Incoterms
Incoterms
Incoterms
-
- 1 / 12
-
Lernkarten
Wie lautet die Kostenleiter der Incoterms von EXW bis DDP?
EXW → FCA → FOB → CFR → CIF → CPT → CIP → DAP → DPU → DDP Jede Stufe addiert genau die Kosten, die der Verkäufer laut Incoterm zusätzlich übernimmt – von 'Käufer trägt fast alles' (EXW) bis 'Verkäufer trägt alles' (DDP).
Worauf wird die Transportversicherung bei einer CIF-Kalkulation typischerweise berechnet?
Auf dem CFR-Wert (bzw. oft 110% davon) Versichert wird der Wert, der bei Verlust tatsächlich ersetzt werden müsste – also Herstellkosten + Marge + Verpackung + Fracht (CFR), nicht nur die Herstellkosten.
Was ist die Formel für den Deckungsbeitrag?
Verkaufspreis − variable Kosten Der Deckungsbeitrag zeigt, was von einem Verkauf übrig bleibt, um die Fixkosten zu decken. Fixkosten fliessen NICHT in den DB pro Stück ein.
Break-even bzw. Nutzschwelle: Wie wird die Menge berechnet?
Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück Break-even-Menge = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück. 'Nutzschwelle', 'Gewinnschwelle' und 'Break-even' sind drei Begriffe für dasselbe Konzept.
In welcher Reihenfolge baut sich die Zuschlagskalkulation (Handelskalkulation) auf?
Material → Fertigung → Herstellkosten → Selbstkosten → Gewinn → Zielverkaufspreis Merksatz MFHSGZ: Material, Fertigung, Herstellung, Selbstkosten, Gewinn, Ziel. Jeder Zuschlag wird auf die Summe der vorherigen Stufe gerechnet, nicht auf die Einzelkosten.
Wie rechnet man vom Barverkaufspreis zum Zielverkaufspreis, wenn Skonto und Rabatt abgezogen werden?
Barverkaufspreis ÷ (1 − Skonto% − Rabatt%) Skonto und Rabatt werden 'im Hundert' vom Zielverkaufspreis abgezogen, deshalb muss rückwärts dividiert werden – nicht einfach der Prozentsatz addiert ('vom Hundert').
Warum kalkuliert man mit Skonto UND Rabatt zusammen, auch wenn der Kunde den Skonto vielleicht gar nicht zieht?
Als Sicherheitsmarge – man kalkuliert mit dem für den Verkäufer ungünstigsten Fall Man kalkuliert vorsichtshalber mit dem ungünstigsten Fall. Zieht der Kunde den Skonto nicht, bekommt der Verkäufer effektiv mehr als geplant – kein Nachteil.
Was ist das Grundprinzip der MWST im grenzüberschreitenden Warenverkehr (CH und EU)?
Bestimmungslandprinzip: Export steuerbefreit, Import steuerpflichtig Die Ware soll dort besteuert werden, wo sie konsumiert wird. Export = steuerbefreit im Ursprungsland, Import = steuerpflichtig im Bestimmungsland.
Wie wird eine Lieferung zwischen der Schweiz und einem EU-Land mehrwertsteuerlich behandelt?
Wie klassische Ein-/Ausfuhr mit Einfuhrsteuer, da die Schweiz für die EU Drittland ist Merksatz: 'Schweiz ist für die EU IMMER Drittland – nie Binnenmarkt.' Reverse-Charge gibt es nur, wenn beide Parteien EU-Mitgliedstaaten sind.
Warenlieferung OHNE Beförderung/Versendung: Wo liegt der Ort der Lieferung?
Dort, wo sich die Ware im Zeitpunkt der Verfügungsmacht-Verschaffung befindet Ohne Transport folgt die Ware ihrem physischen Standort im Lieferzeitpunkt
Nach welchem Prinzip bestimmt sich der Ort einer Dienstleistung im B2B-Verhältnis (CH und EU gleich)?
Empfängerortsprinzip: Ort = Sitz des Leistungsempfängers Merksatz: 'Dienstleistung reist zum Kunden.' Ausnahmen: grundstücksbezogene Leistungen, Veranstaltungen, Gastgewerbe, Personenbeförderung – dort gilt der Tätigkeits-/Lageort.
Werklieferung vs. Werkleistung – wie unterscheidet man sie mehrwertsteuerlich?
Werklieferung (mit eigenem Material) = wie Warenlieferung (Montageort); Werkleistung (nur fremdes Material bearbeitet) = wie Dienstleistung (Empfängerort) Merksatz: 'Bringt der Unternehmer das Material mit und baut er es ein → Lieferung (Montageort). Bear