Preis und Kostenstrukturanalyse - Einkaufsfachmann/fachfrau (BP)

2. Semester Einkaufsfachmann/fachfrau auf der Stufe Berufsprüfung

2. Semester Einkaufsfachmann/fachfrau auf der Stufe Berufsprüfung


N. H.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen zur Kostenanalyse im Einkauf, insbesondere wie Kosten in Betrieben strukturiert und verrechnet werden. Sie erklären Methoden wie Vorkalkulation, Nachkalkulation und Zuschlagskalkulation, unterscheiden Kostenarten, -stellen und -träger und zeigen, wie Gemeinkosten über Schlüssel verteilt werden. Praktische Beispiele zu Deckungsbeiträgen, Teil- und Vollkostenrechnung sowie Beschaffungsnebenkosten runden das Set ab. Einkaufsverantwortliche und Fachkräfte profitieren davon, um Kosten transparenter zu gestalten und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Karten
15
Lernende
61
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
07.05.2016 / 29.08.2026

Lernkarten

Beschreibe Beispiele für Bezugskosten

Kosten die beim Bezug der Waren anfallen.

Verpackung, Fracht, Zoll, Versicherung

Beschreibe Beispiele für Beschaffungsnebenkosten

Kosten, welche zusätzlich zum Einstandspreis entstehen können.

Wechselkurs-Gewinne /-Verluste, Spesen, Finanzierungskosten

Beschreibe Beispiele für Folgekosten bei Produktionsmaterialien.

Folgekosten sind Kostenauswirkungen, welche bei einem Beschaffungsentscheid berücksichtigt werden müssen.

Werkzeugkosten, Lagerkosten, Kapitalkosten, Entsorgungskosten

Aufstellung Gleitpreisklausel

Pneu = Pbisher * (a + (b*Mneu/Mbisher) + (c*Lneu/Lbisher))

P= Preis
a= fixer Anteil
b= materialabhängiger Anteil
c= lohnabhängiger Anteil
M= Materialindex
L= Lohnindex
 

Einsatzmöglichkeiten der PKSA

- Angebotsvergleich
- Beschaffungsmarktanalysen
- Wertanalyseprojekte
- Beschaffungsbudgetierung
- Beurteilung EK-Leistung
- MOB-Entscheid

Was ist der Unterschied zwischen der Vollkosten und der Teilkostenrechnung?

Bei einer Vollkostenrechnung werden sämtliche anfallende Kosten den einzelnen Kostenträger verrechnet.

Die Teilkostenrechnung hingegen berücksichtigt den unterschiedlichen Verlauf der Kosten, indem sie z.B. den variablen Teil der Kosten in den Vordergrund rückt.

5 wesentliche Fragen bei der Kostenrechnung

- Welche Kosten sind entstanden -> Kostenartenrechnung

- Wo fallen die Kosten an? -> Kostenstellenrechnung

- Welchen Produkten müssen wir die Kosten belasten? -> Kostenträgerrechnung

- Wieviel kostet uns ein Stück? -> Kalkulation / objektbezogene Kostenrechnung

- Welche Kosten können wir verändern, welche nicht? -> Fixe und variable Kosten

Wie setzten sich die Einstandskosten zusammen?

Ankaufskosten (Preis beim Lieferanten) + Bezugskosten (z.B. Frachtkosten, Zoll, etc.)

Was ist der Unterschied zwischen der Vorkostenstelle und der Hauptkostenstelle?

Die Vorkostenstellen erbringen im Gegensatz zu den Hauptkostenstellen Leistungen, welche nicht in direkter Beziehung zu den Marktleistungen des Betriebes stehen (z.B. Reparaturwerkstatt, Verwaltung, Forschung und Entwicklung für die Fertigung).

Die Hauptkostenstellen erfassen die ihnen unmitterlbar zurechenbaren Kostenarten sowie auch ihren Anteil an den Kosten, die vorerst den Vorkostenstellen belastet wurden.

Was ist der Unterschied zwischen direkter und inderekter Zurechnung von Gemeinkosten auf Kostenstellen?

Direkte Zuordnung ist immer dann möglich, wenn die Kosten bei ihrer Erfassung direkt einer Kostenstelle zugewiesen werden können.

Viele Gemeinkosten lassen sich nur mit Hilfe einer indirekten Zurechnung den Kostenstellen zuordnen. Als Hilfe verwendet man Schlüssel für die möglichst gerechte Verteilung der Kosten. (z.B. elektrische Energie per Anzahl Maschinenstunden verteilen)

Vorkalkulation und Nachkalkulation Definition

Die Vorkalkulation ermittelt die voraussichtlichen Kosten einer Leistung vor der Erbringung, Sie stützt sich weitgehend auf geschätzte Zahlen.

Mit Hilfe der Nachkalkulation lassen sich nach der Erbringung einer Leistung die tatsächlichen Kosten ermitteln.

Divisionskalkulation

Anzurechnende Kosten der Rechnungsperiode / Summe der Leistungseinheiten der Rechnungsperiode = Kosten pro Leistungseinheit

Zuschlagskalkulation

Die Zuschlagskalkulation wird angewendet, wenn in einem Betrieb verschiedene Leistungen erbracht werden, die nicht in einem festen Kostenverhältnis zueinander stehen.

Während die Einzelkosten den Leistungen (Kostenträger) direkt zugerechnet werden können, müssen die Gemeinkosten mit Hilfe eines Zuschlagsatzes verrechnet werden. Grundlage für die Berechnung des Zuschlagssatzes bildet die Schlüsselung der Gemeinkosten auf die Kostenträger.

Berechnung Deckungsbeitrag

Erlös

- Variable Kosten

= Deckungsbeitrag

- fixe Kosten

= Erfolg

Mengenmässige Nutzschwelle Berechnung

Fixkosten / Deckungsbeitrag pro Stück

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