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FOM Düsseldorf SS 2014 (Dr. Salecker)

FOM Düsseldorf SS 2014 (Dr. Salecker)


S. E.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über verschiedene Aspekte des Personalmanagements auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Organisation, Personalentwicklung, Kündigungsgründe und Bewertung von Managementtheorien. Besonders relevant sind die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Organisationsformen, Instrumente der Personalauswahl und -entwicklung sowie die Analyse von Mitarbeiterverhalten. Studierende der Betriebswirtschaftslehre profitieren von diesen Karteikarten, da sie ihnen helfen, komplexe Konzepte und praktische Anwendungen im Personalmanagement zu verstehen und anzuwenden.
Karten
26
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
06.07.2014 / 16.12.2019

Lernkarten

Wie müssen Arbeitszeugnisse formuliert sein?

Wohlwollend, wahr, formell tadellos; inhaltliche Aussagen zur Beschäftigung, Aussagen zum Verhalten, Kündigungsgrund, Schlussformel

Beispiel positiv: "...stets zu unserer vollsten Zufriedenheit..."

Beipiel negativ: "...hat sich stets bemüht..."

Nennen Sie die Merkmale sowie Vor- und Nachteile von anonymisierten Bewerbungsverfahren!

Merkmale: Bewerbung ohne Name, Foto, Alter, Geschlecht, Nationalität

Vorteile: Fokussierung auf qualifikation, Vermeidung von Diskriminierung

Nachteile: kein ganzheitlicher Eindruck, Bewerbung kann falsche Hoffnung wecken; Frustation

Welche Ziele hat ein Assesmentcenter? Wie läuft ein Assessmentcenter ab, welche organisatorischen Aspekte müssen berücksichtigt werden?

Ziele: Personalauswahl, Potentialanalyse, Abgleich des Teilnehmerverhaltens mit dem vorher definierten Anforderungsprofil

Ablauf: mehrere Übungen und verschiedene Übungstypen, mehrere Beobachter

im Verlauf des AC wird pro Teilnehmer das Verhalten bezüglich verschiedener Kompetenzen in mehreren Übungen von unterschiedlichen Beobachter beurteilt.

Nennen Sie Vor- und Nachteile von Assessmentcentern als Instrument der Personalauswahl und Personalentwicklung!

Vorteile: hohe Akzeptanz durch Beteiligung von Führungskräften; vergleichsweise hohe prognistische Validität, insbesondere in Kombination mit Fähigkeitstests und strukturiertem Interview

Nachteil: kostenintensiv, zeitaufwendig


Was ist Personalentwicklung im weiteren Sinne? Welche Instrumente und Inhalte lassen sich ihr zuordnen?

Förderung: Karriereplanung, Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungen

Was ist Personalentwicklung im weitesten Sinne? Welche Instrumente und Inhalte lassen sich ihr zuordnen?

Organisationsentwicklung, Teamentwicklung, Projektarbeit, Change Management

Welche Kompetenzen kennen Sie, auf die Weiterbildung und Pesonalentwicklung abzielen? Nennen Sie Beispiele.

fachliche Kompetenz: Fachwissen, PC-Kenntnisse, Fremdsprachenkenntnisse

soziale Kompetenz

methodische Kompetenz

Beschreiben Sie das strukturierte Mitarbeitergespräch als Instrument der Personalentwicklung. Diskutieren Sie seinen Nutzen.

Gespräch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem, für gewöhnlich jährlich

mögliche Inhalte: Leistung, Verhalten, Ziele, Potentiale, Zusammenarbeit, Förderung

Vorteile: schafft Vertrauen, Grundlage systematischer Personalentwicklung

Was charakterisiert das Führen durch Zielvereinbarungen? Wann ist dies vorteilhaft?

Zielvereinbarungen brechen Unternehmensziele herunter zu Bereichs- Abteilungs- und Individualzielen. 

Zielvereinbarungen werden getroffen zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter; dem Mitarbeiter werden Freiheitsgrade zur Zielerreichung eingeräumt.

Zielvereinbarungen sind ein guten Steuerungsinstrument, wenn die Ziele SMART (schriftlich, messbar, anspruchsvoll, realistisch, terminierbar) formuliert sind. Zielvereinbarungen können zur Mitarbeitermotivation beitragen

Welches sind die wichtigsten Ursachen für Personalfreisetzungen? Stellen Sie die wichtigsten Formen dar.

Ursachen: wirtschaftliche Entwickung des Unternehmens oder der gesamten Branche, technoligische Innovation, Fusion, Reorganisation, Rationaliserung

  • interne Freisetzung = ohne Personalabbau: Versetzung, personalentwicklung, Überstundenabbau
  • externe Freisetzung = mit Personalabbau: natürliche Fluktuation, nicht-Verlängerung von befristeten Verträgen, Aufhebungsverträge, Ruhestand

Welche Formen der Kündigung kenne Sie? Nennen Sie Beispiele

  • ordentliche Kündigung: fristgerecht, 
    • personenbedingt
    • verhaltensbedingt
    • betriebsbedingt
  • außerordentliche Kündigung: fristlos, aus wichtigem Grund = Fortsetzung der Bschäftigung nicht mehr zumutbar
  • Massenentlassung: Enlassung einer bestimmten Anzahl von Mitarbeitern innerhalb von 30 Tagen
  • Änderungskündigung: Kündigung mit Angebot zu veränderten Bedingungen 

Welche gründe gibt es für eine Kündigung?

personenbedingt = Berufskraftfahrer verliert Führerschein

verhaltensbedingt = Unpünktlichkeit, Fehlleistungen; setzt Abmahnungen voraus

betriebsbedingt = Stilllegung von Betrieb(steil)

Beschreiben Sie den Aufbau des Personalbereichs nachh dem Referentenmodell. Nennen Sie Vor- und Nachteile dieser Organisation.

Personalreferent betreut bestimmte Organisationseinheit umfassend in allen Personalangelegenheiten

Voreile: kurze Kommunikationswege, persönlicher Kontakt, nur ein Ansprechpartner

Nachteil: ggf. Überforderung des Referenten bei schrierigen, komplexen Problemen

Benennen Sie formale Aspekte der Organisation!

formale Aspekte sind rational, beispielsweise Planung, Organigramm, Stellenbeschreibung usw.

Benennen Sie informale Aspekte der Organisation!

informale Aspekte sind affektiv: Bedürfnisse, Beziehungen, Werte, Macht, Kultur,...

Beschreiben SIe das Bürokratiemodell von Max Weber. Welche Zielsetzung verfolgte er damit?

eine legale Herrschaft stützt sich auf Bürokratie; basiert auf Arbeitsteilung und Befehlsgewalt, Amtshierarchien, Regeln der Aufgabenerfüllung, Aktenmäßigkeit der Verwaltung

 

Ziel: Beschreibung der Ausübung der Herrschaft

Beschreiben Sie das Scientific Management nacht Taylor. Wie bewerten Sie seine Relevanz in der Gegenwart?

Es gibt nur "one best way" der Organisation von Arbeitsprozessen;

durch Zeitstudien optimierte Abrbeitsabläufe,

Trennung von Hand- und Kopfarbeit,

Funktionsmeister (Mehrfachunterstellung)

Differentiallohn auf Basis Stücklohn,

Menschenbild: Mensch ist von Natur aus faul
--> Bewertung: Menschenbild ist nicht zeitgemäß...

Benennen Sie die Ziele des Organisierens. Welche Probleme entstehen bei Über- und Unterorganisation? 

Ziel von Organisation: effiziente Gestaltung von Leistungsprozessen durch Schaffung einer Ordnung
Probleme bei Überorganisation: Bürokratismus, Langsamkeit, Demotivation

Probleme bei Unterorganisation: mangelnde Verlässlichkeit, Unsicherheit, Chaos

Beschreiben und Bewerten Sie das Analyse-Synthese-Konzept von Kosiol

Aufgabenanalyse, Aufgabensynthese -> Aufbauorganisation

Arbeitsanalyse, Arbeitssynthese -> Ablauforganisation

Koziols Konzept ist ein Analyseinstruent formaler Aspekte; soziale Aspekte werden nicht berücksichtigt.

Welche Formen der Aufbauorganisation kennen Sie?

Funktionale Organisation

Divisionale Organisation

Matrix-Organisation


Beschreiben Sie die funktionale Organisation und nennen Sie ihre Vor- und Nachteile!

Funktionale Organisation bedeutet die Gliederung nach Verrichtung

Vorteile: Soezialisierung, Größenvorteile

Nachteile: Abstimmungsschwierigkeiten, zeitraubend, Überlastung der Spitze

Beschreiben Sie die divisionale Organisation und nennen Sie ihre Vor- und Nachteile!

Gliederung nachObjekten

Vorteile: Flexibilität, klare zurechenbarkeit von Ergebnissen

Nachteile: viele Führungskräfte, aufwendiges Berichtswesen, wenig Syynergien

Beschreiben Sie die Matrixorganisation und nennen Sie ihre Vor- und Nachteile!

zwei gleichberechtigte Organisationsdimensionen

Vorteile: integrativ, Kommunikation als Steuerungsmittel

Nachteile: komplex, lange Entscheidungsprozesse, Konflikte

Beschreiben Sie die Hawthorne-Experimente. Welches Ziel verfolgten sie und welche wesentlichen Erkenntnisse gewann man?

In den Experimenten wurde die Beleuchtung in einer Produktionsstätte verändert und untersucht, wie sich diese Veränderung auf die Arbeitsleistung auswirkt. 

Ziel war die Optimierung der Arbeitsbedingungen im Sinne des Scientific Managements

Vorgehen: in einer Produktionshalle wurde das Licht verbessert, die Arbeitsleistung verbesserte sich darauf hin - in beiden Gruppen, also sowohl in der Halle mit den verbesserten Lichtverhältnissen, als auch in der Kontrollgruppe, in der alles unverändert blieb. Die Leistungssteigerung blieb sogar erhalten, als man wieder zur ursprünglichen Beleuchtungsstärke zurückgekehrte.

Erkenntnis: sozialpsychologische Faktoren spielen eine wichtige Rolle; die Teilnehmer der Studie veränderten ihr natürliches Verhalten, weil sie wussten, dass sie an einer Studie teilnehmen und unter Beobachtung stehen.

Beschreiben Sie Maslows Bedürfnistheorie und nehmen Sie kritisch Stellung dazu!

Selbstverwirklichung

Ich-Bedürfnisse

Wachstumsbedürfnisse

soziale Bedürfnisse

Sicherheitsbedürfnisse

Grundbedürfnisse

Defizitbedürfnisse

Befriedigung der Brdürfnisse von unten nach oben

Kritik: empirisch nicht bestätigt, statisches Modell

Beschreiben Sie die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg. Wie bewerten Sie die Erkenntnisse?

Arbeitszufriedenheit und -unzufriedenheit liegen nicht auf einem Kontinuum
Motivatoren führen zu Zufriedenheit (Arbeitsinhalte, Anerkennung,…)
Hygienefaktiren: verhindern Unzufriedenheit (zB Gehalt)

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