Lagerlogistik
Lager
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Lernkarten
Eine Lagerstrategie umfasst Entscheidungen über?
Die vier Bereiche deiner Lagerstrategie eine fundierte Entscheidung zu treffen
1. Zentralisierungsgrad (Wo?)
- Transportkostenanteil: Steigen meist bei Zentralisierung (längere Wege zum Kunden).
- Lieferzeit (Lead Time): Wie lange braucht die Ware zum Kunden? (Dezentral ist meist schneller).
- Sicherheitsbestand: Ein Zentrallager benötigt insgesamt weniger Pufferbestand als viele dezentrale Lager (Lagerkostensenkung).
2. Eigen- oder Fremdlager (Wer?)
- Kritische Lagermenge (Break-Even): Ab welcher Menge sind die Fixkosten des Eigenlagers niedriger als die variablen Gebühren des Dienstleisters?
- Lagerkostensatz: Gesamtkosten des Lagers ÷ Wert des durchschnittlichen Lagerbestands.
- Fixkostenanteil: Wie hoch ist die finanzielle Belastung, wenn das Lager leer steht? (Beim Fremdlager oft nahe Null).
3. Automatisierungsgrad (Wie?)
- ROI (Return on Investment): Wann hat sich die teure Anlage durch gesparte Personalkosten amortisiert?
- Pick-Leistung (Picks pro Stunde): Wie viele Einheiten schafft ein Roboter vs. ein Mensch?
- Fehlerquote: Sinkt bei hohem Automatisierungsgrad drastisch.
- Durchlaufzeit: Zeit vom Auftragseingang bis zur Versandbereitschaft.
4. Rechnersystem (Steuerung)
- Bestandsgenauigkeit: Stimmt der Systembestand mit dem physischen Bestand überein? (Soll-Ist-Abgleich).
- Inventurdifferenzen: Wertverlust durch Schwund oder Fehlbuchungen.
- Systemverfügbarkeit: Prozentsatz der Zeit, in der das IT-System ohne Ausfall läuft.
Die Lagerstrategie beeinflusst folgende Teilsysteme im Lager
1: Wareneingangssystem: Das System für Annahme und Kontrolle der gelieferten Waren.
Typische Tätigkeiten:
Waren annehmen
Menge und Qualität prüfen
Ware registrieren (Barcode / Scanner)
Ware einlagern
2: Fördersystem: Systeme, die Material innerhalb des Lagers transportieren.
Beispiele:
Förderbänder
Rollenbahnen
Gabelstapler
Ziel: schneller und effizienter Transport im Lager.
3: Lagerverwaltungssystem (LVS): Ein IT-System zur Steuerung des Lagers.
Aufgaben:
Lagerplätze verwalten
Bestände kontrollieren
Ein- und Auslagerungen steuern
4: Kommissioniersysteme: Systeme zum Zusammenstellen von Kundenbestellungen.
Methoden:
manuelle Kommissionierung
Pick-by-Light
Pick-by-Voice
5: Warenausgangssystem: Der Bereich, in dem Bestellungen für den Versand vorbereitet werden.
Tätigkeiten:
Kontrolle der Bestellung
Verpackung
Etikettierung
6: Lagersystem: Das physische System zur Lagerung der Waren.
Beispiele:
Palettenregale
Hochregallager
automatische Lagersysteme
Vor und Nachteile Lagerhaltung
Vorteile:Lagerbestände ermöglichen
- Eine reibunglose Produktion, Montage
- Eine hohe Lieferbereitschaft, Sofortige Lieferung
- Eine überbrückung von störungen, Ausschuss.
- Eine Wirtschaftliche fertigung
- Eine konstanz hohe auslastung
Nachteile
- Störanfallige Prozesse : Die Abläufe im Lager können leicht gestört werden.
- Unabgestimte kapazitetäten :Die Kapazität von Lager, Personal oder Maschinen passt nicht zur Nachfrage.
- Mangelnde Flexibilität: Das Lager kann nicht schnell auf Veränderungen reagieren.
- Unzuverlässige Lieferanten: Lieferanten liefern zu spät, zu wenig oder schlechte Qualität.
- Ausschuss in der Produktion und Montage:Beschädigte oder unbrauchbare Produkte im Lager.
- Mangelnde Liefertreue:Bestellungen werden nicht pünktlich oder nicht vollständig geliefert.
Monetäre und nicht Monetäre Lagerziele
Monetäre Ziele Kostenminimierung
- Niedrige Systemkosten
- Niedrige steuerungkosten
- Niedrige Bestandkosten
- Niedrige TUL Kosten
- Niedrige Investitionen
- Kurze Kapitalrückflussdauer
Durch nicht monetäre Ziele der Leistungsteigerung und Qualitätsicherung
- Hohe Auftragdurchsatz
- Hoher Servicegrad(Hohe Lieferbereitschaft, hohe Termintreue, hohe Zuverlässigkeit)
- und Schadenfreiheit
Referenz Prozesse Produktionslogistik
Lagerziele werden nach Lagerart - Lagerfunktion und Logistiksegment ausgewählt.
* Lagertart (z.B Zwischenlager)
* Lagerfunktion (z.B Ausgleichfunktion)
* Logistiksegment (z.B Produktionslogistik)
Zielbeispiele der Produktionslogistik
- Termineinhaltung
- Leistung
- Durchlaufzeiten
- Bestand
- Kosten
In den folgenden Abbildung sind einige ausgewählte logistische Zielbeispiele für die Referensprozesse des Logistiksegment Produktionslogistik
unter Berücksichtigung der Lagerart (Zwischenlager) und der Lagerfunktion (Auasgleichfunktion) abgebildet.
Lagerfunktionnen
1- Ausgleich-funktionnen :Das Lager gleicht Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage aus
2- Sicherung-funktion :Das Lager sorgt für eine Reserve bei Engpässen oder Lieferproblemen.
3- Spekulations- funktion :Unternehmen lagern Waren, um Preisvorteile zu nutzen.
4- Veredelungs-funktion :Im Lager können Produkte verändert oder verbessert werden.
5- Sortierungs-funktion :Das Lager sortiert und verteilt Waren an verschiedene Kunden oder Filialen.
6- Entsorgungs-funktion :Diese Materialien werden im Lager getrennt gesammelt und später entsorgt oder recycelt.
Lagerkosten
Lagerkapazitätskosten
- Lagerareal
- Lagerraum
- Lagersystem
- fördermittel
Lagerbestandskosten
- Kapitalbindung
- Kapitalzinsen
- Schwund
- Diebstahl
Lagervorgangskosten
- Energien
- Versicherungen
- Warenannahme
- Verpacken
Lagerverwaltungskosten
- Lagerverwaltung
- Bestandführung
- Edv
- Lagerdisposition
Der wichtigsten Elemente eines Lagerkonzepts
1-Lagerlayout:Die Räumliche Anordnung im Lager. Beispiele: Position der Regale / Wege für Transport
2-Lagerarten:Unterschiedliche Arten von Lagern.Beispiele: Blocklager / Palettenlager
3-Lagertechnik :Technische Einrichtungen im Lager. Beispiele: Regalsysteme/Hochregallager
4-Förder und Kom.Technik: Förder- und KommissioniertechnikTechnik für Transport und Zusammenstellung von Waren.
Beispiele: Förderbänder/ Pick-by-Light
5-Lagerverwaltungsystem :IT-System zur Steuerung des Lagers.Aufgaben:Bestände verwalten / Lagerplätze zuweisen
6-Lagerfunktionnen: Aufgaben des Lagers. Beispiele: Ausgleichsfunktion/Sicherungsfunktion/Veredelungsfunktion
7-Lagereinheit :Die Form, in der Waren gelagert werden.Beispiele: Palette/Karton/Behälter
8-Lagergut: Die Produkte oder Materialien, die gelagert werden.Beispiele: Rohstoffe / Halbfertigprodukte
9-Lagerkosten: Kosten, die durch Lagerhaltung entstehen.Beispiele: Lagerraumkosten/Personalkosten
10-Lagerstandort Verkehrseinbindungen:Wo sich das Lager befindet und wie gut es erreichbar ist.Beispiele: Nähe zu Autobahn / Nähe zu Kunden
11-Aufbauorganisationnen:Struktur der Mitarbeiter und Verantwortlichkeiten im Lager.Beispiele:Lagerleiter/ Kommissionierer
12-Ablauforganisationnen :Beschreibt wie die Prozesse im Lager ablaufen.Beispiele: Wareneingang / Einlagerung
Alternative Konzepte von Make or Buy
Konsignationslager: Ein Konsignationslager ist ein vom Lieferanten bereitgestelltes Warenlager auf dem Gelände oder in der Nähe des Kunden, bei dem die Ware bis zur Entnahme im Eigentum des Lieferanten bleibt
- Eigentum: Der Lieferant bleibt Eigentümer der eingelagerten Produkte.
- Bezahlung: Der Kunde bezahlt die Ware erst, wenn er sie tatsächlich aus dem Lager entnimmt oder verbraucht.
Vorteile
- Für den Kunden: Sofortige Warenverfügbarkeit ohne lange Lieferzeiten, geringere Kapitalbindung und keine vorherige Bezahlung nicht genutzter Bestände.
Nachteile
- Für den Kunden: Oft langfristige vertragliche Bindungen an den Lieferanten.
Vendor Managed Inventory (VMI) ist ein Logistikkonzept, bei dem der Lieferant die Verantwortung für die Bestände im Lager des Kunden übernimmt. Der Lieferant steuert den gesamten Nachschubprozess eigenständig auf Basis von Verbrauchs- und Bestandsdaten, die der Kunde ihm elektronisch übermittelt.
Vorteile
- Minimaler administrativer Aufwand (keine Bestellabwicklung)
- Deutlich geringeres Risiko von Produktionsstillständen
Nachteile
- Hohe Abhängigkeit vom Lieferanten
- Offenlegung sensibler Unternehmens- und Verbrauchsdaten
Konsignationslager: Regelt die Eigentumsverhältnisse (Ware gehört dem Lieferanten bis zur Entnahme).
Vendor Managed Inventory (VMI): Regelt die Dispositionsverantwortung (Lieferant entscheidet, wann wie viel geliefert wird).
Entscheidungsbaum «Make or Buy?» (MoB)
Eingenlagerung : Versteht man die teilweise oder vollständige Lagerhaltung in Eingenreige. Sie betriff auch Fremdlagerung, in erster Linie die Beschaffung und distributionslogistik.
Fremdlager: Versteht man den Zukauf eizelner lagerleisungen als Diensleitung ecterne Firmen wie Lieferanten, Distributoren und Lagerhalter.
Lagerkonzepte nach Automatisierungsgrad
Der Automatisierungsgrad beschreibt, wie stark ein Lager durch Technik oder Maschinen gesteuert wird.
Manuelles Lager :Arbeit wird hauptsächlich von Menschen erledigt
Vorteile
geringe Investitionskosten
flexibel
Nachteile
langsamer
höhere Fehlerquote
Mechanisiertes Lager: Mechanische Geräte unterstützen die Arbeit
Beispiele:
Förderanlagen
Regalbediengeräte
Vorteile
höhere Leistung
weniger körperliche Arbeit
Nachteile
höhere Kosten
Automatisiertes Lager: Prozesse laufen automatisch und IT-gesteuert
Beispiele:
automatische Hochregallager
automatische Kommissioniersysteme
Vorteile
sehr schnelle Prozesse
hohe Genauigkeit
geringe Personalkosten
Nachteile
sehr hohe Investitionskosten
Lagerkonzepte nach Zentralisierungsgrad
Der Zentralisierungsgrad beschreibt, wie viele Lagerstandorte ein Unternehmen hat.
Zentrallager (hoher Zentralisierungsgrad): Alle Waren werden in einem Lager gesammelt.
Vorteile
bessere Kontrolle
geringere Lagerkosten
einfache Organisation
Nachteile
längere Transportwege
längere Lieferzeiten
Dezentrale Lager (tiefer Zentralisierungsgrad)
Es gibt mehrere Lager an verschiedenen Standorten.
Vorteile
kurze Lieferzeiten
Nähe zum Kunden
Nachteile
höhere Lagerkosten
kompliziertere Verwaltung
Lager und Fördersysteme
1- Technische Fördersysteme
2- Technische Lagersysteme
3- EDV System
Teil elemente des Technischen Lagersystems
- Materialflussprinzip der statischen Lagertechnik / Mensch zur Ware
- Materialflussprinzip der Dynamischen Lagertechnik / Ware zu Mensch
- Statische Lagereinrichtungen (z.B Boden-Blocklager)
- Dynamische Lagereinrichtungen (z.B Verschieblager)
- Technische Zusammenwirken von Lagereinrichtund und EDV
Auslagerungsstrategien
FIFO Prinzipien
Ziel orientierte Strategien
LIFO: Zuerst hinein - zuerst hinaus (Zb.bei ansteigende Preisen von Zb. Heizöl oder Holz)
FIFO: Zuerst hinein - zuerst hinaus (Verhinderung von Veraltern und Verderben)
Wertorientierte Strategien
HIFO: Höchstens hinein - zuerst hinaus (in den Buchführung einen hohen Umsatz generieren)
LOFO: Tiefste hinein - zuerst hinaus (
Herstell und beschafungorientierte Strategien
KILO
KIFO
Prozess orientierte Strategien
Wege
Menge
SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Werkzeug, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken zu analysieren.
Ziel der SWOT-Analyse:
Strategien entwickeln, um Stärken zu nutzen, Schwächen zu verbessern und Risiken zu vermeiden.
interne Faktoren (im Unternehmen)
Stärken (intern)
- → moderne Lagertechnik
- → erfahrene Mitarbeitende
- → schnelle Kommissionierung
Schwächen (intern)
- → wenig Lagerplatz
- → hohe Lagerkosten
- → lange Transportwege
Chancen (extern)
- → neue Automatisierungstechnologien
- → günstigere Lieferanten
- → Digitalisierung
Risiken (extern)
- → Lieferengpässe
- → steigende Energiepreise
- → Preiserhöhungen bei Lieferanten
Ganz wichtig für die Prüfung
Du musst intern und extern unterscheiden:
Stärken + Schwächen = intern
→ Das Unternehmen kann diese Dinge grundsätzlich selbst beeinflussen.
Chancen + Risiken = extern
→ Sie kommen aus dem Umfeld und sind nicht direkt kontrollierbar.
Einfacher Merksatz:
Innen: Was können wir gut oder schlecht?
Aussen: Was könnte uns helfen oder gefährden?
Wertanalyse
Die Wertanalyse untersucht Produkte oder Prozesse, um sie kostengünstiger und effizienter zu machen, ohne die Funktion zu verlieren.
Ziel der Wertanalyse
Kosten senken
Prozesse verbessern
Qualität erhalten oder verbessern
Beispiel im Lager
Problem:
Kommissionierung dauert zu lange.
Analyse:
lange Wege
schlechte Lagerplatzzuordnung
Lösung:
ABC-Analyse der Artikel
bessere Lagerlayoutplanung
➡️ Ergebnis: geringere Kosten und höhere Effizienz
Lager und Fördersysteme
Einflussfaktoren (oben) und Ziele (unten) der Fördertechnik
Eibflussfaktoren:
1- Transportgut 2- Förderintensität 3- Transportstrecke 4- Normen und Gesetze
Ziele:
1- Nutzung
- Minimale Leerwege
- Funktionele ausstattung
- Optimale auslastung
- Optimale Wege
2- Servicegrad
- Kurze wartezeiten der Aufträge
- Rasche reaktion auf eilige Transporte
- Keine Transportschaden
3- Flexibilität
- Einnfeiche anpassung betriebliche umstellungen
- Variable einsatzzeiten
4- Transparenz
- Schnelle und korekte informationnen
- Aussagekräftige Kennzahlen
- Verrursachegerechte Kostenverechnung
LAGER- UND FÖRDERSYSTEME
Teilelemente
- Statische und Dynamische Lagertechnik
- Statische und Dynamische Lagereinrichtung
- Stetig- und Pendelförderer
- Vertikale und horizontale Förderstecke
- Förderhilfsmittel / Gebinde
- Lagergut / Fördergut
Teilelemente des Technische Lagersystems
Materialflussprinzip der statischen Lagertechnik/Mensch zur Ware
Materialflussprinzip der Dynamischen Lagertechnik / Ware zur Mensch
Statische Lagereinrichtungen (Boden Blocklager)
Dynamische Lagereinrichtunge (Vrschieberegal)
Technische zusammenwirken von Lagereinrichtungen und EDV
Zu Lgaerndes Lagergut (Schrauben da es bei der Ein und Auslagerung befördert wird, spricht man auch von Fördergut)
Um Entscheidungen in der Logistik auf Basis von Kennzahlen zu treffen, nutzt man verschiedene analytische Tools und Methoden. Man unterscheidet dabei zwischen strategischen (langfristigen) und operativen (kurzfristigen) Tools.
Mathematische & Analytische Tools
- Break-Even-Analyse (Kritische Menge): Das wichtigste Tool für die Frage Eigen- oder Fremdlager. Du berechnest den Punkt, an dem die fixen Kosten des Eigenlagers durch die niedrigeren variablen Kosten (im Vergleich zum Dienstleister) ausgeglichen werden.
- ABC-Analyse: Hilft beim Automatisierungsgrad. A-Güter (Schnelldreher) werden oft automatisiert gelagert, C-Güter (Langsamdreher) eher manuell.
- XYZ-Analyse: Misst die Vorhersagbarkeit des Verbrauchs. Konstante Verbräuche (X) rechtfertigen eher teure Rechnersysteme und Automatisierung.
2. Strategische Entscheidungstools
- Nutzwertanalyse (Scoring-Modell): Wenn Kennzahlen nicht ausreichen. Du bewertest qualitative Faktoren (z. B. Know-how des Personals, Flexibilität, Ausfallsicherheit) mit Punkten.
- Portfolio-Analyse: Hilft beim Zentralisierungsgrad. Du setzt das Marktwachstum ins Verhältnis zu den Logistikkosten pro Region.
3. Software-gestützte Tools
- Lagersimulations-Software: Bevor du den Automatisierungsgrad erhöhst, lässt du ein Computerprogramm den Materialfluss testen, um Engpässe zu finden.
- Warehouse Management System (WMS) Dashboards: Das Rechnersystem selbst liefert Echtzeit-Tools wie Heatmaps (wo ist am meisten los im Lager?) oder Durchlaufzeit-Analysen.
- Netzwerk-Optimierungstools: Spezielle Programme (z. B. AnyLogistix), die berechnen, wo geografisch der beste Standort für ein Zentrallager ist (Schwerpunktverfahren/Center-of-Gravity).
4. Qualitative Methoden
- Szenario-Technik: "Was passiert, wenn der Absatz um 20 % steigt?" – Hilft bei der Entscheidung für die Skalierbarkeit der Automatisierung.
- Make-or-Buy-Matrix: Stellt die strategische Bedeutung einer Logistikleistung der eigenen Kompetenz gegenüber.
Sankey Diagram
In Bezug auf deine vier Strategiefelder hilft es bei folgenden Entscheidungen:
1. Einsatz bei der Zentralisierung (Warenstrom-Analyse)
Das Diagramm zeigt dir optisch sofort, ob ein Zentral- oder Dezentrallager Sinn macht:
- Bündeln sich alle Ströme auf einen dicken Pfeil in der Mitte? → Zentrallager.
- Verzweigen sich die Ströme gleichmässig in viele kleine Äste? → Dezentrale Lager in Marktnähe sind effizienter.
2. Einsatz beim Automatisierungsgrad (Engpässe finden)
Ein Sankey-Diagramm visualisiert den Materialfluss innerhalb des Lagers (Wareneingang → Kommissionierung → Versand):
- Wo werden die Pfeile "dünner" (Stau/Engpass)?
- Dort, wo die dicksten Warenströme fliessen, lohnt sich ein hoher Automatisierungsgrad (z. B. Fördertechnik statt Gabelstapler), da hier die grösste Hebelwirkung liegt.
3. Einsatz beim Rechnersystem (Datenfluss)
Man kann damit auch den Informationsfluss darstellen:
- Wo gehen Informationen verloren oder müssen manuell erfasst werden?
- Es hilft zu entscheiden, an welcher Stelle das WMS (Rechnersystem) Schnittstellen zu Scannern oder Robotern benötigt.
4. Eigen- oder Fremdlager (Kostenströme)
Du kannst die Logistikkosten als Sankey-Fluss darstellen:
- Links: Gesamtes Logistikbudget.
- Rechts: Aufspaltung in Personalkosten, Miete, IT-Kosten.
- Ist der Block "Personal" riesig, deutet das auf ein Potenzial für Outsourcing (Fremdlager) oder eben Automatisierung hin.
Transport und Fördersysteme
Transportsysteme
- Ausserbetriebliche Verkehrsysteme
- Bahn - LKW - Schiff - Flugzeug
- Innerbetriebliche Fördersysteme
- Fördermittel
- Stetigförderer
- Förderband
- Transportgebläse, Kratzkettenförderer
- Umstetigförerer
- Unstete Hebezeuge
- Ortfest / Stationär
- Aufzüge
- Hebebühnen
- Fahr / Verschiebar
- Krane
- Elektrohängebahn
- Rohrpostenlage
- Kleinbehälter - transportanlage
- Ortfest / Stationär
- Unstete Flurförderzeuge
- Keine oder geringe Automatiesierung
- Hunwagen
- Stapler
- Kommissionierer
- Hohe Automatiesierung
- Fahrerlose Transportsysteme FTS
- Automatische Regalbediengeräte RGB
- Keine oder geringe Automatiesierung
- Unstete Hebezeuge
- Stetigförderer
- Förderhilfsmittel
- Paletten
- Container
- Gitterboxpalette
- Sack, Beutel
- Fördermittel
WIrtschaftliche Bestmmingskriterien zur Bestimmung der Eignung (Vorteilskriterien)
Eignung Fördersysteme und Förderarten
Die Förderarten: Stetig oder Unstetig
Das Fördergut : Agrregation (Flüssig, gasförmig, fest) - Geometrie, physikalische und chemische Eigenschaften
Die Förderstrecke: Entfernung vom Start zum Endpunkt. Bodenbeschaffenheit
Die Förderintensität: Menge das gutes Pro Zeiteinheit
Die Gesetliche Vorschriften: Arbeitsicherheit, Gefahrstoffe
Die Investitionskosten und Betriebskosten
Das Zusammenwirken mit den technischen Lagersystemen und der EDV
Vorteile und Nachteile Fördersysteme und Förderarten
(Klassifizirungssytematik der wirtschaftliche Bestimmungskriterien)
Unstete Flurförderfahrzeuge
Merkmale - Vorteile und Nachteile
Die Stuerung und Bewegung des unsteten Fördermittel Erfolgt:
- Manuel direkt duch den Fördermittelfahrer
- Mechanisch indriekt durch das Fördermittel - Bedienpersonal
- Automatisiert indrekt via Leitstand durch eine Rechnersteurung
Merkmale für Unstetigförderer
- Unstetige unterbrechbare Transportablaufe
- Frei wahlbare Wege und Richtungen
Vorteile
- Geringe Investitionbedarf
- Flexible auslastung möglich
- Geringe Betroffenheit bei EDV ausfall
Nachteile
- Hohe Personalkosten
- Beschränke Förderinrensität
Merkmale Stetig Förderer
− Kontinuierlich anfallende Transporte von Schüttgut und Stückgut
− Vordefinierte, gleichbleibender Förderweg
− Speicherprogrammierte Steuerung SPS
Stetigförderer - Vorteile und Nachteile
Vorteile
- Hohe Förderintensität
- Hoher Raumnutzungsgrad
- Permanente Transportbereitschaft
- Niedriger Personalbedarf
- Eher hohe Automatisierbarkeit
- Niedrige Betriebskosten
Nachteile
- Durch Ortsfeste Installation dadurch eingeschränkte Bewegungsflexibilität
- Hoher Investitionsbedarf
- Eher hohes Kostenrisiko ungenügender Auslastung
- Eher hohes Störfallrisiko bei EDV Ausfall
Beschaffunglogistik
Distributionlogistik
Produktionlogistik
Entsorgunglogistik
Beschaffunglogistik: Verschieden externe oder interne Lager wie beispielweise Büromaterial, Rohstoflager, Reservelager, Konsignationlager, in einem einzigen Beschaffungs, Einganglager Zusammenzulegen.
Produktionslogistik: kann Die Zentralisierung die verschiedenen Zwischenlager und Puffer innerhalb eines Produktionsstandortes oder auch innerhalb und zwischen mehreren Produktionswerken an verschiedenen Standorten betreffen.
Distributionslogistik: geht es um die de oder Zentralisierte stufenweise Lagerhaltung in alternativen Distributonsstrukturen vom Produktionsfertigwarenlager / Werklager bis zum Kunden.
Entsorgungslogistik: dient die Zentralisierung der weg und Kostenoptimalen Zusammenlegung der Verschiedenen inner und ausserbetrieblichen Entsorgungsinseln und Entsorgungsstellen im Rahmen der Sammellogistik, um Abfallprodukte direkt oder über die Redistribution dem Recycling und der Entsorgung zuzuführen.