Grundlagen für das HR-Management
HR-Fachfrau
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Flashcards
Nenne das oberste Ziel und die zu berücksichtigenden Anspruchsgruppen des Normativ-kritischen Anspruchsgruppenkonzepts. (S. 85).
Ziel: Verzicht auf ethisch zweifelhaften Gewinn
Berückstichtigung: jene Anspruchsgruppen, die durch das unternehmerische Handeln betroffen sind und berechtigte Ansprüche haben.
Wie wird ein Verhaltenskodex im Fachbegriff auch genannt? (S. 86)
Code of Conduct
Was beinhaltet ein Code of Conduct grundsätzlich? (S. 86)
verbindliche Regeln für ein Unternehmen und deren Mitarbeiter im Umgang mit:
Kunden, Lieferanten, Gesellschaft und Umwelt
Nenne 3-4 Bereiche des UN Global Compact (internationaler Verhaltenskodex)? (S. 86)
- Menschenrechte
- Arbeitsnormen
- Umweltschutz
- Korruptionsbekämpfung
Was ist normatives Management?
Diese Ebene „beschäftigt sich mit den generellen Zielen der Unternehmung, mit Prinzipien, Normen
und Spielregeln, die darauf ausgerichtet sind, die Lebens- und Entwicklungsfähigkeit der Unternehmung
zu ermöglichen. Dabei geht es vor allem um die ethische Legitimation der unternehmerischen Tätigkeit angesichts konfligierender Anliegen und Interessen der verschiedenen Anspruchsgruppen (Stakeholder).
Auf der normativen Managementebene - so das Modell - sollte eine Organisation ihre Unternehmenspolitik, Leitsätze/Leitlinien, Grundsätze und Unternehmensstandards festlegen.
Was ist strategisches Management?
Das strategische Management ist die mittlere der drei Managementebenen des St. Galler Management-Modells.
Auf der strategischen Managementebene entwickelt eine Organisation Vorgehensweisen, um ihre im normativen Management definierten Leitsätze zu verfolgen und Ziele zu erreichen. Solche Geschäftsstrategien werden beispielsweise in einem Geschäftsplanformuliert. Das Ziel ist die Etablierung langfristiger Wettbewerbsvorteile durch eine im Vergleich zur Konkurrenz überlegene Grundkonfiguration der Unternehmung.
Die Umsetzung der Strategien obliegt dem operativen Management.
Was ist operatives Management
Die unterste von drei Managementebenen des St. Galler Management-Modells ist das so genannte operative Management. Sie umfasst Prozesse der Mitarbeiterführung, der finanziellen Führung und des Qualitätsmanagements.
Hier werden die Inhalte, die im strategischen Entwicklungsprozess erarbeitet wurden, im Alltagsgeschehen umgesetzt, wobei unvorhergesehene Störfaktoren beachtet werden müssen. Die Strategie hilft dabei bei der Annahme und Ablehnung von Opportunitäten – sie bildet sozusagen die Leitplanken, innerhalb derer Entscheide auf operativer Ebene gefällt werden.
Auf der operativen Managementebene einer Organisation erfolgen die Führung der Mitarbeiter und/oder der Nachunternehmen, die Bereitstellung der Mittel (Ressourcen) sowie die Planung, Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Die operative Planung setzt bestimmte Vorgaben um. Sie ist kurzfristig angelegt und ihre Dauer umfasst bis zu einem Jahr. Sie ist detailliert, relativ genau und enthält alle Einzelziele.
Das operative Management betreut auch den sozialen Aspekt des Mitarbeiterverhaltens, welcher im kooperativen Verhalten, sowie in der vertikalen und horizontalen Kommunikation eine Rolle spielt.
Welche Ansprüche stellt der Kapitalgeber an das Unternehmen?
Zinsabgaben, sichere Kapitalanlage, Gewinn/Dividenden, Mitspracherecht, termingerechte Rückzahlungen
Beschreibe die Anspruchsgruppe NGOs
- Bevölkerung
- Organisationen
- Medien
Welche Ansprüche stellen sie gegenüber der Unternehmung und welche Ansprüche stellt das Unternehmen an die Anspruchsgruppe NGOs?
Anspruch an das Unternehmen:
- Mitspracherecht
- Anhörung
- Nachhaltigkeitsberichte
Ansprüche des Unternehmens an die NGOs
- Austausch
- konstruktive und realistische Lösungsvorschläge bei Problemen
Erkläre Corporate Responsibility
Corporate Responsibility ist die unternehmerische Verantwortung und erweiterung die nachhaltige Entwicklung um den Bereich der Corporate Governance
Corporate Sosial Responsibility
Der Begriff CRS hebt die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit im ökonomischen Umfeld einer Unternehmung hervor. Die gesellschaftliche Verantwortung einer Unternehmung ist der freiwillige Beitrag, welcher über die rechtlichen/gesetzlichen Anforderungen hinaus geht.
Was ist Moral
Als Moral bezeichnet man die Gesamtheit tatsächlich herrschender Werte und Normen, die innerhalb eines bestimmten Gesellschafts- oder Kulturkreises als allgemein verbindlich Anerkennung finden und für die Mitglieder dieser Gemeinschaft handlungsleitend wirken.
Ethik
Unter Ethik vesteht man die Lehre von Moral und Ethos, also vom menschlichen Handeln, welches sich aus der Differenz zwischen gut/sittlich richtig und böse/sittlich falsch leiten lässt
Karitative Unternehmensethik
unmittelbare Gewinnmaximierung ist oberstes Ziel. Sie verfolgt ein unternehmerisches Handeln ohne spezielle Berücksichtigung ethischer Grundsätze. Ein Teil des erzielten Gewinns soll jedoch im Nachhinein jenseits der eigenen Geschäftstätigkeit verwendet werden.
Integrative Unternehmensethik
Ethische Überlegungen werden von Anfang an bedingungslos und durchgängig in das unternehmerische Handeln einbezogen.
Instrumentalistische Unternehmensethik
Ausgangspunkt der instrumentalistischen Unternehmensethik ist die Ansicht, dass ehtisches Verhalten Umsatzeinbrüche, staatliche Eingriffe und Schädigungen des Rufes verhindern soll.
Ich verzichte heute auf möglichen Gewinn, dieser macht sich später auszahlen
Corporate Social Responsibility
verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln, welches über die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hinaus geht
Nenne die drei Anspruchsgruppen der Anspruchsgruppenkonzepte
Shareholder-Value-Ansatz
Stakeholder-Value-Ansatz
Normativ-Kritisches-Anspruchsgruppenkonzept
Shareholder-Value-Ansatz.
Ein Unternehmen welches nach dem Shareholder-Value-Ansatz handelt, berücksichtigt nur die Interessen seiner Kapitalgeber und legt die Maximierung des Gewinns als einziges Ziel fest.
Stakeholder-Value-Ansatz
Gewinn soll maximiert werden, dabei werden im Unterschied zum Shareholder-Value-Ansatz alle Stakeholder berücksichtigt, welche das Unternehmen heute oder in Zukunft negativ beeinflussen können.
Code of Conduct
Schriftlich festgehaltener "Verhaltenskodex" als Katalog von verbindlichen Verhaltensregeln.
Wird gemacht, wenn Unternehmung mehr tun will als vom Staat verlangt.
Unternehmensleitbild
-Elemente und Fragen dazu
Ein Leitbild ist die langfristige Zielvorstellung eines Unternehmens. dient Unternehmen und Mitarbeitenden als Wegweiser und macht unternehmerisches Handeln für die Öffentlichkeit überprüfbar.
Identität --> Wer sind wir?
Ziele --> Welchen wirtschaftlichen Zweck verfolgen wir? Welche Produkte und welche Dienstleitungen stellen wir her?
Verhaltensgrundsätze --> Wie verhalten wir uns gegenüber den verschiedenen Anspruchsgruppen und welche Grundsätze gelten für unser tägliches Handeln.
Was könnte ein Code of Conduct enthalten?
Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung
Was ist ein Code of Conduct?
Wenn ein Unternehmen im Bereich Ethik mehr tut als vom Staat (Gesetzen) verlangt
è Erarbeitung eines Verhaltenscodex = verbindliche Verhaltensregeln.
Worin unterscheiden sich die drei Anspruchsgruppenkonzepte?
Shareholder – Value Ansatz: Kapitalgeber und deren Interessen sind das wichtigste. Gewinnmaximierung als oberstes Ziel. Annahme, dass in einem freien Markt die unsichtbare Hand (Adam Smith) automatisch die gesellschaftliche Wohlfahrt maximiert.
Stakeholder – Value Ansatz: è Stakeholder – Relevanz – Matrix untersucht, wie stark ein Stakeholder gegenwärtig oder zukünftig das Unternehmen negativ beeinflussen kann und wie stark die Anspruchsgruppen vom Unternehmen beeinflusst werden. Bei grossem Einfluss eines Stakeholders auf das Unternehmen, welcher gleichzeitig kaum beeinflussbar ist (grosse Macht, z.B. Öffentlichkeit) werden die Interessen prioritär gewahrt.
Normativ – kritische Anspruchsgruppenkonzept: jede Anspruchsgruppe als Bürger mit gleicher Würde und moralischen Rechten. Ab die Interessen einer Anspruchsgruppe bedient werden hängt nicht von ihrer Macht über das Unternehmen ab, sondern vom Ausmass und der Betroffenheit des Stakeholders.
Welche verschiedenen Verständnisse von Unternehmensethik gibt es und welche Merkmale weisen diese auf? è 3 unternehmensethische Ansätze:
Instrumentale Unternehmensethik: Schutz vor Umsatzeinbrüche, staatliche Eingriffe, Schädigung des Rufes. Verhalten ist Instrument für Gewinnerzielung. Verzicht auf den heutigen Gewinn, soll längerfristig in Form von späterem Gewinn auszahlen.
Karikative Unternehmensethik: Oberstes Ziel = unmittelbare Gewinnmaximierung, ohne spezielle Berücksichtigung ethischer Grundsätze. Im Nachhinein Teil des Gewinns z.B. durch Spenden verwenden.
„Es wird ein möglichst grosser Kuchen gebacken, von dem, je grösser der Kuchen, desto grösser wird das Stück, welches einem wohltätigen Zweck zugeführt wird.“
Integrative Unternehmensethik: Miteinbezug aller ethnischen Fragen von Anfang an in das unternehmerische Handeln. Es beginnt bei einem sinnvollen Produkt (keine ethisch fragwürde Produkte wie z.B. Landminen), geht weiter über die Bedingungen der Produktion bis hin zu den ganzen sozialen und ökologischen Folgen.
Mit welchen Fragen beschäftigt sich die Unternehmensethik?
Mit den moralischen Wertvorstellungen von Unternehmen. Umgang des Unternehmens mit der Gesellschaft und deren Anliegen und Interessen sowie Normen/Werte und den Umgang mit der Umwelt. èCorporate Social Respnsibility.
Normatives und kritische Anspruchsgruppenkonzept
versteht jeder Stakeholder als Bürger mit gleicher Würde und moralischen Rechten. Ansprüche der Stakeholder hängen vom Ausmass der Betroffenheit ab. Das Unternehmen prüft die Ansprüche, bemüht sich um eine faire Verteilung von Lasten und Nutzen und ist bereit auf einen ethisch zweifelhaften Gewinn zu verzichten.
Shareholder-Value-Ansatz
Nenne das oberste Ziel und welches sind die zu berücksichtigenden Anspruchsgruppen
Das oberste Ziel ist die Gewinnmaximierung, wobei diese automatisch auch zur gesellschaftlichen Wohlstandsmaximierung fürht.
Anspruchsgruppen
Direkt werden die Interessen der Kapitalgeber berücksichtigt, wobei damit indirekt auch die Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen optimal befriedigt werden.
Stakeholder-Value-Ansatz (Strategisches Anspruchsgruppenkonzept)
Nenne das oberste Ziel und welches sind die zu berücksichtigenden Anspruchsgruppen
Ziel: Gewinnmaximierung
Anspruchsgruppen: Jene Anspruchsgruppen welche das Unternehmen gegenwärtig oder zukünftig negativ beeinflussen können.
Normativ-kritisches Anspruchsgruppenkonzept
Nenne das oberste Ziel und welches sind die zu berücksichtigenden Anspruchsgruppen
Ziel: Verzicht auf ethisch zweifelhaften Gewinn
Anspruchsgruppen: Jene Anspruchsgruppen, welche durch das unternehmerische Handeln betroffen sind und berechtigte Ansprüche haben.
Unternehmenskultur
Unter Unternehmenskultur verstehen wir die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten der Mitarbeiter und somit das Erscheinungsbild eines Unternemens prägt.
Erkläre das Eisbergmodell!
Funktion des Eisbergmodell: Oft angewendete Sichtweise zur Veranschaulichung der Kultur im Kontext der BWL.
ÜBER WASSER:
- Handbücher
- Reglemente
- Vorschriften
UNTER WASSER:
Unternehmensinterne Merkmale:
- Werte
- Normen
- Rituale
- Geschichten & Mythen
- Sprachregeln & Sprachgebrauch
- Symbole
- (Haltungen)
- (Einstellungen)
2. Unternehmensexterne, gesellschaftliche Elemente:
- Machtdistanz
- Indiviudalismus
- Maskulinität/Femininität
- Risikokultur
Erläutere die gesellschaftlichen und unternehmerischen Kulturmerkmale mit Beispielen!
Werte: Massstäbe, die beim Handeln Orientieren
(Bsp: Sparsamkeit, Fleiss, Disziplin, Umweltbewusstsein)
- Normen: Verhaltensregeln (CODE OF CONDUCT) zur Koordinierung des Zusammenlebens
(Bsp: Ehrlichkeit, Offenheit, Respekt, Toleranz)
- Rituale: Regelmässige Ereignisse oder Vorgehensweisen
(Bsp: Gemeinsame Kaffeepause, MA-Anlässe, Freitagsbier)
- Geschichten & Mythen: Hintergrund der Kultur, die MA Zusammengehörigkeitsgefühl geben.
(Bsp: Arbeitsmoral der Gründer, Unternehmensgeschichte)
- Sprachregeln & Sprachgebrauch: Gemeinsame Ebene der Kommunikation und Kulturbildung
(Bsp: Fachsprache oder Abkürzungen)
- Symbole: Kennzeichen der UN und MA gegen Aussen
(Bsp: Uniformen, Logos, Farben – CI, etc.)
Was ist unter dem Begriff «Kultur» zu verstehen?
Gegenseitiger Umgang
- Innerhalb Hierarchiestufen
- Ziel: Kommunikation, Konfliktlösung, gemeinsames Erleben
- Gemeinsames Verständnis von Verhaltensnormen und Werten
Definiere «Corporate Governance»
Grundsatz: Sämtliche Grundsätze und Regeln, die eine oberste Führung von UN berücksichtigen muss (Quasi Verfassungen einer UN)
Nenne die zwei Grundtypen der Unternehmenskulur und erkläre sie
- Zentralische Unternehmenskultur - Die Unternehmenskultur wird von einer sich mächtig fühlenden Unternehmensleitung als Intrument zum Unternehmenserfolg eingesetzt, das Handeln richtet sich primär nach dem Kostenbewusstsein.
- Dezentrale Subkulturen - Diese Unternehmenskultur ist natürlich gewachsen, die lässt Veränderungen zu und wird durch die Mitarbeitenden geprägt. Der Einsatz und die Fähigkeiten jedes Einzelnen sind wichtig, man ist offen und lernbereit.
Mit welchen Merkmalen kann die Kultur beschrieben werden?
und beschreibe kurz
Werte - Massstäbe, an denen sich Menschen beim Handeln orientieren
Normen - Verhaltensregeln (Code of Conduct) Mit welchem das Zusammenleben koordiniert wird
Rituale - Regelmässige Ereignise oder Vorgehensweisen