Einführung Wirtschaftsinformatik

Einführung in die Wirtschaftsinformatik

Einführung in die Wirtschaftsinformatik


S. L.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Wirtschaftsinformatik auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Unternehmensaufgaben, Systeme, digitale Produkte und Geschäftsmodelle ab, wobei auch Cloud Computing, IKT und Management behandelt werden. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachleute, die sich mit der Integration von Technologie in betriebliche Prozesse und Strategien auseinandersetzen möchten. Die Karteikarten vermitteln praktische Beispiele und theoretische Grundlagen, die für die Gestaltung und Optimierung von Informationssystemen essenziell sind.
Cartes-fiches
362
Utilisateurs
42
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
03.02.2016 / 26.01.2026

Cartes-fiches

Was sind Suchkosten?

Zeitlicher Aufwand (in Geld bewertet), die für die Suche nach einem Produkt und des günstigsten Preisen aufgewendet wird.

Was sind Shopping Bots?

Preis- und Produktvergleichsportale, z.B. billiger.de

Was versteht man unter einem elektronischen Marktplatz und welche Vorteile bietet dieser für seine Nutzer? 

elektronischer Marktplatz = virtueller Markt innerhalb eines Datennetzes (z.B. Internet)

  • Vorteile
    • Informationsasymmetrie wird verringert
    • Zeitliche und Räumliche Distanz wird verringert
    • Gleichberechtigung der Marktpartner

3.6 Enterprise Application Integration und Electronic Data Interchange
Veranschaulichen Sie an einer Grafik die Rolle der EAI als Informationsdrehscheibe zwischen verschiedenen Anwendungssystemen.

...

Definiere den Begriff Middleware. Was ist ein zentrales Merkmal?

Software zur Kommunikation zwischen verschiedenen Anwendungen/Datenbanken.

Zentrales Merkmal: Heterogenität wird überwunden (jedes OS, Programmiersprache, ...)

Was ist EDIFACT?

Ein branchenübergreifender, internationaler EDI-Standard. Es ist weltweit, vor allem in Europa, weitverbreitet.

Welche drei Schichten des EDI gibt es? (Angefangen bei der obersten)

  1. Anwendungsebene klassisches EDI, Web-EDI
  2. Nachrichtenformate EDIFACT, XML
  3. Übertragungsnetz Internet, ...

4.1 Grundlegende Entwurfskonzepte
Welchen Arten von Änderungen von Geschäftsprozessen gibt es? (4)
Nach aufsteigender Risikowahrscheinlichkeit!

  1. Automation
  2. Rationalisierung
  3. Reengineering
  4. Paradigmenwechsel

Änderungen von Geschäftsprozessen
Was bedeutet Automation?

Übertragung von ehemals manuell ausgeführten Aufgaben auf den Computer

Änderungen von Geschäftsprozessen
Was bedeutet Rationalisierung?

Optimierung von Standardbetriebsabläufen, z.B. Engpässe eliminieren

Änderungen von Geschäftsprozessen
Was bedeutet Geschäftsprozess-Reengineering?

Radikaler Neuentwurf von Geschäftsprozessen, um Kosten, Qualität und Service zu verbessern.

Änderungen von Geschäftsprozessen
Was bedeutet Paradigmen-Wechsel?

Radikale Konzeptüberarbeitung des Geschäftsmodells sowie des Organisationsdesigns
z.B. neue Produkte, Geschäftsmodelle

Geschäftsprozesse
Was bedeutet Durchlaufzeit?

Zeit, die ein Prozess zum kompletten Durchlauf benötigt

Geschäftsprozesse
Was bedeutet Varianz in der Durchlaufzeit?

Die Durchlaufzeit unterscheidet sich bei mehreren (gleichen) Prozessen

Geschäftsprozesse
Was sind Zeichen für Veränderungsbedarf? (mind. 2)

  • zu viele Fallunterscheidungen / komplizierte Prozesse
  • geringer Servicelevel (hohe Durchlaufzeit)
  • hohe Ressourcenauslastung bzw. Überlastung
  • hohe Varianz in der Durchlaufzeit
  • Zahl der Organisationsbrüche (organisatorische Schnittstellen)
  • Zahl der Medienbrüche

Geschäftsprozesse
Wie kommt man von einer betrieblichen Problemstellung zu einem Anwendungssystem?

Da ein Anwendungssystem einen Geschäftsprozess unterstützen soll, muss man bei der Konzeptionierung des Anwendungssystems die Anforderungen berücksichtigen.

Geschäftsprozesse
Was ist der Unterschied zwischen einem Fachkonzept und einem DV-Konzept?

  • Fachkonzept Betriebswirtschaftliche Problemstellung und Lösung bereitstellen
  • DV-Konzept (Datenverarbeitungskonzept)
    • Leitet sich aus der Lösung des Fachkonzepts ab!
    • Wie kann die Lösung technisch umgesetzt werden?
  • Anschließende Implementierung

Entwurfskonzepte
Stellen Sie den klassischen Systementwicklungsprozess und seine Phasen grafisch dar. (6 Phasen)

  1. Systemanalyse (Problemidentifikation, Lösungsspezifikation, Einrichten von Informationsanforderungen)
  2. Systementwurf
  3. Programmierung (Entwurf in Programmcode übersetzen)
  4. Testen
  5. Migration
  6. Produktion und Wartung (--> weiter bei Schritt 1 mit neuen Problemen / Anpassungen)

Anforderungsanalyse
Was ist eine Anforderung  an ein (neues) System?

legen qualitative und quantitative Eigentschaften eines Produkts aus Kundensicht fest
Kunde definiert seine Anforderungen

Anforderungsanalyse
Was ist eine Systemanalyse?

systematische Vorgehensweise, um die Anforderungen zu ermitteln (iterativ).

Anforderungsanalyse
Welche Schritte umfasst die Systemanalyse?

  1. Anforderungen ermitteln
  2. ... festlegen und beschreiben
  3. analysieren
  4. animieren und simulieren
  5. verabschieden --> Ins Lastenheft

Anforderungsanalyse
Was ist die Aufgabe eines Lastenheftes?

Das Lastenheft beschreibt ergebnisorientiert die "Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers".
Der Auftraggeber sollte das Lastenheft formulieren.

Was sind Inhalte eines Lastenheftes?

Nenne mindestens eine nichtfunktionale Anforderung an ein Lastenheft

  • Sicherheitsanforderungen
  • GUI aussehen
  • Support
  • Qualitative Anforderungen

4.2 Klassische Prozessmodelle des Software-Engineering
Was versteht man unter Software-Engineering? (Definition)

Zielorientierte Bereitstellung und systematische Verwendung von Prinzipien, Methoden und Werkzeugen für die arbeitsteilige, ingenieurmäßige Entwicklung und Anwendung von umfangreichen Softwaresystemen.

Kurz: Analogie zu systematischer Entwicklung eines Autos, ...durch einen Ingenieur.

Definiere Projekt.

Ein Projekt ist ein Vorhaben, das im wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen / Umstände in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist.

Einmalige Zielforgaben - jedes Projekt ist anders.
z.B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle oder andere begrenzungen

Was versteht man unter Projektphasen?

Zusammenfassung von logisch und zeitlich verknüpften Projektvorgängen.

Sachliche Trennung wird als "Meilenstein" bezeichnet.
z.B. Planungsphase, Umsetzungsphase, Controlling, Abschluss

Was bezeichnet das Projektmanagement?

Gesamtheit von Führungsaufgaben.

Welche zentrale Frage beantworten Prozessmodelle?

Was ist wann zu tun?

Was wird durch ein Prozessmodell festgelegt?

  • Aktivitäten
  • Arbeitsablauf (Reihenfolge)
  • Definition der Ergebnisse
  • Fertigstellungskriterien
  • Verantwortlichkeiten / Kompetenzen
  • Standards, Richtlinien, Methoden, Werkzeuge

Stellen Sie die Phasen des Wasserfallmodells grafisch dar. (7)

  1. Systemanforderungen
  2. Softwareanforderungen
  3. Analyse
  4. Entwurf
  5. Codierung
  6. Testen
  7. Betrieb

Welche Prozessmodelle gehören zu den Grundlegenden Prozessmodellen?

Welche Prozessmodelle gehören zu den Disziplinierten Prozessmodellen?

Welche Prozessmodelle gehören zu den agilen Prozessmodellen?

Was trifft auf das Wasserfallmodell zu?

Was trifft auf das V-Modell zu?

Was bedeutet Verifikation in einem V-Modell?

Übereinstimmung eines Produktes mit der Spezifikation.

Was bedeutet Validierung in einem V-Modell?

Abschließender Test / Abnahmetest, meistens gemeinsam mit dem Kunde.

Kann das System das, was es soll?

Was sind Vorteile des Wasserfallmodells? (mind. 2)

  1. Phasen werden in der richtigen Reihenfolge und vollständig durchlaufen
  2. Dokument am Ende einer Phase
  3. sequentieller Entwicklungsablauf
  4. Unterstützt Top-Down Vorgehen
  5. einfach, verständlich, vergleichsweise wenig Managementaufwand

Was sind Nachteile des Wasserfallmodells?

  1. Feste, sequentielle Reihenfolge und vollständiges Durchlaufen einer Phase ist nicht immer sinnvoll
  2. Dokumentation ist gegebenenfalls wichtiger als das System Selbst (zu Hoher Zeitaufwand für Dokumentation)
  3. Risikofaktoren werden zu wenig berücksichtigt

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