Produktions- und Logistikmanagement Skripte 1-9

Produktions- und Logistikmanagement Skripte 1-9 WS2015/2016 - HTW Berlin - Prof. Wilksch

Produktions- und Logistikmanagement Skripte 1-9 WS2015/2016 - HTW Berlin - Prof. Wilksch


C. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Produktions- und Logistikmanagement auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Fertigungssteuerung, Arbeitsplanung, Standortfaktoren und Projektorganisation ab, wobei verschiedene Systeme, Prinzipien und Methoden wie Just-in-Time, Vorwärts- und Rückwärtsterminierung sowie unterschiedliche Fertigungsprinzipien behandelt werden. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachkräfte, die sich mit der Optimierung von Produktionsprozessen und der effizienten Steuerung von Logistikaufgaben auseinandersetzen möchten.
Karten
74
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
20.09.2015 / 31.01.2016

Lernkarten

Nenne die Komponenten und die Grundkonzeption einer flexiblen Fertigungszelle. 

Steuerungssystem
Speicher - Steuerung/Kontrolle

Bereitstellungssystem
Werkstücke - Werkzeuge - Greifer - Spannvorrichtungen

Ausführsystem
Handhabung - Bearbeitung - Messen/Prüfen

 

einstufig

kombiniert

mehrstufig

Nenne die drei Methoden der Bedarfsermittlung. 

bedarfsgesteurte Bedarfsermittlung
deterministisch


verbrauchsgesteuerte Bedarfsermittlung
stochastisch


Bedarfsermittlung durch Schätzen
heuristisch

Welche Materialbedarfsarten gibt es?

Primärbedarf
verkaufsfähige Erzeugnisse

Sekundärbedarf
Rohstoffe, Teile, Baugruppen zur Fertigung des Primärbedarfs

Tertiärbedarf
Betriebsstoffe und Hilfsmittel

Bruttobedarf
Periodenbezogener Primär-/Sekundär-/Tertiärbedarf

Nettobedarf
Bruttobedarf abzüglich verfügbarem Lagerbestand

Was sind die Aufgaben der Anlagenwirtschaft?

Beschaffung von Betriebsmitteln

Betriebsmittelerhaltung

Betriebsmittelmusterung

Betriebsmittelverwaltung

Energieversorgung

Welche Einflüsse wirken auf die menschliche Arbeitskraft?

Nenne jeweils auch ein Beispiel. 

Stabilität
Sicherheit des Arbeitsplatzes

Arbeitsgestaltung
Ergonomie

Bewertung
Mitsprache

Entlohnung
Zusatz- und Nebenleistungen

Betriebssoziologie
Betriebsklima

Welche Beschaffungsarten neben Just-In-Time gibt es?

Einzelbeschaffung

Vorratsbeschaffung

Welche Produktions- und Auftragsarten gibt es?

kundenanonym
- Produktions + Lieferung auf Lager
- kein expliziter Kundenauftrag liegt vor
- keine Berücksichtigung von Kundenwünschen
- Bsp: Konsumgüter wie Waschmaschine

kundenspezifisch
- Produktion nur auf bestätigten Kundenauftrag
- Lieferung nach Fertigstellung direkt zum Kunden
- fast alle Kundenwünsche werden berücksichtigt
-Bsp: Investitionsgüter wie Großmaschinen

Mischform
- Montage des Endprodukts ist kundenspezifisch
- Expliziter Kundenauftrag liegt oft vor
- Bsp: PCs, Automobile

Welche Arten der marktorientierten Programmplanung existieren?

strategische Programmplanung
- Bestimmung/Abgrenzung der Produktfelder
- rein qualitative Entscheidung, keine Mengen
 

taktische Programmplanung
- Breite des Produktionsprogramms
- Tiefe des Produktionsprogramms
- Benötigte Kapazitäten
 

Operative Programmplanung
- Festlegung jedes einzelnen Programms nach Art und Mengen

Welche Zeichnungssysteme gibt es?

Sammelblatt-System

Einzelblatt-System

Welche Lohnformen gibt es?

Akkordlohn

Prämienlohn

Zeitlohn

Welche Projektorganisationen gibt es?

Nenne jeweils auch zwei Vor- und Nachteile.

eingebundenes Projektteam
Mitarbeiter arbeitet zu 50% im Projekt und zu 50% in seiner normalen Tätigkeit

V: schnell zu etablieren, konstengünstig
N: großes Burnoutrisiko, keine Gruppendynamik


freigestelltes Projektteam
Mitarbeiter wird komplett von seinem Arbeitsplatz abgezogen und befasst sich nur mit dem Projekt

V: Gruppenfeeling tritt auf, keine Ablenkung
N: sehr teuer (hohe Investitionen im Vorfeld nötig), Wiedereinarbeitungszeit danach nötigt

Welche Fertigungsprinzipien gibt es und auf welchem Ordnungskritierium sind sie ausgerichtet?

Nenne zusätzlich ein Beispiel jeweils.

Werkbankprinzip
Mensch
Bsp: Werkzeugmacherei

Baustellenprinzip
Produkt
Bsp: Großmaschinenbau

Verrrichtungs-/Werkstattprinzip
Arbeitsaufgabe
Bsp: Dreherei

Fließ-/Erzeugungsprinzip
Arbeitsabfolge
Bsp: Automobilindustrie

Welche Funktionen hat die Arbeitsplanung? Nenne drei und jeweils auch eine Unterfunktion.

Erzeugnisplanung
Erzeugnisgestaltung

Ablaufplanung
Erzeugnisgliederung

Arbeitsmittelplanung
Maschinen und Anlagen

In welchen Bereichen werden Arbeitsplandaten verwendet?

Datenverwaltung

Termin- und Kapazitätsplanung

Arbeitsunterlagenerstellung

Kalkulation

Langfristige Planungsaufgaben

Welche 4 langfristigen Aufgaben hat die Arbeitsplanung?

Unternehmensplanung

Technisch / wirtschaftliche Investitionsplanung

Fabrikplanung- und gestaltung

Organisatorisch / soziale Arbeitsplanung- und gestaltung

Nenne vier quantiative Standortfaktoren.

Transportkosten
Grundstückspreise
Personalkosten
Energiepreise


 

Nenne vier qualitative Standortfaktoren.

Grundstück
Infrastruktur
Personalverfügbarkeit
soziale,politische Faktoren

Aus welchen drei Bestandteilen besteht die Strukturplanung? Nenne jeweils auch ein Beispiel.

Generalbebauungsplanung
Fertigungshallen

Groblayoutplanung
Fertigungsbereiche

Feinlayoutplanung
Fertigungsgruppen

Welche zwei Planungsprizipien der Strukturplanung (die meist beim Groblayout Anwendung findet) gibt es?
 

Nenne jeweils zwei Aufgaben.

Idealplanung
-Bildung von Zonen
-Beziehungsmatrix

Realplanung
-Flächenbedarfsermittlung
-Ausführungsvarianten erstellen

Nenne die 7 Bereich der ergonomischen Arbeitsgestaltung.

Anthroprometische Gestaltung

Physiologische Gestaltung

Psychologische Gestaltung

Informationstechnische Gestaltung

Organisatorische Gestaltung

Gestaltung der Umgebungseinflüsse

Sicherheitstechnische Gestaltung

Was ist die Arbeitsvorbereitung und welches Ziel hat sie?

= Maßnahmen der methodischen Arbeitsplanung und Arbeitssteuerung

Ziel: Optimum aus dem Aufwand und dem Arbeitsergebnis erreichen

Was ist die Arbeitsplanung?

Umfasst alle einmaligen Planungsmaßnahmen, welche [unter ständiger Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit] die fertigungsgerechte Gestaltung eines Erzeugnisses oder die ablaufgerechte Gestaltung einer Dienstleistung sichern

Was ist die Arbeitssteuerung?

Umfasst alle Maßnahmen, die für eine der Arbeitsplanung entsprechende Auftragsentwicklung erforderlich sind.

In der Fertigungssteuerung gibt es das "Push"-Prinzip und das "Pull"-Prinzip. Was ist darunter zu verstehen?

Push-Prinzip
zentrale Koordination
ständiger Abgleich
 

Pull-Prinzip
Kunden-/Lieferantenprinzip auch intern
keine zentrale Koordination

Welche 5 Verfahren gibt es in der Fertigungssteuerung?

Netzplanorientierte Steuerung

Belastungsorientierte Auftragsfreigabe BOA (Trichtermodell)

Verbrauchsorientierte Steuerung
(z.B Kanban) 
(Supermarktprinzip)

Fortschrittszahlen

Prozesssteuerungen Leitsysteme

Nenne drei Fertigungssteuerungssysteme

Fertigungsleitsysteme

Werkstättensteuerungssysteme

Qualitätssicherungssysteme

Welche Aufgaben hat die Produktionsplanung- und steuerung?

Bestell- und Lagerwesen
- Lieferantenauswahl
- Bestellung
- Inventur
- Wareneingang

Fertigungsplanung
- Arbeitsablauf planen
- Mittel planen
- Planungsergebnisse dokumentieren

Fertigungssteuerung
- Fertigung veranlassen
- Fertigung überwachen
- Fertigung sichern

Was ist unter den Begriffen Vorwärts- und Rückwärtsterminierung bei der Durchlaufterminierung zu verstehen?

Vorwärtsterminierung
Bestimmung des frühsten Start- und Endtermins jedes Arbeitsgangs
 

Rückwärtsterminierung
Bestimmung des spätesten Start- und Endtermins jedes Arbeitsgangs
 

Was ist unter der Pufferzeit zu verstehen?

Differenz zwischen dem frühesten und spätesten Anfangstermin eines Vorgangs. 

Gibt die Zeitspanne an, um wie viel sich ein Vorgang verzögern kann ohne einen anderen Vorgang zu verzögern bzw. den Endtermin des Projekt zu beeinflussen.

Welche vier Möglichkeiten zum Kapazitätenabgleich gibt es?

Auswärtsvergabe

Zeitliche Verlagerung

Technische Verlagerung

Technische und zeitliche Verlagerung

Elemente des Netzplans für die Vorwärts- und Rückwärtsterminierung.

FST: Frühster Starttermin

FET: Frühster Endtermin

SST: Spätester Starttermin

SET: Spätester Endtermin

GP: Gesamtpuffer

FP: freier Puffer

UP: unabhängiger Puffer

 

Vorgang: Buchstabe der Tätigkeit

Dauer: Dauer des Vorgangs/Tätigkeit

Wie berechnet man die Vorwärtsterminierung?

1. Alle Startvorgänge bekommen den vorher gestgelegten Startzeitpunkt (FST)

2. FET = FST + Dauer

3. Übertrag: FET[Vorgänger] = FST [Nachfolger]   (bei mehreren Vorgängern den größten Wert nehmen)

Wie berechnet man die Rückwärtsterminierung?

1. SST = SET - Dauer

2.SET [Vorhänger] = SST [eigen]

Wie berechnet man den Puffer?

GP (Gesamtpuffer):
= SST - FST

FP (freier Puffer):
= FST [Nachfolger - bei mehreren den kleinsten Wert] - FET [eigen]

UP (unabhängiger Puffer):
= FST [Nachfolger - kleinster Wert bei mehreren]
- SET [Voränger - größter Wert bei mehreren]
- eigene Dauer 

wenn UP < 0 dann UP = 0

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