A1 Anatomie und Physiologie

A1 Anatomie und Physiologie: Anatomie, Morphologie, Zytologie, Histologie, Physiologie, Pathologie

A1 Anatomie und Physiologie: Anatomie, Morphologie, Zytologie, Histologie, Physiologie, Pathologie


Peter Lässig
Diese Lernkarten vermitteln grundlegende Kenntnisse zu Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers, insbesondere zu Blut, Kreislaufsystem, Zellen, Geweben sowie Hormonen und Drüsen. Im Fokus stehen die Zusammenhänge zwischen Organen, Stofftransport und Zelltätigkeit, wobei Herz, Gefäße und Blut im Mittelpunkt stehen. Ideal für Einsteiger in medizinische oder biologische Themen, die ein solides Basiswissen erwerben möchten.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine/Pharmacie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
18.03.2014 / 05.07.2026

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Zellorganellen

Strukturen im Zellplasma mit verschiedenen Funktionen (z.Bsp. Mitochondrien), Funktionseinheiten

Mitochondrium (-)

Das 'Kraftwerk der Zellen' dient der Energiegewinnung durch Verbrennungsprozesse. Glukose (Zucker), Fettsäuren und Aminosäuren werden unter Verbrauch von Sauerstoff (O2) zu Kohlendioxid, Wasser (H2O) und evtl. Abfallstoffen verbrannt. Die gewonnene Energie wird der Zelle als energiereiche Verbindung für die Lebensfunktionen zur Verfügung gestellt

Zell- und Kernteilung

Nötig für Wachstum, Ersetzen von abgestorbenen Zellen, Wundheilung und Fortpflanzung.
Mitose = indirekte symmetrische Zellteilung ergibt 2 identische Tochterzellen

Gewebe (Def.)

Verbände von gleichartigen Zellen, die gemeinsame Aufgaben erfüllen

Grundgewebe (4)

Epithelgewebe
Binde- und Stützgewebe
Muskelgewebe
Nervengewebe

Epithelgewebe (kurz: Epithel) (Def.)

Kompakter Zellverband ohne zwischengelagerte, geformte Interzellulärsubstanz

Epitheltypen (2)

Oberflächenepithel
Drüsenepithel

Oberflächenepithel Funktionen (4)

Schutz
Resorption von Nährstoffen (Darm)
Transport (Flimmerepithel der Atemwege)
ableitende Systeme (Niere, Hrnleiter, Blase, Harnröhre, Gallengänge)

Drüsenepithel Funktionen

Produktion und Abgabe von Sekreten (Absonderungsprodukt einer Drüse)
Exokrine Drüsen - Abgabe des Sekrets an innere oder äussere Körperoberflächen
Endokirne Drüsen - innersekretorische Drüsen produzieren Hormone, Abgabe direkt ins Blut
Gemischte Drüsen - exokriner & endokriner Anteil

Exokrine Drüsen (8)

Tränendrüsen
Mundspeicheldrüse
Brustdrüsen
Leber
Magendrüsen
Talgdrüsen
Schweissdrüsen
Prostata

Endokrine Drüsen (3)

(Hormondrüsen:)
Hirnanhangdrüse
Schilddrüsen
Nebenschilddrüsen
etc.

Gemischte Drüsen (2)

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
Keimdrüsen (Eierstöcke, Hoden)

Binde- und Stützgewebe (Def.)

Am häufigsten vorkommendes Gewebe, vielgestaltig. Entscheidend für Formgebung des Körpers & Verbindungsstruktur zwischen Geweben, Organen und Organsystemen

Binde- und Stützgewebe

Fettgewebe
Lockeres & straffes Bindegewebe
Knorpelgewebe
Knochengewebe

Knorpelgewebe (Def)

Rundliche Knorpelzellen mit umgebender Zwischenzellensubstanz (80% Wasser), gefäss- und nervenfrei. Schlechte Regenerationsfähigkeit; Gelenksabnützung: Arthrose

Knorpelarten (3)

Hyaliner Knorpel - häufigste Knorpelart (Gelenkflächen, Rippen, Teile der Nase, Kehlkopf
Elastischer Knorpel - Ohrmuschel, Kehlkopfdeckel
Faserknorpel - Zwischenzellensubstanz = dicht gepackte Fasern für Zugstabilität (Bandscheiben, Gelenkscheiben, Schambeinfuge)

Knochengewebe (Def.)

Knochenzellen mit Zwischenzellsubstanz aus Fasern und Kalziumsalzen für nötige Festigkeit gegen Druck und Zug und Widerstandsfestigkeit gegenüber Biegebeanspruchung. Grösster Kalziumspeicher des Körpers, Abnahme im Alter und vor allem bei Frauen: Osteoporose

Muskelgewebe

Rasche und ausgiebige Kontraktion; aktives Element des Bewegungsapparates und ermöglichen Verkleinerung und Bewegung der inneren Organe (Harnblase, Verdauungstrakt, Gallenblase, Herz etc.).
Bestehend aus Muskelzellen mit vorwiegend zusammenziebaren Eiweissen im Plasma (Aktin und Myosin

Muskelgewebetypen (3)

Skelettmuskulatur (quergestreifte Muskulatur)
Glatte Muskulatur
Herzmuskulatur

Skelettmuskulatur (quergestreifte Muskulatur)

Zwischen Knochen aufgespannte willkürliche Muskeln, sie arbeiten rasch und sind schnell ermüdbar.
Parallele Anordung, daher charakteristische Querstreifung

Glatte Muskulatur

In allen inneren Organen und in den Wänden der Gefässe, gesteuert durch das vegetative Nervensystem (unwillkürliche Muskulatur). Arbeitet langsam und rhythmisch und ist nicht ermüdbar.

Herzmuskulatur

Nur im Herzen, gesteuert durch eigenes Reizleitungssystem, unwillkürliche Muskulatur. Arbeitet rasch, rhythmisch und unermüdlich.
Unregelmässig verzweigt mit Kontaktzonen (Glanzstreifen), welche den elektrischen Reiz leiten und die gleichzeitige Kontraktion gewährleisten

Nervengewebe Funktionen (4)

Reizaufnahme
Reizleitung
Reizverarbeitung
Reizbeantwortung

Nervengewebe histologischer Aufbau (2)

Nervenzellen (Neuron, Neurozyten)
Gliazellen (Hüll-, Schutz- und Isolationsschichten)

Nervenzellen

Erregungsleitung
Verlust der Mitosefähigkeit (abgestorbene Zellen können nicht ersetzt werden)
Hohe Empfindlichkeit gegenüber Sauerstoffmangel
Kommunikation untereinander mittels Zellausläufern (zuleitend: Dendriten, wegleitend: Axon)
Polarer Aufbau, Erregungsübertragung mittels chemischer Botenstoffe: Axon > Endköpfchen > Synapsen auf der Membran der nachfolgenden Zelle

Nerv

Bündel von Nervenzellausläufern mit ihren Hüllschichten

Nervenzellverschaltungen

Grundlage der komplexen neuronalen Funktionen

Blutkreislauf

Geschlossener Kreislauf als wichtigstes Transportsystem des Körpers, um mittels Blut als Transportmedium jede Körperzelle mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen, Abbauprodukte des Stoffwechsels abzutransportieren, Botenstoffe (Hormone) und Wärme zu befördern. Zudem Transport von Säuren und Basen, Wasser und Elektrolyte & Transportmedium des Immunsystems.
Das Herz pumpt das Blut.

Anteile des Herz-Kreislaufsystems (5)

Herz
Venen
Arterien
Blut
Kappillaren

Herz

Hohlmuskel, durch eine Herzscheidewand (Septum) unterteilt in ein rechte und eine linke Herzhälfte.

Herzhälften

Das Blut fliesst vom Vorhof (Atrium) in die Kammer (Ventrikel), wo die eigentliche Auswurfarbeit in den grossen oder den kleinen Kreislauf stattfindet

Herzklappen

Zwei Segelklappen verhindern das Zurückfliessen des Blutes von den Kammern in die Vorhöfe; rechts die Trikusklappen und links die Mitralklappe.
Zwei Taschenklappen verhindern das Zurückfliessen aus dem Kreislauf in die Kammern; Pulmonalklappe zwischen der rechten kammer und der Pulmonalarterie, Aortenklappe zwischen der linken Kammer und und der Aorta.

Blutmenge

Ca. 5 Liter (Erwachsene)

Blutbeförderungsmenge

Im Ruheszustand ca. 5 Liter pro Minute, kann bis 25 Liter gesteigert werden.

Herzkranzgefässe

Koronararterien umgeben das Herz kranzartig um den Herzmuskel zu versorgen.

Phasen der Herzmechanik (2)

Systole = Kontraktionsphase (Blutauswurf aus den Ventrikeln in die Arterien)
Diastole = Erschlaffungsphase (Öffnen der Segelklappen, Blut in Vorhof)

Herz-Reiz

Autonomes Reizbildungs- und Reizleitungssystem über äussere Nervenbahnen, der Herzschrittmacher (Sinusknoten) bildet den Reiz zur Kontraktion.
Herzfrequenz: ca. 60-80 Schläge pro Minute (als Pulsschlag fühlbar).

Blutgefässtypen (3)

arterielle Abschnitte
kapillare Abschnitte
venöse Abschnitte

Arterien

Führen das Blut vom Herz weg (grosse Volumenschwankungen, daher stärkerer Wandbau).
Hellrotes, arterielles (sauerstoffreiches) Blut im Körperkreislauf - dunkelrotes, venöses (sauerstoffarmes) Blut im Lungenkreislauf.

Kapillaren

Mikroskopisch feine Haargefässe als dreidimensionale Netze im Gewebe für den Stoff- (Nährstoffe und Abfallstoffe) und Gasaustausch (Sauerstoff und Kohlendioxid) zwischen dem Gefässraum und dem Gewebe

Étudier