Leistungen
Kontraproduktive Wirkung:
- Abgrenzung gegenüber der Unternehmensumwelt
- Aufbau von emotionalen Barrieren gegenüber Innovationen
- Schwierige Integration neuer Mitarbeiter
- Festhalten an konservativen Auffassungen
Instrumente zur Beeinflussung der Unternehmenskultur
- Überschaubare Aufbauorganisation
- Einbeziehung der Mitarbeiter
- Personalpolitik
- Betriebsliches Anreizsystem
- Vorgesetzte als Vorbild
Unternehmensphilosophie
Ziele der Unternehmensphilosophie ist die Positionierung des Unternehmens im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld und die Offenlegung der Zwecke, Werte/Normen, Ziele und Potentiale des Unternehmnes.
Das Unternehmensleitbild vermittelt die Unternehmensphilosophie.
Funktionen des Unternehmensleitbild
Das Unternehmensleitbild hat folgende Funktionen:
Orientierungsfunktion (MA handeln nach diesem Leitbild)
Motivationsfunktion (MA kennen das Ziel, dies motiviert)
Legitimationsfunktion (DAs Leitbild dient zur Rechtfertigung von Entscheidungen)
Integrationsfunktion (Das Leitbild erzeugt ein Zusammengehörikeitsgefühl)
Unternehmensvision
Die Unternehmensvision beschreibt in einer ganzheitlichen Perspektive, was sie in der Zukunft erreichen will = Gesamtziel
Unternehmensmission
Die Unternehmensmission ist die eigentliche Aufgabe des Unternehmen. Meist unter sozialen Gesichtspunkten.
Inhalte des Unternehmensleitbildes
Das Unternehmensleitbild stellt sich aus einer Präambel, einem Kernlleitbild (allgemein gehaltene Aussage) und Leitsätzen zusammen. Aus den Leitsätzen sollen konkrete Bereichziele abgeleitet werden können.
Unternehmensstrategie
Die Strategie leitet sich von der Vision ab und ist ein planvolles Vorgehen und berücksichtigt zugleich die Umsetzung.
Situationsanalyse für Strategieentwicklung
Analyse internes Umfeld und Analyse externes Umfeld. Danach erfolgt eine Beurteilung durch die SWOT-Analyse, hieraus wird der Handlungsbedarf abgeleitet und ein strategischer Plan aufgestellt.
Welche externen Analysen zur Strategieentwicklung gibt es?
- Umfeldanalyse
- Marktanalyse
- Wettbewerbsanalyse
- Branchenanalyse
Umfeldanalyse
Durch die Umfeldanalyse sollen Chancen- und Gefahrenpotentiale erkannt werden.
Mögliche Themenfelder einer Umfeldanalyse:
- Wirtschaftliches Umfeld (Sozialprodukt, Wachstum, Zinsentwicklung, Arbeitsmarkt)
- Gesellschaftliches Umfeld (Arbeits- und Freizeitverhalten, kulturelle Normen, Bildungsniveau, Modeerscheinung)
- Politisches Umfeld (Politische Lage, Erwartete Veränderungen, Internationale Entwicklungen)
- Ökologisches Umfeld (geografische Bedingungen, Klmatische Situation, Umwelt, Energie)
- Rechtliches Umfeld (Gesetze, Verordnungen, Stabilität)
Marktanalyse
Bei einer Marktanalyse werden nachfolgende Punkte erhoben:
- Marktanteil
- Marktvolumen
- Marktpotential
- Marktkapazität
- Marktentwicklung
- Marktstrukturierung
Grundelemente einer Wettbewerbsanalyse und Konkurrenzanalyse
Konkurenten im eigenen Marktsegment
Ermittlung der Marktanteile, Feststellung des Marktführes
Stärken-Schwächen-Profil der Konkurrentzen
Ableitung eigener Markteintrittsbarrieren, Abletung eigener Chancen
Verhalten der Konkurrenten am Markt
Produktpolitik, Preis- und Konditionspolitik, Distributionspolitik, Servicepolitik
Strategie der Kunkurrenten
Informationsquellen für eine Wettbewerbsanalyse
Informationsquellen für eine Wettbewerbsanalyse
- Jahresabschlüsse
- Pressekonferenzen
- Zeitungsberichte
- Verbandsmitteilungen
- Wirtschaftsauskunfteien
- Internetrecherchen
- Befragungen und Beobachtungen
- IHK
Branchenanalyse / Branchenstrukturanalyse
Die fünf Kräfte nach Porter werden genau untersucht.
1. Mitbewerber
2. Potentielle Mitbewerber (Mögliche Markteintritte)
3. Zulieferer (Verhandlungsmacht z.B. Bayer Granulat)
4. Kunden (Verhandlungsmsmacht bei Käufermarkt)
5. Ersatzprodukte (Können die Kunden ausweichen)
Markteintrittsbarrieren für Konkurrenten
Markteintrittsbarrieren:
Betriebsgrößenersparnisse (Durch höhere Stückzahlen, günstigere Produktion)
Größenunabhängige Kostenvorteile (Standortvorteil, Erfahrungsvorteil)
Produktdifferenzierung (Imagevorteile, Markentreue)
Kapitalbedarf (Investitionen für Markteintritt müssen aufgebracht werden können)
Umstellungskosten (Umstellungskosten für den Käufer, z.B. von Apple auf Samsung)
Interne Analysen (Unternehmensanalyse)
Soll Aufschluss darüber geben, welche Stärken und Schwächen das eigene Unternehmen hat.
Standort
Produktprogramm
Marketingmaßnahmen
Kundenstruktur
Merkmale einer Strategie
Merkmale einer Strategie:
- Lange Reaktionszeit (Entwicklungszeit)
- Lange Wirkungsdauer (z.B. Produktlebenszyklus 8 Jahre)
- Hoher Einsatz an Ressourcen (Entwicklungskosten)
- Nicht ohne erhebliche Verluste umkehrbar (Bei Abbruch Entwicklungskosten)
- Große Wirkungsbreite in der Organisation (Viele Abteilungen betroffen)
Strategiearten
Strategiearten unterscheiden sich nach dem Geltungsbereich:
- Grundstrategie (Grundsätzliche Postionierung des Unternehmens am Markt)
(Wettbewerbsstrategien, Produkt-Markt-Strategien)
- Unternehmensstrategie (Corporate Strategy) - gilt für das gesamte Unternehmen
- Geschäftsbereichstrategie (Business Unit Strategy) - gilt für die Unternehmensbereiche
- Funktionsbereichstrategie (Functional Unit Strategy) - gilt für die Funktionsbereiche
Unternehmensstrategie
Die Unternehmensstrategie ergibt sich aus der Unternehmensphilosophie bzw. dem Leitbild. Sie legt die grundlegende langfristige Marktpositionsnierung des Gesamtunternehmens fest.
- Kernkompetenz
- Erfolgsbasis
- In welchen Geschäftsfeldern wollen wir zukünftig tätig sein?
- Wie wollen wir uns im Wettbewerb positionieren?
- Welchen Beitrag leisten wir zu Lösung ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Probleme?
Geschäftsbereichstrategie
Aus der Unternehmensstrategie leitet sich die Strategie der einzelnen Geschäftsbereiche ab. Hier geht es um die langfristige Entwicklung von Produkten oder Leistungen. z.B. Schneckenradsätze, Antriebstechnik, Kunststofftechnik etc.
Funktionsbereichsstrategien
Um die Geschäftsbereichstrategien umsetzen zu können, müssen für die einzelnen Funktionen eine Strategie entwickelt werden. Die Funktionsbereichsstrategie betrifft z.B. die Bereiche Forschung, Beschaffung, Logistik, Produktion, Personal, Marketing.
Ressourcenorientierte Strategie im Rahmen der Unternehmensstrategie
Bei der ressourcenorientierten Strategie, werden die wertschöpfungsprozesse im Unternehmen optimiert. z.B. Lean Management
Marktorientierte Strategie
Bei der marktorientierten Strategie wird sich versucht, sich besser auf dem Markt zu positionieren. z.B. neue Entwicklungen, besseres Marketing
Strategieerarbeitung
1. Ziele von der Vision des Unternehmens ableiten
2. Externe Analysen durchführen (z.B. Umfeldanalyse, Marktanalyse, Wettbewerbsanalyse)
3. Interne Analyse (Potentialanalyse durchführen) - Wo sind wir stark
4. Strategie enwickeln (Unternehmensstrategie, Geschäftsbereichsstrategie, Funktionsbereichsstrategie)
5. Strategie umsetzen und kontrollieren
SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse führt die Stärken und Schwächen des Unternehmens mit den Chancen und Risiken des Marktes zusammen.
Chancen Risiken
Stärken Stärken nutzen um Chancen zu ergreifen Stärken nutzen um Risiken zu minimieren
Schwächen Schwächen durch Nutzung von Chancen überwinden Schwächen erkennen um Risiken zu vermeiden