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P. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen des Rechnungswesens auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Kostenarten, Kostenträger, Abschreibungen, Eigenkapital und Gewinn ab, wobei auch spezifische Begriffe wie Gemeinkosten, Arbitrage und Opportunitätskosten behandelt werden. Die Karteikarten sind ideal für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Verständnis der finanziellen Prozesse in Unternehmen vertiefen möchten.
Karten
90
Lernende
14
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
07.08.2015 / 09.05.2025

Lernkarten

 Stellen Sie die optimale Kapitalstruktur graphisch dar!

 

siehe Grafik

 Was besagt das „Irrelevanztheorem der Kapitalstruktur“?

 

Kapitalstruktur ist irrelevant für die Gesamtkapitalkosten

Voraussetzung: vollkommenen Kapitalmarkt im Gleichgewicht

Unter dieser Voraussetzung besagt das Irrelevanztheorem, dass Kapitalstrukturentscheidungen keine Auswirkungen auf den Marktwert eines Unternehmens haben. Das bedeutet, für die Vermögensposition der Anteilseigner spielt es letztlich kein Rolle, in welchem Verhältnis ein Unternehmen auf Eigenkapital und Fremdkapital zurückgreift. Damit steht das Irrelevanztheorem im Gegensatz zur traditionellen Hypothese einer optimalen Kapitalstruktur.

 

 Was sind fixe Kosten?

 

⦁    Fixe Kosten verhalten sich gegenüber der Produktionsmenge innerhalb eines Kapazitätsblockes konstant. (Gehalt, Abschreibungen, Verwaltung)
⦁    Sie verändern sich nur, wenn eine Kapazitätserweiterung (Investition) bzw. ein Kapazitätsabbau (Deinvestition) erfolgt. Dann spricht man von Sprungfixen Kosten

 

Was sind „variable Kosten“? Wie können diese verlaufen?

 

⦁    variable Kosten verändern sich mit der Produktionsmenge (Materialkosten, Energie, Akkordlöhne)
⦁    mögliche Verläufe: linear, überproportional, unterproportional

 

Welcher Verlauf bei den variablen Kosten entspricht dem Normalfall?

 

⦁    unterproportional, d.h. mit steigender Produktionsmenge sinken die Stückkosten

 

Was versteht man unter dem Begriff der Grenzkosten?

 

⦁    Grenzkosten, ist der Kostenzuwachs durch die zuletzt produzierte Einheit. Sie werden durch den Verlauf der variablen Kosten bestimmt.
⦁    Bei steigender Produktionsmenge nehmen die Grenzkosten ab. In der Volkswirtschaft idealtypischer Verlauf der Kosten.

 

 Welche Kostenarten werden in  der Kostenrechnung unterschieden?

 

⦁    Einzelkosten
⦁    Gemeinkosten
⦁    unechte Gemeinkosten

 

 Was sind Einzelkosten?

 

⦁    Kosten, die der jeweiligen Bezugsgröße (Kostenträger) direkt zurechenbar sind

 

Was sind Gemeinkosten?

 

⦁    Kosten, die der jeweiligen Bezugsgröße nicht direkt zurechenbar, sondern müssen geschlüsselt werden

 

 Was sind unechte Gemeinkosten

 

⦁    Kosten, die theoretisch Einzelkosten sind, die aber aus Gründen der Wirtschaftlichkeit oder Praktikabilität als Gemeinkosten behandelt (z.B. Schmierstoffe).

 

Gibt es einen Zusammenhang Einzel- /Gemeinkosten und varablen /fixen Kosten?

 

Bei der Bezugsgröße Kostenträger gilt:
⦁    Einzelkosten sind immer variable Kosten.
⦁    fixe Kosten sind immer Gemeinkosten.

 

 Welche Kostenrechnungssysteme können nach dem Sachumfang unterschieden werden? Nennen und erläutern Sie diese kurz!

 

⦁    Vollkostenrechnung: alle Kosten werden auf die Bezugsgrößen (= Kostenträger) verrechnet
⦁    Teilkostenrechnung: nur die variablen Kosten werden auf die Bezugsgröße (= Kostenträger) verrechnet; die Fixkosten werden „en bloc“ abgesetzt

 

 Was ist der Break Even Point?

 

⦁    Der Break Even Point kennzeichnet die Produktions- und Absatzzahl, bei der die Fixkosten exakt abgedeckt sind. Dies entspricht der Gewinnschwelle.
⦁    An diesem Punkt entspricht die Summe der erwirtschafteten Deckungsbeiträge exakt dem Fixkostenblock. Genutzt um die zu produzierende Stückzahl zu ermitteln, um Gewinn zu machen.

 

Welche Kostenrechnungssysteme können nach dem Zeitbezug unterschieden werden? Nennen und erläutern Sie diese kurz!

 

⦁    Ist-Kostenrechnung: tatsächlich angefallene Kosten einer Periode werden berücksichtigt
⦁    Normalkostenrechnung: Verwendung von Durchschnittswerten
⦁    Plankostenrechnung: Verwendung geplanter Kosten

 

Grenzen Sie Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung voneinander ab!

 

⦁    Kostenartenrechnung: Welche Kosten sind angefallen?
⦁    Kostenstellenrechnung: Wo sind die Kosten entstanden?
⦁    Kostenträgerrechnung: Wofür sind die Kosten angefallen?

 

⦁    Was sind …
⦁    … betriebliche Erträge / Aufwendungen
⦁    … neutrale Erträge / Aufwendungen
⦁    … betriebsfremde Erträge / Aufwendungen
⦁    … außerordentliche Erträge / Aufwendungen
⦁    … periodenfremde Erträge / Aufwendungen

 

… betriebliche Erträge / Aufwendungen  -> entstehen aus dem normalen Betriebszweck
… neutrale Erträge / Aufwendungen -> entstehen aus Transaktionen, die nicht dem normalen Betriebszweck entsprechen (Unterscheidung in betriebsfremde / außerordentliche / periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen)
… betriebsfremde Erträge / Aufwendungen -> Transaktion steht in keinerlei Beziehung zur betrieblichen Leistungserstellung (z.B. Spende für karitative Zwecke)
… außerordentliche Erträge / Aufwendungen -> Transaktion zwar betriebsbedingt, jedoch nach Höhe und Art so außergewöhnlich, dass er nicht als Kosten verrechnet wird (z.B. Katastrophenschäden)
… periodenfremde Erträge / Aufwendungen -> Transaktion zwar betriebsbezogen, fallen aber erst in einer späteren Periode an (z.B. Gewerbesteuernachzahlung)

 

Welche beiden Methoden gibt es bei der mengenmäßigen Verbrauchsbestimmung? Nennen und erläutern Sie diese kurz!

 

⦁    Inventurmethode: Verbrauch (Abgänge) = Anfangsbestand + Zugänge - Endbestand
⦁    Fortschreibungsmethode: Verbrauch = Summe der Entnahmemengen lt. Materialentnahmeschein

 

Für die Verbrauchs- und Vorratsbewertung können verschiedene Methoden verwendet werden. Nennen Sie die drei grundsätzlichen Möglichkeiten!

 

  • tatsächliche Anschaffungspreise
  • durchschnittlicher Anschaffungspreis
  • Anwendung eines Verbrauchsfolgeverfahrens

⦁    Nennen und erläutern Sie kurz folgende Verbrauchsfolgeverfahren!
⦁    FIFO
⦁    LIFO
⦁    HIFO
⦁    LOFO

 

FIFO: First in First out  zuerst Entnahme der ältesten Bestände
LIFO: Last in First out  zuerst Entnahme der neuesten Bestände
HIFO: Highest in First out  zuerst Entnahme der teuersten Bestände
HIFO: Highest in First out  zuerst Entnahme der teuersten Bestände
LOFO: Lowest in First out  zuerst Entnahme der preiswertesten Bestände

 

Welche Bewertungsmöglichkeiten sind steuerrechtlich zulässig?

 

⦁    FIFO
⦁    Durchschnittsverfahren

 

Was versteht man unter „Abschreibungen“?

 

  • Abschreibung: Beträge, die aufgrund einer planmäßigen Rechnung zur Erfassung des Wertverzehrs am Anlagevermögen
  • in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand und
  • in der Kostenrechnung als Kosten angesetzt werden

Warum spielen Abschreibungen im Rechnungswesen eine Rolle?

 

⦁    Über die Abschreibungen wird der Wertverlust eines Vermögensgegenstands berücksichtigt.

 

Wie lautet die steuerrechtliche Abkürzung für die Abschreibung?

 

⦁    AfA : Absetzung für Abnutzung

 

 Was ist das theoretische Abschreibungsziel?

 

⦁    Mit den Abschreibungen soll so viel Geld einbehalten werden, dass beim planmäßigen Ausscheiden des Vermögensgegenstands ein neuer Vermögensgegenstand erworben werden kann.

 

⦁    Im Bereich der Abschreibung kommen folgende Begriffe vor:
⦁    Anschaffungskosten
⦁    Verkehrs- bzw. Zeitwert
⦁    Wiederbeschaffungswert
⦁    Buchwert
Definieren Sie diese Begriffe!

 

⦁    Anschaffungskosten:
Kaufpreis + Nebenkosten (z. B. Transport)
⦁    Verkehrs- bzw. Zeitwert:
aktueller Wert eines Vermögensgegenstands
⦁    Wiederbeschaffungswert:
Wert eines neuen, vergleichbaren Vermögensgegenstands
⦁    Buchwert:
Wertangabe eines Vermögensgegenstandes oder eines Schuldenteils in der Bilanz (Berechnung: Anschaffungs- oder Herstellungskosten bereinigt um die Abschreibungen und Zuschreibungen)

 

Welche Abschreibungsmethoden gibt es? Nennen und erläutern Sie diese kurz!

 

⦁    lineare Abschreibung:
gleichmäßige Verteilung des Anschaffungsbetrages auf die geplante Nutzungsdauer
⦁    geometrisch-degressive Abschreibung:
im Zeitablauf sinkende Abschreibungsbeträge; Berechnung über die Anwendung eines festen Prozentsatzes vom Restbuchwert
⦁    arithmetisch-degressive Abschreibung (= digitale Abschreibung)
im Zeitablauf fällt die Abschreibung jedes Jahr um den gleichen Betrag (Degressionsbetrag)

 

Welche dieser Abschreibungsmethoden sind steuerrechtlich zulässig?

 

⦁    lineare Abschreibung
⦁    geometrisch-degressive Abschreibung

 

 Beurteilen Sie die lineare und die geometrisch-degressive Abschreibung!

⦁    lineare Abschreibung:
einfache Berechnung; keine Erfassung des tatsächlichen Wertverlustes
⦁    geometrisch-degressive Abschreibung:
Erfassung des tatsächlichen Wertverlustes; schwierigere Berechnung; kein Restbuchwert von Null

 

Was sind „kalkulatorische Kosten“? Welche Arten von kalkulatorischen Kosten gibt es?

 

⦁    kalkulatorische Kosten:
Kosten, denen kein Aufwand gegenübersteht; sie werden eigens für kostenrechnerische Zwecke „kalkuliert“
⦁    kalkulatorische Zinsen
⦁    kalkulatorischer Unternehmerlohn
⦁    kalkulatorische Miete

 

 Welche Aufgaben erfüllt die Kostenstellenrechnung?

 

  • Kostenkontrolle: Jede Kostenstelle untersteht einem Kostenstellenleiter. Diese sind für die Kosten der Abteilungen verantwortlich.
  • Vorbereitung auf die Kostenträgerrechnung:  Bestimmung der Selbstkosten der Produkte. (Letzendlich müssen alle Kosten auf das einzelne Produkt (=Kostenträger) zugeordnet werden)

Welche Kostenrechnungsprinzipien können bei der Kostenstellenrechnung angewendet werden? Nennen und erläutern Sie diese kurz!

 

⦁    Verursachungsprinzip:
einem Bezugsobjekt (Kostenträger) dürfen nur jene Kosten zugerechnet werden, die dieses verursacht hat
⦁    Durchschnittsprinzip:
einem Bezugsobjekt  werden diese Kosten zugeordnet, die im Durchschnitt auf den Kostenträger entfallen
⦁    Tragfähigkeitsprinzip:
die nicht verursachungsgemäß zurechenbaren Kosten werden im proportionalen Verhältnis zu den Absatzpreisen oder Deckungsbeiträgen der Kostenträger auf eben diese Kostenträger

 

Was ist eine Hilfskostenstelle? Was ist eine Hauptkostenstelle?
 

 

⦁    Hilfskostenstelle:
Verteilung der Kosten auf die Hauptkostenstellen
⦁    Hauptkostenstelle:
Verrechnung im Kalkulationsschema direkt auf die Kostenträger

 

Was versteht man unter dem Betriebsabrechnungsbogen (BAB)?

 

  • Verfahren der Kostenstellenrechnung zur Umlage von Gemeinkosten auf Kostenstellen
  • der BAB ist eine Tabelle, in der zeilenweise die Kostenarten und spaltenweise die Kostenstellen aufgeführt sind

Was ist das Ziel bzw. was sind die Aufgaben des BAB?

 

  • Verteilung der primären Gemeinkosten auf die Kostenstellen (nach dem Verursachungsprinzip)
  • Durchführung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung
  • Bildung von Kalkulationssätzen
  • (Kontrolle der Kosten bzw. ihre Vorbereitung)

Welche beiden Formen des BAB gibt es und worin liegt der Unterschied?

 

einstufiger BAB
Beim einstufigen BAB sind nur Hauptkostenstellen erfasst, deren Kosten auf die einzelnen Kostenträger verrechnet werden.

mehrstufiger BAB
Bei mehrstufigen BAB mehrstufigen BAB werden zuerst die Kosten der Hilfskostenstellen mittels Verrechnungssätze auf die Hauptkosten verteilt (innerbetriebliche Leistungsverrechnung)

 

Wie werden im BAB die Gemeinkosten-Zuschlagssätze ermittelt? Nennen Sie Beispiele!

 

  • (entsprechende Gemeinkosten / entsprechende Einzelkosten) * 100
  • Bsp.: Materialgemeinkosten, Fertigungsgemeinkosten, Verwaltungsgemeinkosten, Vertriebsgemeinkosten

Was versteht man unter der „innerbetrieblichen Leistungsverrechnung“?

 

⦁    Verrechnung von innerbetrieblichen Leistungen, d.h. Leistungen, die nicht an den Kunden verkauft werden, sondern im eigenen Betrieb Verwendung finden

 

Warum ist eine Verwendung von Schlüssel bei der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung erforderlich?

 

⦁    keine direkte Zuordenbarkeit der entsprechenden Gemeinkosten auf die Hauptkostenstellen

 

Welche Verfahren der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung gibt es? Nennen und erläutern Sie kurz dies Verfahren!

 

⦁    Anbauverfahren
 völlige Vernachlässigung des innerbetrieblichen Leistungsaustausches zwischen den Hilfskostenstellen; Abrechnung der Hilfskostenstellen nur über die Hauptkostenstellen
⦁    Stufenleiterverfahren
 Näherungsmethode zur schrittweisen Berechnung der innerbetrieblichen Verrechnungssätze; bei jeder abzurechnenden Hilfskostenstelle die Leistungen von den Hilfskostenstellen, die noch nicht abgerechnet sind, vernachlässigt werden
⦁    Gleichungsverfahren
 Ermittlung der Verrechnungssätze für die innerbetrieblichen Leistungen mit Hilfe eines Systems linearer Gleichungen; die Variablen entsprechen den gesuchten Verrechnungssätzen

 

Worin unterscheiden sich diese Verfahren der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung? Welches Verfahren ist am genauesten?
 

⦁    Unterscheidung liegt in der Berücksichtigung der Leistungsbeziehungen zwischen den Hilfskostenstellen.
⦁    Anbauverfahren:
keine Berücksichtigung
⦁    Stufenleiterverfahren:
einseitige Berücksichtigung
⦁    Gleichungsverfahren:
wechselseitige Berücksichtigung
⦁    am genauesten:  Gleichungsverfahren

 

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