BWL

grundbegriffe

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F. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf zentrale Konzepte wie Unternehmen, Stakeholder, Transformationsprozesse und betriebliche Wertschöpfung. Die Karteikarten behandeln Themen wie Produktivität, Rationalisierung und finanzielle Gleichgewichte, die für Studierende und Fachleute in der BWL von großer Bedeutung sind. Sie eignen sich besonders für Studierende, die ein tiefes Verständnis der betriebswirtschaftlichen Prinzipien und deren Anwendung in der Praxis erlangen möchten.
Flashcards
70
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
12.01.2016 / 12.12.2023

Flashcards

An wem wird der durch den Transformationsprozess geschaffene Wert verteilt?

Arbeitnehmer erhalten ihren Lohn, Kapitalgeber erhalten ihre Zinsen, Staat erhält seine Steuern, Unternehmer erhält als Residualgröße den Gewinn

 

Was ist das Minimumprinzip?

Einen bestimmten Output mit geringstmöglichem Input erreichen.
W = Soll-Kosten/Ist-Kosten

Was ist das Maximumprinzip?

Mit gegebenem Input einen größtmöglichen Output erreichen.
W = Ist-Leistung/Soll-Leistung

Was ist Produktivität?

Produktivität beschreibt das mengenmäßige oder technische Verhältnis von Einsatzmitteln (Input) und deren erzielten Ergebnissen (Output).

 

Was ist die Arbeitsproduktivität?

Arbeitsproduktivität beschreibt das Produktionsergebnis je Arbeitsstunde (Durchschnittsproduktivität). Dafür wird der betreffende Output durch die Gesamtzahl der im Betrieb angefallenen Arbeitsstunden der Mitarbeiter geteilt.

 

Was ist die Grenzproduktivität?

Grenzproduktivität kennzeichnet den zusätzlichen Output, der durch den Einsatz einer zusätzlichen Inputeinheit erzielt werden kann. Grenzproduktivität und Durchschnittsproduktivität sind zu unterscheiden und keineswegs identisch.

 

Was soll durch Rationalisierung erreicht werden?

Durch Rationalisierung soll die Wirtschaftlichkeit, Produktivität und Effizienz des betrieblichen Transformationsprozesses gesteigert werden und so die Marktposition des Betriebs verbessert werden.

 

Was ist Rationalisierung?

Rationalisierung ist die Verbesserung (Optimierung) von Betriebsabläufen unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit

 


In was lassen sich Rationalisierungsmaßnahmen unterscheiden?

Kosteneinsparungen, Prozessinnovationen, Produktinnovationen

 

Wozu dienen Renditekennzahlen?

Renditekennzahlen dienen als Maßzahl dafür, wie erfolgreich ein Unternehmen das erwerbswirtschaftliche Prinzip verfolgt hat.

 

Wofür werden Renditekennzahlen konkret eingesetzt?

Benchmarking: Vergleich der erzielten Kapitalrendite mit derjenigen bestimmter Konkurrenten in der Branche zur Überprüfung der eignen Wettbewerbsposition.


Aufdecken notwendiger Maßzahlen zur Renditesteigerung in Tochtergesellschaften oder bestimmten Geschäftsbereichen.


Bezugsgröße für eine erfolgsabhängige Entlohnung der Manager: je höher die erzielte Rendite, desto höher die Entlohnung.

 

Was ist unter Wertorientierte Unternehmensführung zu verstehen?

Konzept der Leitung und Lenkung des betrieblichen Transformationsprozesses zur Steigerung des Unternehmenswerts.

 

Was ist der bekannteste Ansatz wertorientierter Unternehmensführung?

Shareholder-Value-Ansatz: dabei handelt die Unternehmensleitung im Sinne ihrer Anteilseigner (shareholder) zur Mehrung derer Vermögensposition, d.h. dem Wert der Unternehmensanteile (Shareholder-Value).

Was ist das Ziel wertorientierter Unternehmensführung?

Ziel der wertorientierten Unternehmensführung ist die Identifikation von Werttreibern, d.h. Tatbeständen (bspw. Inputfaktoren, Produkte), die einen positiven Wertbeitrag im Unternehmen liefern.

 

Wann ist das finanzielle Gleichgewicht gewahrt?

Das finanzielle Gleichgewicht ist bei einem Unternehmen gewahrt, wenn es zu jedem Zeitpunkt den fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

 

Was ist Illiquidität?

Zustand, in dem die flüssigen Mittel und leicht liquidierbaren Vermögensgegenstände nicht ausreichen, um die fälligen Verbindlichkeiten zu erfüllen.

Was ist Insolvenz?

Insolvenz bedeutet Zahlungsunfähigkeit. Diese liegt immer dann vor, wenn der Schuldner nicht mehr in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn ihm die erforderlichen Geldmittel nicht zur Verfügung stehen.

Welche Möglichkeiten gibt es Liquidität wieder zu erlangen?

Stundung der Zahlungsverpflichtung, Aufbringung von Finanzmitteln, Vermögensverkäufe

 

Was entsteht wenn liquide Mittel gehalten werden um Zahlungsfähig zu bleiben?

 

Die liquiden Mittel werden nicht gewinnbringend investiert, es entstehen Opportunitätskosten.

 

Was sind Stakeholder?

Stakeholder sind Anspruchs- und Interessengruppen, die Anforderungen an das Unternehmen formulieren bzw. Beiträge vom Unternehmen erwarten.

 

Welche Stakeholder gibt es konkret?

Kunden, Investoren, Zulieferer, Arbeitnehmer, Staat, Gesellschaft, Konkurrenten

 

Welche Anforderung stellt der Stakeholder Kunde an das Unternehmen und welche Beiträge werden von ihm erwartet?

 

Unternehmen erwarten, dass die Kunden die produzierten Produkte kaufen, um den Preis als Gegenleistung zu vereinnahmen.
Kunden sind aber nur bereit, die Produkte zu kaufen, wenn sie aus ihrer Sicht attraktiv sind

 

Welche Anforderung stellt der Stakeholder Investoren an das Unternehmen und welche Beiträge werden von ihm erwartet?

 

Investoren geben dem Unternehmen Kapital, das für die Finanzierung der betrieblichen Transformationsprozesse notwendig ist.
Fremdkapitalgeber überlassen zeitlich befristetes Kapital (Fremdkapital) und erwarten Zinszahlungen während der Laufzeit sowie eine fristgerechte Rückzahlung.
Eigenkapitalgeber stellen dem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung und erwarten eine Mehrung der Kapitaleinlage.

 

Welche Anforderung stellt der Stakeholder Arbeitnehmer an das Unternehmen und welche Beiträge werden von ihm erwartet?

 

Unternehmen benötigen deren Arbeitsleistung.
Arbeitnehmer erwarten hierfür einen angemessenen Lohn, attraktive Arbeitsbedingungen und kündigungssichere Arbeitsplätze.

 

Welche Anforderung stellt der Stakeholder Zulieferer an das Unternehmen und welche Beiträge werden von ihm erwartet?

 

Von diesen bezieht das Unternehmen Betriebsmittel, Betriebsstoffe und Werkstoffe in der benötigten Menge, Qualität und Lieferfrist.
Zulieferer erwarten eine vereinbarungsgemäße Bezahlung, günstige Konditionen und langfristige Geschäftsbeziehungen.

 

Welche Anforderung stellt der Stakeholder Staat an das Unternehmen und welche Beiträge werden von ihm erwartet?

 

Ansprüche des Unternehmens an den Staat betreffen die Infrastruktur
Der Staat fordert Steuern und die Einhaltung der Rechtsnormen.

 

Welche Anforderung stellt der Stakeholder Gesellschaft an das Unternehmen und welche Beiträge werden von ihm erwartet?

 

Unternehmen erwarten Akzeptanz bzw. ein positives öffentliches Image
Die Gesellschaft verlangt Arbeitsplätze und die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt.
 

 

Welche Anforderung stellt der Stakeholder Konkurrenten an das Unternehmen und welche Beiträge werden von ihm erwartet?
 

Unternehmen fordert das Einhalten der Wettbewerbsregeln. Diese Forderung beruht auf Gegenseitigkeit.

Was ist soziales Kapital?

Die Qualität der Beziehungen eines Unternehmens zu Stakeholdern wird als soziales Kapital bezeichnet, aus dem Informations- und Wettbewerbsvorteile entstehen können.

 

Was muss ein Unternehmen tun um sein Soziales Kapital zu mehren?

 

Anreize setzen (Leistungen bieten), damit es die von den Stakeholdern erwarteten Beiträge erhält.
langfristig die Überbetonung der Interessen einer einzelnen Stakeholdergruppe verhindern.
einen Ausgleich (”Gleichgewicht“) mit den einzelnen Stakeholdern anstreben.

 

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