Arbeitsmethode 1
Hier sind Karteikarten aus dem Kurs "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 1"
Hier sind Karteikarten aus dem Kurs "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 1"
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Lernkarten
Lesen Sie folgende zwei Zusammenfassungen von fiktiven studentischen Arbeiten durch.
(A) Ein Student will wissen, ob es sich für die Firma McDonald‘s auszahlen würde, den Kundenservice mit der Einführung eines Heimlieferdienstes auszuweiten. Nach einer eher philosophischen Betrachtung über Dienstleistung und Kundenservice gelangt er durch theoretische Überlegungen, die starke argumentative Schwächen haben, zu dem Schluss, dass ein Heimlieferdienst vermutlich keine gute Idee darstellt.
(B) Ein Student führt eine Umfrage bei McDonald‘s und bei Burger King durch, bei der er die jeweilige Kundschaft nach dem Wohnort befragt. Er operationalisiert den Wohnort dabei durch eine fünfstellige Postleitzahl. Mit Hilfe eines Statistik-Programms erstellt er Boxdiagramme, die die Herkunft nach Stadtteilen für beide Restaurantketten darstellt. Er bespricht fehlerlos, wo die größten geographischen Überlappungen sind.
B enthält eine Problematik, eine Fragestellung und eine Hypothese und genügt daher vermutlich den Ansprüchen einer wissenschaftlichen Arbeit.
Füllen Sie bitte folgenden Lückentext aus:
Beim......... Zuhören sollte man sich bemühen, drei Dinge in einem Vortrag zu identi- fizieren: ........... Fragestellung und Hypothese. Dabei ist zu beachten, dass die Fragestellungen oftmals nicht ...........formuliert sind oder sogar die Form eines Fragesat- zes haben. Vielmehr steckt die Frage meist nur implizit in einem Text.
Beim aktiven Zuhören sollte man sich bemühen, drei Dinge in einem Vortrag zu identi- fizieren: Problematik, Fragestellung und Hypothese. Dabei ist zu beachten, dass die Fragestellungen oftmals nicht explizit formuliert sind oder sogar die Form eines Fragesat- zes haben. Vielmehr steckt die Frage meist nur implizit in einem Text.
Als Protokollant sollte man einfache Tatsachenbehauptungen (z. B. Zahlenangaben), die im Gespräch umstritten waren, recherchieren und im Protokoll klarstellen.
Für eine Dissertation sind die formalen Regeln für sauberes, wissenschaftliches Arbeiten deutlich strenger als für eine Seminararbeit.
Im Rahmen eines Referates sind kontroverse Thesen, die in der anschließenden Diskus- sion zerrissen werden, zu vermeiden.
Die Aussage: "Alle Schwäne sind weiß", lässt sich durch die Beobachtung eines schwarzen Schwanes falsifizieren.
Ein "Lemma" ist ein Hilfssatz.
"Empirie" ist die sinnliche, direkt wahrnehmbare Erfahrungswelt.
Mathematische Sätze, die direkt aus Axiomen folgen, sind Tautologien. Daher ist die Mathematik nicht empirisch falsifizierbar.
Ist die folgende Aussage eine Tautologie?
Wenn man eine Klausuraufgabe richtig löst, bekommt man dafür Punkte.
Ein Axiom ist eine grundlegende Satzung, die im Rahmen eines axiomatischen Systems nicht hinterfragt wird.
"Tertium non datum" ist ein logisches Axiom.
Verhaltenswissenschftliche Fragestellungen dürfen nicht persönlich motiviert sein.
Eine wissenschaftliche Fragestellung darf höchstens zwei Definitionen erhalten und endet mit einem Fragezeichen.
Deskriptive Aussagen sind in der Wissenschaft verboten.
Beim Anhören eines wissenschaftlichen Vortrages muss man immer Papier und Stift bereithalten.
Eine Rezension ist eine Textbesprechung. Sie enthält beschreibende und beurteilende Elemente.
Man kann als Zuhörer im Zuhören aktiv sein.
Jeder wissenschaftliche Vortrag sollte neben Thematik und Fragestellung auch eine Problematik enthalten.
Forscher müssen die richtigen Fragen stellen, die zum Nachdenken anregen. Antworten zu geben ist hingegen nicht Aufgabe der Wissenschaft.
Wenn erfahrene Hochschullehrer eine studentische Abschlussarbeit bewerten sollen, betrachten sie dazu meistens zunächst die Gliederung.
Die konzeptionelle Denkbarkeit einer Arbeit steckt vor allem in deren Einleitung und Gliederung.
Die Gliederung gibt den "roten Faden" der Argumentationskette einer Arbeit wieder.
Wichtiger als das Erfassen der Kernaussagen eines fremden Textes, ist das akribische Durcharbeiten von Zeile zu Zeile.
Sub-Hypothesen sollten in andere Texte ausgelagert werden.
Das Protokoll ist eine höfliche Mitschrift.
Ein Protokoll lässt man überlicherweise allen Anwesenden zukommen.
Wörtliche Zitate haben in einem Protokoll nichts zu suchen.
Thesenpapiere sind skizzenhaft.
Thesen eines Thesenpapieres sollen wahr sein. Man kann jedoch ausgewählte provokative Thesen darin aufnehmen, die als Impuls für eine anschließende Diskussionsrunde dienen.
Einschlägige Literatur sollte auf einem Thesenpapier aufgeführt werden.
Eine studentische Abschlussarbeit unterliegt völlig anderen formalen und handwerklichen Regeln als eine Doktorarbeit.
Eine Doktorarbeit nennt man auch Habilitation.
Leistungen einer wissenschaftlichen Arbeit müssen eigenständig sein.
Unter einem Abstract versteht man eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte eines Dokuments.
Ein Abstract erfolgt immer mündlich.
Ziel eines Abstracts ist es, Lesezeit einzusparen.
Das Abstract ist länger als ein Precis.
Fragestellungen haben weder explizit noch implizip etwas im Abstract zu suchen.
Es gibt eine ganze Reihe von Textgattungen, die nichtwertende Verkürzungen von Originaltexten darstellen.