Marketing
...
...
-
- 1 / 85
-
Lernkarten
Schritt 9 der Marktforschung: Datenanalyse und -interpretation
- deskriptiv: Häufigkeitsverteilung, Regressionsanalyse
- induktiv: Tests bezogen auf Verteilungsparameter
Schritt 10 der Marktforschung: Präsentation der Ergebnisse
...
strategisches Marketing
alle grundlegenden und langfristig orientierten Aktivitäten des Marketingbereichs
- Analyse der strategischen Ausgangssituation
- Formulierung, Bewertung und Auswertung von marktbezogenen Strategien
für Beitrag zur Erreichung der Unternehmens- und Marketingziele
Ziele eines Unternehmens
- Instrumentalziele: Preis, Produkt, Vertriebs und Kommunikationspolitik
- Funktionalziele: strategische Geschäftseinheitziele
- Unternehmenziele
- Unternehmenszweck
Marketingziele
- potenzialbezogene: Bekanntheit, Image, Kundenzufriedenheit -> Schaffung
- markterfolgsbezogen: Marktanteil, Kundenloyalität, Preisniveau -> Realisierung
- wirtschaftliche: Umsatz, Marketingkosten, Deckungsbeitrag -> Rechnen
PIMS - Profit Impact of Marketing Studies
Dateninput allgemein oder zu speziellen Problemstellungen: ROI (Return of Investment), Cash Flow, Budgetaufteilung, Wettbewerbspositionen...
ROI: abhängig von 1. relativer Produktqualität (hoch); 2. relativer Marktanteil (hoch); 3. Investitionsintensität (negativ) Kritik: kurzer Beobachtungszeitraum, Daten aus Vergangenheit, keine Anhängigkeiten berücksichtigt, keine Strategieempfehlung
Erfahrungskurvenmodell
MIt jeder Verdoppelung der im Zeitablauf produzierten bzw abgesetzten Menge besteht ein Stückkostensenkungspotenzial von 20-30% bezogen auf alle enthaltenen Stückkosten. linear oder doppellogarithmisch
Kritik: Erfahrung benötigt, enge Betrachtung da nur Kosten im Blick, kein Erfahrungstransfer
Lebenszyklusmodell
Einführung, Wachstum,Reife, Sättigung
keine Prognosen; Zeit und Ausschlag Branchenabhängig
Strategieentwicklung
Analyse der Ausgangssituation; Formulierung von alternativen Marketingstrategien; Bewertung der alternativen Marketingstrategien; Auswahl der Marketingstrategie; Strategieumsetzung und Umsetzungskontrolle
strategische Ausgangsituation
- globale Umweltfaktoren: derzeit und künftig im politisch, rechtlich, gesellschaftlich, technologischen Bereich
- Marktanalyse: Charakteristika, Kunden, Wettbewerber -> Marktsegmentierung, Zielmarktfestlegung, Positionierung demographisch, sozioökonomisch, Nutzen, Kaufverhalten, allgemein
- Situation des Unternehmens: Wettbewerbsposition, bei eigenen Kunden und Kunden/Nachfragern im Markt
Formulierung von Marketingstrategien: strategische Leitfragen
- Kundennutzen und Positionierung gegenüber dem Wettbewerb: strategische Dreieck (Kunde, Wettbewerber, eigenes Unternehmen - Kundennutzen, Wettbewerbsvorteil)
- Innovationsoreintierung: Strategietypologisierung nach Ansoff: MArtdurchdringung, Marktentwicklung (Märkte jetzt zu neu); Produktentwicklung, Diversifikations (Produkte jetzt zu neu) mit verschiedenen RIsiken
- Management der Kundenbeziehungen: vertragliche, ökonomische, psychologische, technisch-funktionale Bindung
- Wettbewerbs- und Kooperationsverhalten: gemeinsam, wechselseitig, bedrohlich
- grundsätzliche Gestaltung des Marketingmix: relativer Preis mal relative Leistung -> Economy, Mittelklasse, Premium
Strategieformulierung
- Marktwachstum mal relativer Marktanteil (Mitte ist die 1, links: Fragezeichen und Sorgenkinder, rechts: Stars und Melkkühe)
- Marktattraktivitäts mal Wettbewerbsposition (niedrig bis stark; Ernten, selektives Vorgehen, selektives Wachstum und Investition)
- Erstellung eines Kundenportfolios (Kundenattraktivität mal Lieferantenposition: Fragezeichen, Star,Mitnahme und Ertragskunden)
zentrale Kriterien der Marketingstragie
- konsistenzbezogen: widerspruchsfrei nach innen und außen?
- informationsbezogen: ausreichende Informationsbasis?
- inhaltlich: Aussagen präzise und angemessen?
- realisierbarkeit: umsetzbar?
Produkt
Bündel von Eigenschaften, das auf die Schaffung von Kundennutzen abziel
- substantiell: nur physisch-technische Eigenschaften
- erweitert: funktionalen Nutzen (inkl. Dienstleistungen)
- generisch: Marke, Image, Sympathie (zB Finanzdienstleistungen)
Komponenten: Produktkern (Kerneigenschaften), Zusatzeigenschaften, Verpackung/Gestaltung des tangilen Umfelds, Basisdienstleistungen, Zusatzdienstleistungen, Marke
Produkttypen: Sachgüter (Konsum- und Industriegüter) und Dienstleistungen (konsumtive und investive)
Produktmanagement
- marktgerechte Gestaltung bestehender und zukünftiger Produkte unter Berücksichtigung unternehmerischer Zielsetzung
- Innovationsm. Markenm. und Management bereits etablierter Produkte
Innovationsmarketing
- klare "First-to-Market" Strategie
- hohe Flopraten bei Neuprodukteinführungen
- Customer Need Fulfillment x Newness of Technology -> Market Breakthrough, Radical Innovation, incremental Innovation, Technological Breakthrough
Ideengewinnung und -konkretisierung
- interne oder externe Quellen
- morphologischer Kasten: Problem in Parameter unterteilen und jedem Parameter unterscheidliche Werte geben -> optimale Lösung daraus zusammen setzen
- Conjoint Analyse: Gesamtnutzen erlaubt Rückschluss auf Teilnutzen; Wirkung von Änderungen und Wichitigkeit einzelner Produktmerkmale -> Zahlungsbereitschaft für Verbesserungen
Konzeptdefinition
Präzisierung von Produktideen nach
angestrebte Zielgruppen, Nutzenversprechen, Produkteigenschaften, angestrebte Positionierung
Konzeptbewertung und -selektion
1. Grobselektion: welche Konzepte prüfenswert? -> Checklisten, Investitionsrechnungen
2. Analyse der Marktfähigkeit: Marktchancen? -> Konzept- und Produkttests
3. Analyse der Wirtschaftlichkeit: was zu erwarten? -> verfeinerte Investitionsrechnung
4. Realisierung
Markteinführung
Diffusionsmodell nach Rogers: Innovatoren 2,5%, frühe Adopter 13,5%, frühe Mehrheit 34%, späte Mehrheit 34%, Nachzügler 16%
Wann? Wo? Wie?
Management des Innovationsprozesses
Target Costing; Schnittstellenmanagement; Methoden der Prozessbeschleunigung; Netzplantechnik
-> CPM (Critical Path Method); Pfeilrichtungen -> kürzestmögliche Dauer, frühestmöglicher Beginn und Abschluss, spätestmöglicher Beginn und Abschluss, Pufferzeiten
Management etablierter Produkte
Sortiment: Gesamtheit der zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem Unternehmen angebotenen Produkte.
Strukturmerkmal: Programmbreite, -tiefe, -konsistenz
Beispiel: breit und flach: Warenhäuser; schmal und tief: Spezialgeschäfte
Entscheidungsoptionen: 1. Veränderung und Ausweitung (Variation, Differenzierung, Diversifikation) 2. Gestaltung der Verbundenheit 3. Reduktion (Elimination)
Marke
Eine im Bewusstsein des Kunden verankerte Vorstellung, die das Angebot eines Unternehmens von Wettbewerbsangeboten differenziert.
Typologisierung: Markeneigner, Zahl der Güter, institutionelle Stellung, geographische Reichweite, Herstellerbekenntnis
Funktionen: 1. Markenführer: Identifikation, Differenzierung, Loyalität, pos. Firmenimage, Bekanntheit 2. Handel: Imagetransfer, Minderung des Absatzrisikos 3. Verbraucher: Identifikation, Orientierungshilfe, Selbstdarstellung
Entscheidungsfelder des Markenmanagements
1. Markenstrategie: Reichweite (global, vertikal), Positionierung (Kern (Wer?), Nutzen (Was?), Persönlichkeit(Wie?)), Architektur (Einzel, Dach, Familien)
2. Markenauftritt: Markierung (Name, Zeichen, Verpackung), Instrumente (Preis, Kommunikation, Vertrieb)
3. Markenkontrolle: Potenzialbezogene (Markenbekanntheit), Markterfolgsbezogene (Marktanteil) und Wirtschaftliche (Markenwert) Erfolgsgrößen
Preis/Preispolitik
Preis: Zahl der Geldeinheiten, die ein Käufer für eine Mengeneinheit des Produktes oder der Dienstleistung entrichten muss
Preispolitik: umfasst alle Entscheidungen im Hinblick auf das vom Kunden für ein Produkt zu entrichtende Entgelt
grundlegende Charakteristika: schnelle umsetzbarkeit, schwere revidierbarkeit, große Wirkungsstärke, hohe Wirkungsgeschwindigkeit
Preispolitik in Unternehmenspraxis
Entscheidungsfelder
Preisbestimmung
- Wachstumsmärkte, Globalisierung, Qualitätsangleichung, Anstieg der Preistransparenz, Sättigungstendenzen
- Preisbestimmung für -neue Produkte, -für Produktprogramm, Preisänderungen, Preisdifferenzierungen, Gestaltung Rabattsystem, Durchsetzung der Preise
- Skimmingstrategie (teuer nach niedrig) und Penetrationsstrategie (geringer Preis -> hoher Marktanteil)
Preisabsatzfunktion
- linear: x=a-b*p
- multiplikative: x=a*p(hoch -b) von sehr bis gering sensibel
- Gutenberg-Funktion: steile Randbereiche und flacher monopolistischer Teil
Preiselastizität des Absatzes
Maß für die Stärke der Wirkung des Preises p auf den Absatz x. Sie gibt das Verhältnis der relativen Änderung des Absatzes zu der sie verursachenden relativen Änderung des Preises an.
eta: relative Absatzänderung/relative Preisänderung
- linear: -b*(p/(a-b*p))
- multiplikativ: -b -> Gerade
- Gutenberg: 1. Ableitung der PAF dx(p)/dp am Rande doppelt berechnen!!!
verhaltenswissenschaftliche Preistheorie
Wie Kunden Preise tatsächlich wahrnehmen, beurteilen, speichern und erinnern
Beeinflussung durch Preiserwartung und Fairness der Transaktion und relativer Wert des Geldes
Preisschwellen
Preise, bei denen sich die Preisbeurteilung durch den Kunden sprunghaft verändert.
- absolut: akzeptable Ober- und Untergrenze
- relativ: Bewertung der Preise innerhalb des Rahmens
-> Vereinfachung durch Kategorien (teuer, normal, billig)
Referenzpreis
Preis, den der Kunde bei der Beurteilung anderer Preise als Vergleichsmaßstab heranzieht.
- extern: in Kaufsituation durch beobachtbare Preise in Umgebung
- intern: auf Basis von im Gedächtnis gespeicherten Preiskonzepten
Preisbestimmung
- nachfrageorientiert: PAF, Differenzierung, Auktionen, Sonderpreisaktionen
- kostenorientiert: Preisuntergrenzen, Kosten-Plus-Preisbildung
- wettbewerbsorientiert: Preiskriege, Leitpreise, Submissionen, Ausschreibungen
Preisbestimmung Nachfrageorientiert
- PAF: Gewinn=Umsatz-Kosten; linear-linear: Cournot-Preis -> p=0,5((a/b)+k); multiplikativ-linear: p=((b/b-1)*k)
- Preisdifferenzierung: gleiche oder sehr ähnliche Produkte werden verschiedenen Kunden (segmenten) zu unterschiedlichen Preisen angeboten (personenbezogen, räumlich, zeitlich, leistungsbezogen, mengenbezogen, Preisbündelung)
Kommunikationspolitik
Die planmäßige Gestaltung und Übermittlung von Informationen, die die Adressaten der Kommunikation im Bereich Wissen, EInstellung, Erwartungen und Verhaltensweisen im Sinne der Unternehmensziele beeinflussen sollen.
Prozess: Bestimmung Ziele/Zielgruppen, Durchführung Budgetierung und Planung, Gestaltung der MAßnahmen, Pretest, Durchführung, Kontrolle des Erfolges
Botschaft, Mittel, Träger/Medium
AIDA-Modell
Potenzialbezogen: Attention, Interest, Desire
Markterfolgsbezogen: Action
Budgetierung
Prozess, der die Höhe der Gesamtaufwendung für die Kommunikation in einer Planperiode festlegt.
heuristisch vs analytisch
Werbe-Response-Funktionen
- linear: unwahrscheinlich, da Absatz unendlich steigerbar
- degressiv steigend: hoher Marktwiderstand mit hoher Werbung (Sättigungsgrenze bei Käufern erreicht, nicht interessierte noch resistenter)
- s-förmiger Verlauf: geringe Werbung heißt keine Wahrnehmung heisst kein Absatz, mehr Werbung erstmal überproportional bis degressiver Verlauf
Budgetallokation
Befasst sich mit der Verteilung eines gegebenen Kommunikationsbudgets
Kriterien: Verbreitung (Auflage), Reichweite, Kosten
Tausenderkontaktpreis: Kosten/Nutzen mal 1000 -> Streuplanung
Elemente eines Kommunikationsmittels und deren Wirkung
- inhaltlich, visuell, auditiv, sonstiges
- involvement, beeinflussungsmodalität, zahl der Wiederholungen
Ausgewählte Instrumente der Kommunikationspolitik
Printwerbung, Fernsehwerbung, Radiowerbung, Außenwerbung, Online-Werbung, Direktmarketing (Werbebriefe, Mails), Sales Promotion (Aktionscharakter, zeitlich befristet), Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit), Messe, Sponsoring, Corporate Identity (einheitlicher Orientierungsrahmen nach innen und außen)