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Y. A.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende und fortgeschrittene Konzepte des Marketings auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Preispolitik, Produktgestaltung, Marktforschung und Kundenanalyse ab, wobei auch Aspekte wie Werbung, Vertriebssysteme und Markenmanagement berücksichtigt werden. Besonders nützlich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen oder eine Karriere im Marketing vorbereiten, bieten die Karteikarten praktische Einblicke in die strategische Planung und Umsetzung von Marketingmaßnahmen.
Karten
85
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.01.2015 / 25.02.2015

Lernkarten

Schritt 9 der Marktforschung: Datenanalyse und -interpretation

- deskriptiv: Häufigkeitsverteilung, Regressionsanalyse

- induktiv: Tests bezogen auf Verteilungsparameter

Schritt 10 der Marktforschung: Präsentation der Ergebnisse

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strategisches Marketing

alle grundlegenden und langfristig orientierten Aktivitäten des Marketingbereichs

- Analyse der strategischen Ausgangssituation

- Formulierung, Bewertung und Auswertung von marktbezogenen Strategien

für Beitrag zur Erreichung der Unternehmens- und Marketingziele

Ziele eines Unternehmens

- Instrumentalziele: Preis, Produkt, Vertriebs und Kommunikationspolitik

- Funktionalziele: strategische Geschäftseinheitziele

- Unternehmenziele

- Unternehmenszweck

Marketingziele

- potenzialbezogene: Bekanntheit, Image, Kundenzufriedenheit -> Schaffung

- markterfolgsbezogen: Marktanteil, Kundenloyalität, Preisniveau -> Realisierung

- wirtschaftliche: Umsatz, Marketingkosten, Deckungsbeitrag -> Rechnen

PIMS - Profit Impact of Marketing Studies

Dateninput allgemein oder zu speziellen Problemstellungen: ROI (Return of Investment), Cash Flow, Budgetaufteilung, Wettbewerbspositionen...

ROI: abhängig von 1. relativer Produktqualität (hoch); 2. relativer Marktanteil (hoch); 3. Investitionsintensität (negativ)  Kritik: kurzer Beobachtungszeitraum, Daten aus Vergangenheit, keine Anhängigkeiten berücksichtigt, keine Strategieempfehlung

Erfahrungskurvenmodell

MIt jeder Verdoppelung der im Zeitablauf produzierten bzw abgesetzten Menge besteht ein Stückkostensenkungspotenzial von 20-30% bezogen auf alle enthaltenen Stückkosten.                                                          linear oder doppellogarithmisch

Kritik: Erfahrung benötigt, enge Betrachtung da nur Kosten im Blick, kein Erfahrungstransfer

Lebenszyklusmodell

Einführung, Wachstum,Reife, Sättigung

keine Prognosen; Zeit und Ausschlag Branchenabhängig

Strategieentwicklung

Analyse der Ausgangssituation; Formulierung von alternativen Marketingstrategien; Bewertung der alternativen Marketingstrategien; Auswahl der Marketingstrategie; Strategieumsetzung und Umsetzungskontrolle

strategische Ausgangsituation

- globale Umweltfaktoren: derzeit und künftig im politisch, rechtlich, gesellschaftlich, technologischen Bereich

- Marktanalyse: Charakteristika, Kunden, Wettbewerber -> Marktsegmentierung, Zielmarktfestlegung, Positionierung     demographisch, sozioökonomisch, Nutzen, Kaufverhalten, allgemein

- Situation des Unternehmens: Wettbewerbsposition, bei eigenen Kunden und Kunden/Nachfragern im Markt

Formulierung von Marketingstrategien: strategische Leitfragen

- Kundennutzen und Positionierung gegenüber dem Wettbewerb: strategische Dreieck (Kunde, Wettbewerber, eigenes Unternehmen - Kundennutzen, Wettbewerbsvorteil)

- Innovationsoreintierung: Strategietypologisierung nach Ansoff: MArtdurchdringung, Marktentwicklung (Märkte jetzt zu neu); Produktentwicklung, Diversifikations (Produkte jetzt zu neu) mit verschiedenen RIsiken

- Management der Kundenbeziehungen: vertragliche, ökonomische, psychologische, technisch-funktionale Bindung

- Wettbewerbs- und Kooperationsverhalten: gemeinsam, wechselseitig, bedrohlich

- grundsätzliche Gestaltung des Marketingmix: relativer Preis mal relative Leistung -> Economy, Mittelklasse, Premium

Strategieformulierung

- Marktwachstum mal relativer Marktanteil (Mitte ist die 1, links: Fragezeichen und Sorgenkinder, rechts: Stars und Melkkühe)

- Marktattraktivitäts mal Wettbewerbsposition (niedrig bis stark; Ernten, selektives Vorgehen, selektives Wachstum und Investition)

- Erstellung eines Kundenportfolios (Kundenattraktivität mal Lieferantenposition: Fragezeichen, Star,Mitnahme und Ertragskunden)

zentrale Kriterien der Marketingstragie

- konsistenzbezogen: widerspruchsfrei nach innen und außen?

- informationsbezogen: ausreichende Informationsbasis?

- inhaltlich: Aussagen präzise und angemessen?

- realisierbarkeit: umsetzbar?

Produkt

Bündel von Eigenschaften, das auf die Schaffung von Kundennutzen abziel

- substantiell: nur physisch-technische Eigenschaften

- erweitert: funktionalen Nutzen (inkl. Dienstleistungen)

- generisch: Marke, Image, Sympathie (zB Finanzdienstleistungen)

Komponenten: Produktkern (Kerneigenschaften), Zusatzeigenschaften, Verpackung/Gestaltung des tangilen Umfelds, Basisdienstleistungen, Zusatzdienstleistungen, Marke

Produkttypen: Sachgüter (Konsum- und Industriegüter) und Dienstleistungen (konsumtive und investive)

Produktmanagement

- marktgerechte Gestaltung bestehender und zukünftiger Produkte unter Berücksichtigung unternehmerischer Zielsetzung

- Innovationsm. Markenm. und Management bereits etablierter Produkte

Innovationsmarketing

- klare "First-to-Market" Strategie

- hohe Flopraten bei Neuprodukteinführungen

- Customer Need Fulfillment x Newness of Technology -> Market Breakthrough, Radical Innovation, incremental Innovation, Technological Breakthrough

Ideengewinnung und -konkretisierung

- interne oder externe Quellen

- morphologischer Kasten: Problem in Parameter unterteilen und jedem Parameter unterscheidliche Werte geben -> optimale Lösung daraus zusammen setzen

- Conjoint Analyse: Gesamtnutzen erlaubt Rückschluss auf Teilnutzen; Wirkung von Änderungen und Wichitigkeit einzelner Produktmerkmale -> Zahlungsbereitschaft für Verbesserungen

Konzeptdefinition

Präzisierung von Produktideen nach

angestrebte Zielgruppen, Nutzenversprechen, Produkteigenschaften, angestrebte Positionierung

Konzeptbewertung und -selektion

1. Grobselektion: welche Konzepte prüfenswert? -> Checklisten, Investitionsrechnungen

2. Analyse der Marktfähigkeit: Marktchancen? -> Konzept- und Produkttests

3. Analyse der Wirtschaftlichkeit: was zu erwarten? -> verfeinerte Investitionsrechnung

4. Realisierung

Markteinführung

Diffusionsmodell nach Rogers: Innovatoren 2,5%, frühe Adopter 13,5%, frühe Mehrheit 34%, späte Mehrheit 34%, Nachzügler 16%

Wann? Wo? Wie?

Management des Innovationsprozesses

Target Costing; Schnittstellenmanagement; Methoden der Prozessbeschleunigung; Netzplantechnik

-> CPM (Critical Path Method); Pfeilrichtungen -> kürzestmögliche Dauer, frühestmöglicher Beginn und Abschluss, spätestmöglicher Beginn und Abschluss, Pufferzeiten

Management etablierter Produkte

Sortiment: Gesamtheit der zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem Unternehmen angebotenen Produkte.

Strukturmerkmal: Programmbreite, -tiefe, -konsistenz

Beispiel: breit und flach: Warenhäuser; schmal und tief: Spezialgeschäfte

Entscheidungsoptionen: 1. Veränderung und Ausweitung (Variation, Differenzierung, Diversifikation) 2. Gestaltung der Verbundenheit 3. Reduktion (Elimination)

Marke

Eine im Bewusstsein des Kunden verankerte Vorstellung, die das Angebot eines Unternehmens von Wettbewerbsangeboten differenziert.

Typologisierung: Markeneigner, Zahl der Güter, institutionelle Stellung, geographische Reichweite, Herstellerbekenntnis

Funktionen: 1. Markenführer: Identifikation, Differenzierung, Loyalität, pos. Firmenimage, Bekanntheit                            2. Handel: Imagetransfer, Minderung des Absatzrisikos      3. Verbraucher: Identifikation, Orientierungshilfe, Selbstdarstellung

Entscheidungsfelder des Markenmanagements

1. Markenstrategie: Reichweite (global, vertikal), Positionierung (Kern (Wer?), Nutzen (Was?), Persönlichkeit(Wie?)), Architektur (Einzel, Dach, Familien)

2. Markenauftritt: Markierung (Name, Zeichen, Verpackung), Instrumente (Preis, Kommunikation, Vertrieb)

3. Markenkontrolle: Potenzialbezogene (Markenbekanntheit), Markterfolgsbezogene (Marktanteil) und Wirtschaftliche (Markenwert) Erfolgsgrößen

Preis/Preispolitik

Preis: Zahl der Geldeinheiten, die ein Käufer für eine Mengeneinheit des Produktes oder der Dienstleistung entrichten muss

Preispolitik: umfasst alle Entscheidungen im Hinblick auf das vom Kunden für ein Produkt zu entrichtende Entgelt

grundlegende Charakteristika: schnelle umsetzbarkeit, schwere revidierbarkeit, große Wirkungsstärke, hohe Wirkungsgeschwindigkeit

Preispolitik in Unternehmenspraxis

Entscheidungsfelder

Preisbestimmung

- Wachstumsmärkte, Globalisierung, Qualitätsangleichung, Anstieg der Preistransparenz, Sättigungstendenzen

- Preisbestimmung für -neue Produkte, -für Produktprogramm, Preisänderungen, Preisdifferenzierungen, Gestaltung Rabattsystem, Durchsetzung der Preise

- Skimmingstrategie (teuer nach niedrig) und Penetrationsstrategie (geringer Preis -> hoher Marktanteil)

Preisabsatzfunktion

- linear: x=a-b*p

- multiplikative: x=a*p(hoch -b) von sehr bis gering sensibel

- Gutenberg-Funktion: steile Randbereiche und flacher monopolistischer Teil

Preiselastizität des Absatzes

Maß für die Stärke der Wirkung des Preises p auf den Absatz x. Sie gibt das Verhältnis der relativen Änderung des Absatzes zu der sie verursachenden relativen Änderung des Preises an.

eta: relative Absatzänderung/relative Preisänderung

- linear: -b*(p/(a-b*p))

- multiplikativ: -b   -> Gerade

- Gutenberg: 1. Ableitung der PAF dx(p)/dp am Rande doppelt berechnen!!!

verhaltenswissenschaftliche Preistheorie

Wie Kunden Preise tatsächlich wahrnehmen, beurteilen, speichern und erinnern

Beeinflussung durch Preiserwartung und Fairness der Transaktion und relativer Wert des Geldes

Preisschwellen

Preise, bei denen sich die Preisbeurteilung durch den Kunden sprunghaft verändert.

- absolut: akzeptable Ober- und Untergrenze

- relativ: Bewertung der Preise innerhalb des Rahmens

-> Vereinfachung durch Kategorien (teuer, normal, billig)

Referenzpreis

Preis, den der Kunde bei der Beurteilung anderer Preise als Vergleichsmaßstab heranzieht.

- extern: in Kaufsituation durch beobachtbare Preise in Umgebung

- intern: auf Basis von im Gedächtnis gespeicherten Preiskonzepten

Preisbestimmung

- nachfrageorientiert: PAF, Differenzierung, Auktionen, Sonderpreisaktionen

- kostenorientiert: Preisuntergrenzen, Kosten-Plus-Preisbildung

- wettbewerbsorientiert: Preiskriege, Leitpreise, Submissionen, Ausschreibungen

Preisbestimmung Nachfrageorientiert

- PAF: Gewinn=Umsatz-Kosten; linear-linear: Cournot-Preis -> p=0,5((a/b)+k); multiplikativ-linear: p=((b/b-1)*k)

- Preisdifferenzierung: gleiche oder sehr ähnliche Produkte werden verschiedenen Kunden (segmenten) zu unterschiedlichen Preisen angeboten (personenbezogen, räumlich, zeitlich, leistungsbezogen, mengenbezogen, Preisbündelung)

Kommunikationspolitik

Die planmäßige Gestaltung und Übermittlung von Informationen, die die Adressaten der Kommunikation im Bereich Wissen, EInstellung, Erwartungen und Verhaltensweisen im Sinne der Unternehmensziele beeinflussen sollen.

Prozess: Bestimmung Ziele/Zielgruppen, Durchführung Budgetierung und Planung, Gestaltung der MAßnahmen, Pretest, Durchführung, Kontrolle des Erfolges

Botschaft, Mittel, Träger/Medium

AIDA-Modell

Potenzialbezogen: Attention, Interest, Desire

Markterfolgsbezogen: Action

Budgetierung

Prozess, der die Höhe der Gesamtaufwendung für die Kommunikation in einer Planperiode festlegt.

heuristisch vs analytisch

Werbe-Response-Funktionen

- linear: unwahrscheinlich, da Absatz unendlich steigerbar

- degressiv steigend: hoher Marktwiderstand mit hoher Werbung (Sättigungsgrenze bei Käufern erreicht, nicht interessierte noch resistenter)

- s-förmiger Verlauf: geringe Werbung heißt keine Wahrnehmung heisst kein Absatz, mehr Werbung erstmal überproportional bis degressiver Verlauf

Budgetallokation

Befasst sich mit der Verteilung eines gegebenen Kommunikationsbudgets

Kriterien: Verbreitung (Auflage), Reichweite, Kosten

Tausenderkontaktpreis: Kosten/Nutzen mal 1000 -> Streuplanung

Elemente eines Kommunikationsmittels und deren Wirkung

- inhaltlich, visuell, auditiv, sonstiges 

- involvement, beeinflussungsmodalität, zahl der Wiederholungen

Ausgewählte Instrumente der Kommunikationspolitik

Printwerbung, Fernsehwerbung, Radiowerbung, Außenwerbung, Online-Werbung, Direktmarketing (Werbebriefe, Mails), Sales Promotion (Aktionscharakter, zeitlich befristet), Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit), Messe, Sponsoring, Corporate Identity (einheitlicher Orientierungsrahmen nach innen und außen)

Lernen