Produktions- und Logistikmanagement
Skript 2, 3. Semester, HTW Berlin, SoSe 15, Prof. Wilksch
Skript 2, 3. Semester, HTW Berlin, SoSe 15, Prof. Wilksch
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Lernkarten
VIP Nennen Sie die 4 Ordnungskriterien und Fertigungsprinzipien mit je 2 Beispielen!
Mensch - Werkbankprinzip (Handwerkliche Arbeitsplätze, Werkzeugmacherei)
Produkt - Baustellenprinzip (Großmaschinenbau, Schiffbau)
Arbeitsaufgabe - Verrichtungs- oder Werkstattprinzip (Dreherei, Bohrerei)
Arbeitsabfolge - Fließ- oder Erzeugnisprinzip (Automobil, Elektroindustrie)
VIP Nennen Sie die 3 Organisationsarten in der Fertigung mit jeweils ein Vor- und Nachteil und deren Kriterien!
Werkstatt – Organisation nach Verrichtung
Vorteil: hohe Flexibilität
Nachteil: umständlicher Materialfluss, hoher Koordinierungsaufwand
Kriterium: Einzelfertigung bis Kleinserie, hohe Variantenzahl
Linie – Organisation nach Arbeitsabfolge der Produktbearbeitung
Vorteil: einfacher Materialfluss, geringer Koordinierungsaufwand
Nachteil: geringere Flexibilität
Kriterium: Serien- bis Massenfertigung, geringe Variantenanzahl
Insel/Segment – Organisation nach Bau- und Produktgruppen
Vorteil: einfacher Materialfluss, kurze Durchlaufzeiten
Nachteil: höhere Investition, parallele Kapazitäten
Kriterium: Serienfertigung, mittlere Variantenzahl
Teilen Sie die Durchlaufzeit eines Arbeitsgangs in Ihre 2 Bestandteile ein!
Bestandtei 1: Übergangszeit
Liegezeit nach Bearbeitung A
Transport
Liegen vor der Bearbeitung B
Bestandteil 2: Auftragszeit
Rüstzeit
Bearbeitungszeit
Was ist eine Flexible Fertigungszelle?
Eine Maschine, die mehrere Bearbeitungsarten kann.
VIP Nennen Sie die Komponenten, aus denen eine flexible Fertigungszelle besteht.
Steuerungssystem (Speicher, Steuerung/Kontrolle)
Ausführungssystem (Handhaben, Bearbeiten, Messen/Prüfen)
Bereitstellungssystem (Werkstücke, Werkzeuge, Greifer, Spannvorrichtung)
zusätzliche Begriffe/Abkürzungen:
NC – numerical controlled = nummerisch kontrolliert
DNC – direct numerical controlled = Server und alle Maschinen hängen am Netzwerk, Maschinen laden Auftrag direkt vom Server
CNC – computer numerical controlled = vor Maschine ist noch ein Rechner, den man direkt bedienen kann
Nennen Sie die Komponenten der Flexibilitätskosten!
Betriebsmittel (quantitative oder qualitative Kapazitätsreserve)
Material (höre Lagerbestände, Beschaffung bei unterschiedlichen Lieferanten)
Personal (quantitative oder qualitative Personalreserven)
VIP Nennen sie die Funktionsbereiche eines Produktionsunternehmens und geben Sie je ein Beispiel an!
Unternehmensplanung - Zielplanung, Betriebswirtschaft
Vertrieb - Distribution des Produktes
Produktionsplanung und Steuerung, Materialwirtschaft - Lieferplanung, Auftragsabwicklung
Konstruktion (des Produktes) - Entwicklung, Konstruktion, Dokumentation
Arbeitsvorbereitung - Arbeitsplanung, NC-Programmierung, Belegdruck
Qualitätsmanagement - Prüfung, Dokumentation
VIP Erläutern Sie den Begriff Durchlaufzeit.
= Spanne, die von Beginn der Bearbeitung bis zur Fertigstellung des Erzeugnisses benötigt wird
VIP In welche Bereiche werden flexible Fertigungszellen eingesetzt?
unverkettete NC-Fertigung - Bsp. Werkzeugbau
Fertigungszellen und -inseln - Bsp. Teilanfertigung im Flugzeugbau
flexible Fertigungssysteme - Bsp. Fertigung von Getriebegehäusen
flexible Fertigungslinien - Bsp. Motorenbau
Transferstraßen - Bsp. Standardteile im Automobilbau
- dabei unterscheidet man zwischen verrichtungsorientierte Bereiche, Übergangsbereiche und erzeugnisorientierte Bereiche
VIP Welche Formen der Arbeitsstrukturen kennen Sie? Gehen Sie auch auf Vor- und Nachteile ein.
1. Arbeitsteilung
Nachteil:
- hoher Prüfaufwand
- extrem Monoton -> Stress
- bei Ausfall einer Person steht alles still (außer Leute sind sehr flexibel) -> Output Problem
- Qualität stand im Hintergrund
Vorteil:
- auch sehr schlecht qualifizierte einsetzbar = billig
- hire & fire -> Leute sind leicht ersetzbar
2. Arbeitswechsel - Job Rotation
Nachteil:
- Leute sind qualifizierter -> hohe Lohnkosten
- hire & fire schlecht, da Anlernzeit recht lang wäre
Vorteile:
- hohe Flexibilität
- hohe Motivation
- hohe Qualität
3. Arbeitserweiterung – Job Enlargement
Nachteile:
- noch teurer
- erhebliche Anlernzeit
Vorteile:
- hohe Motivation
- hohe Qualität
- Verhältnis zwischen Verwaltung und Ausführung besser (30% Kontrolle & 70% ausführende Tätigkeit)
4. Arbeitsbereicherung - Job Enrichment
Nachteile:
- oft Gruppendruck durch z.B. Leistungslöhne
- meist massive Schulungen nötig
- Feuern geht nicht so leicht, da die MA hoch qualifiziert sind
Vorteile:
- sehr kleiner Verwaltungsaufwand (nur 10% Verwaltung/Planung und 90% ausführende Tätigkeit)
- maximal effizient / maximale Flexibilität
VIP Wofür stehen die folgenden Abkürzungen?
- CIM - Computer integrated manufacturing
- ERP - Enterprise ressource planning
- MIS - Management information system
- CAD - Computer aided design
- CAP - Computer aided planning
- CAQ - Computer aided quality
- PPS - Produktions-Planungs-Steuerung
- BDE - Betriebsdatenerfassung
- CAM - Computer aided manufacturing
VIP Nennen Sie die Einflüsse auf die menschliche Arbeitskraft und geben Sie je ein Beispiel an.
- Motivation
- Stabilität - Sicherheit des Arbeitsplatzes, Zustand der Firma (Image)
- Arbeitsgestaltung - Ergonomie, Arbeitsumfeld
- Bewertung - Förderung, Verantwortung, Mitsprache
- Entlohnung - monetäre Motivation, Zusatz- & Nebenleistungen
- Betriebssoziologie - Betriebsklima, Gruppenstrukturen
VIP Nennen Sie die Bestandteile und Zusammenhänge der Lohnformen.
Der Gesamtlohn kann sich aus folgenden Lohnformen zusammensetzen:
- anforderungsunabhängiger Anteil (Akkordgrund- & Prämiengrundlohn, Zeitlohnsatz (häufig))
- leistungsabhängiger Anteil (Prämien, Akkord)
- sonstiger Anteil (Ausgleich für Erschwernisse, soziale Differenzierung)