Informationsmanagement - Fournier

ERP - Enterprise Resource Planning

ERP - Enterprise Resource Planning


J. S.
Diese Lernkarten decken das Thema Informationsmanagement auf Universitätsebene ab. Sie konzentrieren sich auf die Organisation und Verwaltung von Daten, Prozessen und Ressourcen in Unternehmen, insbesondere im Zusammenhang mit SAP-Systemen. Themen wie Kostenstellen, Controlling, Finanzbuchhaltung, Vertrieb und Materialwirtschaft werden behandelt. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute, die sich mit betriebswirtschaftlichen Prozessen und ERP-Systemen vertraut machen möchten, um effizientes Informationsmanagement zu gewährleisten.
Karten
55
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
19.05.2015 / 22.05.2015

Lernkarten

Definition eines ERP-Systems

ERP-System = Enterprise Resource Planning - System

Enterprise = das UN

Resource = Ressource, sprich Material, Personal, Kapazitäten etc.

Beschreibt eine betriebliche Anwendungssoftware, welche alle zur Dürchführung der Geschäftsprozesse notwendigen Informationen verwaltet, d.h. eine Integration verschiedener Funktionen, Aufgaben und Daten in ein Informationssystem.

--> Bildet Firmenprozesse ab

Drei Arten der Hauptgeschäftsprozesse

1. Management Prozesse (Strategische Planung und Umsetzung; Operatives Management)

2. Kernprozesse (F&E; Produktion; Marketing&Vertrieb)

3. Support-Prozesse (Personalwesen; Finanzen&Recht)

Erläutern Sie das Prinzip und Hintergedanken des ,,continuous improvement cycle" (=Kontinuirlicher Verbesserungszyklus)

- Ein Prozess ist nie vollständig optimiert

- Durch kontinuirliche Optimierung Zeit sparen und effizienter werden

 

Drei Ebenen des ARIS-Hauses

Oberste Ebene: Geschäftsführung

Mittlere Ebene: Analytiker

Untere Ebene: Sachbearbeiter

Erläutern Sie die zwei Arten der Integration

Vertikale Integration: Bedeutet die Wertschöpfungskette auf allen Ebenen zu optimieren und möglichst vorher ausgelagerte Prozesse in das UN einlagern Bsp: Rohstoffstätten selbst betreiben.

Horizontale Integration: Hingegen beschreibt die Optimierung verschiedener Abteilungen auf den einzelnen gemeinsamen Ebenen, Bsp: Just-In-Time Lieferungen

 

Aufgaben eines ERP-Systems

1. Administration (Datenhaltung für Geschäftsvorfälle)

2. Disposition (Automatisierung von Routinevorgängen Bsp. Preisfindung bei einem Auftrag)

3. Information (Kennzahlenbildung)

4. Analyse (Auswertung, Zeitreihenmodelle)

Einsatzbereiche eines ERP-Systems im UN

1. Fertigung (Bestandsführung, Produktionsplanung,...)

2. Vertrieb (Auftragseingang, Rechnungsstellung,...)

3. Rechnungswesen (Fo. und Vbl., Buchführung,...)

4. Finanzwesen (Liquiditätsmanag., Finanzplanung)

5. Personalwesen (Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Zuschläge und Prämien)

Geschichtliche Entwicklung von ERP als Standard Software

MRP -> MRP II -> ERP

Integrationsgegenstände

1. Datenint. (Datenbestände werden logisch zusammengefasst -> Jeder nur 1x erfasst)

2. Funktionsint. (Aufgaben werden aufeinander abgestimmt)

3. Prozessint. (Mehrere Aufgaben werden zu einem Prozess zusammengefasst)

4. Methodenint. (Unterschiedliche Methoden werden aufeinander abgestimmt)

5. Programmint. (Unterschiedliche Programme werden aufeinander abgestimmt)

Integrationsumfang am Bsp SAP

Wodurch erhöht sich der Integrationsumfang?

Je mehr Funktionsbereiche in einem ERP-System vereinigt sind, umso höher ist der Integrationsumfang.

Nennen Sie die 10 Module eines ERP-Systems

SD, PP, PS, PM, QM, MM, FI, CO, AM, HR

Erläutern Sie den Aufbau eines ERP-Systems anhand der vier Schichten

1. Schicht: Benutzung

2. Schicht: Adaption

3. Schicht: Applikation

4. Schicht: Datenhaltung

Nennen Sie Vorteile durch ERP-Systeme

1. Durchlaufzeit (Zeit- und Kosteneinsparnis bei GF-Prozessen)

2. Auftragsbearbeitung (Gemeinsame Daten reduzieren Aufwand)

3. Finanzielle Situation (Verbesserung der operativen Leistungen druch Bestandskontrolle -> Keine Überbestände)

4. Produktivität ( Verbesserung beim Kundenservice)

5. SCM

6. E-Business (Web-Schnittstellen als Front-End der ERP-Systeme)

7. Information (Bereichsübergreifender Zugang zu Daten für Planung und Steuerung)

8. Kommunikation (SCM)

Anforderungen an ERP-Systeme

1. Modularität

2. Verfügbarkeit

3. Unabhängigkeit

4. Interoperabilität

5. Selbstorganisation

6. Selbstähnlichkeit

7. Skalierbarkeit

Nennen Sie die Vor- und Nachteile einer Standardsoftware

Vorteile:

1. Standardisierung der Anwendungssysteme

2. Hoher Integrationsgrad

3. Verringerung von Schnittstellen

4. Innovationsleistung durch den Hersteller

5. Anschaffungs- und Einführungskosten geringer als Neuentwicklungskosten/customizing

Nachteile:

1. Vereinheitlichung: Individualisierung nur schwer erzielbar

2. Hohe Komplexität

3. Abhängigkeit vom Hersteller

4. Höhere Schulungskosten

5. Fixe Lizenzgebühren

Nennen Sie Kriterien für die Auswahl eines ERP-Systems

1. Flexibilität / Anpassbarkeit

2. Support

3. Kosten

4. Referenzen

5. Finanzielle Situatuion des Anbieters

SAP - Deutsches UN mit dem Sitz in Waldorf

Nennen Sie die drei ERP-Systeme die SAP differenziert anbietet

1. SAP Business One (kleine UN)

2. mySAP All-in-One (Mittelst. UN)

3. mySAP Business Suite / my SAP ERP (Konzerne)

Nennen Sie die drei Arten von Ressource-Module in SAP

1. Operative Ressourcen (MM, SD)

2. Strategische Ressourcen (FI/CO, HR)

3. UN-Übergreifende Ressourcen (SCM, CRM)

Oracle Corporation

US UN mit Sitz im silicon Valley. Bietet eine Vielzahl von ERP-Systemen an.

Nennen Sie 1. Ein System im Bereich CRM und 2. im Bereich SCM

 

1. CRM = Siebel

2. SCM = Agile PLM

Microsoft Cooperation

US UN Sitz in Redmond. Früher mal Navision. Fokus auf Mittelständler.

Nennen Sie das angebotene ERP-System

Microsoft Dynmacis Nav

Nennen Sie 3 Bsp zu Open-Source-Lösungen für ERP

1. OFBiz

2. OpenERP

3. Opentaps

Nennen Sie Merkmale sowie Risiken von Open-Source-Lösungen in ERP

Merkmale:

1. Quelltext verfügbar, dadruch bessere Anpassbarkeit

2. Keine bzw. sehr geringe Lizenzkosten

Risiken:

1. Evtl. kein Support möglich

2. Systemanpassung ist mit höheren Kosten verbunden

3. Geringer Verbreitungsgrad

4. Vielzahl von ERP-Lösungen vorhanden

Beschreiben Sie die Client/Server Architektur eines ERP-Systems und nennen Sie die 3 Schichten dieser

Der Client stellt die Anforderung und der Server führt diese aus und sendet anschließend die Ergebnisse an den Client zurück.

1. Schicht Präsentation

2. Schicht Applikation

3. Schicht Datenbank

Erläutern Sie die Prästenationsschicht

- Auf dem PC läuft ein Programm, das einzig für die Präsentation der Anwendung da ist. Bei SAP wird diese SAP GUI (Graphical User Interface) genannt.

Erläutern Sie die Applikationsschicht

- Verarbeitung von Daten

- Formatierung und Prüfung von Eingabedaten

- Besteht aus einem oder mehreren Applikationsservern

- In SAP ABAP genannt

Erläutern Sie die Datenbankschicht

- Besteht aus einem DBMS (Datenbank-Mng-System), welches mehrere Datenbanken verwaltet

- SAP bzw. ERP arbeitet mit relationalen Datenbanken, d.h. die daten werden in Tabellen gespeichert

Für was sind Organisationsstrukturen in SAP-Systemen nötig?

1. Sie dienen der Flexibilität zur Darstellung komplexer Konzernstrukturen

2. Bieten Möglichkeiten zur Berücksichtigung von Veränderungen in der Konzernstruktur

3. Dienen der Abbildung der internen und der rechtlichen Organisationsstruktur in einer Hirarchie

 

Interne Struktur: Eigene Struktur aus Sicht jedes UN-Bereiches

Rechtliche Struktur: Struktur aus Sicht der FiBu

Nennen Sie die Organisationseinheiten von SAP

1. Mandant (Bsp ein Konzern)

2. Buchungskreis (Auf dieser Ebene werden Bilanzen und GuV's erstellt)

3. Werk

4. Verkaufsorganisation

5. Sparte

6. Lagerort

Erläutern Sie die Aufgabe der Materialwirtschaft (MM) im UN

Die Aufgabe der MaWi ist die Versorgung des UN mit den benötigten Materialien, in der richtigen Qualität, in richtiger Menge, am richtigen Ort zur richtigen Zeit. (Die 6 R's)

Definieren Sie die Ziele der MaWi

1. Verringerung der Beschaffungskosten

2. Geringere Kapitalbindung durch minderung der Lagerbestände

3. Bessere Kapazitätsauslastungen durch zB. JIT

4. Verbessertes Beschaffungsmarketing durch langfr. Zusammenarbeit (SCM)

Erläutern Sie den Unterschied zwischen Einkaufsorganisationseinheit und Einkäufergruppe

Die Einkaufsorgaeinheit ist dafür zuständig, für einen oder mehrere Werke Verhandlungen mit Lieferanten über Konditionen zu führen. Die Einkäufergruppe hingegen, beschreibt nur einen einzelnen Einkäufer oder eine Gruppe die für eine gewisse Einkaufsaktivität zuständig ist.

Nennen Sie die drei Sätze hinsichtlich der Stammdaten der MaWi

1. Materialstammsatz

2. Lieferantenstammsatz

3. Einkaufsinfosatz

Nennen Sie die Organisationsebenen des Materialstamms

1. Daten die für das ganze UN gelten

2. Daten die nur innerhalb eines Werkes gelten

3. Daten die nur für ein Lagerort gelten

Nennen Sie die Datenarten die ein Lieferantenstammsatz enthält

1. Allgemeine Daten (Anschrift etc)

2. Buchungskreisdaten (Kontoführung, Zahlungsverkehr)

3. Einkaufsorgadaten (Einkaufsdaten)

Beschreiben Sie den Beschaffungszyklus anhand von 8 Schritten

1. Bedarfsermittlung

2. Ermittlung der Bezugsquelle

3. Lieferantenauswahl

4. Bestellabwicklung

5. Bestellüberwachung

6. Wareneingang

7. Rechnungsprüfung

8. Zahlungsabwicklung

Nennen Sie die Inhalte der Modulstruktur der MaWi

- Bestellverwaltung

- Rechnungsprüfung

- Inventur

- Lagerverwaltung

- Bestandsverwaltung

- Lagerinformationssystem

Nennen Sie die Inhalte der Modulstruktur im Vertrieb

- Verwaltung von Angebot und Anfrage

- Auftragsverwaltung

- Transport

- Fakturierung

- Verkaufsunterstützung

- Vertriebsinformationssystem

Nennen Sie die Orgaeinheiten die im Verkauf definiert und eingesetzt werden können

- Verkaufsorga

- Vertriebsweg

- Sparte

- Vertriebsbereich

- Verkaufsbüro

- Verkäufergruppe

Verkaufsorga - Beschreiben Sie wo die GF-Vorfälle abgewickelt werden und nennen Sie ein Bsp

Geschäftsvorfälle werden innerhalb einer Verkaufsorga abgewickelt

Bsp für Verkaufsorga: Frankfurt

Definieren Sie den Vertriebsbereich

Der Vetriebsbereich ist eine Kombination aus Verkaufsorgas, Vertriebswegen und Sparten.

Verkaufs-, Liefer- und Fakturabelege sind eindeutig einem Vertriebsbereich zugeordnet.

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