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J. W.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über betriebswirtschaftliche Grundlagen auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Zielhierarchien, Stakeholder-Interessen, Instrumente zur Zielerreichung und verschiedene Unternehmensformen wie GmbH, AG oder Kommanditgesellschaft. Besonders nützlich sind sie für Studierende und angehende Unternehmer, die sich mit den Grundlagen der Betriebswirtschaft vertraut machen und die Auswirkungen unterschiedlicher Rechtsformen auf Haftung, Kapitalbeschaffung und Unternehmensführung verstehen möchten.
Karten
33
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
25.01.2016 / 25.01.2016

Lernkarten

Nennen Sie die Risiken der Unternehmensgründung

Marktrisiko → Kundenbedürfnisse: Besseres Kundenverhältnis bei der Konkurrenz

Wettbewerbsrisiko → Wettbewerberpläne: Niedrige Kosten/Zeiten?

Technologierisiko → Produkt: RIchtige Produktspezifikiationen? Bessere Problemlösung bei Konkurrenz?

Managmentrisiko → Prozess: Profitable Kostenstruktur? Richtiges Geschäftssystem?

Nenne die Bestandteile eines Business-Plans

  • Kurzzusammenfassung
  • Produktidee
  • Unternehmerteam
  • Unternehmensrechtsform
  • Standort
  • Unternehmensorganisation
  • Martk- und Wettbewerbssituation
  • Strategie und Marketing
  • Ergebnis- und FInanzplanung, Finanzierung
  • Realisierungsplan
  • Risiken

Nenne wie die Kurzzusammenfassung eines Business-Plans aufgebaut sein soll

  • Max. 2 bis 3 Seiten
  • Welches Produkt oder Dienstleistung wird angeboten?
  • Welche Motive gibt es für die Unternehmensgründung?
  • Welche Kompetenzen sind vorhanden?
  • An welche Kundengruppe richten sich die Angebote?
  • Welches Potenzial weist der Markt auf?
  • Was ist das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens?
  • Wo liegen die Chancen und Risiken der Geschäftsidee?

Nenne kurz was die Produktidee eines Business-Plans beinhalten sollte

  • Was ist das innovative Element der Idee?
  • Inwiefern können Kunden einen unverwechselbaren Nutzen daraus ziehen?
  • Vergleich mit potenziellen Konkurrenzprodukten

Nenne was der Unternehmerteam-Anteil des Business-Plans beschreiben soll

  • Darstellung des Teams als Ganzes sowie der einzelnen Teammitglieder
  • Welche Fähigkeiten sind für das Unternehmen bedeutend?
  • Welche Fachkenntnisse und Erfahrungen besitzen die Teammitglieder?

Nenne was in einem Businessplan zum Standort beschrieben werden soll

  • Betrieblicher Standort (Ansiedlung des Unternehmens, ggf. Verlagerung)
  • Innerbetrieblicher Standort (Anordnung von Maschinen und Arbeitsplätze)

Nenne 8 Unternehmensrechtsformen

  • Einzelunternehmen
  • Offene Handelsgesellschaft (OHG)
  • Stille Gesellschaft
  • Kommanditengesellschaft (KG)
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
  • GmbH & Co. KG
  • Unternehmensgesellschaft (UG)
  • Aktiengesellschaft (AG)

Beschreibe ein Einzelunternehmen und nenne die Vor- und Nachteile

Beschreibung:

  • Gewinn und Verlust sind dem Unternehmer allein zuzurechnen
  • einfache Leistungsstruktur
  • kein Mindesteigenkapital erforderlich
  • Unternehmer haftet mit seinem gesamten geschäftlichen und privaten Vermögen

Vorteile:

  • Hohe Unabhängigkeit des Inhabers
  • Geeignet für Kleinbetriebe
  • Geringe Formvorschriften

Nachteile:

  • Finanzierungsrestrikitionen
  • Unbeschränkte Haftung
  • Häufig Probleme bei Nachfolgeregelung

 

Beschreibe die Gesellschaft des bürderglichen Rechts und nenne die Vor- und Nachteile

Beschreibung:

vertraglicher Zusammenschluss mehrerer Personen zum gemeinsamen Zweck

  • Kein Mindesteigenkapital erforderlich
  • Gesellschafter haften voll und uneingeschränkt mit ihrem persönlichem Vermögen
  • Kein schriftlicher Vertrag notwendig, jedoch zu empfehlen

Vorteile:

  • Niedrige Gründungskosten
  • Geringe Formvorschriften
  • Geeignet für Kleinbetriebe

Nachteile:

  • Finanzierungsrestriktionen
  • Unbeschränkte Haftung
  • Häufig Probleme bei Nachfolgeregelung und Machtkonflikte

Beschreibe  die Offene Handelsgesellschaft und nenne Vor- und Nachteile

Beschreibung:

  • Handelsgesellschaft mit mind. zwei Gesellschaftern
  • Kein Mindesteigenkapital erforderlich
  • Gesellschafter haften voll und uneingeschränkt mit ihrem persönlichem Vermögen
  • Leistungsbefugnis liegt bei allen Gesellschaftern

Vorteile:

  • Niedrige Gründungskosten
  • Geringe Formvorschriften
  • Geeignet für Kleinbetriebe (Eintrag im Handelsregister erforderlich)

Nachteile:

  • Finanzierungsristriktionen
  • Unbeschränkte Haftung

Beschreibe die Stille Gesellschaft und nenne Vor- und Nachteile

Beschreibung:

  • ist eine Vermögensbeteiligung an einem Handelsgewerbe eines anderen
  • der stille Gesellschafter tritt nicht nach außen in Erscheinung
  • der stille Gesellschafter haftet maximal mit seiner Geldeinlage, nicht mit seinem Privatvermögen

Vorteile:

  • Zusätzliche Finanzierungsquelle
  • Beschränkte Haftung
  • Geeignet für Kleinbetriebe
  • Der stille Gesellschafter hat keine Leitungsbefugnis

Beschreibe die Kommanditgesellschaft und nenne Vor- und Nachteile

Beschreibung:

Besteht aus 2 Arten von Gesellschaftern

  • Komplementäre: Voll haftende Gesellschafter mit Leitungsbefugnis
  • Kommanditisten: Haftet maximal mit ihren Geldeinlagen, nicht mit Privatvermögen

Vorteile:

  • Zusätzliche Finanzierungsquelle
  • Der stille Gesellschafter hat keine Leitungsbefugnis
  • Beschränkte Haftung für Kommanditisten
  • Geeignet für größere Unternehmen (Eintrag im Handelsregister und Gesellschaftsvertrag erforderlich)

Nachteile:

  • Unbeschränkte Haftung für Komplementäre

Beschreibe die Gesellschaft mit beschränkter Haftung

  • voll haftender Gesellschafter kann eine juristische Person sein
  • mind. 25000 Euro Stammkapital notwendig
  • notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags erforderlich
  • fakultativ ab 500 Mitarbeiter zwingend ein Aufsichtrat, der den Geschäftsführer überwacht, der wiederum von der Gesellschaftsversammlung ernannt wird

Beschreibe die Unternehmergesellschaft

  • existiert seit 2008 zur Vermeidung von Wettbwerbsnachteilen gegenüber der englischen Ltd.
  • Einstiegsvariante der GmbH, Gründung ohne Mindeststammkapital
  • 25% des Gewinns muss als Rücklage in Stammkapital umgewandelt werden
  • kann in GmbH umgewandelt werden wenn das Stammkapital größer als 25000€ ist

Beschreibe die GmbH & Co. KG

  • voll haftender Gesellschafter ist eine GmbH (juristische Person)
  • Gesellschafter können gleichzeitig Kommanditisten sein
  • Notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags erforderlich

Beschreibe die Aktiengesellschaft

  • Grundkapital mind. 50000 Euro, als Aktienanteile, meistens an der Börse gehandelt
  • Haftung der Anteilseignet ist auf die Höhe der Einlagen beschränkt
  • Veröffentlichung der Bilanzes Prüfung des Jahresabschlusses erforderlich

Aufsichtsrat wird gewählt von Arbeitnehmern

 

Nenne die Kriterien für die Auswahl der Rechtsform

  • Haftung
  • Leitung
  • Gewinn- und Verlustbeteiligung
  • Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten
  • Publizitätspflichten
  • Aufwendung für die Rechtsform
  • Steuerbelastung
  • Unternehmenskontinuität

Nenne das Ziel einer Standortentscheidung und die Entscheidungsfaktoren

Das Ziel ist die größtmögliche Differenz zwischen standortbedingter Aufwendung und standortbedingter Erträge

  • Stattliche Rahmenbedingungen z.B.
    • Steuern
    • Zölle
    • Subventionen
    • Rechts- und Wirtschaftsordnung
    • Auflagen
    • Beschränkungen
  • Beschaffungsmärkte
    • Grund und Boden
    • Anlagengütermarkt
    • Arbeitsmarkt
    • Transportsituation
  • Absatzmarkt
    • Absatzpotenzial
    • Absatzkontakte
    • Absatztransportkosten
  • Naturgegebene Einflussgrößen
    • Geologie
    • Meteorologie
    • andere Umweltbedingungen

Wofür ist das Scoring-Modell gut?

Verfahren zur Beurteilung mehrer Enscheidungsalternativen nach Nutzungkriterien

Nenne die Klassifizierungen von Zielen

  • Formalziel
  • Sachziel
  • Humanziel

Nenne den Zielinhalt, das Zielausmaß und den Ziel-Zeitbezug des Formalzieles

Zielinhalt:

Sachunabhängige, generelle Verhaltensvorschriften auf der Grundlage des ökonomischen Prinzips

Zielausmaß:

Punktziel => z.B. 1 Mio. Euro Gewinn

Ziel-Zeitbezug:

Zeitpunktziel => z.B. für einen Vertragsabschluss

Nenne den Zielinhalt, das Zielausmaß und den Ziel-Zeitbezug des Sachziels

Zielinhalt:

Vorschriften über sachlich anzustrebende Leistungsergebnise, z.B. das Produktprogramm

Zielausmaß:

Intervallziele => z.B. zwischen 1 und 2 Mio. Euro Gewinn

Ziel-Zeitbezug:

Zeitpunktziele => z.B. für einen Vertragsabschluss

Zeitraumziele => z.B. für eine Abrechnungsperiode

Nenne den Zielinhalt, das Zielausmaß und den Ziel-Zeitbezug des Humanziels

Zielinhalt:

Vorschriften über das anzustrebende Verhalten gegenüber Mitarbeitern und der Öffentlichkeit

Zielausmaß:

Extremierungsziele => z.B. höchstmöglicher Gewinn

Ziel-Zeitbezug:

Zeitraumziele => z.B. für eine Abrechnungsperiode

Nenne die Stakeholder

  • Eigenkapitalgeber
  • Unternehmensleitung
  • Arbeitnehmer
  • Gläubiger
  • Abnehmer / Kunden
  • Lieferanten
  • Fiskus
  • Öffentlichkeit

Nenne die Ziele des Eigenkapitalgebers und sein Instrument zur Zielerreichung

  • Einkommen nach Ausschüttung
  • Vermögensvermehrung
  • Macht
  • Soziales Prestige

Instrumente zur Zielerreichung:

  • Rechtsformabhängig

Nenne die Ziele der Unternehmensleitung und ihre Instrumente zur Zielerreichung

  • Einkommen
  • Sicherung des Arbeitsplatzes
  • Verantwortung
  • Prestige

Instrumente zur Zielerreichung:

  • Zielbildung und -durchsetzung

Nenne die Ziele des Arbeitsnehmers und seine Instrumente zur Zielerreichung

  • Einkommen
  • Sicherung des Arbeitsplatzes
  • Verantwortung
  • Prestige

Instrumente zur Zielerreichung:

  • Einflussnahme durch Betriebsrat
  • Wirtschaftsausschuss
  • Aufsichtsrat

Nenne die Ziele des Gläubigers und seine Instrumente zur Zielerreichung

  • Verzinsung und Tilgung
  • weitere Kreditgeschäfte

Instrumente zur Zielerreichung:

  • Vertragsgestalung
  • evtl. Einflussnahme im Aufsichtsrat

Nenne die Ziele des Kunden und seine Instrumente zur Zielerreichung

  • Bedarfsgerechte Güterversorgung (bzgl. Qualität, Quantität, Preis, Zusatzleistungen, etc.)

Instrument zur Zielerreichung:

  • Abhängig von der Marktmacht

Nenne die Ziele des Lieferanten und seine Instrumente zur Zielerreichung

  • Produktgerechter Absatz von Gütern

Instrument

  • Abhängig von Marktmacht

Nenne die Ziele des Fiskus und seine Instrumente zur Zielerreichung

  • Sicherung der Abgaben (z.B. Steuern)

Instrumente:

  • Gesetze und Erlasse
  • Betriebsprüfung
  • Steuerstundung
  • Subventionen

Nenne die Ziele der Öffentlichkeit und seine Instrumente zur Zielerreichung

  • Sicherung der Leistungsfähigkeit
  • Verminderung der Umweltbelastung
  • organische Einordnung in ein funktionsfähiges Wirtschafts- und Gesellschaftsgefüge

Instrumente:

  • Gesetze
  • Verordnungen
  • Informationspolitik

Erläutere wie die Zielhierarchie aufgebaut ist

  1. Vision
  2. Unternehmensleitbild
  3. Unternehmsziele
  4. Geschäftsbereichsziele
  5. Funktionsbereichsziele

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