BWL


G. W.
Diese Lernkarten decken Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre auf Berufslehre-Niveau ab. Sie konzentrieren sich auf Kostenarten, Kostenrechnung und Kalkulationsmethoden wie Zuschlagskalkulation und Divisionskalkulation. Die Karteikarten erklären Unterschiede zwischen kalkulatorischen und pagatorischen Kostenarten sowie die Gliederung von Kosten nach Herkunft, Erfassung und Verrechnung. Sie eignen sich für Studierende und Berufstätige, die ihr Verständnis von Kostenmanagement und betriebswirtschaftlichen Prozessen vertiefen möchten.
Karten
103
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
17.07.2015 / 24.08.2020

Lernkarten

Was sind Maßstäbe an denen unternehmerisches Handeln gemessen werden kann?

wie wird es unterschieden?

1. Monetäre Ziele:

  • Gewinnmaximierung
  • Umsatzsteigerung
  • Kostenminimierung
  • Kapitalerhaltung
  • Steuerminimierung

2. Nicht-Monetäre Ziele:

  • Marktanteil vergrößern
  • Produktentwicklung / Innovation
  • Unabhängigkeit
  • Prestige / Macht
  • Umweltbelastung vermeiden
  • Sicherung Arbeitsplätze
  • Kunden / Mitarbeiterzufriedenheit

Was versteht man unter Shareholder-Ansatz der Unternehmensführung?

  • Ausrichtung betriebl. Entscheidungen am Anteilseigner
  • Einkommens-/Vermögenssituation des Anteilseigners soll verbessert werden
  • langfristige Gewinnmaximierung der KapGeber

Warum ist der Shareholder-Ansatz immer mehr in Kritik geraten?

Kurzfristiges Investment steht immer mehr im Vordergrund.

Langfristig erfolgreiches Bestehen des Unternehmens und andere Interessensgruppen (Mitarbeiter, Kunden, Umwelt, Öffentlichkeit) werden vernachlässigt.

Was versteht man unter Stakeholder-Ansatz?

  • Orientierung Unternehmensführung verschiedener Anspruchsgruppen
  • Zusammenführung der Stakeholder (Arbeiter, Lieferanten, Kunden, kritische Öffentlichkeit) und teilhabe am Unternehmenshandeln und Erfolg.
  • sozialwissenschaftlicher Ansatz der Unternehmensausrichtung

Warum gestaltet sich in der Praxis der Stakeholder-Ansatz schwierig?

Gegenläufige Interessenslagen der einzelnen Stakholder.

Welche Gruppen leisten welchen Beitrag zum Unternehmen und welchen Anspuch ziehen sie daraus?

1. Eigenkapitalgeber:
Eigenkapital - Wertsteigerung / Verzinsung Kap.

2. Fremdkapitalgeber:
Fremdkapital - Tilgung / Verzinsung Kap.

3. Arbeitnehmer:
ausführende Arbeit - Entlohnung, motivierende Bedinungen, Arbeitsplatzsicherheit

4. Management:
dispositive Arbeit - Gehalt, Macht, Einfluss, Prestige

5. Kunden:
Abnahme von Gütern - guter Preis, Qualität

6. Lieferanten:
Güterverkauf - Bezahlung, langfristige Beziehung

7. Allg. Öffentlichkeit:
Infrastruktur, Rechtsordnung, Umweltgüter - Steuerzahlungen, Einhalten Rechtsvorschriften, schonender Umgang mit Umwelt.

Wozu dienen betriebliche Kennzahlen / Kennzahlen Analyse?

  • Entscheidungsfunktion (stärken/schwächen)
  • Kontrollfunktion (Überprüfung Zielerreichung)
  • Steuerungsfunktion
  • Interessenslagen unterschiedlicher Personengruppen (Stakeholder/ Shareholder)

Berechnung Produktivität?

Output / Input

Berechnung Wirtschaftlichkeit?

Leistung (nominal) / Kosten (nominal)

Berechnung Working Capital?

Umlaufvermögen
- kurzfristiges Fremdkapital

= Working Capital

"Ist mein kurzfristiges Fremdkapital durch das Umlaufvermögen gedeckt"

Was kann man von einem hohen Working Capital ableiten?

Je höher Working Capital, desto besser die künftige Liquiditätslage.

Wie wird Rentabilität berechnet?

Fachausdruck?

Jahresüberschuss / durchschnittlich gebundenes Kap X 100

= Return on Investment

Wie wird die Eigenkapitalrentabilität berechnet?

Was ist daraus abzuleiten?

Fachausdruck?

Jahresüberschuss / Eigenkapital x 100

  • wie weit ist Ziel der Gewinnmaximierung erreicht worden
  • Unternehmerrendite
  • Vergleichbar mit EK-Rent. Mit Branche oder
  • KapAnlage

Return on Equity (RoE)

Wie wird die Gesamtkapitalrentabilität berechnet?

Was kann damit beurteilt werden?

 

(Jahresüberschuss + Zinsaufwand) / Gesamtkapital x 100

Beurteilung der gesamten Leistungsfähigkeit des Unternehmens.

Wie wird die Anlagenintensität Berechnet?

Anlagevermögen / Gesamtvermögen * 100

Wie wird die Eigenkapitalquote berechnet?

Eigenkapital / Gesamtkapital * 100

= Equity Ratio

Wie wird die Umsatzrentabilität berechnet?

Fachausdruck?

Jahresüberschuss / Nettoumsätze * 100

Return on Sales

Wie wird Berry Ratio berechnet?

 

Bruttogewinn / operative Kosten * 100

Wie wird der CashFlow berechnet?

Jahresüberschuss
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen
+/- Bildung / Auflösung Rückstellungen
+/- weitere nicht zahlungswilligem Aufw./Erträge

Wie wird die Liquidität berechnet?

1.+2.+.3 Grad.

1. Grades: 
fl.Mittel / kf Fremdkapital * 100

2. Grades:
(fl.Mittel + Ford.) / kf Fremdkapital * 100

3. Grades:
Umlaufvermögen / kf Fremdkapital * 100

Wie werden die Ertragskennzahlen, Betriebsergebnis I und II berechnet?

Umsatz
- betriebsbedingte Aufwendungen (Leistungserstellung)
= Betriebsergebnis I

- anlagebedingte Aufwendungen
= Betriebsergebnis II

Wie wird der Rohgewinnaufschlagsatz berechnet?

(Wirtschaftlicher Umsatz - Wareneinsatz)
-------------------------------------------------------  x 100
Wareneinsatz

Wie wird der Rohgewinn I+II, Halbreingewinn und Reingewinn berechnet?

Wirtschaftlicher Umsatz
- Wareneinsatz
-------------------------------------------
= Rohgewinn I
- Fertigungslöhne
-------------------------------------------
= Rohgewinn II
- allg. sachliche Betriebsaufwendungen
------------------------------------------
= Halbreingewinn
- besondere sachl/pers. Betriebsaufwendungen

Welche Bereiche sind den Hauptfunktionen betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen?

  • Produktion
  • Absatz
  • Investition und Finanzierung

Welche Bereiche sind den Grundfunktionen betrieblicher Tätigkeit zuzurechnen.?

  • Betriebsführung
  • Investition
  • Beschaffung
  • Lagerung
  • Transport
  • Logistik
  • Steuerung
  • Planung
  • Rechnungswesen
  • Verwaltung
  • Personal
  • IT
  • Forschung / Entwicklung
  • Service und QM
  • Werbung

Aus welchen Stufen besteht die Unternehmenführung?

  1. Zielorientiere Planung
  2. Entscheidung für optimale Alternative
  3. Ausführung
  4. Kontrolle

Was ist Organisation?

Aufbauorganisation

Ablauforganisation

Managementtechniken

Was sind Funktionen dispositiver Arbeit?

Leitung

Planung

Organisation

Überwachung

Welche Führungsstile gibt es?

Autoritär: Vorgesetzter setzt durch

patriarchisch: durch Manipulation

informierend: durch Überzeugung

beratend: Vorgesetzter informiert

kooperativ: Gruppe entwickelt Vorg. Wählt aus

partizipativ: Gruppe entscheidet im vereinbarten Rahemn

demokratisch: Gruppe entscheidet autonom

Welche Führungsprizipien gibt es?

Management by Direktion and Control  (direkte Führung Weisung und Kontrolle)

Management by Partizipationen, Integration selfcontrol (nichtdirektive Führung)

Management by exception (Regelung von Ausnahmen)

Management by objektives (Führen durch Zielvereinbarung)

Vor und Nachteile bei Management by exception?

+ Entlastung Führung bei Routineaufgaben
+ Förderung Leistungswille Arbeitnehmer

- möglich Unterdrückung unangenehmer Informationen gegenüber führung

- Eingriff Führung in Ausnahmefälle in denen sich AN bewehren könnte.

Vor- und Nachteile Management by Objectives?

+ Förderung Verantwortungsbereitschaft und Eigeninitative
+ Förderung partnerschaftlicher Zusammenarbeit

- bei zu hoch gesetzten Zielen Misserfolge durch Leistungsdruck und Unsicherheit.

Merkmale Internes (kalkulatorisches)  Rechnungswesen?

  • Info für Unternehmensleitung für Planung Steuer und Kontorll
  • Betrachtung betriebswirtschaftlicher Gesichtspunke
    - KLR
    - Investitions- Finanzierungsrechnungen

Merkmale externes (pagatorisches) Rechnungswesen?

  • Informationen für Unternehmensleitung über
    • Vermögenslage
    • Finanzlage
    • Ertragslage
  • Ermittlung nach steuerrechtlichen- / handelsrechtlichen Gesichtspunkten

Aufgaben der Kosten- und Leistungsrechnung?

  • Erfassung Kosten/Leistungen (Leistungserbringung)
  • Ableich Plan- Soll- Ist- Kosten
  • Kostenkalkulation (zb Aufträge)
  • Bewertung v. Kostenträgern (Produkte, Dienstleistungen)
  • Überprüfung Wirtschaftlichkeit (Kostenstellen: Abteilungen, Prozessen,..)
  • Übersicht Warenvorräte
  • Aufdeckung Kostensenkungspotentiale
  • Entscheidungsgrundlage Preispolititk

 

Was sind Kosten?

Werteverzehr an Gütern / Diensten (Verbrauch), 

durch betriebl. Tätigkeit

in Abrechnungsperiode

Was sind Leistungen?

Wertezufluss an Gütern / Diensten 

durch betriebl. Tätigkeit

in Abrechnungsperiode

Wie ist die Kostenrechnung aufgebaut?

  • Kostenartenrechnung
    • Welche Kosten sind angefallen (Gemeinkosten/Einzelkosten)
  • Kostenstellenrechnung
    • Wo sind Kosten angefallen (Abteilung, Prozess,..)
  • Kostenträgerrechnung
    • Wofür sind Kosten angefallen

Welchem Bereich der Kostenrechnung sind Einzelkosten und Gemeinkosten zuzurechnen.?

Gemeinkosten: --> Kostenstellenrechnung

Einzelkosten: --> Kostenträgerrechnung

Wie setzen sich Aufwand und Kosten zusammen?

+Beispiele

Aufwand:

  1. neutraler Aufwand 
    1. betriebsfremder Aufwand (Geschenke)
    2. außerordentlicher Aufwand (Techn.AfA wg Untergang)
    3. Bewertungsbedingter Aufwand (niedriger TW)
  2. Zweckaufwand (Beschaffung Güter /Produktion zum Unternehmenszweck

Kosten:

  1. Grundkosten (Kosten Produktionsprozess - Unternehmenszweck
  2. kalkulatorische Kosten
    1. Zusatzkosten
      1. kalk. Unternehmerlohn
      2. kalk. Mieten Zinsen
    2. Anderskosten
      1. kalk. Wagnisse
      2. kalk. Abschreibung

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