Arbeitsmethode 1
Hier sind Karteikarten aus dem Kurs "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 1"
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Flashcards
Der Methodenpluralismus stellt für die Sozialwissenschaften im Grunde in keiner Weise ein inhaltliches Problem dar, sondern ist ein rein soziales Problem im Umgang miteinander. Von Kommunikationsproblemen zwischen den Forschern abgesehen ist der Methodenpluralismus grundsätzlich eine Quelle inhaltkicher Bereicherung, die durch interdisziplinarität angezapft werden kann
Wie heisst die Wissenschaft über die Wissenschaft
Wissenschaftstheorie
"Ceteris paribus" bedeutet: unter sonst gleich bleibenden .......
Bedingungen
Historiker haben gezeigt, dass der Wandel von mitteralterlicher Jenseitsorientierung zu modernem Fortschrittsglauben auf das engste mit den frühen naturwissenschaftlichen Erfolgen verbunden ist.
Algorithmen sind schematisch wiederholbare Lösungsrezepte.
Menschliches Handeln wird nicht nur von der Ursache her erklärt, sondern auch vom Ziel.
Karl Popper gilt als der wichtigste Vertreter des kritischen Rationalismus.
Der Falsifikationismus kritisiert vor allem den Deduktionsschritt.
Nach Popper muss eine wissenschaftliche Aussage an der Realität scheitern können, d.h. durch eine empirische Beobachtung angegriffen werden können.
In den modernen Verhaltenswissenschaften versteht man unter "Wissen" propositionales, also vorläufiges Wissen.
Der Widerspruch zwischen einer wissenschaftlichen Theorie und einem Basissatz kann eine wissenschaftliche Aussage falzifizieren.
Warum sind die Naturwissenschaften kein gutes Vorbild für die Wirtschaftswissenschaften?
Weil die Wirtschaftswissenschaften vom Menschen handeln. Durch den freien Willen ori- entiert sich das menschliche Handeln an Zweck und Ziel. Die Objekte der Naturwissen- schaften kennen hingegen kein Ziel. Dadurch müssen andere Methoden zur Erkenntnis- gewinnung eingesetzt werden.
Warum sind die Naturwissenschaften kein gutes Vorbild für die Wirtschaftswissenschaften?
Weil die Wirtschaftswissenschaften mit ihren Prognosen oftmals danebenliegen und daher die Aussagen der Wirtschaftswissenschaften qualitativ anders sind als die Aussagen der Naturwissenschaften.
Warum sind die Naturwissenschaften kein gutes Vorbild für die Wirtschaftswissenschaften?
Bei der Wissenschaft geht es immer um die Erklärung von Kausalität (Ursache-Wir- kungs-Zusammenhänge).
Wissenschaftliche Erkenntnisse werden durch Beweise ein für alle Mal gesichert.
Jede wissenschaftliche Aussage muss laut Karl Popper falsifizierbar sein.
Deduktion heißt, dass vom Allgemeinen auf das Spezielle geschlossen wird.
Induktives Schließen bedeutet, dass Aussagen überprüft werden.
Karl Popper ist der bekannteste Vertreter des Kritischen Rationalismus.
Begrifflichkeiten sind wahr oder falsch.
Begrifflichkeiten unterliegen keinem Wahrheitskriterium, sondern einem Nützlichkeits- kriterium. In ihnen schwingen immer theoretische Vorentscheidungen mit.
Mit einem geeigneten Basissatz kann die Wissenschaft eine Erkenntnis endgültig als unzu- treffend verwerfen.
Der Falsifikationismus kann falsifiziert werden.
Im Kritischen Rationalismus bedeutet wissenschaftlicher Fortschritt, dass man durch das beständige Aufstellen und Verwerfen von wissenschaftlichen Aussagen der Objektivität und Wahrheit immer näher kommt, auch wenn man letztlich niemals mit Sicherheit weiß, ob man nun die Wahrheit gefunden hat.
Das Basissatzproblem besagt, dass man von empirischen Beobachtungen nicht auf das Ganze schließen darf.
In der Betriebswirtschaftslehre haben wir es sehr viel mit probabilistischen Aussagen zu tun, die durch einen einzigen konträren Basissatz noch nicht grundsätzlich falsifiziert wer- den können.
Gesetze und Theorien, die mit Wahrscheinlichkeitsaussagen verknüpft werden, bedürfen spezieller Konventionen, wann sie als gescheitert und falsifiziert gelten. Diese Konventio- nen sind Gegenstand der Statistik.
In Begrifflichkeiten stecken meistens wertende Vorannahmen. Man ist sich dessen oft nicht bewusst.
Wertfreie Wissenschaft im Sinne einer absoluten normativen Neutralität ist gar nicht möglich.
In der Forschung sollte ich bei der Durchführung meiner Analyse versuchen, mit Wertungen zurückhaltend zu sein. „Unbefangenheit“ ist eine wissenschaftliche Tugend.
Welche der folgenden Aussagen ist keine Tautologie?
Es regnet oder es regnet nicht.
Tautologie?
2+2= 4
Tautologie?
Alle von uns überprüften Exporte gingen ins Ausland.
Tautologie?
4 ist definiert als Symbol für die Summe 1 + 1 + 1 + 1.
Ralf mag sein Lieblingstier.
Tautologie?
Große Organisationen bewältigen einen Strukturwandel ihrer internen Abläufe langsamer als kleine Organisationen.
Deskriptive Aussagen sind in der Wissenschaft verboten.
Jede wissenschaftliche Abschlussarbeit benötigt eine Problematik und eine daraus entwickelte Fragestellung.
Lesen Sie folgende zwei Zusammenfassungen von fiktiven studentischen Arbeiten durch.
(A) Ein Student will wissen, ob es sich für die Firma McDonald‘s auszahlen würde, den Kundenservice mit der Einführung eines Heimlieferdienstes auszuweiten. Nach einer eher philosophischen Betrachtung über Dienstleistung und Kundenservice gelangt er durch theoretische Überlegungen, die starke argumentative Schwächen haben, zu dem Schluss, dass ein Heimlieferdienst vermutlich keine gute Idee darstellt.
(B) Ein Student führt eine Umfrage bei McDonald‘s und bei Burger King durch, bei der er die jeweilige Kundschaft nach dem Wohnort befragt. Er operationalisiert den Wohnort dabei durch eine fünfstellige Postleitzahl. Mit Hilfe eines Statistik-Programms erstellt er Boxdiagramme, die die Herkunft nach Stadtteilen für beide Restaurantketten darstellt. Er bespricht fehlerlos, wo die größten geographischen Überlappungen sind.
B hat eine viel exaktere Methode und ist daher wissenschaftlicher als A.
Lesen Sie folgende zwei Zusammenfassungen von fiktiven studentischen Arbeiten durch.
(A) Ein Student will wissen, ob es sich für die Firma McDonald‘s auszahlen würde, den Kundenservice mit der Einführung eines Heimlieferdienstes auszuweiten. Nach einer eher philosophischen Betrachtung über Dienstleistung und Kundenservice gelangt er durch theoretische Überlegungen, die starke argumentative Schwächen haben, zu dem Schluss, dass ein Heimlieferdienst vermutlich keine gute Idee darstellt.
(B) Ein Student führt eine Umfrage bei McDonald‘s und bei Burger King durch, bei der er die jeweilige Kundschaft nach dem Wohnort befragt. Er operationalisiert den Wohnort dabei durch eine fünfstellige Postleitzahl. Mit Hilfe eines Statistik-Programms erstellt er Boxdiagramme, die die Herkunft nach Stadtteilen für beide Restaurantketten darstellt. Er bespricht fehlerlos, wo die größten geographischen Überlappungen sind.
A enthält eine Problematik, eine Fragestellung und eine Hypothese und genügt daher vermutlich den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Arbeit.