OPM Kapitel 3

Lernkotrollfragen

Lernkotrollfragen


M. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über das Supply Chain Management (SCM) und dessen Bedeutung für Unternehmen. Sie behandeln Themen wie die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die Optimierung der Leistungserstellung und die strategische Bedeutung von SCM. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Berufstätige im Bereich Betriebswirtschaftslehre, die sich mit den Grundlagen und fortgeschrittenen Konzepten des SCM vertraut machen möchten.
Karten
12
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
08.12.2014 / 12.12.2015

Lernkarten

Erläutern Sie die Begriffe Outsourcing, Onshore Outsourcing, Captive Offshoring, Offshore Outsourcing, Insourcing!

  • Outsourcing

    • Auslagerung von Leistungen an andere Unternehmen oder andere Betriebsstandorte

  • Onshore Outsourcing

    • Fremdvergabe innerhalb des eigenen Landes

  • Captive Offshoring

    • Verlagerung an eigene Betriebsstandorte im Ausland

  • Offshore Outsourcing

    • Verlagerung an andere Unternehmen im Ausland

  • Insourcing

    • Rückverlagerung von Leistungen von anderen Unternehmen oder anderen Betriebsstandorten

Wie können die Argumente für eine Verringerung der eigenen Leistungstiefe primär gruppiert werden?

  • Kostenorientierte Gründe

    • Verbesserte Kostentransparenz

    • Verringerung der Fixkosten durch Nutzung von Ressourcen ohne eigene Investitionen

  • Strategische Gründe

    • Konzentration von Ressourcen zur Weiterentwicklung von Kernkompetenzen

    • Verlagerung des technologischen Risikos

Welche Aspekte sind im Rahmen von Überlegungen zu Ausland-Verlagerungen speziell zu betrachten?

  • Kulturelle Werte

    • Zuverlässigkeit, Bürokratie, Rechtsvorstellungen, Loyalität

  • Vollkostenbetrachtung

    • Nicht erfassbare Folgekosten auf Grund Qualitätsmängel, Terminverzug

    • Kostendynamik an neuen Standort

  • Prozesskompetenz

    • Externe Leistungserstellung ist aufwändiger als interne:

      • Administrative, informationstechnische, logistische Schnittstellenproblematik

  • Differenzierung

    • Optimale Geschäftsprozesse als Wettbewerbspotenzial gehen verloren

  • Know-How-Verlust

  • Abhängigkeit

  • Nachhaltigkeit

Mit welchen Argumenten lässt sich ein stufenweises Vorgehen bei der Internationalisierung von Unternehmen begründen?

  • Risikominimierung durch die Nutzung der gesammelten Erfahrungen der vorangehenden Stufen

  • Uppsala-Modell zielt nicht primär auf ökonomische Faktoren, sondern auf Verhaltensorientierte wie Wissen, Lernen und Erfahrung

Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg von Unternehmenskooperationen?

  1. Wahl des passenden Partners

  2. Identifikation und Motivation der relevanten Personen

  3. Formulierung klarer Regeln für die Zusammenarbeit

  4. Management der Kooperation

Nennen Sie mindestens vier verschiedene Arten von Informationen zur Beurteilung von Lieferanten (sog. Lieferanten-Controlling)!

  • Allgemeine Unternehmensdaten

    • Gründungsjahr, Management, Marktposition usw.

  • Produktionskompetenz

    • Produktionsmittel, Flexibilität, Kosten

  • Entwicklungskompetenz

    • F&E- Ressourcen, Patente, Dokumentation

  • Managementsysteme

    • Systeme zur Sicherung von Produkt- und Prozessqualität

  • IT-Infrastruktur

    • PPS-Software, EDI

Was stellen Sie in einem Lieferanten-Portfolio dar und welche Massnahmen bezüglich der Zusammenarbeit lassen sich daraus ableiten?

Es wird die Position des Lieferanten auf dem Beschaffungsmarkt und die strategische Bedeutung des Lieferanten für den Abnehmer dargestellt.

  • X-Achse: Risiko des Beschaffungsmarktes

  • Y-Achse: Potenzial des Lieferanten

  • 4 Quadranten:

Schlüssellieferanten (B-Lief.)                                    /              Strategische Lieferanten (A-Lief.)

Standardproduktelieferanten (C-Lief.)                 /              Engpasslieferanten (B-Lief.)

 

Gestaltung der Zusammenarbeit:

  • A + B-Lieferanten

    • Partnerschaft aufbauen

  • C-Lieferanten

    • Effizientes Beschaffungswesen

Welche Merkmale zeichnet ein Zulieferunternehmen aus, bei dem Sie dem Abnehmer-Unternehmen die Einführung von SCM empfehlen?

SCM ist bei den Lieferanten sinnvoll, die für die Sicherstellung der eigenen Leistung strategisch relevant sind!

  • Strategische Lieferanten (A-Lief.)

  • Engpass- und Schlüssel-Lieferanten (B-Lief.)

Was stellt das SCOR-Modell dar und aus welchen Elementen besteht dieses?

Das Supply Chain Operations Reference Model stellt eine Wertschöpfungskette mit allen involvierten Geschäftspartnern dar.

Elemente sind die fünf wesentlichen SCM-Prozesse:

  • Planen

  • Beschaffen

  • Herstellen

  • Liefern

  • Zurücknehmen

Was zeichnet eine optimale Umsetzung von SCM, im Vergleich zum traditionellen Einkauf aus?

  • Erfolgreiches SCM = Zusammenarbeit mit Partnern, um nachhaltige Optimierung der Leistungserstellung zu erreichen

  • Bedingt die gegenseitige Bereitschaft, Effizienz und Effektivität der Zusammenarbeit zu verbessern

  • Gemeinsame Zieldefinition ist erforderlich

Traditioneller Einkauf                SCM

Kurzfristig                                      Langfristige Partnerschaft

Viele Lieferantenwechse               Wenig Lieferantenwechsel

Preisorientiert                                Gesamtkosten

 

(Nicht Prüfungsrelevant): Was sind die Ursachen des „Bullwhip-Effects“? Lösungsansatz zur Verhinderung dieses Effektes?

  • Ungenaue und/oder zu optimistische und mehrfach aktualisierte Absatzprognosen

  • Zeit-, Mengen-, preisbedingte Bündelung und Verzögerung von Bestellaufträgen

Lösungsansatz: Verbesserung des Informationsaustausches zwischen Händler und Hersteller.

Welcher Nutzen kann mit dem Einsatz von EDI in der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit erzielt werden?

  • Electronic Data Interchange (EDI) ermöglicht den asynchronen und automatischen Austausch von Geschäftsdokumenten

    • Offerten, Bestellungen, Rechnungen, Lieferscheine

  • EDI dient zur effizienten Gestaltung von Partnerschaften

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