BWL II

Semester 2, BWL Staatsw.

Semester 2, BWL Staatsw.


D. P.
Diese Lernkarten decken betriebswirtschaftliche Themen auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Marketingstrategien, Vertrieb und Kommunikation, wobei Begriffe wie Produkt, Kunde, Markt und Ziel im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Fachleute, die ihr Wissen in Betriebswirtschaft vertiefen möchten, insbesondere im Bereich der Unternehmensführung und Marktanalyse.
Flashcards
139
Students
3
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
17.05.2016 / 03.06.2024

Flashcards

3 Arten von Bedürfnissen

Existenzbedürfnisse

Grundbedürfnisse

Luxusbedürfnisse

Wirtschaftsgüter (Diagram)

Kernziele einer Unternehmung

Kernziele einer Unternehmung:
- Erzielung einer marktgerechten Rentabilität auf dem investierten Kapital
- Voraussetzung für eine gute Rentabilität ist eine hohe Wirtschaftlichkeit;
- Die Unternehmung muss einen optimalen Ressourceneinsatz sicherstellen
(ökonomisches Prinzip)
- Diese Zielerreichung kann mit der Produktivität und Wirtschaftlichkeit gemessen
werden.

Produktivität

Mengenmässiges Verhältnis zwischen Output und Input

Output (Menge)/Input (Menge)

zB Anzahl erledigte Dossiers/geleistete Arbeitsstunden

Wirtschaftlichkeit

Produktivität multipliziert durch einen Wert

(OutputxPreis)/(Input/Preis)=Ertrag/Aufwand

Rentabilität

Gewinn wird in Beziehung zum investierten Kapital gesetzt

zB Eigenkapitalrentabilität = (Gewinn x 100)/Ø Eigenkapital

Gesamtkapitalrentabilität = (Gewinn + Zinsen) x 100 / Ø Gesamtkapital (=ROI)

Zeldimension - Ausmass der Zielerreichung

- Maximierungsziel: Erreichen des maximal Möglichen
zB eine Gesamtkapitalrentabilität von mind. 10%
- Satisfizierungsziel: Erreichen einer bestimmten Limite
zB einen Liquiditätsengpass unter allen Umständen verhindern

Zieldimension - Messung der Zielerreichung

-Kardinalskala: Quantifizierbare Ziele
zB Umsatzsteigerung von 5%
- Ordinalskala: beruht auf der Vorstellung einer Rangordnung
zB Nutzwertanalyse = Rangordnung der Bewerbungen
- Nominalskala: Ziel erreicht oder nicht erreicht
zB Kaufvertrag abschliessen

Zieldimension - Zielbeziehungen

komplementär
zB wenn mit dem Erreichen des Zieles A, auch dem Ziel B nähergekommen wird
Ziel A: Gewinn erhöhen -> Ziel B: Liquidität erhöhen
- konkurrierend oder konfliktär
zB wenn mit einer Massnahme, ein Ziel erreicht wird, sich damit aber
gleichzeitig ein anderes Ziel entfernt
- indifferent oder neutral
zB wenn eine Massnahme, die Erreichung eines der beiden Ziele verbessert

Typologie von Unternehmungen

(Möglichkeiten von Typologien)

Nach...

-Eigentum

-Gewinnorientierung

-Branche

-Grösse

 

Typologie von Unternehmungen - Eigentum

- Private Unternehmungen
- Öffentliche Unternehmungen

  • unterstehen idR dem öffentlichen Recht;
  • Spitäler, Kantonalbanken, Verkehrsbetriebe, Elektrizitätswerke;
  • wollen idR die Effizienz erhöhen, die Kosten decken (Gewinn nicht 1.
  • Prio)
  • Trend zur Privatisierung (Staatsapparat soll leichter werden)

Typologie von Unternehmungen - Gewinnorientierung

- Gewinnorientierte Unternehmungen

  • wollen maximal möglichen Gewinn erzielen oder
  • angemessener Gewinn unter Berücksichtigung von Restriktionen

- Nonprofit-Organisationen (NPO)

  • Realisierung eines guten Kostendeckungsgrades
  • Gemeinwirtschaftliche NPO: öffentliche Verwaltungen, Verkehr, Post, Energie, Spital, Universitäten
  • Soziokulturelle NPO: Sportvereine, Freizeitvereine
  • Politische NPO: Politische Parteien, Umweltschutzorganisationen
  • Karitative NPO: IKRK, Terre des hommes

Typologie von Unternehmungen - Branche

Wertschöpfungskette

- Gewinnungsbetriebe ernten den Weizen
- Veredlungs- oder Aufbereitungsbetriebe mahlen den Weizen
- Verarbeitungs- und Fertigungsbetriebe verwenden Mehl für
Brotproduktion
(Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistungen)

Typologie von Unternehmungen - Grösse

Faktoren welche die Stao-Wahl beeinflussen

- Arbeitsmarkt
- Material
- Absatzmarkt
- Verkehr
- Immobilienmarkt
- Ökologie
- Abgaben
- Energie
- Grad der geographischen Ausbreitung(lokale, reg., nat., internat., multinat.
Tätigkeit

Rechtsformen - Einzelunternehmung

Eine einzige Person als Eigentümer, bringt das Kapital und führt Unternehmung in
letzter Verantwortung (kein spezieller Gründungsakt, unbeschränkte Haftung für
Verbindlichkeiten)

Rechtsformen - Gesellschaften

Sind vertraglich begründete und der gemeinsamen Verfolgung eines bestimmten
Zweckes dienende Personenvereinigungen.

Rechtsformen - Gesellschaften - Rechtsgemeinschaften

Diese haben keine Rechtspersönlichkeiten, können aber unter ihrem Namen
Verträge abschliessen oder Prozesse führen. Berechtigt und verpflichtet sind aber
immer nur die Gesellschafter.

Rechtsformen - Gesellschaften - Körperschaften

Sind juristische Personen, welche durch ihre Organe (Aktionäre, VR) tätig werden
und verfügen über eine eigene Rechtspersönlichkeit.

Rechtsformen - ... - Einfache Gesellschaft

- ist keine Handelsgesellschaft, sondern nur ein Zusammenschluss auf vertraglicher
Basis zur Wahrnehmung gemeinsamer Interessen.
- hat keine eigene Firma, kann nicht ins Handelsregister eingetragen werden und besitzt
keine Rechtspersönlichkeit.
zB Praxisgemeinschaft von Ärzten, Baukonsortium, Konkubinat

Rechtsformen - ... - Kollektivgesellschaft

- zwei oder mehrere natürliche Personen
- kein Grundkapital vorgeschrieben
- Eigenkapital ist jederzeit veränderlich
- Gewinnverteilung; primär nach Vertrag, dispositiv nach Köpfen
- persönliche, unbeschränkte, solidarische und subsidiäre Haftung

Rechtsformen - ... - Kommanditgesellschaft

- mind. ein unbeschränkt haftender Gesellschafter (Komplementär)
- mind. ein beschränkt haftender Gesellschafter (Kommanditär), Kommanditsumme muss
im Handelsregister eingetragen werden
- Gewinnverteilung
Komplementär: nach Vertrag oder nach Köpfen
Kommanditär: nach Vertrag oder nach freiem richterlichem Ermessen
- Haftung
Komplementär: wie Kollektivgesellschafter
Kommanditär: bis zur eingetragenen Kommanditsumme

Rechtsformen - ... - Genossenschaft

- mind. 7 natürliche oder juristische Personen bei der Gründung
- Grundkapital (ist mit oder ohne möglich). Wenn ja, dann…
- nur wenn in Statuten vorgesehen; - ist jederzeit veränderlich;
- jeder Genossenschafter übernimmt ein Anteilschein.
- Haftung nur mit Genossenschaftsvermögen und Statuten können eine beschränkte oder
unbeschränkte Haftung vorsehen

Rechtsformen - ... - Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

- mind. 1 natürliche Person bei der Gründung
- Stammkapital; mind. Fr. 20‘000.-
- Haftung; mit Gesellschaftsvermögen

Rechtsformen - ... - Aktiengesellschaft

- mind. 1 natürliche oder juristische Person bei der Gründung
- Festes Aktienkapital; mind. Fr. 100‘000.- (bei Namenaktien; mind. Einzahlung 20%, aber
nicht weniger als 50‘000.-)
- Drei Organe; GV, VR + Revisionsstelle
- Verteilung des Gewinnes; nach Statuten unter Beachtung der obligationenrechtlichen
Vorschriften
- Haftung mit dem Gesellschaftsvermögen

Ziele von Unternehmenskooperationen

- Neue strategische Optionen
- Nachhaltige Steigerung von Cash-Flows
- Neue Wettbewerbspositionen

  •   Internes Wachstum (eigene Kapazit. und neue Märkte)
  •   Externes Wachstum (Kooperation oder Übernahme Anderer)

- Risikostreuung durch Diversifikation in neue Produkte und Märkte (gleichzeitig Konzentr. auf Kernkomp.)
- Synergieeffekte

  •   Material (gemeinsamer Einkauf führt zu besseren Lieferkonditionen)
  •   Produktion (bessere Auslastung, gemeinsame Entwicklung,Spezialisierung auf bestimmte Produkte und Rationalisierung von Produktionsabläufen)
  •   Marketing (Zusammenlegung der Verkaufsorganisation und gemeinsames Marketing
  •   Forschung und Entwicklung

Arten von Unternehmenskooperation

- Horizontal (auf der gleichen Wertschöpfungsstufe, zB zw Detailhandelsgeschäften)
- Vertikal (entlang der Wertschöpfungskette, zB Reiseveranstalter besitzt Beteiligungen an Hotels)
- Diagonal (in verschiedenen Branchen, zB Maschinenbau, Informatikfirma, Finanzgesellschaft)

Intensität und Verbindungselemente der Kooperation

Formen von Unternehmenskooperation

Managementmodelle (Ansätze)

Verwendungszweck von Modellen

Erfassungsmodelle (Beschreiben der Wirklichkeit; Erfassen von Sachverhalten [zB Bilanz])

Erklärungsmodelle (Zeigen Wirkungsweise eines Systems; Konzentriert sich auf Ursache-Wirkung Beziehung [zB Prozessdiagramme])

Entscheidungsmodelle (Auf das treffen von Entscheidungen ausgerichtet [zB Investitionsrechnungen])

Gestaltungsmodelle (Abbild wie die Wirklichkeit zu gestalten ist [zB Budget])

Managementmodelle (Umschreibung)

Modell des integralen Managements (Warum? Kernaufgabe Management)

Kernaufgabe der Unternehmungsführung besteht darin, zwischen Unternehmung und Umwelt einen Fit herzustellen, die Unternehmung in ihrer Umwelt einzupassen

(Unternehmensführung muss daher über eine Vorstellung von Unternehmungsumwelt, Unternehmung und auch von sich selbst verfügen)

Modell des integralen Managements (3 Teile)

Unternehmungsumwelt (Wertschöpfungskette, Umweltsphären, Anspruchsträger)

Unternehmung

Unternehmungsführung

Integrales Management - Unternehmungsumwelt - Wertschöpfungskette

Jede Unternehmung ist in mindestens eine Wertschöpfungskette eingebettet

Integrales Management - Unternehmungsumwelt - Umweltsphären

Dienen Probleme zu lokalisieren, einzuordnen und in einem grösseren Zusammenhang zu sehen

Integrales management - Unternehmungsumwelt - Anspruchsträger

...tragen Ihre Ansprüche an die Unternehmung heran.

Kunden (Bedürfnisse befriedigen); Mitarbeiter (Lohn, Sicherheit, Arbeitszufriedenheit); Lieferanten (Liefermöglichkeiten, guter Preis); Kapitalgeber (Shareholder/Stakeholder Value)

Integrales Management - Unternehmungsumwelt (Diagramm)

Wertschöpfungskette, Umweltsphären, Anspruchsträger

Integerales Management

Eine Umweltanalyse wird immer für die Gegenwart und die Zukunft durchgeführt. Wieso?

Umweltanalyse dient dazu die Herstellung eines Fits zwischen unternehmung und Umwelt zu lösen. i.d.R. heisst das, dass die Unternehmung ihrer Umwelt angepasst werden muss.

Die Frage wie lange man künftige Entwicklungen vorhersagen muss, wird mit der nötigen Reaktionszeit beantwortet.

Welches sind die wichtigsten Anspruchträger einer Unternehmung?

Kunden natürlich! Die bringen Substanz hund Gewinn und ohne die geht mal gar nichts!

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