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Cartes-fiches
Quantitative Methode: Konstrukt/ Operationalisierung
Konstrukt:
- Besteht oder wurde aus der Theorie hergeleitet
- Wird durch Operationalisierung einer Messung zugänglich
- Mehrdimensional
- Konstrukt besteht aus Dimensionen diese wiederum aus Indikatoren
Operationalisierung
- Poerationalisierung z.b. Frage zu diesem Indikator
- Operationalisierung z.b. Messung einer Grösse (zb Temepratur oder EBIT)
Beispiele: Arbeitszufriedenheit, Lernerfolg
Quantitative Methode: Items/ Item-Batterien
- Items die ein bestimmtes Konstrukt operationalisieren bzw. messen
- Empfehlung Anlehnung/ Verwendung bestehender Skalen
- Items laden hoch auf ihre Dimension und schwach auf andere Dimensionen (DE: Faktorenanalyse
- Reliabilität wird über Cronbach's Alpha gemessen (Werte >0.7)
- Eigene entwickeln anspruchsvoll
Itembatterie: eine Zusammenstellung von Aussagen oder Fragen zum selben Gegenstand mit dem gleichen Antwortformat, also z. B. eine Reihe von Fragen, die die Einstellung eines Kunden zu einem bestimmten Produkt erfassen.
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-90088-9_11
Das Hauptziel der Faktorenanalyse besteht darin herauszufinden, wieviele Aspekte (Dimensionen) es gibt (z.B. Zufriedenheit: zufrieden mit Personal, Hotelleistung, Behandlung).
- welche Faktoren korrelieren wie miteinander?
- Welche Faktoren gehören zusammen?
Solange der Eigenwert größer 1 ist, trägt er zur Klärung der Frage bei und ist als Faktor (Dimension) zu betrachten (Kaisers Eigenwertkriterium für standardisierte Daten).
Quantitative Methode: Frageformulierung - Vermeidung grober Fehler
- In der Lage der Befragten versetzen
- Keine doppeldeutigen Wörter
- Keine Abkürzungen
- Kurz, konkrete Fragen
- Ein Tatbestand pro Frage
- Eisbrecherfragen zu Beginn (allg. -> spezifisch)
- Keine Themensprünge
- Heikle Fragen gegen Schluss des Fragebogens (Drop out rate)
Quantitative Methode: Prinzip zur Frageformulierung
- Anschlussfähigkeit an bisheriger Stand der Forschung
- Bestehende Item-Batterien und Fragen verwenden, damit mit bestehender Forschung vergleichbar
Bestehende Items in Bücher, Journals (Publizierte Skalen und Fragen), Datenbanken (z.b. PsycTESTS)
Quantitative Methode: Ablauf erstellung Fragebogen
- Forschungsfrage und Aufstellung des Conceptual Model
- Operationalisierung Konstrukte& Erstellung von Fragen
- Pre-Test
- Verständnis der Fragen, Schwierigkeit der Fragen, Interviewablauf, Effekte von Frageanordnungen...
- Ggf. Anpassungen
- Datenerhebung
- Auswertung der Daten
- Analyse, Festhaltung und Verwertung der Ergebnisse
Quantitative Methode: Arten von Fragen
- Offene vs geschlossene
- Skalafragen (z.b. Likert Skala (Stimme voll zu - Stimme gar nicht zu 5erSkala)
- Direkte Fragen
- Indirekte Fragen (in 3.Person, Psychologischer Trick)
- Einleitungsfragen
- Sachfragen
- Kontrollfragen (zum schauen ob einfach durchgeklickt wurde)
- Filterfragen (zb. zum Vorwissen)
Quantitative Methode: Skalentypen zu Fragen
- Nominal Skala
- z.b. Geschlecht
- Ordinal Skala
- Objekte können auf ihre Gleichheit untersucht werden
- Rangordnungen z.b. Schulnoten.
- Intervall Skala
- Fixe Intervalle, Nullpunkt ist aber willkürlich definiert
- z.b. Temperatur
- Ratio Skala
- Natürlicher Nullpunkt gegeben
- Quotienten können sinnvoll interpretiert werden (200cm/100cm)
Quantitative Methode: Verzerrungen, Common Method Bias/ Variance
- Hawthrone Effekt (Teilnehmer ändern ihr natürliches Verhalten, weil sie wissen, dass sie an einer Studie teilnehmen und unter Beobachtung stehen)
- Stichprobenverzerrungen
- Tendenz zur Mitte
- Positionseffekte (Rheienfolgen)
- Versuchsleiter Effekt
Quantitative Methode: Eigenschaften von Sampling
- Stichprobe= Total Rücklauf - aussortierte Antworten
- Grosses Thema ist Verzerrung durch Stichprobenauswahl
- Drei Arten
- Zufällig (am Besten)
- Bewusste Auswahl (z.b. MA-Berfragung)
- Convenience Sample (z.b. Studierende)
- Repräsentativität:
- Grundsatz: Zusammensetzung Stichprobe entspricht derjenigen der Grundgesamtheit
- Spezifisch: Aussagen können von Stichprobe auf Grundgesamtheit übertragen werden.
- Regelfall: Teilerhebung (Stichprobe aus Grundgesamtheit)
- Spezialfall: Vollerhebung (Alle in der Grundgesamtheit werden befragt)
Quantitative Methode: Stichprobenauswahl
Zufallsstichprobe
- Zufälliges Ziehen z.b. aus einer Liste
- Mehrstufige Zufallsauswahl (1. Gemeinde zufällig, 2. zufällig 60 Adressen ziehen)
- RDD (Random Digit Dialing bei Telefoninterviews)
Klumpenstichprobe (Cluster Sample)
- Es werden aus der Grundgesamtheit Cluster gebildet (zb. Schulklassen)
- Auswahl einer oder mehrere Cluster (Verzerrung wahrscheinlich)
Geschichtete Stichprobe
- Bei grosser Heterogenität des Merkmals (zb. Lohn)
- Schichten nach Einkommen definieren, dann zufällig innerhalb Schicht zeihen.
Quotenauswahl
- 1. Schritt: Quoten festlegen (wieviele CIO, CFO und CEO)
- 2. Schritt: Interviewende legen fest, welche Personen noch befragt werden müssen
- Kombinierte Quotenauswahl: Mehrere Merkmale zb. Arbeitspensum in % und Geschlcht
Schneeballtechnik
- Verteilen des Fragebogens bei Probanden, diese leiten ihn an Freunde und Bekannte weiter
Quantitative Forschung: Auswertungsgrundlagen
Grobstruktur
- Beschreibung der Stichprobe
- Deskriptive Auswertung (ohne Math. werte möglich)
- Mittelwerte, Median, Modus, Spannweite, Varianz, Quartile, Korrelationsmasse
- Multivariate Auswertungen
- Regressionen
- Varianzanalysen
- Klassifikationsverfahren
- Dimensionsreduktionsverfahren
Korrelation: Statistischer Zusammenhang
Kausalität: Ursächlicher Zusammengang. Variable hat einen kausalen Einfluss auf eine andere Variable
Sq3r-Methode
Methode zum effektiven, aktiven oder verstehenden Lesen
Survey (Überblick gewinnen[2]): Der erste Schritt ermöglicht dem Leser einen Überblick über den ganzen Text (Buch).
Question (Fragen: Im zweiten Schritt wird der Leser aktiv. Er stellt mögliche Fragen zum Abschnitt auf.
Read (Lesen: Der Hauptschritt befasst sich nun mit dem Text. Jetzt wird der Text abschnittsweise gelesen, was auch den Hauptaufwand darstellt. Das Gelernte muss verstanden werden, damit es gespeichert wird
Recite (Wiedergeben: Nach jedem Abschnitt sollte dieser rekapituliert, also darüber nachgedacht werden.
Review (Rückblick): In diesem Bereich sollte man darüber nachdenken, wie der Abschnitt zum Gesamtrahmen und mit den anderen Abschnitten zusammenhängt und wie man das Gelernte praktisch anwenden könnte bzw. welche Anwendungsgründe existieren.
Qualitative Methode: TRA erläutern
Theory of reasonned Action
ist ein Einstellungsmodell zur Vorhersage von Verhalten im Zusammenhang mit Einstellungen.
Attitude and Subjective Norme = Behavioral Intention => Behavior
Eine Einstellung zu einem Thema und der Soziale Druckt führt zu einer Absicht eines Verhaltens, was zum tatsächlichen Verhaltne führt.
Qualitative Methode: TPB erläutern
Theory of planned Behavior
Attitude+ Subjective Norm+ Perceived Behavioral Control= Behavioral Intention => Behavior
Glaube an sich selbst -> Mit Alkohol steigt es.
Qualitative Methode: TAM
Technology Acceptance Model (WO6, S 14)
Modell, welches Aussagen darüber trifft, warum Personen eine Technologie nutzen oder nicht nutzen. AM postuliert, dass die Attitude Toward Using (A) zur Nutzung einer Technologie durch eine Person entscheidend von zwei Variablen abhängig ist, der wahrgenommenen Nützlichkeit (Perceived Usefulness) und der wahrgenommenen Benutzerfreundlichkeit (Perceived Ease of Use). Die Perceived Usefulness (U) ist die subjektive Empfindung der Person, dass die Anwendung einer bestimmten Technologie seine Arbeitsleistung verbessert. Die Perceived Ease of Use (E) wiederum misst die Wahrnehmung der Person, mit wie viel – oder besser mit wie wenig – Aufwand das Erlernen der Nutzung der neuen Technologie verbunden ist. Ferner ist die Intention zur Nutzung (Intention to Use, BI) abhängig von der Perceived Usefulness und der Attitude.
Qualitative Forschung: Ziel und Zweck Vor- und Nachteile
- Verständnis von Sachverhalten
- Generierung von neuen Hypothesen
- Erklärung zu wieso und warum etwas geschieht
- Verständnis von Hintergründen und Erklärungen von Sachverhalten
Vorteile:
- Auswertung von weniger strukturierten Daten
- Regelgeleitetes Vorgehen (Codieren von Kategorien)
Nachteile:
- Subjektive Deutung
- Gegenseitige Kontrolle als Entschärfung
- Schnell erhoben, aufwändig auszuwerten
Qualitative Forschung: Woaruaf kann sich Inhaltsanalyse beziehen?
Fokus auf die Auswertung des Inhalts.
Kann eine diagnostische Funktion (reaktiv) oder eine prognostische Funktion (proaktiv) haben
Es können Texte, Bilder, Filme, Videos analysiert werden
Ein Kategoriesystem ist das A und O (bei Induktion sowie Deduktion) Codierung als zentrale Tätigkeit
Qualitative Forschung: Kriterien ans Kategoriesystem
- Muss aus Untersuchungshypothesen theoretisch abgeleitet sein
- Kategorien voneinander unabhänig sein (nicht korrelieren)
- Ausprägungen jeder Kategorie muss vollständig sein
- Kategorie auf eine Dimension ausgerichtet
- Eindeutigkeit der Identifikation von Ausprägungen
Qualitative Methode: Wie wird bei der Inhaltsanalyse induktiv und deduktiv vorgegangen?
Induktiv: Kategoriesystem wird aus Textmaterial erarbeitet
- Von Textstelle -> Paraphrase -> Gruppierung -> Generalisierung
Deduktiver Ansatz: Kategoriesystem wird aus der Theorie abgeleitet
- Es gibt eine Hypothese, welche mit Quellen bestätigt oder widerlegt wird.
Qualitative Methode: Spezielle Formen der Inhaltsanalyse
Frequenzanalyse
- Wie häufig kommen welche Begriffe vor?
- Bartmode aus Bildern analysiert -> Grafik mit Bartmoden und Interpretation, dass Nachfolgegeneration andere Bärte trägt
Kontingenzanalyse (Assoziationen)
- Weichen die Anzahl beobachteter Begriffe von der Anzahl zu erwartender Begriffe ab
- Erscheinen von Begriffen (überdurchschnittlich oft zusammen)
Qualitative Methode: Methode der Fokusgruppe
- Werden von qualifiziertem Moderator geleitet zu einem Themo
- 6-10 Personen, 1-3 Stunden
- Können auch verwendet werden, um die Verständlichkeit eines Fragebogens zu testen
- Meinungsvielfalt erwünscht
- Stimulation von Diskussion und Interaktion durch Moderator
- offenen Fragen spricht man auch von einem teilstandardisierten Interview
Qualitative Methode: Methode der Delphi-Runde
- einer Gruppe von Experten ein Fragen- oder Thesenkatalog des betreffenden Fachgebiets vorgelegt. Die Befragten haben in zwei oder mehr sogenannten Runden die Möglichkeit, die Thesen einzuschätzen. Ab der zweiten Runde wird Feedback gegeben, wie andere Experten geantwortet haben, in der Regel anonym.
- Mit Feedbackschlaufen/Rückmeldungen
- Anonymität bei Rückmeldungen
- Expertenwissen aggregieren
- Konsens aus Expertenmeinungen bilden
- Iteration Abbrechen wenn Rücklauf unter 30% bei 1. Welle und unter 70-75% nach 2. Welle oder wenn Konsens gefunden wurde
Qualitative Methode: Problemzentriertes Interview
- Problem wird im Vorfeld von Forschenden analysiert
- Bestimmte Aspekte/ Probleme sollen im Interview angesprochen werden
- Ein Leitfaden dient als Interviewgrundlage
- Offenheit ist zentral bei qual. Interviews
- Interviewte sollen frei antworten können.
Eignet sich da, wo bereits etwas Theorie existiert
Vorteile:
- Sieht, ob Befragte die Frage verstandne haben
- Subjektive Perspektive der antwortenden können erfasst werden
- Befragte können selber Zusammenhänge und kognitive Strukturen im Interview entwickeln
Phasen des Gesprächs
- Sondierungsfragen (Einleitung)
- Leitfadenfragen (zuvor vorbereitete Fragen)
- Ad-hoc-Fragen (spontane Gegenfragen)
Problemanalyse-Leitfadenkonstruktion-Pilotphase-Interviewdurchführung-Aufzeichnung
Qualitative Methode: Narratives Interview
- Geeignet für Explorative Fragestellungen; Fragestellungen mit starkem Handlungsbezug; mit schwer abfragbaren Strukturen
Definition des Erzählgegenstandes -> Stimulierung der Erzählung -> Durchführung, Aufrechterhalten des roten Fadens -> Nachfragen in Richtung der intendierten subjektiven Bedeutungsstruktur
Vorallem biografische Forschung
Qualitative Methode: Methode der Critical Incident Technique
Etwas das passiert, was nicht nach Schema läuft. z.b. Panne im Service -> Analysieren
Methode, welche Faktoren für besonders effektives beziehungsweise ineffektives Verhalten bezüglich der Arbeitstätigkeiten erfasst. Kritische Ereignisse objektiv und planmäßig darzustellen.
Vorgehen
- Zielsetzung
- Welche Aktivität/ Ereignis ist Gegenstand der Untersuchung?
- Was ist das Ziel der Untersuchung?
- Erhebung planen z.b. Beobachtung
- Situation/ Bezug/ Umfang und Briefing der Beobachter
- Collect the data
- Zum Beispiel mit Leitfadeninterview
- Analyze Data
- Codieren und Analysieren
- Interpretieren und Reportieren
Qualitative Methode: Netzwerkanalyse
Eigenschaften/ Begriffe
- Konten (Personen) und Kanten (Beziehungen zwischen Personen)
- Gerichtete (Pfeile als Verbindung zwischen Konten) und ungerichtete Beziehungen
Qualitative Inhaltsanalyse nach Maring
- Bestimmung des angestrebten Abstraktionsniveaus
- Generalisierung der Bedeutungseinheiten unter diesem Abstraktionsniveau
- Reduktion des Inhalts durch Selektion
- Steichen bedeutungsgleicher Bedeutungseinheiten
- Reduktion durch Bündelung, Konstruktion,Integration von Bedeutungseinheiten auf dem angestrebten Bedeutungsniveau
- Zusammenstellung der neuen Aussagen als Kategoriensystem
- Rücküberprüfung des zusammenfassenden Kategoriensystems am Ausgangsmaterial
Drei Grundformen der Inhaltsanalyse
- Zusammenfassung (Reduktion von Material, so dass wesentliche Inhalte erhalten bleiben)
- Explikation (Verständnis erweitern, ggf. durch Hinzunahme von weiteren Quellen)
- Strukturierung (Vorgegeben Ordnungskriterien, Querschnitt durch Material legen, Einschätzung anhand bestimmter Kriterien)
Qualitative Methode: Triangulation
Einnahme unterschiedlicher Perspektiven auf einen untersuchten Gegenstand
- Mehrere Referenzpunkt werden zur Positionsbestimmung verwendet ( zb Natelort mit Natelantennen)
Arten:
- Daten Triangulation (mehrere Quellen zum gleichen Sachverhalt prüfen)
- Investigator Triangulation (Resultate mehrere Forscher mit gleicher Methode an gleichem Untersuchungsgegenstand werden verglichen
- Theorie Triangulation (gleicher Datensatz mit mehreren Theorien betrachten, auch mehrere Forschungsdisziplinen bzgl gleicher Problemstellung zusammenbringen.
- Methoden Triangulation ( mehr als eine Methode werden angewendet, um für die Fragestellung und Untersuchungsgegenstand Ergebnisse zu erhalten. -> Multi & Mixed Methods
Vorteile: Belastbarere Ergenisse, Tieferes Verständnis, Aufdecken von bisher unbekannten Flecken
Nachteile: Aufwand, Zu viele Köche verderben den Brei, Widersprüch