BWL Prüfungsvorbereitung - SoWi

BFZ - SoWi - Doz. Dug., kein Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit!

BFZ - SoWi - Doz. Dug., kein Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit!


C. K.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Vorbereitung auf BWL-Prüfungen im Bereich Sozialwissenschaften. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Bilanzanalyse, Eigenkapital, Fremdkapital, Kennzahlen und Maßnahmen zur Unternehmenssanierung. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Berufstätige, die sich auf Prüfungen vorbereiten oder ihr Wissen in den Bereichen Finanzen und Controlling vertiefen möchten. Die Karten decken sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen ab, was sie zu einem wertvollen Werkzeug für die Prüfungsvorbereitung macht.
Karten
63
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
16.02.2015 / 20.12.2018

Lernkarten

Wann ist der Einsatz einer DB Rechnung sinnvoll?

  • BEP - Gewinnschwelle
  • Überprüfung von Sonderaufträgen
  • Kostenkontrolle (Fixkosten / var. Kosten)
  • Preisuntergrenzen
  • BEP Analyse bei wechselnder Auslastung
  • Erkennen von db der einzelnen Produkte / Dienstleistungen bewerten
  • Rentabiltät analysieren

Warum soll der Deckungsbeitrag niemals negativ sein? Gibt´s Außnahmen?

db negativ = Verlust

db negativ bedeutet Nettoverkauferlös kleiner als variable Kosten

Außnahme:

  • kurzfristige Preisuntergrenze (Werbung)
  • Kapazitäten ausnutzen / weniger Verlust
  • Kundenbindung nicht gefährden
  • Abverkauf, Markteintritt, Verdrängung

Beschreiben sie die Aufgaben und den Aufbau des betrieblichen Rechnungswesens! 

 Das betriebliche Rechnungswesen unterscheidet zwischen intern und extern RW. Das externe RW ist für die Umwelt, Banken, bestimmt. Es unterliegt dabei gesetzlichen Vorgaben. z.B. Bilanz, Steuer

Das interne RW ist ein Management und Steuerungsinstrument. Es ist nur intern zu verwenden und unterliegt keiner gesetzlichen Regelung. z.B. Kennzahlen fürs Controlling. Kosten / Leistungsrechnung

Statistik und Planung

 

Nennen sie zwei Zeitpunkte, zu denen ein Betrieb per Gesetz eine Bilanz aufstellen muss:

  • Jahresabschluss
  • Gründung
  • Börsengang
  • Fusion

Die in die Bilanz eingehenden Vermögenswerte bzw. Schulden müssen wertmäßig erfaßt werden. Was ist dabei zu beachten?

Aktivseite der Bilanz

Anlagevermögen

  • - gemildertes Niederwertsprinzip
  • - langfristig
  • - Wahlrecht (Anschaffungspreis oder Marktpreis / Stille Reserven)
  • -Abschreibung Wertminderung (Anschaffungskosten : Nutzungsdauer = Frist in Jahren / Werte bestimmt Finanzamt)

Umlaufvermögen

  • - strenges Niederwertsprinzip (Ansatzpflicht niedriger Marktpreis)
  • - Vorsichtsprinzip (nicht reicher rechnen)
  • -Realisationsprinzip (nur realisierte Beträge dürfen ausgewiesen werden z.B. Eigene Wertpapiere)
  • -Imparitätsprinzip (nicht realisierte Beträge müssen ausgewiesen werden (der vorsichtige Kaufmann))

Passivseite

Eigenkapital

  • - gezeichnetes Kapital (eingebrachtes Gründungskapital)
  • -Gewinnrückgang (kein Bewertungspielraum / Fakten)
  • Fremkapital
  • - Verbindlichkeiten müssen immer mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet werden (z.B. Fremdwährungskredite)
  • -Rückstellungen (zukünftige Ausgaben, deren Grund feststeht - aber in Höhe und Zeitpunkt unsicher sind. / kaufmännische Schätzung)

 

 

 

Wie ist die KLR aufgebaut? Und welche Zwecke erfüllt sie?

Die KLR ist ein Tool des internen RW.

  1. Welche Kosten sind entstanden? Kostenartenrechnung
  2. Wo sind die Kosten entstanden? Kostenstellenrechnung
  3. Wer hat die Kosten zu tragen? Kostenträgerrechung

Entweder über die Vollkostenrechnung:

  • Einzelkosten + Gemeinkosten
  • Kostenartenrechnung (Kosten werden erfasst)
  • Kostenstellenrechnung (BAB)
  • Kostenträgerrechnung (Kalkulation / Angebotspreis/ Selbstkosten)

oder über die Teilkostenrechung (besser Vollkosten)

Allgemein gilt:

  • Berechnung BE ergibt Rentabilität
  • Überwachungsfunktion
  • keine gesetzlichen Vorgaben / was will ich controllen
  • nur operatives Geschäft (keine Vermietungen etc.)

Beschreiben sie die Aufgaben und Einsatzgebiete des Controllings bzw. eines Controllers!

  • Planen, Steuern, Kontrolle, Analyse von Abweichungen, budgetieren,
  • Servicefunktion für das Managment => Stabstelle, Zahlen erfassen, Informationen aufbereiten als Grundlage für  Managmententscheidungen, Informationsweitergabe
  • Soll - Ist Vergleiche => Abweichungen analysieren => Korrekturvorschlag => Entscheidung => planen => Realisierung => Soll-Ist Vergleiche
  • entspricht: Controlling Regelkreis 

Die Arten des Controllings?

Operativ

  • aktueller Produktionsprozess (kurzfristig) 
  • z.B. mittels operative Planung, Budgetierung, Budgetkontrolle, Informationsversorgung

Strategisch

  • Planung und Steuerung zukünftiger Geschäftsereignisse (4-5 Jahre)
  • z.B. mittels Gewinnschwellenanalyse (BEP), Portfolioanalyse, Benchmarking

Sonderfall ökologisches Controlling

Sonderfall technisches Controlling

Sinn und Zweck der Budgetierung?

Budgetierung wird vor allem bei Kostenstellen mit hohen Gemeinkosten eingesetzt. z.B. Werbeetat

  • Koordination: Budgetverhandlungen / Gesamtbudget wird sinnvoll aufgeteilt
  • Führung: Ausbau gewünschter Bereiche durch höheres Budget - Einsparungen duch kleineres Budget
  • Kontrolle und Steuerung: Überwachung und Steuerung der Kostenstellen

Schwierigkeiten: höhere Produktqualität durch niedrigers Budget?, unkritische Budgetfortschreibung, demotivierend,

Werkzeuge des Controllers mit Beispielen:

  1. Portfolioanalyse: Behandllungen im Krankenhaus
  2. BEP: Gewinnschwelle bei Bierproduktion
  3. Benchmarking mit Leistungsführer etc.
  4. SWOT Analyse (Strengths, Weakness, Opportunities, Threads) z.B. Fähigkeiten der Mitarbeiter

Vertikale Kennzahlen (Bilanz orientiert)

Eigenkapital Quote: Eigenkapital : Gesamtkapital x 100

Fremdkapital Quote: Fremdkapital : Gesamtkapital x 100

Verschuldungskoeffizient: Fremdkapital : Eigenkapital x 100 (wichtigst: hohes Fremdkapital = hoher Einfluss von außen)

Horizontale Kennzahlen (Bilanz orientiert)

DB1 : Eigenkapital : Anlagevermögen x 100% (langfristige Anlagen durch Eigenkapital gedeckt)

DB2: Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital : Anlagevermögen x 100%

Goldene Bilanzregel: Eigenkapital : Anlageverögen >=1

Goldene Finanzierungsregel: Fristengleichheit / Nutzungsdauer

 

Liquiditätsornientierte Kennzahlen (neben DB1+2)

1. Grad: Zahlungsmittel : kurzfristige Verbindlichkeiten x 100% (mindestens 20% Prozent = one to five)

2. Grad: (Zahlungsmittel+kurzfristige Forderungen) : kurzfristige Verbindlichkeiten x 100% (sollte bei 100% liegen, one to one)

3. Grad: (Zahlungsmittel+kurzfristige Forderungen+Vorräte) : kurzfristige Verbindlichkeiten x 100%  (sollte bei 200% liegen, two to one rate)

Rentabilitätskennzahlen

Bei der Darsellung eines Unternehmens ist häufig davon die Rede, dass man "rentabel" geabeitet habe.

Rentabilität lässt sich berechnen, Produktivität nicht:

Eigenkapitalrentabilität ->Verhältniss EK zu Gewinn (interne Verzinsung)

Gesamtkapitalrentabilität -> + Fremdkapital und Fremdkapitalzins

ROI = Return On Investment / Rückfluss des eingesetzten Kapitals = Umsatzrentabilität x Kapitalumschlagshäufigkeit

wobei sich die Umsatzrentabilität berechnet:

Gewinn x 100 : Umsatz (branchenabhängig) (aldi vs. apple)

Beschreiben Sie das Instrument der Balanced Score Card

  • Offenes+erweiterbares Kennzahlensystem
  • mehrdimensional
  • Unternehmen entscheidet selbst über die eingesetzten Kennzahlen

 

Die Balanced Score Card verfügt über keine Kopfkennzahl, sondern über eine Sammlung aufgeteilt in 4 Gruppen:

  1. ergebnisorientierte Kennzahlen z.B. Fakten aus der Bilanzanalyse
  2. prozessorientierte Kennzahlen z.B. Kommunikationsprozesse
  3. Kundenperspektive z.B. Kundenzufriedenheit
  4. MA Perspektive z.B Maßnahmen der Weiterbildung, Absenttissmus

Grundsätzliches: MA sind bei der Erstellung mit dabei.

Ist leider super aufwändig - wird deswegen wenig eingesetzt.

Weitere Controlling Instrumente

  • Portfolioanalyse 
  • Benchmarking (Orientierung an den Besten)
  • SWAT Analyse (großer Vorteil - Selbstreflektion)

Beschreiben sie verschiedene Formen der Finanzierung für ihre Einrichtung

Eigenfinanzierung (wird zu Eigenkapital)

  • Gesellschafterkapital (Innenfinanzierung)
  • Selbstfinanzierung (Innen)
  • Beteiligungsfinanzierung (neue Gesellschafter / Außen)

Fremdfinanzierung (wird zu Fremdkapital)

  • Gesellschafterdarlehn (Innenfinanzierung)
  • Kredit von Banken (Außenfinanzierung)

wenn Gemeinnützigkeit vorhanden, dann auch

  • Spenden
  • Sponsorieng
  • Mitgliedsbeträge

Was verstehen sie unter Liquidität und wie überwachen sie diese? 

Voraussetzung ist ein funktionierendes Rechnungswesen.

Liquidität: Das Unternehmen ist in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Unterschieden muss werden zwischen

absoluter

  • auschließlich die Aktivseite der Bilanz, wie schnell sich Dinge zu Geld machen lassen

und relativer Liquidität

  • Deckungsverhältnis von Vermögensteilen zu Verbindlichkeiten
  •  

Liqui 1

  • Zahlungsmittel : kurzfristige Verbindlichkeiten x 100 =%
  • (Barliquidität)

Liqui 2 + Liqui 3

Anders als bei der stichtagbezogenen absoluten Liquidiät betrachtet die Dynamische Qualität einen Zeitraum - und dabei nicht nur Zahlen aus der Bilanz, sondern auch Miete, Löhne, Sozialversicherungsbeiträge etc.

Welche Gefahren drohen bei Illiquidität? Und was unternehmen sie dagegen?

Im Falle der Illiquidität ist das Unternehmen zahlungsunfähig. Schlimmstenfalls droht Insolvenz.

Um Illiqudität zu vermeiden, muss man im Vorfeld:

  • Finanzpläne erstellen (wann gibt es viele Ausgaben)
  • Aging Listen (Forderungen sind lange offen)
  • Umschlaghäufigkeit der Forderung 
  • Debitorenmagment
  • Ausgabenkontrolle

Ursachen für eine Insolvenz

Externe Krisenursachen:

  • Veränderungen im Kaufverhalten, technologischer Wandel, Verbot bestimmter Produkte

Interne Ursachen

  • stets Managmentfehler, z.B. zu schnelles Wachstum, 

Gegenmaßnahmen bei drohender Insolvenz

  • Ausweitung der Kreditlinie
  • Laufende Überprüfung der Forderungen
  • Allmeine Zahlungsbedinungen optimieren
  • Mahnwesen verschärfen (Debitorenmanagment) Kunden klassifizieren
  • Außerordenliche Maßnahmen ergreifen (z.B. Factoring)

Sanierung eine Unternehmens

  • ohne Mithilfe der Gläubiger
  • operative Maßnahmen (gegen Zahlungsunfähigkeit)
  • strategische Neuausrichung (Sanierungskonzept)
  • strukturelle Veränderung (Austausch Managment)
  • umfassender Wandel der U-Kultur (Leitbild)

Außerdem

Personelle Maßnahmen (Umstrukturierung + neue Ideen)

Organistatorische Maßnahmen (mehr Effizienz)

Sachliche Maßnahmen (Schließung von Bereichen)

Finanzielle Maßnahmen (Zuführung von neuem Kapital)

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