BWL


Melanie Riese
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Materialwirtschaft auf Universitätsniveau. Sie behandeln die verschiedenen Materialarten, die Durchführung von ABC- und XYZ-Analysen sowie die Prinzipien der Beschaffung. Die Karteikarten erklären die Einteilung von Gütern in A-, B- und C-Kategorien basierend auf ihrem Wert- und Mengenanteil und gehen auf die Beschaffungsarten wie fallweise, fertigungssynchrone und Vorratsbeschaffung ein. Sie richten sich an Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit der Analyse und Planung von Materialbedarfen auseinandersetzen möchten.
Karten
7
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
24.01.2015 / 23.01.2022

Lernkarten

Material Unterteilung

  • Rohstoffe
    • Grundmaterial
    • gehen unmittelbar in Produkt ein
  • Hilfsstoffe
    • gehen mit ergänzendem Charakter in Produkt ein
  • Betriebsstoffe
    • werden im Fertigungsprozess verbraucht
  • Halbfabrikate
    • Gehen als Teile oder Baugruppen in Endprodukt ein
  • Handelswaren
    • Ergänzung Produktionsprogramm
    • kein Eingang in Produktionsprozess
    • unverarbeiteter Weiterverkauf

Instrumente des Beschaffungsmarketing 

.

Beschaffungsarten

  • Prinzip der fallweisen Beschaffung
    • Bestellung erst bei Feststellen des entsprechenden Materialbedarfs
    • z.B. bei auftragsorientierter Einzelfertigung
  • Prinzip der fertigungssynchronen Beschaffung
    • "Just-in-time-Beschaffung"
    • zeitliche und mengenmäßige Anspassung an den Materialbedarf so präzise, dass Eingangslager überflüssig sind
    • v.a. in Massen- und Großserienfertigung
  • Prinzip der Vorratsbeschaffung
    • Eingangslager für verschiedene Matierialien
    • Beschaffungsplanung baut nicht auf Fertigungsablauf auf

A, B und C-Güter 

A-Güter:

  • Hoher Wertanteil, niedriger Mengenanteil
  • 70-80% des Gesamtverbrauchswerts
  • 10-20% der gesamten Verbrauchsmenge aller Materialarten 

B-Güter:

  • 10-20% des Gesamtverbrauchswerts
  • 20-30% der gesamten Verbrauchsmenge aller Materialarten 

C-Güter:

  • Niedriger Wertanteil, hoher Mengenanteil
  • 5-10% des Gesamtverbrauchswerts
  • 60-70% der gesamten Verbrauchsmenge aller Materialarten 

 

Durchführung ABC-Analyse 

  1. Berechnung Gesamtverbrauchswert jeder Materialart/Periode

  2. Ordnen Materialarten nach Gesamtverbrauchswert in absteigender Reihenfolge

  3. Berechnung prozentualer Anteil an Gesamtzahl aller verbrauchten Güter

  4. Kumulieren prozentualer Anteil am Gesamtverbrauch aller Güter

  5. Berechnung prozentualen Anteils am Gesamtverbrauchswert aller Materialarten

  6. Kumulieren prozentualer Anteile am Gesamtverbrauchswert aller Materialarten

  7. Einteilung Materialarten in A-, B- oder C-Güter 

A-, B- und C-Güter – Einteilung

 A-Güter:

  • Beschaffungs- und Lagerplanung
  • genaue Analyse, Planung und Kontrolle

B-Güter:

  • fallweise Entscheidung gemäß Bedeutung der betreffenden Materialien

C-Güter:

  • grobe Abschätzung des Bedarfs und seltenere Kontrolle 

Kombination ABC und XYZ-Analysen 

X-Güter: regelmäßiger, schwankungsloser Bedarfsverlauf

Y-Güter: durch trendmäßig steigenden oder fallenden Bedarfsverlauf gekennzeichnet

Z-Güter: äußerst unregelmäßiger Bedarfsverlauf aufgrund zufälliger Einflüsse 

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