Distributionslogistik
Distributionslogistik
Distributionslogistik
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Lernkarten
Kennzahlen Ordnungssysteme Distributionslogistik
Ordnungssytem 2
Rahmen und Strukturkennzahlen
- Anzahl Kunden
- Umsatz je Kunde
- Anzahl Standorte
- Auftragsgrösse
- Fehlmengenkosten
Poduktivitätskennzahlen
- Anlagenutzungsgrad
- Produktivität der Versandabwicklung
- Produktivität der Auftragsabwicklung
- Transportzeit je Transportauftrag
Wirtschaftlichkeitskennzahlen
- Distributionskosten je Auftrag
- Kosten Auftragsabwicklung
- Versandkostenquote
- Umsclagheufigkeit Fertigwaren
- Transportkosten je Transportauftrag
Qualitätkennzahlen
- Termintreue
- Lieferbereitschaft
- Verzugsquote
- Beanstandungsquote
- Anteil Nachlieferung
Kennzahlen Ordnungssysteme Distributionslogistik
Ordnungssytem 3
Logsitikkennzahlen
- Lieferzuverlässigkeit
- Fehlmengen
- Lieferfähigkeit
- Umschlaghäfigkeit
- Bestandreichweite
Kostenkennzahlen
- Lagerkosten pro Lagerstufe
- Transportkosten
- Handlingkosten
- Gesamtbestandkosten
- Steuerungskosten
Produktivitätskennzahlen
- Anlagenutzungsgrad
- Kapazitätsnutzungsgrad
- Transportauslastung
Finanzkennzahlen
- Zykluszeit Zahlung Kunden - Zahlung Lieferanten
- Zykluszeit Verladezeitpunkt - Zahlung Transporteur
Transportrecht in der Schweiz und International ?
Schweiz: (OR) Obligationsrecht - Frachtführerhaftung
(SVG) Strassenverkehrsgesetz
International: Incoterms verschiedene Intarnationale abkommen (CMR,ADR,RDI)
Zentralle inhalte:
- Haftung der Frachtführer bei schaden oder verlust zB. OR Art 440ff
- Versciherungsflicht zur finanziele absicherung
- Gesetzgeber legt Pflichten zur schadenvermeidung zur Ladungsicherung und zur Haftung an.
Haftungvermeidung
Transportrecht National und International
Nationale Rgelung
- SVG (Strassenverkehrgesetz)
- OR Art. 440 ff. (Frachtführerhaltung)
- ARV1 (Verkehrversicherungsverordnung)
- BSV (Binnenschiffahrsverordnung)
- SDR (Vorschriften für die Gefährliche Güter auf der Strasse)
- ADR ( Vorschriften für die Gefährliche Güter auf der Strasse)
Internationale Regelung
- CMR ( Transport Per Internationalem Strassenverkehr)
- ADR ( Gefahregut Trasnport auf der Strasse)
- RID ( Gefahrengut Transport auf die Schiene)
- IMDG ( Gefahrengut Transport auf See)
- Incoterms (Regeln für Kosten, Risikon und Versicherung)
Incoterms (International Commercial Terms)
Regeln für die Zuständigkeit für die Kosten, Risiko und Versicherungen im Internationalen Warenverkehr.
Die Grafik zeigt die Incoterms 2020 – internationale Regeln für den Warenversand. Sie legen fest, wer (Verkäufer oder Käufer) die Kosten, das Risiko und die Organisation der Lieferung trägt. Hier eine kurze Übersicht mit Beispielen:
EXW (Ex Works / Ab Werk)
- •Käufer holt die Ware beim Verkäufer ab.
- •Verkäufer trägt keine Kosten oder Risiken.
•Beispiel: Käufer organisiert alles selbst – z. B. bei Fabrikabholung in Zürich.
FCA (Free Carrier / Frei Frachtführer)
- •Verkäufer liefert Ware an einen Spediteur.
- •Risiko geht dort auf Käufer über.
Beispiel: Lieferung an Spediteur im Exportland.
FOB (Free on Board / Frei an Bord)
- •Verkäufer bringt Ware aufs Schiff.
- •Risikoübergang am Verladehafen.
Beispiel: Verschiffung von Basel aus.
CFR / CIF (Kosten & Fracht / inkl. Versicherung)
- •Verkäufer zahlt Transport bis Bestimmungshafen.
- •Risikoübergang aber bereits am Verladehafen.
•CIF enthält zusätzlich eine Versicherung.
DAP / DDP (Geliefert benannter Ort / geliefert verzollt)
- •Verkäufer liefert bis zur Haustür des Käufers.
- •Bei DDP auch inkl. Zölle & Steuern.
•Beispiel: Lieferung bis zum Lager in Lausanne.
Transportversicherungen
1-Güter Transportversicherungen (Güterversicherung = Ware geschützt)
Versichert = die Ware / das Gut
Sie schützt die transportierte Ware gegen Schäden oder Verlust während des Transports.
2-Warenverkehrhaftpflichtversicherungen (Versichert = Haftung des Unternehmens)
Hier geht es darum, dass ein Unternehmen für einen Schaden rechtlich haftbar gemacht wird.
Beispiel:
Eine Spedition transportiert Ware für einen Kunden. Durch einen Fehler der Spedition wird die Ware beschädigt.
-Der Kunde verlangt Schadenersatz von der Spedition.
-Die Warenverkehrshaftpflichtversicherung kann diesen Haftpflichtschaden übernehmen
3-Transportmittelkaskoversicherungen (Versichert = das Transportmittel)
Kasko: Fahrzeug geschüttz
Zum Beispiel:
- LKW
- Anhänger
- Lieferwagen
- andere Transportfahrzeuge
Beispiel:
Ein LKW hat einen Unfall und wird stark beschädigt.
Die Transportmittelkaskoversicherung deckt je nach Vertrag den Schaden am LKW.
UN Nummer bei der LKW (Orangen Tabelle)
Diese Tabelle ist ein Auszug aus dem „Orange Book“ der Vereinten Nationen. Es enthält Vorschriften zur Beförderung gefährlicher Güter auf Straße, Schiene, Wasser und in der Luft. Die Tabelle zeigt UN-Nummern und deren zugehörige Regelungen für den Transport.
(1) UN-Nummer – Eindeutige Identifikation des Gefahrstoffes (z. B. 1808)
(2) Benennung – Chemischer Name des Gefahrstoffs
(3a) Klasse – Gefahrenklasse (z. B. 8 = ätzend, 6.1 = giftig)
(3b) Klassifizierungscode – Kombination zur genauen Einordnung (z. B. C1, TC3)
(4) Verpackungsgruppe – I (hoch gefährlich), II (mittel), III (weniger gefährlich)
(5) Gefahrzettel – Angabe des Etiketts (z. B. 8 für ätzend)
(6) Sondervorschriften – zusätzliche Anforderungen für Verpackung, Dokumente etc.
(7) Begrenzte Mengen – LQ = Limited Quantity, z. B. „LQ22“ bedeutet beschränkte Versandmenge
(8) Verpackungsanweisungen – z. B. P001 (Standard), IBC für Intermediate Bulk Container
(9a) Sonderverpackungsvorschriften – z. B. MP15 = spezifisch definierte Verpackungsart
(9b) Zusammenpackung – z. B. MP16 erlaubt Zusammenlagerung mit bestimmten anderen Stoffen
(10) Tankvorschriften – z. B. T7 oder T14 = technische Anforderungen an Transporttanks
(11) Zusätzliche Vorschriften für Container – z. B. TP2
Risiken im Transport
Schäden, Verlust oder Verspätung durch mangelnde Sicherung, Umwelteinflüsse,
Transportschäden etc. Risiko steigt mit der Komplexität der Lieferkette.
Risikobeurteilung
Bewertung potenzieller Gefahren vor dem Transport (z. B. Art der Ware, Verkehrsträger, Strecke).
Dient zur Auswahl passender Versicherungsdeckung.
Haftpflichtversicherung
Versichert Dritte gegen Schäden, die durch das Unternehmen (Spediteur/Frachtführer) verursacht werden.
Beispiel: Schaden an Kundenware.
Verkehrshaftungsversicherung
Deckt Haftungsrisiken der Transportunternehmen gegenüber Auftraggebern
(z. B. für Verlust, Beschädigung, Verspätung).
Transportversicherung
Deckt Schäden an den transportierten Gütern selbst ab
(z. B. Diebstahl, Feuer, Beschädigung).
Generalpolice
Rahmenvertrag zur Versicherung regelmäßig durchgeführter Transporte. Spart Verwaltungsaufwand, da keine Einzelpolicen nötig sind.
Rückgriffsrecht (Regress)
Versicherer kann bei grober Fahrlässigkeit des Versicherten (z. B. Alkohol am Steuer) Regress nehmen und gezahlte Leistungen zurückfordern.
Havarie
Betriebsstörung (z. B. Kollision, Feuer). Schadenverteilung je nach Havarieform möglich.
Besonders bei Seetransport relevant.
Verpackungbegriffe in der Distributionslogistik
Primärverpackung: Das ist die Verkaufsverpackung, die direkt das Produkt umschliesst. Sie erfüllt oft auch Werbe- und Schutzfunktionen.
Sekundärverpackung: Diese fasst mehrere Primärverpackungen zusammen – zum Beispiel in einem Tray oder Karton. Sie erleichtert Lagerung, Handling und Verkaufseinheiten.
Tertiärverpackung: Sie dient dem Transport, der Lagerung und der Ladungssicherung – meist Paletten, Gitterboxen oder Rollcontainer.
Packung: Ware, die Verpack wird
Packstoff: Stoff, aus dem Packmittel bestehen
Packmittel: Primär, Sekundär,Tertiärpackung
Primärverpackung: (Handeleinheit oder Tray genannt) Verpackung, die in offene oder geschlossener Form Packut, Welche von Verbraucher als Verkaufeinheit angesehen wird, Umschliesst.
Sekundärverpackung: (Gebinde) Gebinde sind Umschliessend, in Ihnen werden in der Regel mehrere primärverpackungen zusammengefast.
Tetiärverpackung: Ladungsträger (Transportverpackung, Transporthilfsmittel, Lagerhilfsmittel,Transporteinheit genannt)
Einwegverpackung: Wird nach ersten Verwendung entsorgt.
Mehrwegverpackung: Mehrmalige oder universelle Verwendung. (Mehrweggebinde oder Poolingladungsträger)
Poolingverpackung: Firmen und/oder branchenübergreifende Verwendung. Poolinggebinde oder Poolingladungsträger.
Funktione einteilung Transporthilfmittel
Verpackungsfunktionen
- Lade un Transportfunktion
- Lagerfunktion
- Sschutzfunktion
- Werbefuktion
- Informationfunktion
- Dosier und entnahmefunktion
Verpackungseigenschaften
- Temparaturbeständig
- Formstabil
- Stapelbar
- Raumsparend
Interne und Externe Scnittstellen der Distributionslogistik
Externe schnittstellen
Statt : Rechtliche und Politische Einflusse
Kunden : Kundenbezigene einflüsse
Konkurenten mitbewerber : Konkurenzbezogene Einflüsse
Interne Schnittstelle
Produkteigenschaften : Produktbezogene einflüsse
Unternehmen : Unternehmensbezogene einflüsse
Teilsysteme Marketinggesteuerten Distribution
Vertrieb mit den Vertriebskanälen : Akquisitorische Distribution
Distributionslogistik mit den Lieferkanälen: Logistische Distrubution
Distributionsnetz: deer Standorte
Vor- und Nachteile einer Mehrwegverpackung
Ein funktionierendes Mehrwegsystem benötigt:
- Klare Absprachen zwischen allen Beteiligten
- Einheitliche Standards (z. B. EPAL)
- Erfassung, Sortierung, Kontrolle und Rückführung der Gebinde
- Möglichst automatisierte Systeme zur Erkennung und Nachverfolgung
Bekannte Modelle:
- World Palettenpool
- IFCO SmartCycle
-CHEP Equipment Pooling
-Dispoboxen, Redboxen, Blackbox
Interne Schnittstellen Distriburionlogistik
- Produkteingenschaften (Produktbezogene Einflüsse)
- Unternehmen (Unternehmensbezogene Einflüsse)
1. Produktbezogene Einflüsse – Eigenschaften der Ware
- Grösse und Gewicht
- Verderblichkeit / Haltbarkeit
- Temperaturempfindlichkeit
2. Unternehmensbezogene Einflüsse – Eigenschaften und Entscheidungen des Unternehmens
- Unternehmensgrösse und Standorte
- Sortimentsbreite
- Absatzmenge und Auftragsschwankungen: Bestimmen Personalbedarf, Lagerkapazität und Transportkapazität.
- Lieferbereitschaft und Lieferzeit
Zentrale Steuergrössen der Distributionslogistik zur Erfüllung der Distributionspolitik
Zielsetzung der Distributionslogistik (Strategische Zielsetzung)
Richtig
Leistungsbezogene Steuergrössen
→ Wie gut funktioniert der Prozess? (z. B. Lieferzeit, Qualität)
Kostenbezogene Steuergrössen
→ Wie wirtschaftlich ist der Prozess? (z. B. Lagerkosten, Transportkosten, Verpackungskosten)
1. Leistungssteigerung
- Hoher Lieferservice (Maximierung Lieferservice)
- Minimierung Lieferzeit
- Erhöhung Lieferzuverlässigkeit (Termintreue und Lieferbereitschaft)
- sciherung Lieferungsbeschaffenheit (Liefergenauigkeit und Zustand)
- Erhöhung Lieferflexibilität
2.Kostensenkung
- Niedrige Distributionskosten (Minimierung der Logistikkosten)
- Minimierung Administrationskosten
- Minimierung Transportkosten
- Minimierung Umschlagkosten
- Minimierung Lagerkosten
- Minimierung Bestandkosten
Optimierungspotenzial in der Aufgabenerfüllung
wie man Verbesserungen systematisch umsetzt
Richtig
1. Ziele setzen
Was wollen wir erreichen?95 % der Bestellungen sollen direkt aus dem vorhandenen Bestand erfüllt werden können.
2. Ist-Werte überwachen
Wie gut sind wir tatsächlich?Aktuell können wir nur 85 % direkt erfüllen
.3. Massnahmen ableiten und umsetzen
Was müssen wir verbessern?Häufig bestellte Artikel rechtzeitig nachbestellen und ihre Bestände besser überwachen.
4. Wirkung kontrollieren
Hat die Massnahme geholfen?Lieferbereitschaft erneut messen: Erreichen wir jetzt 95 %?
Das Optimierungspotenzial liegt hier zwischen dem Ist-Wert von 85 % und dem Ziel von 95 %. Wir müssen herausfinden, warum Ware fehlt, und die Ursachen verbessern.
Dieser Kreislauf wird wiederholt, damit die Abläufe laufend besser werden.
Prüfungsantwort:
„Optimierungspotenzial wird durch den Vergleich von Soll- und Ist-Werten erkannt. Bei Abweichungen werden Ursachen untersucht, Verbesserungsmassnahmen umgesetzt und deren Wirkung kontrolliert.“
Distributionsmix
Distributionsmix
Festlegung dreiteilige Distributionspolitik
- Vertrieb (Akqusitorische distribution)
- Wann und wie sollen Produkte/diensleistungen verfügbar gemacht werden
- Distributionslogistik (Logistische Distribution)
- Wie Sollen Produkte/diensleistungen vom Produzenten zum endverbraucher gelangen
- Standorte (für Distributionsnetz)
- Wo wird Produziert, gelagert und Verkauft
Gestaltung Distributionskonzept
- Verfügbarkeit
- TUL-Prozesse
- Distributionsnetz
Welche Wege nimmt die Ware? Und wie viele Lagerstufen durchläuft sie?
Aufbau des Distributionsnetzes
Distributionsbreite / Distributionstiefe
1.Einweg- und Mehrweg-Distribution
Hier bedeutet „Einweg“ oder „Mehrweg“ die Anzahl der Transportwege. Es geht dabei nicht um Einweg- oder Mehrwegverpackungen.
Einweg-Distribution: Die Ware nimmt einen festgelegten Weg. / Produzent → Verteilzentrum → Handel → Kunde
Mehrweg-Distribution: Die Ware kann auf verschiedenen Wegen zum Kunden gelangen.
Über das Verteilzentrum und den Handel, direkt zum Handel oder direkt zum Kunden.
2.Aufbau des Distributionsnetzes
Werkslager: Lagert fertige Produkte direkt beim Produktionswerk.
Zentrallager: Bündelt Bestände und versorgt nachgelagerte Lager.
Regionallager: Versorgt ein bestimmtes Gebiet, zum Beispiel die Ostschweiz.
Auslieferungslager: Liegt nahe bei den Kunden und ermöglicht die letzte Auslieferung.
Distributionsbreite und Distributionstiefe
- Distributionsbreite: Wie viele Distributionskanäle bestehen nebeneinander? Im Bild schaust du dafür waagrecht.
- Distributionstiefe: Wie viele Lagerstufen durchläuft die Ware? Im Bild schaust du dafür senkrecht.
Viele Lagerstufen können die Ware näher an die Kunden bringen. Sie verursachen aber auch mehr Lageraufwand, Warenübergaben und Bestände. Wenige Lagerstufen vereinfachen den Ablauf; dafür können die Lieferwege zum Kunden länger sein.
Einweg/Mehrweg = Anzahl der Transportwege.
Breite = Anzahl der Distributionskanäle.
Tiefe = Anzahl der Lagerstufen.
CMR und CIM Frachtbriefe für den Gütertransport.
CMR : Strasse – LKW
CIM : Schiene – Eisenbahn
Wozu dient ein Frachtbrief?
Er dokumentiert den Transportauftrag: Wer schickt welche Ware mit welchem Transporteur an welchen Empfänger? Er dient auch als Nachweis des Beförderungsvertrags. UNIDROIT
Typische Angaben sind:
- Absender und Empfänger
- Transporteur
- Übernahmeort und Ablieferungsort
- Warenbezeichnung, Anzahl Packstücke und Gewicht
- Besondere Anweisungen, zum Beispiel zum Transport.
Der CMR-Frachtbrief wird im internationalen Strassengüterverkehr verwendet, der CIM-Frachtbrief im internationalen Eisenbahngüterverkehr. Beide dokumentieren den Beförderungsvertrag und enthalten wichtige Angaben zur Sendung