Qualitätsmanagement + Organisation

Qualitätsmanagement + Organisation

Qualitätsmanagement + Organisation

Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen und Methoden des Qualitätsmanagements sowie dessen organisatorische Umsetzung in Unternehmen. Sie behandeln Prozesse wie TQM, KVP und Auditverfahren, erklären Kennzahlen wie Fehlerquoten und Kundenzufriedenheit sowie Werkzeuge wie Ishikawa-Diagramme und SWOT-Analysen. Praktische Beispiele veranschaulichen Maßnahmen zur Fehlervermeidung, Ergonomie und Zertifizierung. Ideal für Mitarbeiter und Führungskräfte, die Qualitätssysteme aufbauen oder verbessern möchten.
Karten
19
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
08.05.2026 / 26.06.2026

Lernkarten

Einleitung und Bedeutung des Qualitätsmanagements 

1- Qualitätsmanagement ist eine wichtige Führungsaufgabe im Unternehmen. Es beinhaltet die kontinuierliche Verbesserung von Geschäftsprozessen und eine gemeinsame Qualitätskultur bei allen Mitarbeitern, um hohe Qualitätsstandards zu erreichen und den Erfolg des Unternehmens zu sichern. 

2- Qualität bedeutet, dass alle relevanten Tätigkeiten zur Qualitätssicherung eines Produkts oder einer Dienstleistung durchgeführt werden. 

Durch die kontinuierliche Verbesserung steigt die Qualität, während Fehlleistungen sinken.  

Qualität hat oberste Priorität! 

Ziele des Qualitätsmanagements 

  •  Alles, was im Unternehmen gemacht und nicht gemacht wird konsequent auf die Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen (Stakeholder) ausgerichtet ist. 
  •  Die kontinuierliche Verbesserung gelebt wird und Fehlleistungen verhindert werden. 

Drei Merkmale Qualitätmanagement

• Qualität muss geplant, gesteuert und überwacht werden. 

• Qualität muss kontinuierlich verbessert werden. 

• Qualität hat oberste Priorität. 

Bedeutung und Nutzen einer Prozesslandkarte 

Eine Prozesslandkarte ist eine Darstellung aller Geschäftsprozesse in einem Unternehmen. Sie zeigt, wie die Prozesse miteinander verbunden sind, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist und welche Ressourcen dafür benötigt werden.  

Nutzen einer Prozesslandkarte 

Die Prozesslandkarte hilft dabei, sich einen Überblick über die Abläufe im Unternehmen zu verschaffen und ermöglicht es, Schwachstellen und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Eine Prozesslandkarte beinhaltet immer alle Kernprozesse, Managementprozesse und Unterstützungsprozesse eines Unternehmens. 

Managementprozesse

  • Entwicklung von Strategie 
  • Entwicklung von Vison
  • Risikomanagement

Kernprozesse

  • Beschaffung
  • Produktion
  • Lagerung

Unterstützungprozesse

  • HR
  • Finanzen
  • Controlling 
  • Gebäudemanagement

Das Qualitätsmanagement im eigenen Unternehmen erklären und mit relevanten Standards und Methoden verknüpfen. 

Bedeutung 

Qualität wird entlang des gesamten Produktlebenszyklus geplant, gesteuert und kontinuierlich verbessert. 

Die Qualitätssicherung ist zwar Sache der Führungspersonen, jedoch sollen alle Mitarbeitende davon betroffen sein und ihr Beitrag für die Qualitätssicherung leisten. 

Erkenntnis 

Qualität zu sichern und zu verwalten genügt nicht mehr. 

Sie soll im Unternehmen verankert und Sache von allen sein. 

Standards/Faktoren, die wichtig sind, um Prozesse zu beherrschen 

Kompetente und motivierte Mitarbeitende 

  • Wird durch Schulung und gute Unternehmensbenefits erreicht. 

 

Eindeutige Kriterien zur Kundenorientierten Beurteilung von Qualität 

  • Möglichkeit durch Fragebogen oder Kundenbewertungen bezüglich erhaltener Produkte oder Dienstleistungen. 
  • Durch ein Lastenheft lässt sich die vom Kunden gewünschte Qualität ableiten. 

Zweckmässige Wahl und Anwendung der Qualitätswerkzeuge 

Situationsbedingt verschiedene Qualitätswerkzeuge auswählen. 

• Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa) 

• KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) 

• PDCA (Plan-Do-Check-Act) 

• TQM (Total Quality Management) 

 

 

Präventiver Unterhalt der Betriebs- und Fertigungsmittel 

Um die Qualität sicherzustellen, brauchen Betriebs- und Fertigungsmittel regelmässige Wartungen. 

Geeignete Umgebungsbedingungen für Mitarbeitende 

Dem Personal geeignete Arbeitsbedingungen gewährleisten. 

  • Licht→ Ausreichend Licht für die zu absolvierende Arbeit zur Verfügung stellen. 
  • Lärm→ Lärmbelästigung während der Arbeit vermeiden oder geeignete Massnahmen anwenden (Gehörschutz oder Abteilung verschieben für eine ruhige Umgebung) 
  • Temperatur→ Mitarbeiter vor Hitze oder Kälte schützen 

Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa) 

Ursache-Wirkungs-Diagramm (Ishikawa) 

Dieses Werkzeug stellt Ursachen-Wirkungs-Zusammenhang her. 

Einflussgrössen und gegenseitige Abhängigkeiten können gemeinsam erarbeitet, zusammengestellt und kommuniziert werden. 

 Methode, um Risiken identifizieren zu können ist mittels SWOT-Analyse. 

Die SWOT-Analyse ist eine Technik, die eingesetzt wird, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Unternehmens oder auch eines bestimmten Projekts zu ermitteln. 

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) 

Ziel ist es, die Qualität stets zu verbessern und somit die Qualität sicherstellen durch den sogenannten PDCA-Regelkreis. 

 

Soll-Ist-Vergleich 

Durch einen Soll-Ist-Vergleich lässt sich ein Optimierungspotenzial ableiten. 

Die geeigneten Massnahmen können nur dann vorgenommen werden, wenn Abweichungen beim Soll-Ist-Vergleich eintreten. 

Total Quality Management (TQM) 

Das Total Quality Management ist ein wichtiges Gesamtführungskonzept mit den folgenden Zielsetzungen: 

 

1. TQM stellt den Menschen in den Mittelpunkt 

Partnerschaften, Kunden. Mitarbeiter und die Öffentlichkeit werden miteinbezogen. Betroffene zu beteiligten machen. 

 

2. Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen erfüllen 

Kundenorientierung ist das oberste Ziel im Unternehmen. 

Mitarbeiter, Gesellschaft, Umwelt und Eigentümer gehören auch zu den Anspruchsgruppen (Stakeholder). 

 

3. Die Organisation muss laufend hinzulernen 

Das Unternehmen lernt durch die kommenden Fehler stets hinzu. 

 

4. Ständig besser werden 

Durch das kontinuierliche Verbesserungsprozess und durch das Miteinbeziehen des Personals, immer besser werden. 

 

5. Prozesse beherrschen 

Jeder Mitarbeitende hat Qualitätsverantwortung, deshalb müssen Prozesse beherrscht und durch ständiges Messen von Ergebnissen kontrolliert werden. 

 

6. Auf den Stärken aufbauen 

Unternehmen sollen TQM nicht als Ersatz für bisherige Stärken verwenden, sondern es als Führungssystem betrachten, welches auf den Stärken des 

Unternehmens aufbaut. 

Verbreitete Zertifizierungen im Qualitätsmanagement unterscheiden. 

Prozessmodell gemäss ISO-9000 Bedeutung 

Jedes Unternehmen gestaltet dadurch das Qualitätsmanagementsystem individuell. 

ISO-9000 definiert das, was geregelt werden muss legt jedoch nicht fest, wie dies getan werden soll. 

Der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems ist ein wichtiger Schritt in Richtung Business Excellence und schafft Vertrauen bei den Kunden.  

Quantitative und Qualitative Zielsetzungen für die Qualität von Prozessen formulieren. 

Qualitative Ziele

  •  Mitarbeiter Zufriedenheit 
  •  Kunden Zufriedenheit 
  •  Verbesserung der Ergonomie 

Quantitative Ziele 

  • Anzahl produzierte Teile pro Tag 
  • Anzahl geleistete Überstunden im Monat 
  • Anzahl Kommissionierziele pro Tag 

Abbildung und Beispiel einer SMART-Formel 

«Ich möchte bis Ende Dezember einen Jahresumsatz von 20 Millionen erreichen, damit ich meinen Mitarbeitenden einen Bonus für ihre kontinuierlich gute Leistung überweisen kann. Dieses Ziel sollte machbar sein, weil in den vergangenen Jahren der Jahresumsatz konstant geblieben ist.» 

Subjektive Beurteilung 

Objektive Beurteilung 

Subjektive Beurteilung 

Subjektive Beobachtungen basieren auf persönliche Empfindungen. 

Es geht vor allem, um die eigenen Gedanken, Gefühlen und Eindrücke. 

Subjektive Beobachtungen können von Person zu Person unterschiedlich sein. 

 

Objektive Beurteilung 

Objektive Beobachtungen basieren sich auf Fakten und messbare Daten. 

Sie ist unabhängig von den persönlichen Empfindungen oder Meinungen einer Person.  

Objektive Beobachtungen können von verschiedenen Personen auf die gleiche Weise wahrgenommen werden. 

 

Beispiel «Betrachtung eines Gemäldes»

Subjektiv→ Ich finde das Gemälde sehr schön und inspirierend. 

Objektiv→ Das Gemälde ist 60cm breit und 80cm hoch und zeigt eine Landschaft mit vielen verschiedenen Farben. 

Situativ geeignete (Duruma uygun) Kennzahlen zur Messung der Qualität vorschlagen. 

Typische Kennzahlen im Qualitätsmanagement 

  • Fehlerquote 
  • Kundenzufriedenheit 
  • Mitarbeiterzufriedenheit 

 

Die Qualitätsprüfung kann in Messreihen als 100%-Prüfung oder als Stichprobenprüfung durchgeführt werden. 

Bei störenden Prüfungen kommt nur die Stichprobenprüfung in Frage. 

 

Beispiel einer Qualitätsprüfung in % 

Von 100 Kunden haben sich 10 über das neue Produkt beklagt. 

10% sind die unzufriedenen Kunden, diese müssen in Betracht gezogen werden. 

 

Beispiel einer Stichprobenprüfung 

32 Teile von einem Los von 500 Teilen

 

Die Stichprobenprüfung ist anwendbar für: 

  •  Wareneingangsprüfung 
  •  Fertigungsprüfungen 
  •  Administration (Überprüfen von Dokumenten) 

 

Bei Stichprobenprüfungen kann nie eine 100% ige Aussage gemacht werden. 

Die Stichprobenprüfung soll über die Qualität einer Sendung mit vielen gleichartigen Artikeln Aufschluss geben.

Um Kennzahlen Qualitätmanagementerheben zu können stehen verschiedene Methoden zur verfügung.

Interne und Externe Audit

Audir sind Überprüfungsverfahren mit dem Ziel, abwachungen zwischen das, was dokumentiert ist und das, was tatsächlich in der praxis statfinden festzustellen.

Interne Audit = Sicherheitsbeauftragter (SIBE)

Externe Audit= Schweizerische Unfallversicherunganstalt (SUVA)

Benchmarking

Benchmarking ist eine Prozess, bei dem Unternhmen ihre leistung mit der von anderen Unternehmen vergleichen, um Ihre verbesserungmöglichkeiten zu identifizieren und ihre leistung zu verbesseren.

Umfragen

Die kostengünstigste und einfachste methode zur erhebung von daten Qualitätmanagamen, ist die umfrage bei den betroffene Personnen.

Fehler in der Täglichen arbeit erkennen, analysieren und massnahmen zu deren vermeidung vorschlagen.

Fehler in der Täglicge arbeit können auszuführende arbeit sein, die sich vereinfachen lassen und daduch die durchlaufzeit sinkt.

Beispiel 

Die kommissionierung findet im Unternhemen papierform statt.

Diese Methode der Kommissionierung definitiv nicht fehlerfrei, den die Mitarbeiter können definitiv oftmals abgelenkt oder unmotiviert sein.

Diesen fehler haben anschliessend einen hohen einfluss auch die Fehlerquote und somit auch die Kundenzufriedenheit.

Es lässt sich die ideale Massnahme daraus ableiten, die Kommissionierung anders zu gestalten. 

Das Kommissionieren soll für eine tiefe Fehlerquote und Motivierte Personal kunftig durch ergonomische Handscanner erfolgen.

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