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M. N.
Diese Lernkarten behandeln datenschutzrechtliche Aspekte im Medienbereich auf Universitätsniveau. Sie umfassen Themen wie das Telekommunikationsgesetz (TKG), Grundrechte, Vorratsdatenspeicherung und IT-Compliance. Besonders relevant sind Bestands- und Verkehrsdaten, Überwachungsmaßnahmen sowie rechtliche Rahmenbedingungen. Die Karteikarten richten sich an Studierende und Fachkräfte, die sich mit Medienrecht und Datenschutz auseinandersetzen, um rechtliche Grundlagen und praktische Anwendungen zu verstehen.
Flashcards
79
Students
3
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
15.09.2015 / 11.02.2018

Flashcards

Sind die Ideen und Grundsätze für das Computerprogramm geschützt?

-> nein nach  § 69a Abs. 2 UrhG.

Sortierung der Verträge nach Vertragsarten des BGB

--> individuelle Software Erstellung -> Werkvertrag § 631 BGB

--> Kauf der Standard Software -> Kaufvertrage § 433 BGB

--> Anpassen der Standard Software -> nach Ausmaß der Anpassung auslegbar entweder Werkvertrag § 631 BGB oder Kaufvertrag

--> Beratervertrag -> Dienstvertrag § 611 BGB

--> Systemlieferungsvertrag  -> Werkvertrag § 631 BGB oder Kaufvertrag § 433 BGB je nach Schwerpunkt der Leistungen

--> Wartungsvertrag entweder Werkvertrag § 631 BGB oder Dienstvertrag je nachdem ob Leistungserfolg geschuldet ist oder nicht

 

Wie sollte ein Vertrag formuliert sein, damit dieser ein Werkvertrag bzw. Dienstvertrag ist?

--> Fokussierung auf die Tätigkeit oder das bloße Bemühen -> Dienstvertrag

--> Orientierung an Zielen, Ergebnissen, einem Werk -> Werkvertrag

 

 Welche wichtige Konsequenz folgt aus Vertragsart?

--> Dienstvertrag -> Erfolg muss nicht gewährleistet werden

--> Werkvertrag   -> Erfolg muss gewährleistet werden

Erklären Sie die Begriffe Lastenheft, Pflichtenheft und Leistungsbeschreibung

Lastenheft: Die Anforderungen der Auftraggebers

 

• Pflichtenheft: Leistung im engeren Sinn (z.B. Funktionen von Software), die der Auftragnehmer erledigen soll

 

• Leistungsbeschreibung: Kann auch weitere Leistungen umfassen (Fristen,

Termine, Nebenpflichten)

Was sind die Ziele des Datenschutzrechtes?

Ziele des Datenschutzes nach Art.1  DSGVO

Wann muss Firma einen Datenschutzbeauftragten haben?

In allen Ländern, wenn die Kerntätigkeit des Verantwortlichen oder des Auftragsverarbeiters „in der
Durchführung von Verarbeitungsvorgängen besteht, welche aufgrund ihrer Art, ihres Umfangs
und/oder ihrer Zwecke eine umfangreiche regelmäßige und systematische Überwachung von
betroffenen Personen erforderlich machen“ oder „umfangreichen Verarbeitung besonderer
Kategorien von Daten“ besteht
+ in Deutschland verpflichtend ab 10 Mitarbeitern bei Verarbeitung perbez.Daten (§ 38 DSAnpUG)

In welschen Paragraphen sind die Sonderstellungen der betrieblicher Datenschutzbeauftragter?

§ 38 DSGVO

  • in Datenschutzfragen weisungsfrei

 

  •  Anspruch auf notwendige Ressourcen

 

  • Anspruch auf Einbindung durch das Unternehmen

 

  • kein Abberufung oder Benachteiligung

Nennen Sie Vorteile eines internen und externen Datenschutzbeauftragten

Vorteile Intern:

  • Kenntnis vom Unternehmen
  • Ggf. niedrigere Kosten

Vorteile Extern:

  • Objektiver blick von außen
  • Keine aus und Weiterbildungskosten
  • Wahrnehmung als neutrale Instanz
  • Kein besonderer Kündigungsschutz

Wodurch entsteht das Urheberrecht?

Entsteht originär durch den Schöpfungsakt nach §2  UrhG

 

Keine förmlichen Anmeldung und grundsätzlich keine

Kennzeichnungspflicht

Kann das Urheberrecht übertragen werden? Wenn ja wie?

durch Erbe nach §28 UrhG

Warum wird das Urheberrecht absolutes Recht genannt?

es wirkt gegenüber jedermann.

Vertragliche Vereinbarung sind nicht erforderlich.

Unter welchem Werk Art fallen die Computerprogramme?

zur Sprachwerken nach §2 Abs. (1) 1. UrhG

Nennen Sie Beispiele für Werke, die nach dem Urhebergesetz geschützt sind.

 

à Computerprogramme nach § 2 UrhG

à Datenbankwerken nach § 4 UrhG

à Datenbanken nach § 87a ff. UrhG

Welche Ansprüche und Rechtsmöglichkeiten hat Urheber bei der Verletzung des Urheberrechts?

a) Schadensersatz und Bemessung des Schadensersatzes nach §97 Abs. 2   

b) Bei Wiederholungsgefahr Anspruch auf Unterlassung nach §97 Abs. 1

c) Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs erfolgt durch Abmahnung mit Hilfe der Unterlassungsverpflichtung nach §97a Abs. 1

 

In welschen Paragraphen werden die Begriffe Datenbankwerken und Datenbanken definiert

a) Datenbankwerken nach § 4 Abs. 1 und 2 UrhG

b) Datenbanken nach § 87a Abs. 1 UrhG

 

Nach welschen Paragraphen ist Dauer des Urheberrechts definiert für die Datenbankwerken und die Datenbanken

a) Datenbankwerke:  70 Jahre nach Veröffentlichung nach §64 UrhG

b) Datenbanken:        15 Jahre nach Veröffentlichung nach §78d UrhG

 

Was ist die rechtliche Einordnung eines Systemlieferungsvertrags?

Es ist ein Kaufvertrag (Lieferung eines Mix aus Hard- und Software)

was versteht man unter Letter of Intent ?

ist eine Absichtserklärung der Vertrag Parteien, dass diese Beiden Parteien in die Vorvertrag Verhandlungen eingehen mit der Absicht einen Vertrag abschließen.

Das ist vor allem der Fall wenn die Verhandlungen  schwierig, langwierig oder kostspielig sind.

Es steht z.b. Schadensersatz für unberechtigten Abbruch der Vertragsverhandlungen

Wie heißen die obersten deutschen Gerichte und die beiden darüber stehenden Gerichte?

  • EUGH
  • BVerfG
    • ArbeitsG
    • ZivilgeG/StrafG
    • VerwaltungsG
    • SozialG
    • FinG

Was ist Reverse Engineering? Unter welchen Umständen ist es erlaubt?

Aus einem Bestehenden Programm herausfinden wie es funktioniert §69c-d Urheberrecht. In der Regel liegen vertragliche regeln vor wodurch das nicht erlaubt ist nach $69 d (1).

  • Man dar dekompilieren, wenn ich damit meine Kompatibilität erreichen kann.
  • Die Handlung muss allerdings durch eine berechtigte Person vorgenommen werden.
  • Wenn der Hersteller die Information anbietet ist die Dekomprimierung nicht erlaubt.

Was versteht man unter IT-Compliance?

Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, durch Prozesse interne und externe Regelungen eingehalte werden.

Vorstände können Haftbar gemacht werden

Was sind die Zwecke und Ziele des TKG(Telekommunikationskonzept ?

§ 1 TKG

Zwe >technologieneutrale Regulierung des Wettbewerbs im Bereich der Telekommunikation

  • Förderung leistungsfähiger Telekommunikationsinfrastrukturen
  • Gewährleistung flächendeckender, angemessener und ausreichender Dienstleistungen

Ziele:

  • die Wahrung der Nutzer-, insbesondere der Verbraucherinteressen auf dem Gebiet der Telekommunikation und die Wahrung des Fernmeldegeheimnisses
  • die Sicherstellung eines chancengleichen Wettbewerbs und die Förderung nachhaltig wettbewerbsorientierter Märkte
  • effiziente Infrastrukturinvestitionen zu fördern und Innovation zu unterstützen
  • die Entwicklung des Binnenmarktes der EU zu fördern
  • die Sicherstellung einer flächendeckenden Grundversorgung mit Telekommunikationsdiensten zu erschwinglichen Preisen
  • die Förderung von Telekommunikationsdiensten bei öffentlichen Einrichtungen
  • die Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen, auch unter Berücksichtigung der Belange des Rundfunks
  • eine effiziente Nutzung von Nummerierungsressourcen zu gewährleisten

die Wahrung der Interessen der öffentlichen Sicherheit

Was versteht man unter “Telekommunikation”? Nennen Sie Beispiele.

§ 3 Nr. 22 TKG

  • Ist der technische Vorgang des Aussendens, Übermittelns und Empfangens von Signalen mittels Telekommunikationsanlagen
  • Alle Formen der Nachrichtenübermittlung unter Raumüberwindung in nicht-körperlicher Weise mittel technischer Einrichtungen
    • z.B. Festnetz- und Mobilfunk-Telefonie(SMS, MMS), Faxverkehr und E-Mail

Erklären Sie die Begriffe “Überwachen” und “Aufzeichnung”.

Überwachen meint die - je nach Medium - visuelle oder akustische Kenntnisnahme von Kommunikationsvorgängen

Aufzeichnung ist die Aufnahme solcher Vorgänge auf Datenträger jeglicher Art zu verstehen

Was versteht man unter einer “drohenden Gefahr”?

aa.) Drohende Gefahr

  • Gefahr bedeutet eine auf tatsächlichen Umständen gegründete Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Schadens für eine rechtlich geschützte Rechtsposition besteht.
  • Drohen bezeichnet eine der konkret gefährlichen Situation vorgelagerte Konstellation.

Welche Telekommunikationsarten werden durch das Fernmeldegeheimnis geschützt und wann werden sogar Endgeräte geschützt?

  • Schützt “die unkörperliche Übermittlung von Informationen an individuelle Empfänger mit Hilfe des Telekommunikationsverkehrs”
  • Geschützt werden:
    • Telefon-,
    • Telefax-,
    • Telegramm-, und Fernschreibverkehr
    •  Computernetze, insbs. das
    • Internet und damit
      • E-Mail,
      • SMS
      • MMS
  • Schutz umfasst auch Endgeräte, insbesondere wenn die Leistungen des Endgeräts untrennbar mit dem Übermittlungsvorgang verbunden sind.

Wann endet der Schutz durch das Fernmeldegeheimnis/ Telekommunikationsgeheimnis?

  • Schutz endet mit dem Abschluss des Übermittlungsvorgangs, weshalb Verbindungsdaten die Gespeichert werden nicht in den Schutzbereich fallen
  • Gleiches Gilt, sobald Informationen auf einer Anlage des Empfängers ankommen, z.B. eine E-Mail auf dem Computer des Empfängers. Erfasst wird dagegen noch die Mailbox des Providers

Welche Gründe gibt es für die Beschränkung des Grundrechts auf das Brief-, Post und Fernmeldegeheimnis? Wann muss den Betroffenen nicht mitgeteilt werden, dass ihr Grundrecht verletzt wird?

Beschränkungen nur auf Grund eines Gesetzes. Dient die Beschränkung zum Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und das an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt.

 

Welche Grundrechte gewährleisten den Schutz persönlicher Daten?

  • Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung
  • Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme(“Computergrundrecht”)
  • Grundrecht auf das Brief-, Post und Fernmeldegeheimnis

 

Warum darf man laut G10 Gesetz Telekommunikationen überwachen und aufzeichnen?

§1 G10 regelt,

  • Warum: zur Abwehr von bestimmten, drohenden Gefahren für
    • die freiheitliche demokratische Grundordnung oder
    • den Bestand oder die Sicherheit des bundes, eines Landes, stationierter NATO Truppen

 

Wer ist laut G10 Gesetz berechtigt Telekommunikationen zu überwachen und aufzuzeichnen?

§1 G10 regelt,

  • Wer:
    • Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder (BfV, LfV BL)
    • Militärische Abschirmdienst (MAD)
    • Bundesnachrichtendienst (BND)

 

Gegen welche Rechte verstößt die Vorratsdatenspeicherung?

Verstoß gegen:

  • Recht auf Informationelle Selbstbestimmung
  • Post- und Fernmeldegeheimnis
  • Verhältnismäßigkeitsgrundsatz
  • Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung

 

Was sind Kritikpunkte an der Vorratsdatenspeicherung?

Kritik:

  • Daten werden ohne Anlass gespeichert
  • Datenspeicherung schafft Infrastruktur zur Speicherung
  • Inhalte der Speicherung sind nur noch abhängig vom Gesetzgeber
  • Wirksamkeit der Vorratsdatenspeicherung ist fragwürdig
  • Verstoß gegen Recht auf Informationelle Selbstbestimmung, Post- und Fernmeldegeheimnis, Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung

 

Welche Maßnahmen erlaubt das TKG bei der Erhebung von Daten?

§100 TKG erlaubt folgende Maßnahmen:

  • Erkennen, Eingrenzen oder Beseitigen von Störungen oder Fehlern: Zugriff auf Bestands- und Verkehrsdaten
  • gilt auch für Einschränkungen der Verfügbarkeit
  • Was sind Verkehrsdaten? zur Durchführung von Umschaltungen , Erkennen und Eingrenzen von Störungen: Aufschaltung auf bestehende Verbindungen

 

Was sind Verkehrsdaten?

Verkehrsdaten ( §96 TKG und §98 TKG):

  • Daten, die bei der Erbringung eines Telekommunikationsdienstes erhoben, verarbeitet oder genutzt werden ( §3 Nr. 30 TKG)

 

Was sind Bestandsdaten?

Folie 21 Engbarth TKG

Bestandsdaten (§95 TKG):

  • Daten eines Teilnehmers, die für die Begründung, inhaltliche Ausgestaltung, Änderung oder Beendigung eines Verhältnisses über Telekommunikationsdienste erhoben werden ( §3 Nr. 3 TKG)

 

Welche Maßnahmen erlaubt das TKG bei der Erhebung von Daten? §100

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Welche Maßnahmen erlaubt das TKG bei der Erhebung von Daten? §100

§100 TKG erlaubt Maßnahmen:

  • Erkennen, Eingrenzen oder Beseitigen von Störungen oder Fehlern: Zugriff auf Bestands- und Verkehrsdaten
  • gilt auch für Einschränkungen der Verfügbarkeit

Welche Dienste haben eine Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur?

Meldepflicht bei der Bundesnetzagentur besteht für die folgenden Dienste ( §6 TKG):

  • gewerbliches Betreiben öffentlicher Telekommunikationsnetze (§3 Nr.27 TKG)
  • gewerbliches erbringen öffentlich zugänglicher Telekommunikationsdienste (§3 Nr. 10 TKG, §3 Nr. 24 TKG)

 

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