Lerngebiet 4


I. B.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen im Marketing und Absatz ab. Sie behandeln zentrale Begriffe wie Produkt, Marktanteil und Preisstrategien, einschließlich Preisdifferenzierung und Franchising. Die Karteikarten erläutern auch die Bedeutung von Marktwachstum, Kosten und Umsatz sowie die Rolle des Kunden im Absatzprozess. Ideal für Studierende und Berufstätige in der Betriebswirtschaftslehre, die ihr Wissen in Marketing und Vertrieb vertiefen möchten.
Karten
120
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
13.10.2015 / 13.10.2015

Lernkarten

Welche Vorteile bietet das Franchising dem Franchise-Nehmer?

  • Nutzung der Erfahrung und des Wissens des Gebers.
  • Beteiligung an Erfolg eines bekannten Produktes.
  • Geringes Unternehmerrisikio.

Was versteht man unter "Franchising"?

Franchising ist eine Kooperationsform, bei der der Franchise-Geber dem Franchise-Nehmer das Recht einräumt, Waren und Dienstleistungen unter Verwendung der Firma, Marke und Ausstattung zu nutzen.

Welche Nachteile gibt es für den Franchise-Nehmer?

  • Langfristige Bindung an ein Sortiment und das Präsentationskonzept
  • Keine selbstständige Sortimentsentscheidung
  • Hohe Kosten durch Eintritt- oder Franchise-Gebühr
  • Eigenes Insolvenzrisiko
  • Risiko das der Franchise-Geber Insolvenz anmeldet

Was versteht man unter Preispolitik?

Unter Preispolitik wird die Festlegung des Verkaufspreises und weiterer Zahlungskonditionen verstanden. Zum Beispiel: Skonto, Mengenrabatt, Ratenzahlung.

Nennen Sie die Einflussgrößen der Preisbildung.

  • Selbstkosten (Kostenorientierte Preisbildung)
  • Nachfrage (Nachfrageorientierte Preisbildung)
  • Konkurrenz (Konkurrenzorientierte Preisbildung)

Was ist der Break-Even-Point (BEP)?

Der BEP ist der Punkt, bei dem die Gesamtkosten genau so hoch sind wie die Verkaufserlöse.

Was versteht man unter Fixkosten?

Fixkosten sind Kosten die nicht abhängig von der Absatzmenge sind. Zum Beispiel: Maschinen, Lagerkosten, Miete.

Was versteht man unter variablen Kosten?

Variable Kosten sind abhängig von der Absatzmenge. In der Regel handelt es sich hierbei um einen Wareneinsatz bzw. Rohstoffkosten für die Weiterverarbeitung.

Was versteht man unter nachfrageorientierter Preisbildung?

Die Preisbildung orientiert sich an den Preisvorstellungen möglicher Kunden. Die Informationen hierzu muss die Marktforschung liefern.

Was versteht man unter konkurrenzorientierter Preisbildung?

  1. Orientierung am Branchenpreis (durchschnittlicher Marktpreis), wenn die Produkte weitgehend gleichartig sind und es viele Konkurrenten gibt (Polypol)
  2. Orientierung am Preisführer.

Was ist ein Preisführer?

Ein Preisführer ist ein Anbieter, dem sich die übrigen Anbieter aufgrund seiner starken Marktposition anschließen, wenn er seine Preise ändert. Der Preisführer hat oft den größten Marktanteil.

Was versteht man unter einer Preisstrategie?

Eine Preisstrategie ist ein Verhalten des Anbieters bezüglich seiner Preisgestaltung, um längerfristig einen Umsatzzuwuchs oder eine Erhöhung des Marktanteils zu erreichen.

Welche Preisstrategien gibt es?

  1. Preisdifferenzierung
  2. Mischkalkulation
  3. Psychologische Preisfestsetzung
  4. Hochpreispolitik
  5. Niedrigpreispolitik
  6. Marktabschöpfungspolitik
  7. Marktdurchdringungspolitik

Was ist das Ziel der Preisdifferenzierung als Preisstrategie?

Ziel ist es, Teilmärkte zu bilden (Marktsegmentierung), um den Gewinn zu vergrößern. Dazu gibt es einmal die räumliche- und die zeitliche Preisdifferenzierung.

Erläutern Sie die räumliche Preisdifferenzierung als Preisstrategie.

Bei der räumlichen Preisdifferenzierung wird das gleiche Produkt an verschiedenen Orten zu verschiedenen Preisen angeboten. Zum Beispiel Autos.

Erläutern Sie die zeitliche Preisdifferenzierung als Preisstrategie.

Bei der zeitlichen Preisdifferenzierung wird das gleiche Produkt am selben Ort zu verschiedenen Uhrzeiten mit unterschiedlichen Preisen angeboten. Zum Beispiel Benzin oder Heizöl.

Erläutern Sie die materielle Preisdifferenzierung als Preisstrategie.

Bei der materiellen Preisdifferenzierung wird für das selbe Produkt, je nach Verwendungszweck ein anderer Preis gefordert. Zum Beispiel: Kürbisse (Essen/Dekoration)

Erläutern Sie die mengenmäßige Preisdifferenzierung als Preisstrategie.

Bei Abnahme einer größeren Menge wird ein günstigerer Preis verlangt - Mengenrabatt.

Erläutern Sie die personelle Preisdifferenzierung als Preisstrategie.

Besondere Abnehmergruppen erhalten einen Sonderpreis. Zum Beispiel: Studenten, Mitarbeiter, Stammkunden.

Nennen Sie die verschiedenen Arten der Preisdifferenzierung.

  1. Räumliche Preisdifferenzierung
  2. Zeitliche Preisdifferenzierung
  3. Materielle Preisdifferenzierung
  4. Mengenmäßige Preisdifferenzierung
  5. Personelle Preisdifferenzierung

Eräutern Sie die Mischkalkulation als Preisstrategie.

Aus Konkurrenzgründen wird der Preis niedrig angesetzt sodass fehlende Gewinne bzw. Verluste (Ausgleichnehmer)  von anderen Produkten ausgeglichen werden müssen (Ausgleichgeber).

Erläutern Sie die psychologische Preisfestsetzung als Preisstrategie.

Der Preis wird so festgesetzt, dass der Abnehmer den Eindruck einer knappen Preiskalkulation erhält. Zum Beispiel 0,99€ anstatt 1,00€.

Erläutern Sie die Hochpreispolitik als Preisstrategie.

Die Produkte werden als besonders exklusiv herausgestellt um einen hohen Marktpreis zu erzielen.

Erläutern Sie die Niedrigpreispolitik als Preisstrategie.

Extrem niedrige Preise (Discountpreise) sollen zu hohen Absatzzahlen führen.

Erläutern Sie die Marktabschöpfungspolitik als Preisstrategie.

Bei der Markteinführung wird ein hoher Preis verlangt um direkt hohe Umsätze zu erzielen. Wenn später die Konkurrenz mit vergleichbaren Produkten auf den Markt kommt, kann das Preisniveau gesenkt werden.

Erläutern Sie die Marktdurchdringungspolitik als Preisstrategie.

In der Einführungsphase werden niedrige Preise für ein Produkt verlangt um es schnell am Markt zu etablieren. Später werden die Preise dann angehoben. Meist ist damit eine Produktvariation verbunden.

Was ist das Ziel der Kommunikationspolitik?

Durch Anprache der Kunden sollen Absatz und Gewinn gesteigert werden.

Nennen Sie die Werbemöglichkeiten der Kommunikationspolitik.

  • Absatzwerbung (Kunde -> Produkt)
  • Verkaufsförderung (Produkt -> Kunde)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Unternehmen -> Öffentlichkeit)

Was versteht man unter Absatzwerbung?

Absatzwerbung versucht Kunden indirekt durch Werbeträger an das Produkt heranzuführen. Zum Beispiel durch Plakate, TV- und Radiowerbung.

Was versteht man unter Verkaufsförderung?

Bei der Verkaufsförderung wird versucht, den Kunden am Ort des Verkaufs direkt an die Produkte zu bringen (Produkt -> Kunde). Zum Beispiel durch Kostproben, Information und Beratung vor Ort.

Was versteht man unter Öffentlichkeitsarbeit?

Öffentlichkeitsarbeit betrifft die Pflege der Beziehungen zur Öffentlichkeit zur Verbesserung des Ansehens (Imagepflege). Zum Beispiel: Sponsoring, Spenden, betriebliche Veranstaltungen (Tag der offenen Tür).

Welche Ziele verfolgt Werbung?

  • Absatzsteigerung
  • Gewinnmaximierung
  • Bedürfnisweckung
  • Impulsauslösung
  • Geschmacksbildung
  • Information

Benennen Sie die Grundsätze der Werbung.

  • Wahrheit
  • Soziale Verantwortung
  • Klarheit
  • Wirksamkeit
  • Wirtschaftlichkeit

Wie lautet dir Formel zur Errechnung der Wirtschaftlichkeit von Werbung?

Umsatzzuwuchs € / gesamter Werbeaufwand €

Nennen Sie moderne Werbemethoden.

  • Telefonmarketing
  • Sponsoring
  • Product Placement

Was ist das Ziel von Telefonmarketing?

Potenzielle Kunden sollen direkt angesprochen werden und bereits vorhandene Kunden sollen betreut und stärker gebunden werden.

Nennen Sie einge Vorteile des Sponsoring.

  • Anprache von Zielgruppen in nicht kommerziellen Situationen
  • Der Ruf der gesponsorten Person oder Gruppe kann auf das Image des Sponsors übertragen werden
  • Massenmedien können als Multiplikator für Sponsoringbotschaften genutzt werden
  • Die Steigerung des Bekanntheitsgrades wird ermöglicht

Nennen Sie verschiedene Erscheinungsformen des Sponsoring.

  • Sportsponsoring
  • Kultursponsoring
  • Ökosponsoring
  • Wissenschaftssponsoring
  • Onlinesponsoring

Welchen Effekt hat Product Placement?

Das Image des Schauspielers wird mit dem Produkt verbunden, ohne dass direkt etwas zum Kauf angeboten wird.

Was versteht man unter einem Marketingmix?

Sinnvolle Kombination verschiedener Marketinginstrumente.

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