CAS QM

CAS QM 2014

CAS QM 2014


J. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Qualitätsmanagement (QM) auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Prozesse, Ziele und Kundenorientierung. Sie behandeln zentrale Themen wie Prozessmanagement, Fehlervermeidung, ISO-Normen und Total Quality Management (TQM), einschließlich der Unterschiede zwischen verschiedenen TQM-Modellen und deren Anwendung in Unternehmen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Berufstätige im Bereich Betriebswirtschaftslehre, die sich mit Qualitätsmanagement vertraut machen oder ihr Wissen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
78
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
09.11.2014 / 26.03.2021

Cartes-fiches

Was versteht man unter "Qualität"?

  • Erfüllung von Anforderungen
  • Gegenteil von Zufall
  • Reproduzierbarkeit / Kontinuität
  • Sicherheit
  • Zuverlässigkeit
  • nur indirekt messbar
  • wird subjektiv empfunden
  • ist Preisparameter
  • Nachhaltigkeit

Geschichte des QM -> skizziere die wichtigsten Entwicklungsschritte (stichpunktartig)

  • ca. 1920 -> Taylorismus (Stichwort: Arbeitsteilung -> Fokus auf Quantität, klares Aufdiktieren der Ziele)
  • anfangs 40er Jahre -> Ishikawa-> präventive Qualitätssicherung (Fischgrät- oder Ursache-Wirkungs-Diagramm)
  • Ende 40er Jahre -> Taguchi-Methode -> Design of Experiments -> Versuchsmethode, die auf Minimierung der Streuung abzielt -> Produkte, Prozesse und Systeme sollen möglichst robust gestaltet werden 
  • ca. 1950 -> Toyota TPS -> Kerninhalt: Verschwendung eliminieren, Verbesserung in kleinen Schritten
  • Anfangs 50er Jahre -> Deming -> Paradigmenwechsel im QM -> neu Fokus auf Qualität, stetiger Verbesserung
    Zitat Deming: "Das Verständnis der Streuung ist der Schlüssel zur Qualitätsverbesserung und damit zum geschäftlichen Erfolg."
  • ca. 1951 -> Jurantrilogie -> ständiger Zyklus -> Qualitätsplanung, -regelung, -verbesserung
  • Anfangs 80er Jahre Deming-Kreis (PDCA-Zyklus); ISO 9000 ff.; Ishikawa Company Wide Quality Control (Qualität wichtiger, als kurzzeitiger Gewinn); Ford Q101 (Norm für Anforderung an Zulieferer) & FMEA
  • Ca. 1988 -> Entwicklung des EFQM-Modell (ist QM-System des TQM)
  • 1992 -> ISO 14000 Umweltnorm
  • 1994 -> Zink -> TQM

Was bezeichnet man als Prozess?

  • jegliche Abfolge von Aktivitäten kann als Prozess aufgefasst werden
  • Prozesse haben einen Input und einen Output
  • Prozesse wirken als Regelkreise (mit Rückführung)
  • Geschäftsprozesse haben Kunden als In- und Output
  • Routineprozesse haben einen Start und ein Ende
  • nach Deming: " Nicht-Qualität ist das Ergebnis schlechter Prozesse"

Vergleiche die Sichtweisen von Taylor und Deming. Was sind die entscheidendsten Unterschiede?

  • Taylorsche Optik -> ist grundsätzlich unvereinbar mit Qualitätsmanagement, da Fokus auf Quantität
    -> Zusammenarbeit nicht erwünscht, Aufdiktieren von Zielen und stetige Verbesserung kostet nur Geld und verringert Produktivität
  • Demingsche Optik -> Fokus klar auf Qualität
    -> Teamwork, Zusammenarbeit ausdrücklich erwünscht, Leistungsvorgaben werden als konflikterzeugend angesehen, bei denen viele verlieren und nur wenige gewinnen, durch stetige Verbesserung spart man Geld und vergrössert die Produktivität
     

Was versteht man unter Systemphilosophie des Qualitätsmanagements?

Das QM soll präventiv, ganzheitlich und demokratisch aufgebaut werden

-> Ziele des QM: Kosten reduzieren, Qualität verbessern und Identifikation von Mitarbeitern und Kunden mit ihrem Produkt

Vergleiche Projekt-(PM), Qualitäts- (QM) und Risikomanagement (RM) hinsichtlich der methodischen Einordnung:

  • PM: produktorientiert; Projektziele;  Kundennutzen, Review
  • QM: organisations- und problemorientiert;  ausgewogene Ziele, Kennzahlen;  Audits, Assessments
  • RM: methoden- und konfliktorientiert; RPZ, Indikatoren; Risikobeurteilung

Nenne die Normen der Normenfamilie ISO 9000 ff.

  • ISO 9000 -> Grundlagen und Begriffe
  • ISO 9001 -> Anforderungen
  • ISO 9004 -> Leistungsverbesserung
  • ISO 19011 -> Leitfaden zur Durchführung von Audits

Beschreibe das Prozessmodell nach ISO 9001

Der Kunde definiert Anforderungen (Input)
-> das Mgmt. definiert Vorgaben (Verantwortung der Leitung) und stellt Ressourcen zur Umsetzung zur Verfügung 
-> erst dann setzt ISO 9001 ein und zwar bei der konkreten Umsetzung  (Messung & Analyse, Verbesserung, PDCA)
-> am Ende steht wieder der Kunde -> Kundenzufriedenheit

Welches sind die Hauptkapitel der ISO 9001?

  • Kapitel 4 QM-System (Daumen -> Top, wenn Du eins hast)
  • Kapitel 5 Verantwortung der Leitung (Zeigefinger)
  • Kapitel 6 Management von Ressourcen (Mittelfinger -> sind immer knapp)
  • Kapitel 7 Produktrealisierung (Ringerfinger -> das hat Wert -> Wertschöpfungskette)
  • Kapitel 8 Messung, Analyse & Verbesserung (kleiner Finger -> kommen in jedem Unternehmen zu kurz)

 

 

Was versteht man unter ganzheitlicher Proessorganisation?

Die ISO 9001 befasst sich hauptsächlich mit der Prozesstruktur (Wertschöpfungskette). Um Prozesse durchführen zu können, braucht es aber auch noch

  • Beschreibende Faktoren (Struktur) -> diese werden nur teilweise in der ISO beschrieben
    Kapital-, Aufbau-, Personal-, Informatik-Struktur, Ressourcen & Sachmittel
    -> diese werden benötigt, um die Prozesse ausführen zu können
  • Kultur
    -> Individuum, Gruppe, Unternehmen, Werte/Normen, Akzeptanz, Motive
    -> diese Aspekte können positiven, aber auch negativen Einfluss auf Prozesse haben (egal, wie gut der Prozess an sich ist)
    -> diese Voraussetzungen ändern ständig und haben damit grösseren Einfluss auf die Umsetzung, als die Prozesse selbst

Was meint man, wenn man von Prozesslandschaft der Geschäftsprozesse spricht?

Prozesslandschaft gliedert sich in:

  1. Führungsprozesse -> Strategische Führung (Q-Politik, Zieldefinition, etc.)-> QM -> operative Führung
  2. Realisierungsprozesse -> Wertschöpfungskette
  3. Unterstützende Prozesse -> Dokumentenlenkung, HRM, Infrastruktur, EDV, Kommunikation, Mess- & Prüfmittel, Korrektur- & Vorbeugemassnahmen

Wie viele und welche Hauptprozesse gibt es in einer Organisation?

Es gibt acht Hauptprozesse (wobei nicht immer alle 8 in allen Unternehmen vorhanden sein müssen):

  1. Management 
  2. Kundenbeziehung
  3. Finanzen
  4. Ressourcen
  5. Realisierung
  6. Innovation
  7. Logistik 
  8. Verbesserungen 

Beschreibe mit eigenen Worten den PDCA-Zyklus. Was soll mit dem PDCA-Zyklus erreicht werden?

PDCA= Plan, Do, Check & Act

Ist eine Methodik, die eine kontinuierliche Verbesserung der Ablaufprozesse ermöglicht/umsetzt. 

Zur Bewertung von möglichen Fehlern gibt es in der FMEA die Risikoprioritätszahl RPZ. Welche Faktoren bestimmen die RPZ und welche Bedeutung haben diese Faktoren?

Die Faktoren A=Auftrittswahrscheinlichkeit, B=Bedeutung des Fehlers & E=Entdeckungswahrscheinlichkeit bestimmen die RPZ. Zur Errechnung der RPZ werden alle drei Faktoren miteinander multipliziert. 

Die Bedeutung der einzelnen Faktoren:
A= Wie wahrscheinlich es ist, dass der Fehler auftritt?
B= Was bedeutet es für den gesamten Prozess, wenn der Fehler auftritt?
E= Wie wahrscheinlich ist es, dass der Fehler entdeckt wird?

 

 

Die Produktion eines Bauteils soll in Bezug auf mögliche Fehlerpotentiale mit einer FMEA beurteilt werden. Beschreiben Sie das jeweils typische Wesen von Massnahmen,welche die RPZ bestimmen.

  • Massnahmen, die auf A (=Auftrittswahrscheinlichkeit) wirken, sollen das Auftreten eines Fehlers reduzieren -> mögliche Massnahmen-> Optimierungsmassnahmen, Prozessverbesserungen).
  • Massnahmen, die auf B (=Bedeutung) wirken, sollen die Bedeutung des Fehlers minimieren (schaffen von Redundanzen oder Alternativen) -> z.B. Steigerung der Produktion um 5% 
  • Massnahmen, die auf E (=Entdeckungswahrscheinlichkeit) wirken, sollen helfen, mögliche Fehler schneller zu detektieren -> Kontrollmechanismen verstärken resp. etablieren

Beschreibe den Unterschied zwischen Lieferantenbewertung und Lieferantenbeurteilung.

  • Lieferantenbewertung ist eine Bewertung von bestehenden Lieferanten (Bewertung von Lieferleistungen)
  • Lieferantenbeurteilungen werden durchgeführt, wenn man man aus neuen Lieferanten einen geeigneten Partner auswählen möchte.  

Im EFQM-Modell unterscheidet man zwischen "Befähigern" und "Ergebnissen". Erläutern Sie den grundsätzlichen Unterschied zwischen diesen beiden Kategorien.

Das EFQM-Modell besteht grundsätzlich aus 9 Kriterien. 5 "Befähiger"-Kriterien und 4 "Ergebnis"-Kriterien. 

  • "Befähiger"-Kriterien (Führung, Mitarbeiter, Strategie, Partnerschaften und Ressourcen, Prozesse, Produkte und Dienstleistungen) beschäftigen sich damit, was eine Organisation tut (sind im Unternehmen selber angesiedelt). 
  • "Ergebnis"-Kriterien (Mitarbeiterbezogene, kundenbezogene, gesellschaftsbezogene und Schlüsselergebnisse) beschäftigen sich hingegen mit den Ergebnissen / den Wirkungen, die ein Unternehmen erzielt. 

Beschreiben Sie, warum die Forderung nach Qualität nicht zwingend bedeutet, dass ein Produkt in der technisch bestmöglichen Ausführung entsteht oder eine Dienstleistung das inhaltlich bestmögliche Niveau erreicht.

Qualität ist kein absolutes Mass. Qualität ist immer eine Frage der Definition und ergibt sich immer aus den Kundenanforderungen. Das absolute Qualitätsniveau ist im Vergleich zum maximal möglichen Qualitätsniveau nicht ausschlaggebend. (Buche ich zum Beispiel ein Zimmer in einem 2*-Hotel sind meine Erwartungen/Anforderungen nicht gleich hoch, wie bei 5* Hotel.) 

Welche Aufgabe hat die Qualitätsplanung?

In welcher Art und Weise und in welchem Detailierunsgrad die Prozesse beschrieben werden. 

Welche zwei Extreme der Qualitätsplanung gibt es?

1. Verrichtungsgliederung:
-> bürokratischer Ansatz in Richtung Taylorismus
-> gibt sehr detaillierte Arbeitsbeschreibungen vor 
-> sehr aufwändig, kaum aktuell 

2. Input-output-Modell:
->"visionärer" Ansatz
-> Es werden lediglich input und output definiert. Der Prozess, wie es zum output kommt, ist den MA überlassen 
PDCA ist innerhalb des Prozesses ("lebendes" Objekt)
-> verlangt grosse Eigenintitiative der MA, Streuung grösser, konfliktgefährdet 
-> generiert jedoch wenig Aufwand und garantiert hohe Aktualität 

 

Worauf beruht die Qualitätsplanung und welche Dimensionen sind dabei von Bedeutung?

Die Qualitätsplanung beruht auf Unternehmenszielen und generiert ihrerseits wiederum operative Ziele. 

Folgende Dimensionen sind dabei von Bedeutung: 

  • Hauptziele: Termin-Kosten-Qualität
  • Verbindlichkeit der Zielformulierung (SMART)
  • Berücksichtigung aller Stakeholder (St. Galler Mgmt-Modell ist ein Teil davon)
  • Veränderungspotential von Zielen 

Welche drei Hauptziele gibt es und wie nennt man diese noch?

  • Termin
  • Kosten
  • Qualität

Man nennt diese auch noch das "Magische Dreieck"

Welche Typen Zielniveaus gibt es?

  • 0 = resignierend -> keine Weiterentwicklung
  • 1 = pragmatisch -> schnelle Lösung, die auf Dauer nichts bringt -> reine Symptombekämpfung; Problem wird nur entdeckt -> keine Weiterentwicklung 
  • 2 = ambitioniert -> Prozessverhalten wird überdacht, aber an grundsätzlicher Situation ändert sich nichts
  • 3 = visionär -> grundsätzliche Rahmenbedingungen werden geändert
  • 4 = illusorisch -> überfordert Unternehmen -> meist nicht umsetzbar

Ziele müssen SMART sein. Was bedeutet das?

S = Specific = eindeutig -> jeder hat das selbe Verständnis

M = Measurable = messbar -> messbare Grössen, Zahlengebilde

A = Actionable = erreichbar 

R = Relevant = bedeutsam

T = Timebased = terminorientiert 

Im Hauptprozess Innovation unterscheidet man zwischen Entwicklungsverifizierung und Entwicklungsvalidierung? Was ist der Unterschied?

  • Verifizierung: grundsätzliche Überprüfung, OB etwas funktioniert
  • Validierung: klärt Frage, ob es mit den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten funktioniert (Frage der Realisierbarkeit)

Die Zieldefinition sollte das Ergebnis eines Prozesses sein. Welchen Prozesses?

Bei der Zieldefinition sollten die Vorstellungen aller Stakeholder berücksichtigt werden -> ergibt Projektziele.

Dies sind: 

  • die übergeordneten Interessen des Unternehmens
  • die spezifischen Interessen des Auftraggebers / Kunden
  • spezifische Interessen weiterer Stakeholder

 

 

Was beinhaltet der Hauptprozess "Kundenbeziehung" neben der Beziehung zum Kunden noch?

Auch noch die relevanten gesetzlichen und behördlichen Anforderungen

Der Hauptprozess Kundenbeziehung teilt sich in drei Unterkategorien:

  • Ermittlung der Kundenanforderungen
  • Bewertung der Kundenanforderungen
  • Kommunikation mit dem Kunden.

Was bei der Ermittlung der Kundenanforderungen mit expliziten und impliziten Forderungen gemeint?

Explizite Forderungen:
Eindeutige Botschaft des Kunden.

Implizite Forderungen:
Kundenerwartungen, die nicht kommuniziert werden (z.B. "nicht lebensgefährlich", verhaltensbezogene Forderungen -> Umgang, Reaktionszeit, etc.

Im Hauptprozess Kundenbeziehung ist ein Punkt der Unterkategorie "Bewerten der Kundenanforderungen"  Vergleich Lastenheft / Pflichtenheft. Was ist der Unterschied?

Das Lastenheft wird vom Auftraggeber erstellt und beschreibt alle Anforderungen, die das Produkt aus seiner Sicht haben soll.

Das Pflichtenheft wird dann vom Auftragnehmer erstellt und beschreibt, welche Anforderungen er erfüllen kann. 

Beim Hauptprozess Kundenbeziehung gibt es zwei Hauptkategorien in der Rubrik "Verfahren zur Kundenzufriedenheit". Welche sind das?

Man unterscheidet (analog Skript Jörg, S. 43) grundsätzlich zwischen 

  • subjektiven Verfahren -> diese sind noch einmal in merkmalsbezogene Verfahren und ereignisbezogene Verfahren unterteilt und stellen grundsätzlich das Verhalten oder Vorgänge dar
  • objektiven Verfahren -> stellen Konsequenzen dar 

Was versteht man unter Kernprozessen?

Unternehmen definiert grundsätzlich selbst, was zu Kernprozessen erklärt wird. Sind auf jeden Fall Prozesse, die massgeblich zum Geschäftserfolg beitragen.

Zur Definition von Messgrössen müssen Zielgrössen vorgegeben worden sein. Welche Messgrössen-Kategorien kennst Du?

 

  • kundenorientierte Messgrössen
  • qualitätsorientierte Messgrössen
  • zeitorientierte Messgrössen
  • lieferantenorientierte Messgrössen
  • mitarbeiterorientierte Messgrössen

Man sollte Mix aus allen fünf Bereichen definieren, um vollumfängliche Aussage der Prozess- u/o. Produktqualität machen zu können. Die Anzahl von Messgrössen sollte so gewählt werden, dass nur wirklich wichtige Aussagen resultieren -> nur Dinge, die für den Erfolg des Unternehmens wichtig sind (Plateaufunktion: nur dann alarmieren, wenn wirklich Anlass dazu besteht -> z.B. Kühlwasseranzeige im Auto)

Messgrössen und Indikatoren:

Was versteht man hier unter Effektivität und unter Effizienz?

Indiktatoren beinhalten das Niveau einzelner Messgrössen.

Effektivität = das Richtige tun -> Wirksamkeit und Nachhaltigkeit
-> stellen also Relation her z.B. Gewinn/Umsatz oder eingesetzte Mittel/Aufwand -> Wert in % -> Effektivitätsgrössen ergeben sich aus Summe von einigen Effizienzgrössen.

Effizienz = etwas richtig tun -> Wirksamkeit oder Leistung
Relation folgender Messgrössen: Arbeit oder Menge/Einheit; Fr./h oder Fr./Anzahl; h/Anzahl oder kg/m2
 

 

Welche Aufgaben hat ein Prozess-Team (siehe Skript Jörg S. 76)?

1. Systematische Prozess-Messung

2. Prozess-Verbesserung

Was versteht man unter "Werker-Selbstkontrolle"?

Im Rahmen der Werkerselbstkontrolle ist jeder Mitarbeiter eines Fertigungscenters dafür verantwortlich, eine Qualitätskontrolle durchzuführen, sobald er seine auftragsbezogene Bearbeitung durchgeführt hat. Per Unterschrift bestätigen er und der kontrollierende Kollege die Korrektheit der Ausführung.

Welche Aufgaben hat der Prozesseigner?

  • Entscheid über optimale Ausgestaltung seines Prozesses
  • bestimmt und führt das Prozessteam
  • setzt Zielvorgaben in Ziel- und Messgrössen um
  • erreicht Zielvorgaben zusammen mit Prozessteam
  • überwacht Verlauf der Prozessmessgrössen
  • leitet Massnahmen zur Prozessverbesserung ein, wenn Zielerreichung gefährdet ist
  • sorgt dafür, dass Ziel- & Optimierungskonflikte zwischen Prozessen u/o Abteilungsinteressen bereinigt werden
  • berichtet an Linienvorgesetzten

Welches sind die Erfolgsfaktoren für Prozesse?

  • Prozess ist auf Interessensgruppen ausgerichtet
  • Prozess ist dokumentiert
  • Jeder Prozess hat "Prozesseigner"
  • zwischen Sender und Empfänger des Prozess-Ergebnisses besteht Leistungsvereinbarung
  • wichtige Prozesse haben Ziele und Messgrössen
  • Schlüsselprozesse werden laufend verbessert oder erneuert -> Prozess-Reengineering 

Eine Organisation muss den Bedarf an Infrastrukturressourcen...

  • ermitteln
  • bereitstellen
  • aufrechterhalten

Was gehört alles zur Infrastruktur?

  • Gebäude
  • Arbeitsort
  • Versorgungseinrichtungen
  • Prozessausrüstungen, Hardware, Software
  • unterstützende Dienstleistungen

Was versteht man unter Geschäftsprozessen und nach welchen Kriterien können sie unterschieden werden?

Geschäftsprozesse sind eine Abfolge von Tätigkeiten, die zu einem beabsichtigten Ergebnis führen. Im Gegensatz zu Projekten oder einzelnen Massnahmen die eine Einmaligkeit voraussetzen, handelt es bei bei Geschäftsprozessen um wiederkehrende Aktivitäten.

Geschäftsprozesse können nach folgenden Kriterien unterschieden werden:
a) zeitliche Dimension ihrer Wirkung -> strategisch, taktisch, operativ
b) Wiederholungshäufigkeit / Determiniertheit -> Routineprozesse, Regelprozesse (z.B. Einstellung neuer MA -> finden statt, aber in geringerer Frequenz) oder Ad hoc-Prozesse (diese finden verursachungsbezogen statt -> z.B. Prozess, der auf Lieferverzögerung stattfindet)
c) betriebliche Zuordnung -> Etnwicklung, Beschaffung, Vertrieb, Produktion, ...
d) Wirkung -> Ausführungsprozesse, Unterstützungsprozesse, Führungsprozesse
e) Grad ihrer Automatisierung -> manuell, mit IT-Unterstützung, vollautomatisiert 

 

 

 

Étudier