KLR

Kosten- und Leitungsrechnung

Kosten- und Leitungsrechnung

Karten
64
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
29.09.2026 / 29.09.2026

Lernkarten

Zweckaufwand / Kosten

betrieblich bedingter, ordentlicher Wertverzehr der aktuellen Periode z.B. Aufwendungen für med. Bedarf, Gehälter, reguläre Abschreibungen.

Neutrale Aufwendungen

Werteverzehr, der keine Kosten darstellt z.B. Steuernachzahlungen, Verluste aus Aktienverkäufen, Brandschaden, Insolvenz eines Großkunden etc.

Leistungen

betrieblich bedingte, ordentliche Werteerstellung der aktuellen Periode z.B. Umsatzerlöse für DRGs (Fallpauschalen), Erlöse aus Wahlleistungen.

Neutrale Erträge

Wertezuwachs, der keine Leistung darstellt z.B. Mieterträge aus betriebsfremden Gebäuden, Zinserträge, Dividenden, Erstattung zu viel gezahlter Betriebssteuer aus dem Vorjahr, Erlöse aus dem Verkauf einer Maschine weit über dem Buchwert.

Betriebsfremd

hat keinen Bezug zum eigentlichen Betriebszweck bzw. entsteht abseits des eigentlichen Betriebszweckes.

Periodenfremd

gehört wirtschaftlich in ein anderes (vergangenes) Geschäftsjahr.

Außerordentlich

betrieblich bedingt, aber völlig ungewöhnlich, unvorhersehbar oder extrem hoch z.B. Brandschaden, hoher Forderungsfall durch Insolvenz eines Großkunden, Erlöse aus dem Verkauf einer Maschine weit über dem Buchwert etc.

Wertezuwachs

Der Wertezuwachs bezeichnet die Steigerung des Wertes von Vermögensgegenständen oder des gesamten Unternehmens durch betriebliche Leistungen oder Marktentwicklungen.

Werteverzehr

Der Werteverzehr umfasst die Minderung des Wertes von Gütern und Dienstleistungen durch den Verbrauch im Produktionsprozess oder durch Alterung.

Werteerstellung

Die Werteerstellung ist die Erzeugung von neuen Gütern, Dienstleistungen oder Werten durch den betrieblichen Kombinationsprozess von Produktionsfaktoren.

Kostenartenrechnung

Die Kostenartenrechnung erfasst systematisiert alle in einer Abrechnungsperiode tatsächlich angefallenen Kosten und beantwortet die Frage, welche Kosten entstanden sind.

Kostenstellenrechnung

Die Kostenstellenrechnung verteilt die angefallenen Gemeinkosten auf die einzelnen Unternehmensbereiche und beantworten die Frage, wo im Betrieb die Kosten entstanden sind.

Kostenträgerrechnung

Die Kostenträgerrechnung rechnet die Kosten den einzelnen Produkten und Dienstleistungen zu und beantwortet die Frage, wofür die Kosten entstanden sind.

Normalkosten

Normalkosten sind als Richtwerte dienende Druchschnittskosten vergangener Perioden, die für eine vom Beschäftigungsgrad unabhängigere Kalkulation und Planung genutzt werden.

Ist-kosten

Ist-Kosten sind die in einer abgelaufenen Periode tatsächlich in realer Höhe angefallenen Kosten eines Unternehmens.

Unternehmensergebnis

Das Unternehmensergebnis ist der Gesamterfolg (Gewinn oder Verlust) eines Unternehmens in einem Zeitraum, welcher sich aus der Summe von betrieblichem und neutralem Ergebnis (Gesamterträge minus Gesamtaufwendungen) ergibt.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis zeigt den Erfolg der eigentlichen, betrieblichen Kernaktivität eines Unternehmens, indem es ausschließlich die Kosten und Leistungen des Kerngeschäfts gegenüberstellt.

Kalkulatorische Zinsen

Kalkulatorische Zinsen sind fiktive Kosten für die Nutzung des betriebsnotwendigen Eigenkapitals, die dessen entgangene Verzinsung am Kapitalmarkt ausgleichen soll.

Kalkulatorische Abschreibung

Die Kalkulatorische Abschreibung erfasst den tatsächlichen, wertmäßigen Verzehr eines Anlageguts auf Basis des voraussichtlichen Wiederbeschaffungswertes, um den Substanzerhalt des Betriebes zu sichern.

Kalkulatorischer Unternehmerlohn

Der Kalkulatorische Unternehmerlohn ist ein fiktives Gehalt für die Arbeitsleistung von selbstständigen Unternehmern, die im eigenen Betrieb mitarbeiten, aber kein vertraglich geregeltes Gehalt beziehen.

Kalkulatorische Wagnisse

Kalkulatorische Wagnisse sind kalkulierte Kosten für unversicherte, aber erfahrungsgemäß auftretende betriebliche Einzelrisiken wie Diebstahl, Schwund oder Forderungsfälle.

Kalkulatorische Miete

Die Kalkulatorische Miete stellt fiktive Kosten für die Nutzung privater Räume des Eigentümers zu betrieblichen Zwecken dar, für die keine reale Miete gezahlt wird.

Vollkostenrechnung

Die Vollkostenrechnung ist ein Kostenrechnungssystem, das sämtliche anfallende Kosten (sowohl variable als auch fixe Kosten) vollständig auf die Endprodukte verteilt.

Teilkostenrechnung

Die Teilkostenrechnung ist ein Kostenrechnungssystem, das den Produkten nur die direkt verursachten variablen Kosten zurechnet, während die Fixkosten als Block direkt in die Erfolgsrechnung einfließen.

Vorkostenstellen

Sie geben ihre anfallenden Kosten im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung zunächst an andere Kostenstellen ab und verrechnen sie nicht direkt auf die Endprodukte.

Endkostenstellen

Sie verrechnen ihre Kosten über Kalkulationssätze direkt auf die endgültigen Kostenträger (Produkte oder Dienstleistungen), da sie maßgeblich an deren Entstehung beteiligt sind.

Primärkosten

Das sind die Kosten für Produktionsfaktoren (wie Rohstoffe oder Fremdleistungen), die das Unternehmen von externen Märkten bezieht.

Sekundärkosten

Das sind die Kosten für intern verbrauchte Leistungen, die das Unternehmen selbst herstellt und im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung weitergibt.

Einzelkosten

Diese Kosten lassen sich einem einzelnen Kostenträger (Produkt oder Dienstleistung) direkt und ohne Verteilungsschlüssel genau zuordnen.

Gemeinkosten

Diese Kosten entstehen für mehrere Produkte gemeinsam und müssen über Verteilungsschlüssel indirekt auf die Kostenträger umgelegt werden.

Hauptkostenstellen

Sie befassen sich direkt mit den Kernprodukten oder Kernaktivitäten des Unternehmens (z.B. Fertigung oder Vertrieb) und verbuchen wesentliche Anteile der Gesamtkosten.

Nebenkostenstellen

Sie erstellen Nebenprodukte, die nicht zum eigentlichen Kernsortiment des Unternehmens gehören (z.B. Verwertung von Abfallprodukten).

Hilfskostenstellen

Sie erbringen unterstützende Dienstleistungen für andere Abteilungen des eigenen Unternehmens (z.B. Betriebsschlosserei oder der Fuhrpark) und zählen zu den Vorkostenstellen.

Verteilungsschlüssel

Dies ist ein mathematischer Maßstab (z.B. Prozentwerte oder Verhältnisse), mit den Gemeinkosten auf die verschiedenen Kostenstellen oder Kostenträger aufgeteilt werden.

Verteilungsgrundlage

Dies ist das konkrete Kriterium oder die Bezugsgröße (z.B. Quadratmeter, Mitarbeiterzahl oder Maschinenstunden), auf dem der Verteilungsschlüssel basiert.

Sprungfixe Kosten

Eine Sonderform der fixen Kosten, die innerhalb bestimmter Produktionsgrenzen (Beschäftigungsintervalle) konstant bleiben. Wird eine Kapazitätsgrenze überschritten, springen diese Kosten schlagartig auf ein höheres Niveau (z.B. Anschaffung einer zweiten M

Deckungsbeitrag

Der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt, um die fixen Kosten zu decken. Ist der Deckungsbeitrag positiv, trägt das Produkt zum Betriebsergebnis bei.

Gemeinkosten

Kosten, die für mehrere Produkte oder den gesamten Betrieb gemeinsam anfallen. Sie können nicht direkt auf ein einzelnes Produkt verrechnet werden, sondern werden über Schlüsselungen (BAB) auf die Kostenträger verteilt (z.B. Miete für das Fabrikgebäude od

Variable Kosten

Kosten, die sich direkt mit der Veränderung der Produktions- oder Absatzmenge ändern. Produziert das Unternehmen mehr, steigen die Kosten; sinkt die Produktion, fallen sie (z.B. Rohstoffe, Fertigungsmaterial, Akkordlöhne).

Fixe Kosten

Kosten, die unabhängig von der Produktions- oder Absatzmenge konstant bleiben. Sie fallen auch dann an, wenn der Betrieb stillsteht (z.B. Miete der Werkshallen, Gehälter der Verwaltung, Versicherungen.

Lernen