Produktionslogistik


C. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über logistische Prozesse und Steuerungsmethoden im universitären Kontext. Sie behandeln zentrale Themen wie Auftragsmanagement, Engpassplanung und Bestandskontrolle, wobei Methoden wie Kanban, Fortschrittszahlen und Reihenfolgeplanung im Fokus stehen. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachkräfte, die logistische Abläufe optimieren und effizient steuern möchten, um Engpässe zu minimieren und die Auslastung zu verbessern.
Flashcards
59
Students
8
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
07.10.2014 / 16.02.2022

Cartes-fiches

Systemtheorie der Produktion

statische Elemente (Arbeitssystem, Lager etc.) --> bilden Struktur

dynamische Elemente (Transportmittel, Werkzeug, Material etc) 

Realtionen zwischen den elementen (MAterialfluss, etc.) --> bilden Prozesse

Ordnungskriterien der räumlichen Struktur produktionslogistischer Systeme

Mensch, Produkt, Betriebsmittel, Arbeitsaufgabe, Arbeitsbereitstellung, Arbeitsfolge

wichtigste Prinzipien zur Modellbildung

Fließfertigung (Flow Shop) = alle Aufträge alle Arbeitssysteme in gleicher Reihenfolge

und Werkstattfertigung (Job Shop) = Aufträge durchlaufen beliebige Arbeitssysteme in beliebiger Reihenfolge

Anpassungsfaktoren für die Realplanung

Gebäude: Grundriss (Raumstruktur, Layouts, Fixpunkte, Vorgaben bei Neubau), gesetzliche Bestimmung, Erweiterungsfähigkeit, Flexibilität, Anordnung und Dimensionierung von Türen und Foren; Sozialbereich, Sichtkontakt

Materialfluss: wirtschaftliche Form des Materialflusses; Ver- und Entsorgung; Zuordnungs- und Standortpräferenzen (Wareneingang), Trennung Personen- und Materialfluss

Unverträglichkeiten --> räumliche Trennung

 

Dreieckverfahren nach Schmigalla

Materialfluss messen und dann das mit dem stärksten nebeneinander anordnen

Bereichsbezogene Materialflussgestaltung

richtungsorientierts Flussprinzip

einheitlicher Flusslauf, vorwärtslauf

zentrale und dezentrale Lager, räumlich konzentriert und funktionsorientiert

flächenbezogene Materialflussführung

Materialflussanbindung (Schnittstellengestaltung)

Werkstattbezogene Materialflussgestaltung

Materialflussführung in Gebäudemittellagen

Bereichsanordnung in Gebäuden (rückflussarm, kreuzungsfrei)

Funktionseinheiten entsprechend Strukturprinzipien anordnen

Erweiterungsmöglichkeiten

Transportwegbreiten dimensionieren

Unterflur und Überflurförderung

Grundformen der Bereichsgliederung

s.Bild

wie ist die planbasierte Produktionslenkung aufgebaut

Manufacturing Ressources Planning (MRP II) 

Aufgaben der Produktionsplanung und -steuerung

nach Hackstein

wie funktioniert aggregierte Planung

es werden keine Details (einzelne Produkte, Mitarbeiterbedarf) geplant, sondern diese werden in wenige Größen z.B. Produktgruppen, zusammengefasst

Berechnung durchschnittlicher Personalbedarf in der aggregierten Planung

\(PB = {\sum Anteil der Produktgruppe \times {Stunden(typspezifisch)\over Tisch}}\)

Berechnungsschritte in der Personalbedarfsplanung

  1. Berechnung \({\varnothing}\)Personalbedarf PB
  2. Berechnung  \({\varnothing}\) Arbeitszeit AZ
  3. Berechnung des Produktionskoeffizienten PK
  4. Berechnung der Lagerhaltungskosten und der Fremdvergabekosten

Berechnung  \({\varnothing}\) Arbeitszeit in der aggregierten Planung

AZ = Tage/MA * h/Tag

Berechnung des Produktionskoeffizienten PK in der aggregierten Planung

PK = PB/AZ

Berechnung der LAgerhaltungskosten und Fremdvergabekosten in der aggregierten Planung

 \({\varnothing}\) Lagerhaltungskostensatz cr = \(\sum Prozentsatz \times {Satz\over Tisch,Monat}\)

Fremdvergabekostensatz Cs=  \(\sum Prozentsatz \times {Satz\over Tisch,Monat}\)

Arten der Mitarbeiterbedarfsplanung

Bedarfsverfolgung: MA Kapazität wird jede Periode an die Personalbedarfe angepasst. Keine Lagerhaltungskosten, aber möglicherweise hohe Personalanpassungskosten

Kapazitätsfixierung: Mitarbeiterkapazität über Planungszeitraum konstant. Geringe Personalanpassungskosten, ggf. Lagerhaltungskosten

Kostenberechnung in der aggregierten Planung

Z = cw x Anzahl MA + cH x Anzahl betr. MA + cF x Anzahl betr. MA + cL x Tische

Ergänzung für allgemeinen Fall (wenn max. Bedarf nicht in erster Periode besteht)

1. schrittweise Kumulation der MA Bedarfe

2. schrittweise Bildung der Durchschnittswerte

3. wähle das Maximum als benötigten MA Bedarf

Lineares Programm bei der aggregierten Planung

Z* = min

\(\sum_{t=1}^{T}\)(cH x Ht + cF x Ft + cw * Wt + cs x St + cL * Lt)

mit NB Arbeitskräfte Wt = Wt-l + Ht - Ft

Kapazität Xt \(X_t \leq {1 \over PK} \times W_t\)

Lagerbestand: Lt+1 = Lt + Xt(Produktionsmenge) + St(Fremdvergabe) - Yt(Nachfrage)

Losgrößenbestimmung nach Silver-Meal Heuristik

h = Lagerkkostensatz

K = Rüstkosten

k = Perioden in der Zukunft

Woche t, BEdarf Yt, Losgröße Xt, Anfangsbestand It, Endbestand I t+1

Vergleich Andlersche Losgrößenformel und Silver Meal

Andler rechnet mit Durchsnittswerten, Silver Meal betrachtet periodenweise, ist meist niedriger

Silver Meal liefert lokales Optimum, nicht globales. Wagner-Within-Verfahren ist besser, aber auch nicht absolut

Auftragsfreigabe

-> Kundensicht

\(\downarrow\) Unternehmenssicht

Zielkonflikt

Verfahren der Feritugnssteuerung

Transaktionsorientierte Netzplansteuerung

Belastungsorientierte Auftragsfreigabe

KANBAN

Fortschrittszahlen

Produktionsleitsysteme, Prozesssteuerung

Funkitonszusammenhänge der Werkstattsteureung

aus einem Auftrag wird eine größemere Menge Betriebsaufträgen, bei der in kleinere Aufträge heruntergebrochen wird

Notwendigkeit der STeureung: arbeits-, anlagen-, material- oder dispositionsbedingte Störung

Was ist ein Leitstand

Arbeitssystem   Woche 1     Woche 2...

Maschine 1

Maschine 2 

wird oft mit Karten geplant und oftmals noch manuell

arbeitsweise Leitstandplanung

  1. Auftragsdaten ziehen
  2. Verfolgungskarte mit Laufkarte, Terminkarte... in Verfolgerkartei ablegen
  3. Karten in Plantafel übernehmen --> vorverteiler
  4. Vorbereitung
  5. Laufkarte und Materialschein in MAterialausgabe, Bereitstellung
  6. Bereitstellung von Material durch Transportwesen (legt Laufkarte bei)
  7. Planschein zurück an "bereitgestellt"
  8. Karte auf Status "in Bearbeitung"
  9. nach Erledigung: Information mittels Lohnschein an Lohnbüro
  10. Transport zur Qualitätsprüfung
  11. Planschein in Verfolgkerkartei übernehmen für nachten Betriebsauftrag...

Voraussetzung für die Arbeitsverteilung

Was, wann, womit (FEMI und Mat) und wer/wo?

  • erstelltes Fertigungsprogramm
  • vorläufige Start- und Endtermine für Aufträge
  • Fertigungsmittel disponiert
  • Material bestellt
  • Arbeitsplätze existieren

9 Regeln don Optimized Production Technology (OPT-Verfahren) und Engpasstheorie

  1. Fertigungsfluss, nicht Kapazitäten abgleichen
  2. Nutzungsgrad einer Nicht-Engpasskapazität wird nicht durch diese bestimmt, sondern durch andere Begrenzung
  3. Bereitstellung ist nicht Nutzung einer Kapazität
  4. eine in einem Enpass verlorene Stunde ist für das ganze System verloren
  5. eine in einem Nicht-Expass gewonnene Stunde ist ein Wunder
  6. Engpässe bestimmen sowhol den Durchlauf als auch die Bestäande
  7. Transportlos muss nicht Bearbeitungslos sein, darf dies oft nicht sein
  8. Bearbeitungslos muss variabel sein
  9. alle notwendigen Voraussetzungen für einen Pan gleichzeitig prüfen

 

Drum-Buffer-Rope System

Drum: Taktvorgabe. Der Lagsamste gibt den Takt an, alle anderen müssen sich anpassen

Rope: LAngsamster "zieht"/reglementiert schnellere vor sich

Buffer: Puffer für den Langsamsten

1. Definiere den Engpass

2. vor und nach Engpass darf nicht schneller gearbeitet werden , um keine Bestände aufzubauen

3. baue Puffer für den Engpass auf

Planungsablauf nach Optimized Production Terminology OPT

1. OPT-Netz -> definiere Engpass durch Auslastungsbestimmung

2. Ermittlung des Hauptengpasses

Aufbau Produkt-Netz --> Rückwärtsterminierung ausgehend von Lieferterminen --> Starttermin kennen --> Erstellung von Belastungsprofilen --> größten Engpass anhand der Auslastung aus Belastungsprofil

Neuer Engpass: Belastungsabgleich - Überprüfung und Entlastung

Hauptengpass ist auch durch Optimierung nicht mehr zu verhindern

wie muss mit dem Engpass verfahren werden?

vor dem Engpass: Steuerung, sodass der Engpass immer ausreichend versorgt ist, Lager

Engpass: Ziel ist Vollauslastung

nach dem Engpass: Auslastung und Bestand ergeben sich aus Leistung des Engpasses Lager gegen Rückstau

Über den OPT Ansatz

  • Betonung von Engpässen/Engpassorientierung
  • Unterscheidung von Transport- und Bearbeitungslos
  • wesentliche Zielgrößen: Bestand, Durchlaufzeit, Auslastung, Termintreue,
  • keine Sterungsparameter für Benutzer

unterschied BOA und konventionelle Steuerung

Konventionelle Steuerung: Disposition --> Fertigungsplanung, Durchlaufterminierungen, Kapazitätsberechnung+-abgleich, Verfügbarkeitsprüfung und Freigabe --> Freigegebene Aufträge --> Durchsetzung, Reihenfolgeplanung, Arbeitsverteilung, Bereitstellung --> Durchführung

BOA: Disposition --> Dringlichkeitsprüfung (Kapazitätsberechnung, Durchlaufterminieurng, Dringlichkeitsauswahl) --> Dringliche Aufträge --> Freigabeprüfung (Belastungsrechnung, Verfügbarkeitsprüfung, Auftragsfreigabe, Auftragsrückstellung) --> freigegebene Aufträge --> Durchsetzung (Reihenfolgeplanung, Arbeitsverteilung, Bereitstellung) --> Durchführung

Idee von BOA

wenn keine Kapazität da ist, nicht noch mehr Aufträge hinterherschieben. Lieber von vorneherein mehr Zeit einplanen

Trichtermodell

Stellrad Kapazität

Stellrad Terminschranke

Stellrad Belastungsschranke 

je nach Bestandsniveau kann die Trichteröffnung im Trichter darüber vergrößert oder verkleinert werden

Trichterformel im Durchlaufdiagramm

Durchschnittsreichweite = Bestandsfläche/Abgang

wenn Abgägne = 0 werden, häufen sich die Bestände (Reichweite --> 0)

 Wenn Zugägne = 0 werden, kann ich nur noch abarbeiten und laufe irgendwann leer

Betriebskennlinie

Wenn man mehr #Arbeit liefert, als abgearbeitet werden kann, sinkt die Durchlaufzeit nicht mehr, da Arbeit liegen bleibt -> leistung sinkt

Verschiedene Durchlaufdiagramme und Betriebskennlinie

  1. ich warte manchmal auf Arbeit
  2. optimale Auslastung
  3. manchmal wartet Bestand auf Bearbeitung

Durchlaufmodell für BOA

obere Gerade: Zugang, untere Kurve: Abgang

Abgangswahrscheinlichkeit eines Auftrags

Wabp= Wzu * Planabgang AB/ (Freigabe FR + Restbestand BR)

         = Wzu * AB/Belastungsschranke BS

         = Wzup+1 (Zugangswahrscheinlichkeit Folgesystem)

          =Wzup * 1/Entlastungsprozentsatz   

Étudier