MBA1501


Y. W.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Konzepte des strategischen Managements ab, mit Fokus auf Strategieumsetzung, Unternehmensanalyse und Wettbewerbsvorteile. Sie behandeln Themen wie Vision, Zielsetzung, Balanced Scorecard und Portfolioanalysen, sowie die Bedeutung von Führung und Unternehmenskultur. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Führungskräfte und Manager, die ihre strategischen Fähigkeiten vertiefen und effektive Managementstrategien entwickeln möchten.
Flashcards
88
Students
12
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
22.11.2016 / 22.05.2024

Flashcards

Strategische Analyse

Auf welcher Unternehmensebene wird eine strategische Analyse erstellt?

Die strategische Analyse erfolgt, wie die Umwelt- und die Unternehmensanalyse auf:

  • Geschäftseinheits-
  • und auf Konzernebene.

Strategische Analyse

Was besagt das Konzept der Erfahrungskurve?

Das Konzept der Erfahrungskurve (oder Lernkurve) besagt, dass die Stückkosten aufgrund der kumulierten Erfahrung im Laufe der Zeit sinken. Nicht nur innerhalb der Produktion, sondern in der ganzen Wertschöpfungskette (z.B. Kundenservice, Marketing, Organisation, Fakturierung usw.). Die Gründe dafür sind:

  • Lernen: Die Entwicklung spezieller Fertigkeiten bei den Arbeitenden führt zu einem degressiv abnehmenden Zeitbedarf (besonders für repetitive Arbeiten)
  • Spezialisierung und Neugestaltung der Arbeitsaufgaben: Verzicht auf unnötige Arbeiten, Optimierung der Abläufe usw.
  • Produkt- und Verfahrensverbesserung: Optimierung Fertigungstechnik, Optimierung im Marketing-Mix usw.)

Strategische Analyse

Was beschreibt das Konzept Economy of Scale?

Das Konzept der Skalenerträge (Economy of Scale) beschreibt das Phänomen der Kosteneinsparungen durch Mengeneffekte, wobei es auf die produzierten Mengen pro Zeiteinheit ankommt. Grössenvorteile ergeben sich dadurch, dass die Fixkosten und die Gemeinkosten (Abschreibungen, Administration, Werbung, Lager, usw.) auf mehr produzierte Einheiten verteilt und somit die Stückkosten sinken.

Strategische Analyse

Was ist das Lebenszykluskonzept?

Der Wandel von Produkt- und Verfahrenstechnologien hat entscheidende Auswirkungen auf den Markt. Die ständige Beobachtung des Marktes und allfälliger Substitutionsprozesse ist von strategischer Bedeutung. Das Lebenszyklus-Konzept liefert wichtige Hinweise.

Strategische Analyse

Was ist eine Chancen-Gefahren Analyse?

  • Stärken und Schwächen beziehen sich auf die aktuelle Lage und müssen vor dem Markt Bestand haben (keine unternehmensbezogenen „Eitelkeiten“)
  • Chancen und Risiken beziehen sich auf die zukünftige Entwicklung (Trends) sind nicht beeinflussbar! Sie können vom Unternehmen nicht „geplant“ werden (they exist in the environment, not because of us)
  • Das Urteil „x kann eine Schwäche oder Stärke sein“ ist nicht zulässig, es heißt lediglich, dass die Analyse nicht ausreichend differenziert ist.

Strategische Analyse

Was sind SWOT Kombinationen?

Bei der Entwicklung von Strategieoptionen richten wir uns nach diesen SWOT-Kombinationen, wobei uns grundsätzlich vier Strategietypen zur Verfügung stehen:

  • SO-Strategie: Stärke trifft auf Chance. Konstellation ausnutzen und multiplizieren.
  • WO-Strategie: Interne Schwäche abbauen oder fehlende Stärke aufbauen; Grösste Verbesserungspotenzial.
  • ST-Strategie: Stärke trifft auf eine Gefahr. "Versicherung" oder Fehlallokation der Ressourcen, weil Stärke nicht in Erfolg umwandelbar.
  • WT-Strategie: Schwäche trifft auf Gefahr. Eventuell Rückzug erwägen. 

Strategische Analyse

Welche Portfolioanalysen kennst Du?

  • BGC (Boston Consulting Group)
  • McKinsey 9-Feld Matrix

Strategische Analyse

Wie ist die BCG aufgebaut?

Die Sicherung des langfristigen Erfolges des Gesamtunternehmens ist das Ziel des Portfolio-Managements. Sie erfolgt in drei Hauptschritten:

  1. Darstellung des Ist-Portfolios,
  2. Bestimmung des Soll-Portfolios und der Ressourcenallokation,
  3. Entwicklung von SGF-Strategien zur Verwirklichung des Soll-Portfolios!

Strategische Analyse

Wie ist die McKinsey Matrix aufgebaut?

Nach mehrjähriger Erfahrung mit der BCG-Matrix kam GE zum Schluss, dass ein einzelner Faktor für die Beurteilung der Branchenattraktivität oder Geschäftsstärke nicht ausreiche. McKinsey entwickelte somit für GE die neun Felder umfassende Marktattraktivitäts-/Wettbewerbsstärken-Matrix:

  • Auswahl der relevanten Faktoren für die Bewertung der Marktattraktivität und der Wettbewerbsstärke
  • Gewichten und Bewerten der Faktoren (qualitativ – gering/mittel/ hoch oder quantitativ mit einer konkreten Zahlenskala) in einem langfristigen Bezugszeitraum

Strategische Analyse

Welches sind die Vor- und Nachteile der McKinsey-Portfolio-Analyse?

Vision / Leitbild

Was ist eine Vision?

  • Die Vision ist die Formulierung einer wünschenswerten und attraktiven Zukunftsvorstellung.
  • Sie ist die Kernidee und eigentliche Existenzberechtigung der Unternehmung.
  • Die Vision hat eine stabilisierende und eine steuernde Funktion und dient der langfristigen Orientierung.
  • Es zeigt sich, dass die explizite Formulierung einer gemeinsamen Vision und deren Kommunikation emotionale und spirituelle Energien im Unternehmen freisetzen kann.

Die Vision ist wie ein Leutturm. Dahin wollen wir.

Vision / Leitbild

Wieso ist eine Vision sinnvoll?

  • weckt Hoffnung und mobilisiert die Kräfte
  • fördert Kreativität und Innovation
  • erzeugt Optimismus und Zuversicht
  • gibt der Arbeit einen neuen Sinn
  • ermöglicht auch in turbulenten Zeiten Kontinuität, die nicht durch kurzfristigen Opportunismus aufs Spiel gesetzt wird
  • gibt den Mitarbeitenden eine langfristige Ausrichtung, Sicherheit und Stabilität

Vision / Leitbild

Woraus besteht ein Leitbild?

  • Vision
    • wünschenswerte, attraktive Zukunftsvorstellung
    • Existenzberechtigung
  • Mission
    • Zweck der Organisation/Nutzen für Anspruchsgruppen
    • strategische Intention (hochgesteckte, herausfordernde, stimulierende Ziele)
  • Grundwerte
    • tragende und dauerhafte Grundsätze
    • allgemeine Handlungsleitlinien/Verhaltensgrundsätze

Vision Leitbild

Was ist grundsätzlich zu Beachten bei einem Leitbild?

  • Knappe und einprägsame Formulierungen
  • Klare und ehrliche Stellungnahme zu Problemen, Zielkonflikte dürfen nicht verschleiert werden
  • Keine unerfüllbaren Idealvorstellungen
  • Das Leitbild muss operationalisierbar sein (es sollte bestimmbar sein, ob die Forderungen des Leitbildes eingehalten wurden oder nicht)
  • Bei der Entwicklung eines Leitbildes müssen die verschiedenen Hierarchieebenen beteiligt werden
  • Leitbilder müssen umgesetzt werden (konsequente Einführung, Pflege, Überprüfung, ggf. Weiterentwicklung) 

Strategieentwicklung

Welches sind die Komponenten einer Nachhaltigen Strategie?

 

Strategieentwicklung

Welche Dimensionen können mögliche Strategien annehmen?

  • Wettbewerbsvorteile (nach Porter):
    Kostenführerschaft versus Differenzierung Dualstrategie Wertkurve als Positionierungsinstrument (vertikale Integration (make-or-buy))
  • Innovationsverhalten:
    Innovations- versus Imitationsstrategie
  • Wettbewerbsfeld (Segmentierung nach Ansoff):
    branchenbreite versus segmentspezifische Ausrichtung
  • Synergien und Multiplikationen 

Strategieentwicklung

Welches sind die generische Wettbewerbsstrategien nach Porter?

Strategieentwicklung

Was ist der Unterschied zwischen Kostenführerschaft und Differenzierung?

Strategieentwicklung

Welche Fähigkeiten und Anforderungen benötigt es für die Kostenführerschaft?

Strategieentwicklung

Welche Fähigkeiten und Anforderungen benötigt die Differenzierung?

Strategieentwicklung

Was ist eine Dualstrategie und welche Arten gibt es?

Arten:

  • Preisliche Positionierung in der Mitte „Best-Cost-“ bzw. „BestValue-Strategie”: Differenzierungs- und Kostenführungsansätze gleichzeitig. Bsp. Toyota Lexus
  • je eine Premium- und Billigstrategie gleichzeitig Bspw. Singapore Airlines (Premium-Airline) mit Silkair als Billigflugtochter
  • breites Spektrum hoch bis niedrig positionierter Produkte Bsp. Coop oder Migros
  • First-Mover- mit Fast-Follower-Strategie kombiniert Beispiel: Baufachmarkt mit Handelsmarken (Follower) und innovativen Logistikprozessen (First-Mover) gleichzeitig

Strategieentwicklung

Welche Gefahr besteht bei der Dualstrategie?

Strategieentwicklung

Wie funktioniert eine Outpacingstrategie?

Strategieentwicklung

Innovations- versus Imitationsstrategien

Strategieentwicklung

Wie funktioniert die Wertkurve als Positionierungsinstrument?

Welche Faktoren können wir...

  • Reduzieren (unter Branchenstandard) - Eliminieren
    => Kosten senken
  • Steigern (über Branchenstandard) - kreieren
    => Differenzierung steigern

Strategieentwicklung

Was ist die Ansoff-Matrix

Strategieentwicklung

Welche Bedeutung hat das Kerngeschäft?

Eine erfolgreiche Unternehmensstrategie basiert auf einem starken Kerngeschäft. Dazu gehören jene Geschäfte, die

  • sich auf unsere traditionellen Stärken stützen
  • einen grossen Anteil unserer Gesamtaktivitäten ausmachen, und
  • mit unserer gegenwärtigen Vision im Einklang stehen.

Ein Kerngeschäft ist dann interessant, wenn es

  • eine hohe Branchenattraktivität aufweist
  • das Potential dauerhafter Wettbewerbsvorteile enthält
  • strategisch relevante Verknüpfungspunkte mit anderen SGE hat
  • Know-how für zukünftige Diversifikationen liefern kann

Strategieentwicklung

Was ist organisches Wachstum?

Strategieumsetzung

Was wird für eine erfolgreiche Umsetzung benötigt?

Der Umsetzungsprozess ist die schwierigste Phase des strategischen Managements.

  • Zeitbedarf
  • Konkretisierung der Aufgaben
  • Vorbereitung der Mitarbeitenden
  • Interne Koordinationsaufgaben
  • Informations-/Führungssysteme
  • Probleme und Widerstände
  • Krisen (MA – Bereiche)
  • Externe Faktoren (Gewerkschaften)

Strategieumsetzung

Modell der Strategieumsetzung

Strategieumsetzung …

im Kontrast zur Strategieentwicklung benötigt der Umsetzungsprozess…

  • immer einen Sinngebungsprozess
  • einen unternehmensspezifischen, koordinierten Prozess damit strategische Initiativen und operative Massnahmen gleichzeitig und auf einander abgestimmt ablaufen können
  • meist einen Zeitraum der in Jahren bemessen werden kann
  • nicht unbedingt eine schriftliches Dokument aber einen Umsetzungsplan
  • die aktive Mitwirkung aller Mitarbeiter
  • einen fundamentalen Wandel

Wir müssen sicherstellen, dass sich die Führungskräfte um die Strategie kümmern können, ohne dass das Tagesgeschäft vernachlässigt wird.

Strategieumsetzung

Warum scheitern Strategien?

Strategieumsetzung

Welche Barrieren können bei der Umsetzung auftreten?

Strategieumsetzung

Welche Probleme können bei der Umsetzung auftauchen?

  • Strategische Ziele werden oft mit kurzfristigen Erfolgskriterien gemessen (z.B. Börsenkurs).
  • Strategische Ziele werden oft mit ein-dimensionalen Grössen gemessen (z.B. Gewinn, Umsatz).
  • Strategische Ziele werden oft ungenügend operationalisiert (ausformuliert) – Erfolgsmessung ist dann nicht mehr möglich.
  • Strategien werden im Jahresrhythmus „gewechselt“ – Ursachenzuweisung ist dann nicht mehr gegeben.

Strategieumsetzung

Was ist der Governance Gap?

Strategieumsetzung

Wie funktioniert das MBO

Management by Objectives

Strategieumsetzung

Was ist die BsC

Balanced Score Card

Strategieumsetzung

Was ist in der Finanzperspektive enthalten?

Finanzperspektive (financial focus): Kennzahlen zum Erreichen der finanziellen Ziele.

  • Umsatz pro Vertriebsbeauftragten: Unterstützt das Wachstum des Unternehmens, nicht notwendigerweise die Profitabilität.
  • Kosten pro Stück: Unterstützt das Kostenbewusstsein, hohe Volumina - steht aber der Qualität entgegen. 

Strategieumsetzung

Was ist in der Kundenperspektive enthalten?

Kundenperspektive (customer focus): Kennzahlen zum Erreichen der Kundenziele.

  • Kundenzufriedenheit: Unterstützt kundenorientiertes Verhalten, nicht notwendigerweise kurzfristigen Gewinn, ist dabei aber schwierig zu messen.
  • Zeit zwischen Kundenanfrage und Antwort: Unterstützt zeitgerechtes Reagieren auf Kundenanfragen, wird oft in Verbindung mit Prioritäten verwendet. 

Strategieumsetzung

Was ist in der Prozessperspektive enthalten?

Interne bzw. Prozessperspektive (process focus): Kennzahlen zum Erreichen der internen Prozess- und Produktionsziele. 

  • Prozessqualität: Unterstützt die ausgelieferte Qualität, nicht notwendigerweise einen effektiven und effizienten Produktionsprozess.
  • Prozessdurchlaufzeit: Unterstützt schnelle Durchlaufzeiten, geringe Kapitalbindung und wenig Zwischenlager. Kann mittels Process Performance Management detailliert und kontinuierlich ausgewertet werden. 

Study