Projektmanagement BFH
KW 46
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Flashcards
- hochgradige gegenseitige Abhängigkeiten der Teilpläne
- Zwar sequentiell beginnen, doch sind Iterationen in der Praxis notwendig (schrittweise annähern, wiederholte Rücksprünge auf vorher erstellte Pläne)
- Bsp.: Bei der Ressourcenplanung stellen Sie fest, dass Sie benötigte Fachspezialisten für ein Arbeitspaket nicht zur Verfügung haben. Welche Optionen haben Sie?
Warum einen Projektstrukturplan?
▶ Geeignete hierarchische Struktur finden, um das Projekt zu strukturieren
▶ Die wichtigste Aufgabe der Planungsphase
▶ Zeigt, welche Arbeit erledigt werden muss, um die Ziele zu erreichen
▶ Schafft für alle Beteiligten Überblick
▶ Zerlegt die Gesamtaufgabe in kleinere, delegierbare Teile (Elemente und Beziehungen = Struktur)
Gemischter Projektstrukturplan
Was ist damit gemeint?
Ein Projekt kann auf jeder Stufe nach einem unterschiedlichen Gliederungsprinzip strukturiert werden (z.B. zuerst nach Objekt, dann nach Aufgaben).
!!! Auf einer Stufe das gleiche Prinzip!!!
Info:
Aufgabenorientiert / Ergebnisorientiert nicht mischen (auf der selben Stufe).
Projekt-Teilprojekt Aufgabenorieniert
Arbeitspaket - Vorgänge Ergebnisorientiert
Wahl der Strukturform
Was ist dabei zu beachten?
▶Entscheidend ist die Zweckmässigkeit
▶Bei der Zerlegung sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
1. Ist die Struktur vollständig?
2. Wie können Schnittstellen minimiert werden?
3. Was muss in einer Hand bleiben?
Wege zur Erarbeitung eines PSP
1. Komponenten in einem Workshop sammeln und gruppieren
2. Ergebnisorientierte Struktur entwerfen
-Alle Ergebnisse notieren
- Aktivitäten und Aufgabengebiete zu den einzelnen Ergebnissen
3. Wegorientierte Struktur
- Von den Phasen des Projekts ausgehen
- Aktivitäten der einzelnen Phasen
4. Den PSP erstellen und überprüfen
Prinzipien und Empfehlungen zur Erarbeitung eines PSP
▶ „Vom Groben ins Detail“ (top-down)
▶Auf jeder Ebene zuerst in die Breite
▶Bei fehlender Erfahrung…
• Bottom – up => Elemente sammeln, gruppieren, strukturieren, danach top-down für Überprüfung, (Hilfestellung: Weg-Struktur und Ergebnis-Struktur)
• Oder top-down „explorativ“: ein Kriterium wählen, probieren, ein nächstes und noch eines. Mit welchem Kriterium entsteht eine vollständige Struktur? Mit welchem komme ich nicht zum Ziel?
• Dazwischen evaluieren: alle Aufgaben erfasst? Sind die entstandenen Elemente auf Aufgabenträger übertragbar? Schnittstellen o.k.?
Was ist Aufwandschätzung?
▶ Zuordnung von Aufwänden zu jeder Struktureinheit
▶ Zentrale Frage: „Wie viel Aufwand benötigt die Bearbeitung eines Arbeitspakets?
▶ Aufwand = Anzahl Stunden bzw. Tage ununterbrochener Arbeit
▶ Problematik: Schätzung ist schwierig, weil in einem Projekt per Definition vieles neu ist
Mögliche Schätzverfahren?
- Analogieverfahren
- Multiplikationsmethode
- Gewichtungsmethode
- Prozentsatzmethode z.B. pro Phase
- Analytischer Ansatz: Ressourcenbedarf testen
- 3-Punkt-Schätzung
-….
- Auch branchenspezifische Verfahren
Wie funktioniert das Analogieverfahren?
1. Ähnliches Projekt suchen
2. Neues Profil ermitteln
3. Unterschied ermitteln
4. Delta bewerten bzw. schätzen
(Funktioniert nur bei vergleichbaren Projekten)
Wichtige Grundsätze der Aufwandschätzung
▶ Nur auf Basis des Arbeitspakets schätzen!
▶ Aufwände durch mehrere Projektteam-Mitglieder parallel schätzen. Diskrepanzen diskutieren.
▶ In Aufwand denken und nicht in Terminen/Daten!
▶ Trotzdem Effekt beachten: Zur Verfügung stehende Zeit wird in der Regel benutzt. Jede Arbeit dauert so lange, wie Zeit für sie zur Verfügung steht!
▶ Aufwände für Projektmanagement, Besprechungen, Berichterstattung, u.ä. nicht vergessen (z.B. mit auf Erfahrung beruhenden Zuschlagsätzen kalkulieren)