Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.
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Cartes-fiches
Lektion 1. Was ist Wissenschaft?
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1.1 Wissenschaft als methodisch geregeltes Erkenntnissystem
1. Was unterscheidet Wissenschaft von Religion?
Religion und Wissenschaft handeln immer von völlig unterschiedlichen Gegenständen.
Religion verfährt bei der Erkenntnisgewinnung im Gegensatz zu Wissenschaft unpersönlich.
Wissenschaft verfährt bei der Erkenntnisgewinnung im Gegensatz zur Religion unpersönlich.
2. Was heißt Ontologie?
Ontologie ist ein Synonym für Subjektivität.
Ontologie ist die Lehre vom Seienden, also dem, was faktisch ist.
Ontologie ist die Lehre vom Seienden, also dem, was faktisch ist.
3. Was charakterisiert Wissenschaft?
Ontologie
Methode
Erkenntnisinhalte
1.2 Wissenschaft als soziales System
1. Welche Aussage stimmt?
Wissenschaft ist ein methodisch geregeltes Erkenntnissystem.
Wissenschaft ist eine soziale Praxis.
2. Was versteht man unter quantitativen Methoden im engeren Sinne?
Das Sammeln von Daten und die Auswertung von Daten mit Hilfe der Statistik.
Das Bestimmen der wesensmäßigen Eigenschaften eines Forschungsgegenstandes.
1.3 Systematik der Wissenschaft? Einheit der Wissenschaft?
1. Welches Problem stellt heutzutage die größere Herausforderung für die Sozialwissenschaft in ihrer Gesamtheit dar?
Der Streit zwischen den BWL-Studenten und den VWL-Studenten.
Der Streit um das richtige Menschenbild (homo oeconomicus, sociologicus, ...) und die daraus abgeleiteten methodischen Vorgehensweisen.
Der Kulturstress bei interdisziplinären Forschungsvorhaben.
2. Der Methodenpluralismus stellt für die Sozialwissenschaften im Grunde in keiner Weise
ein inhaltliches Problem dar, sondern ist ein rein soziales Problem im Umgang miteinander.
Von Kommunikationsproblemen zwischen den Forschern abgesehen ist der Methodenpluralismus
grundsätzlich eine Quelle inhaltlicher Bereicherung, die durch Interdisziplinarität
angezapft werden kann.
Lektion 2. Einige Meilensteine der Wissenschaftstheorie
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2.1 Die naturwissenschaftliche Tradition
1. Warum sind die Naturwissenschaften kein gutes Vorbild für die Wirtschaftswissenschaften?
Weil die Wirtschaftswissenschaften vom Menschen handeln. Durch den freien Willen orientiert sich das menschliche Handeln an Zweck und Ziel. Die Objekte der Naturwissenschaften kennen hingegen kein Ziel. Dadurch müssen andere Methoden zur Erkenntnisgewinnung eingesetzt werden.
Weil die Wirtschaftswissenschaften mit ihren Prognosen oftmals danebenliegen und daher die Aussagen der Wirtschaftswissenschaften qualitativ anders sind als die Aussagen der Naturwissenschaften.
2. Bei der Wissenschaft geht es immer um die Erklärung von Kausalität (Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge).
2.2 Karl Popper und der Kritische Rationalismus
1. Welche Aussagen treffen zu?
Wissenschaftliche Erkenntnisse werden durch Beweise ein für alle Mal gesichert.
Jede wissenschaftliche Aussage muss laut Karl Popper falsifizierbar sein.
Deduktion heißt, dass vom Allgemeinen auf das Spezielle geschlossen wird.
Induktives Schließen bedeutet, dass Aussagen überprüft werden.
Karl Popper ist der bekannteste Vertreter des Kritischen Rationalismus.
Begrifflichkeiten sind wahr oder falsch.
Begrifflichkeiten unterliegen keinem Wahrheitskriterium, sondern einem Nützlichkeitskriterium.
In ihnen schwingen immer theoretische Vorentscheidungen mit.
Mit einem geeigneten Basissatz kann die Wissenschaft eine Erkenntnis endgültig als unzutreffend verwerfen.
Der Falsifikationismus kann falsifiziert werden.
Im Kritischen Rationalismus bedeutet wissenschaftlicher Fortschritt, dass man durch das beständige Aufstellen und Verwerfen von wissenschaftlichen Aussagen der Objektivität und Wahrheit immer näher kommt, auch wenn man letztlich niemals mit Sicherheit weiß, ob man nun die Wahrheit gefunden hat.
2.3 Probleme des Falsifikationismus
1. Welche Aussagen treffen zu?
Das Basissatzproblem besagt, dass man von empirischen Beobachtungen nicht auf das Ganze schließen darf.
In der Betriebswirtschaftslehre haben wir es sehr viel mit probabilistischen Aussagen zu
tun, die durch einen einzigen konträren Basissatz noch nicht grundsätzlich falsifiziert werden können.
Gesetze und Theorien, die mit Wahrscheinlichkeitsaussagen verknüpft werden, bedürfen spezieller Konventionen, wann sie als gescheitert und falsifiziert gelten. Diese Konventionen sind Gegenstand der Statistik.
2.4 Max Weber und der Werturteilsstreit
1. Suchen Sie im Internet nach mehreren Interviews des bekannten Ökonomen Hans-Werner Sinn. Steht Hans-Werner Sinn Ihrer Meinung nach für einen Forscher weberianischen Typs?
Die richtige Antwort lautet Jein. Hans Werner Sinn ist das Paradebeispiel von einem Wissenschaftler, der gerne in wirtschaftspolitische Diskussionen persönlich eingreift. Dabei ist er oftmals nicht sehr neutral, sondern nimmt eine Perspektive ein, die manche seiner Kollegen nicht teilen würden. In diesem Sinne scheint er sich nicht sehr an den Forderungen Max Webers zu orientieren. Andererseits unterstreicht Hans Werner Sinn immer wieder, dass die Wissenschaft nur Handlungsempfehlungen geben kann und der Politik die Entscheidung nicht abnehmen könne. In diesem Sinne ist er Weberianer.
2.5 Wertfreiheit und der Positivismusstreit
1. Welche der folgenden Sätze stimmen?
In Begrifflichkeiten stecken meistens wertende Vorannahmen. Man ist sich dessen oft nicht bewusst.
Wertfreie Wissenschaft im Sinne einer absoluten normativen Neutralität ist gar nicht möglich.
In der Forschung sollte ich bei der Durchführung meiner Analyse versuchen, mit Wertungen zurückhaltend zu sein. „Unbefangenheit“ ist eine wissenschaftliche Tugend.
Lektion 3. Aussagen und Fragestellungen
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