CM

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Josh Hill
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Content-Management (CM) auf universitärem Niveau. Sie decken Themen wie die Verwaltung von Inhalten, Produkten und Systemen, sowie die Nutzung von CMS, Datenbanken und verschiedenen Medienformaten wie Audio, Video und XML ab. Besonders relevant sind auch die Bereiche Publishing, Cross-Media-Einsatz und die Integration von MAM/DAM mit Web-CMS. Diese Lernkarten eignen sich ideal für Studierende und Fachleute im Bereich BWL, die sich mit der Verwaltung und Veröffentlichung von digitalen Inhalten auseinandersetzen.
Karten
50
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
06.02.2015 / 25.06.2016

Lernkarten

Das Unternehmen beschafft für die Website ein neues CMS. Zur Auswahl stehen ein statisches, ein dynamisches und ein hybrides CMS. Nennen Sie drei Unterschiede zwischen den Systemen.

Dynamisches CMS (z.B. WordPress) generiert eine HTML-Seite aus dem Template und der Datenbank beim Aufruf neu. Einsatz: miitlere Last und häufige Änderungen

Statisches CMS erstellt eigene HTML-Seite für den Content bei der Erstellung des Contents; muss quasi abgeschlossen auf dem Server liegen. Beinhaltet Publishing-, Quality- und Staging-Server. Wovon nur Staging öffentlich ist. Einsatz bei hoher Last, sich wenig änderndem Content

Hybrides CMS: häufig aufgerufene Inhalte werden statisch festgehalten (z.B. Startseite, Bilder), sich schnell ändernde Inhalte werden dynamisch generiert.
Durch sog. Caching kann ein dynamisches System quasi hybrid werden, hier wird dynamisch generierte Seite eine Zeit lang statisch gehalten um Geschwindigkeitszuwachs zu erzielen.

Begriffserklärung: Content-Management-System

CMS ermöglicht die gemeinsame Erstellung und Verwaltung von (online-)Content. Auf neutrale Datenhaltung wird Wert gelegt. Zur Nutzung keine Fachkenntnisse erforderlich. Bsp.: Joomla, Typo3, Wordpress

Was sind dynamische Internetseiten?

Internetseite wird dynamisch generiert durch Zusammenführung von Layout und Daten aus Datenbank.
 

Was sind statische Websites?

In statischen Websites sind die einzelnen Seiten bereits komplett erstellt. Es erfolgt kein Zugriff auf eine Datenbank.
Problematisch bei Änderungen.

WCMS: Statische Systeme

WCMS erzeugt statische HTML-Seiten. Wird ein neuer Artikel publiziert so wird eine statische HTML Seite auf Grundlage eines Templates generiert und auf den Web-Server gespielt. 
Einsatz: Hochlast, wenig Änderungen
Besteht aus: - Publishing Server: Bearbeitung / Erstellung von Content (Intranet)
                     - Quality Server: Sicherung des Workflows / Qualität (Intranet)
                     - Staging Server: Stellt Lesern die Website bereit (Internet)

WCMS: Dynamische Systeme
 

Generieren Seite aus Template und Datenbank beim Aufruf neu.
Einsatz: Mittlere Last, häufige Änderungen

WCMS: Hybride Systeme

Teile die sich selten ändern sind statisch, teile die sich oft ändern werden dynamisch generiert.
Durch Caching ist es auch möglich einen Teil oder Alles statisch zu halten und in festgelegten Intervallen neu zu generieren.

Was ist ein TMS (Translation Memory System)?

Texte erscheinen in vielen Sprachen z.B. Bedienungsanleitung. Mehrere Übersetzungen möglich.
TMS speichert Segmente ab und vergleicht bzw. schlägt Übersetzungen vor, damit alles einheitlich übersetzt ist.

Was ist Terminologie-Management?

- dient einheitlicher Begriffsverwendung und Übersetzung
- Terminologie-Datenbanken enthalten Begriffserläuterungen und ggf. Übersetzungen

Erläutern Sie mit kurzen Worten, die Begriffe „valide“ und „wohlgeformt“ im Kontext mit XML

Wohlgeformt: Entspricht offiziellen XML Syntaxvorgaben

Valide: ist wohlgeformt und entspricht Vorgaben aus DTD bzw. Schema

Was ist eine XML-Anwendung? Bestandteile?

XML Dokument + DTD / Schema = XML Anwendung

Nennen Sie die Phasen des Lebenszyklus von Content.

1. Inhalte erstellen
2. Inhalte freigeben 
3. Inhalte publizieren
4. Inhalte archivieren
5. Inhalte wiederverwenden

Was ist Single Source Publishing?

Single Source Publishing ist ein Teil von Cross-Media-Publishing. Hierbei wird Content an einer einzigen Quelle gespeichert und edititert. Bei Publizierung wird Content an sein Zielformat angepasst.

Erläutern Sie den Begriff ETIM (Elektrotechnisches Informationsmodell). Wozu wird ETIM benötigt?

Standardisierung des elektronischen Austausches von Produktdaten im Fachbereich Elektrotechnik zur Ermöglichung des elektronischen Handels dieser Produkte. Übertragen von Katalogdaten erfolgt in BMEcat-Format.

Erläutern Sie den Begriff Master Data Management

Master Data Management (dt. Stammdatenverwaltung) bezeichnet die zentrale Verwaltung von Stammdaten oder Referenzdaten (engl. master data), um system- und anwendungsübergreifende Konsistenz sicherzustellen.

Bewegungsdaten (transaktionsorientiert):
- häufige Generierung, häufige Änderung, oft kurze Spanne für Aktualität;
- Bsp.: Bestellung, Serviceanfragen

Stammdaten (statisch):
- seltene Generierung, seltene Änderungen, oft lange Zeitspanne für Aktualität;
- Bsp.: Kundenstammdaten, Adressen

Erläutern Sie den Unterschied zwischen vertikalen und horizontalen Portalen.

Vertikal: Fokus auf einen Bereich
Horizontal: Breit gefächert

Was sind die Fünf bereiche des ECM (Enterprise Content Management)?

Mitte ECM; Von oben beginnend:
Capture (Erfassen)
Store (Speichern)
Manage (Verwalten)
Deliver (Ausgeben)
Preserve (Sichern/Aufbewahren)

Erläutern Sie die Aufgabe der Klassifikation von Dokumenten, die im Dokumenteneingang nach dem OCR (Optical Character Recognition) durchgeführt wird.

OCR = Zeichenerkennung (Bsp.: Bankformular)
Aufgabe der Klassifikation von Dokumenten ist es, zu erkennen, um was für eine Art des Dokuments es sich handelt: Ist es reiner Text, ist es eine Rechnung, ist es ein Mahnschreiben, ein Vertrag? Anhand vom Barcode, QR-Code wird erkannt um welches Dokument es sich handelt und so dem passenden Template zugeordnet.

Erläutern Sie den Begriff Klassifikation im Kontext von Product Information Management (PIM)

Bereitstellung von Produktinformationen für den Einsatz in verschiedenen Ausgabemedien beziehungsweise Vertriebskanälen sowie für unterschiedliche Standorte. Voraussetzung dafür ist die medienneutrale Verwaltung, Pflege und Modifikation der Produktinformationen in einem zentralen System.

Bsp.: Einzelne Kataloge sollen zu Multi-Supplier Katalogen zusammengefasst werden. Dazu müssen Produkte die gleiche Klassifizierung verwenden, damit gleiche oder ähnliche Produkte zusammen gelistet werden können. Produkte sollten mit gleichen Merkmalen beschrieben sein.

Was ist BMEcat?

BMEcat ist ein standardisiertes Austauschformat für Katalogdaten im Katalogmanagement; Das BMEcat-Format basiert auf der XML-Technologie und erlaubt den standardisierten Austausch von Katalogdaten.

Was ist der Unterschied zwischen Pingback und Trackback (Blog-CMS)

Pingbacks werden automatisch generiert, Trackbacks manuell.
Blog-CMS untersucht Post nach nach Links und versucht Websites über Pingback-Nachricht darüber zu informieren.
Zitierte Blog kann zitierenden Artikel unter original Artikel anzeigen -> Anzeige ähnlicher Artikel für Rezipienten.

Website vs. Webseite?

Website: ganzer Internetauftritt
Webseite: einzelne Seite des Auftritts

Was sind CDN (Content Delivery Networks)?

- Content wird bereitgestellt wo Leser sind

- erfordert Server in jedem Land

- Server in Netzen verschiedener Anbieter können Performance noch weiter steigern

- Da sehr aufwendig aufzubauen haben sich Dienstleister auf dem Gebiet etabliert, die genutzt werden können

  sogenannte CDN. Auf CDN können nur statische Inhalte verteilt werden

Im Zusammenhang von CDN: 1. POP (Point of Presence)
                                                 2. Push
                                                 3. Origin-Pull

1. POP = Server die den Content lokal ausliefern
2. Push = Seiten werden von Content Anbieter generiert und in CDN hochgeladen
3. Origin Pull = Links zu statischen Inhalten werden auf Adresse des CDN umgeschrieben

Aus welchen Teilen besteht das Stuttgarter Referenzmodell zu WCMS?

1. Plattform (Windows, Unix, ..)
2. Authoring (Editor, Workflow, ...)
3. Interaktion (Formulare, Foren, ...)
4. Integration (Import, Export, ...)
5. Technische Funktionen (Templates, Datenhaltung, ...)

Wie funtkioniert XML (Code)?

XML versieht Objekte mit Eigenschaften und Hierarchien
<katalog>
     <tisch>
          <name>Tisch</name>
     </tisch>
</katalog>

Wie funktioniert DTD?

Im DTD werden die Elemente des XML files definiert. Namen und was sie wiederum beinhalten
<!ELEMENT verzeichnis (stadt+)>         // + = muss min. 1 mal vorkommen
<!ELEMENT stadt (name, einwohner)>
<!ELEMENT name (#PCDATA)>            // Parsed Character DATA => Inhaltselement, das eine Zeichenkette sein darf
<!ELEMENT einwohner (#PCDATA)>    // auch Zahl darf drinstehen

Was ist SVG?

SVG ist ein vektorbasiertes Bildformat, das mittels XML Vektorgrafiken generiert.

Bsp:
<svg version="1.1 xmlns="http://www.w3.org/2000/svg">
         <rect x ="10" y ="10" width ="100" height ="100" fill="#FF0000" />
</svg>

Was sind Metadaten? Wie können Metadaten gespeichert werden?

Metadaten sind beschreibende Daten, die nicht Teil des eigentlichen Contents sind. Speicherung kann im Content selbst, einer separaten Datei oder Datenbank erfolgen.
Dublin Core ist eine Metadatenstandard für www.

Was ist ECM?

ECM soll eine ganzheitliche und umfassende Sicht auf das Thema Content Management im Unternehmen haben

- ist eine integrierte Sichtweise oder Philisophie für CM im Unternehmen

- ein integriertes System (wenn möglich)

- ein Verbund integrierter Systeme (wo erforderlich)

Was ist EDI? Was ist EDIFACT?

EDI = - Nachrichtenaustausch zwischen Partnern
          - Austausch mehrere geschäftlicher Nachrichten gemäße eines oder mehrerer Standard
EDIFACT ist ein EDI Industrie Standard

Welche 2 Formen von Web-to-Print gibt es?

1. Nur upload, alles selbst gestaltet
2. Template zur online Bearbeitung

Was versteht man unter E-Procurement?

Der Einkauf (Einkaufsabteilung) mittels elektronischen Katalogen der Lieferanten

Was ist der Unterschied zwischen Buyside- und Sellside-Katalogen?

Sell Side: Katalog liegt beim Lieferant; Beschaffungssystem mit Warenkorb bei Besteller
Buy Side: Katalog wird von Lieferant an Kunde in sein Beschaffungssystem mit Warenkorb übergeben

Was sind Einzel-, Mehrlieferanten und Kundenindividuelle Kataloge?

Einzelkatalog: Kataloge sind nach Hersteller einzeln hinterlegt
Mehrlieferantenkatalog: Einzelkataloge sind zu Mehrlieferantenkatalog zusammengeführt
                                      Problem: Produkteigenschaften und Hierarchie müssen standardisiert sein.
Kundenindividuelle: z.B. wenn man Großabnehmer mit enormer Handlungsmacht hat (Daimler)
 

E-Procurement: Elektronischer Marktplatz

Marktplatz ist zwischen Kunde und Händler und beinhaltet Katalog und Warenkorb.

Welche Herausforderungen gibt es beim E-Procurement?

- große Zahl an Katalogen und unterschiedliche Inhalten
- verschiedene Softwarelösungen und Formate
- Vergleichbarkeit schaffen
- Kundenindividuelle Preisstaffeln abbilden

Welche nicht online Kataloge gibt es?

Klassischer Katalog: Eher als Werbefaktor
Produkt CD-Rom: Eher für Zusatzmaterial

Was ist ein Artikel?

materielles Wirtschaftsgut, keine Dienstleistung
(Produkte sind Güter und DL)

Was sind Warengruppen?

fassen Produkte auf Basis eines Merkmals zusammen und klassifizieren Produkte. Sie definieren Katalogstrukturen.

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