Lagerlogistik
Lager
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Cartes-fiches
Komissonierteilsysteme
Teilsystem Organisation : Organisation der Kommissionierung nach Kommissionierarten
Kommissionierarten
- Auftragsorientiert
- Artikeloerientiert
- Parallel
- Seriell
Teilsysteme Materialfluss: Materialfluss nach Bereitstellungarten
Bereitstellungarten
- Statische Prinzip
- Dynamische Prinzip
Teilsysteme Informationsfluss: Informationsfluss nach Informationarten
Informationarten
- Batch7Realtime
- Offline/Online
- Manuell/Automatisch
Kommissionierarten
(Konzept Kommissionierarten)
1-Auftragsorientierte, einstufige Kommissionierung:
Proauftrag werden in einem Vorgang (in einer Stufe) alle Artikel nach Entnahmeliste gesammelt und fertig zusammengestelt.Anschliessen wird der nächste Auftrag erledigt.
2-Artikelorienterte, zweistufige Kommissionierung
Erste Stufe: Zuerst werden für mehrere Auftrage alle Artikel gleichzeitig gesammelt.
Zweite Stufe: Anschliessind werden die Artikel den entsprechenden Auftragen zugeordnet.
1-Ablauf Kommissionierarten
Serieles Kommissionieren / Sammel nach Liste
Die Auftrage werden nacheinander entweder Auftrags oder Artikelorientiert bearbeitet.
Vorgehen: Die Auftrag wird nicht aufgeteilt, er durchlauft der Reihenfolge der Listenpositionnen nach alle gängen und zonen, bis er komplett ist.
2-Paralel Kommissionierung / Sammeln nach Distanz:
Die Aufträge werden gleichzeitig entweder Auftrags oder artikelorientiert bearbeitet.
Vorgehen: Die Auftrag wird nach Optimale distanz in Teilaufträge aufgeteilt, die einzelnen Teilaufträge werden gleichzeitig von mehreren Personen in den verschiedenen Gängen und Zonen gesammelt.
Bereitstellungsarten der Kommissioniersysteme
Statische Bereitstellung (Mensch/roboter Zur Ware):
Die Artikel bleiben in der Lagereinheit fest an einem vorbestimten Lagerplatz des Kommissionierlagers, bis die Lagereinheit leer ist. Der Mensch oder Roboter begibt sich zur Lagereinheit, um die Artikel zu entnehmen.
Dynamische Bereitstellung(Ware zu Mensch/Roboter)
Die Artikel werden in der Lagereinheit vom Lagerplatz mittel eines Dynamisches, Fahrerlosen Fördermittels an einen vor bestimmten ortfesten Kommssionierplatz ausserhalb der regalanlage transportiert, um dort entsprehend dem Kommissionieruftrag die Artikel zu entnehmen. Die angebrochene oder leere Lagereinheit fährt wieder zürück an Ihren Lagerplatz.
Vorteile und Nachteile Statische Bereitstellungsart (Mensch / Roboter zur Ware)
Vorteile:
- Alle Artikel direkt im Zugriff
- Flexibel gegenüber stark schwankenden Anforderungen
- Kürzere bis mittlere Auftragsdurchlaufzeiten
- Abwicklung von eilaufträgen möglich
- Mit geringem investitionsaufwand realisierbar
Nachteile:
- Geringe Kommissionierleistungen pro Kommissionierer bei Aufträgen mit wenig Positionen (Länge wegzeit)
- Keine optimale gestaltung des Arbeitplatzes möglich
- Nachschubproblee sind grösser
- Erschwerter Abtransport leerer Ladehilfmittel
Eignungkriterien (Wirtschaftliche Bestimmungkriterien)
- Geringe bis Mittlere Entnahmemengen
- Entnahme sind ohne hilfsmittel möglich
- Kürzere mittlere Auftragsdurchlaufzeiten gefordert
- Abwicklung von eiluftragen gefordet
- Geringe investitionaufwand kann wichtiger als Personal einsparung
Vorteile und Nachteile Dynamische Bereitstellungsart (Ware zu Mensch/Roboter)
Vorteile
- Hohe Kommissionierleistung pro Kommissionierer, da kaum wegzeiten anfallen
- Optimale geschtaltung der Entnahmeplätze möglich
- Abtransport leerer Ladehilfsmittel leicht realisierbar
Nachteile
- Nur wenig Arttikel im direkten Zugriff
- Wenig Flexibel bei Stark schwankenden Anforderungen
- Längere bis mittlere Auftragsduchlaufzeiten
- Nur mit Hohem investitionsaufwand für fremdmittel und steuerung möglich
Eignungskriterien (Wirtschaftliche Bestimmungskriterien)
- Mittele entnahme Mengen pro position sind ein grosser Teil der bereitgestelten menge
- Länge durchlaufzeiten von mehreren Stunden zulässig
- Entnahmen nur mit Hilfsmittel möglich
- Keine eilaufträge
- Gleichmässig ohne Auslastung
- Hohe investitionsaufwand kann wichtiger sein als Personaleinsparung
Optimierung der Durchlaufzeit nach Kommissionier Zeitblocken
Basiszei: Atuftragsvorbeireitung (Aufträge und Fördermittel vorbereiten)
Zeitverkürzen:(Kosten senken/Leistung steigern)
- Optimale Vorbereitung
- Beleglose kommssionierung
- Prinzip (Ware zur Mensch)
Wegzeit :Bwegung von Artikel zu Artikel
Zeitverkürzen:(Kosten senken/Leistung steigern)
- Einsatz kommissionierfahrzeuge
- Prinzp (Ware zur Person)
- Personalkosten - 100%
Totzeit : Lesen - Kontrolle - Artikel Quitieren
Zeitverkürzen:(Kosten senken/Leistung steigern)
- Beleglose Kommissionierung
Greifzeit: Entnahmevorgang (Picken)
Zeitverkürzen:(Kosten senken/Leistung steigern)
Gute Ergonomie (greifhähe,Gewicht Etc.)
Greifhilfsmittel (Roboter, Regalförderzeug Etc.)
Basiszeit:Auftragsabschluss (Aufträge und Fördermittel)
Zeitverkürzen:(Kosten senken/Leistung steigern)
- Beleglose Kommissionierung
- Prinzip (Ware zur Person)
Welche Lagerbedingungen müssen für wirtschaftliche und störungsfreie Lagervorgänge berücksichtigt werden
Es müssen kostenrelevante und sicherheitsrelevante Lagerbedingungen berücksichtigt werden. Zu den kostenrelevanten Bedingungen gehören Lagerkosten und Lagerbestände. Zu den sicherheitsrelevanten Bedingungen gehören Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz sowie Gefahrgut und Gefahrstoffe. Durch Vorsorge, Überwachung und Optimierung sollen wirtschaftliche und störungsfreie Lagervorgänge sichergestellt werden.
Kosten → Lagerkosten + Bestände
Sicherheit → Arbeit + Gesundheit + Gefahrstoffe
Danach → vorsorgen + überwachen + optimieren
Wirtschaftliche und störungsfreie Lagervorgänge
Vorsorge = Probleme verhindern, bevor sie entstehen.
Überwachung = regelmäßig kontrollieren, ob alles richtig läuft.
Optimierung = Abläufe immer weiter verbessern.
1. Was ist das Hauptziel?
„Wirtschaftliche und störungsfreie Lagervorgänge“
Das bedeutet: Ein Lager soll möglichst günstig funktionieren, aber gleichzeitig sollen die Abläufe sicher und ohne Probleme stattfinden.
Dafür müssen wir zwei große Bereiche beachten:
2. Kostenrelevante Lagerbedingungen : Hier geht es um die Frage:
„Wie können wir das Lager wirtschaftlich betreiben?“
Dazu gehören zwei Punkte:
Lagerkosten: Ein Lager verursacht Kosten, zum Beispiel für Raum, Personal, Energie, Regale, Versicherungen oder Transportmittel. Ziel ist, diese Kosten möglichst niedrig zu halten.
Lagerbestände: Auch zu viel Ware im Lager kostet Geld. Das Kapital ist in der Ware gebunden. Außerdem braucht die Ware Platz und kann veralten oder beschädigt werden.
Beispiel: Ein Unternehmen braucht normalerweise 1'000 Schrauben pro Monat. Wenn es ständig 100'000 Schrauben lagert, ist unnötig viel Geld im Lager gebunden.
3. Sicherheitsrelevante Lagerbedingungen: Jetzt geht es nicht hauptsächlich um Geld, sondern um:
„Wie betreiben wir das Lager sicher?“
Hier gibt es drei Bereiche.
Arbeitssicherheit: Die Mitarbeitenden sollen bei ihrer Arbeit keine Unfälle haben. Zum Beispiel müssen Staplerwege gekennzeichnet, Regale stabil und Verkehrswege frei sein.
Gesundheitsschutz: Die Arbeit darf die Gesundheit der Mitarbeitenden nicht schädigen. Dazu gehören beispielsweise ergonomisches Heben, Lärmschutz, Beleuchtung oder Schutzkleidung.
Gefahrgut/Gefahrstoffe: Bestimmte Stoffe benötigen besondere Lagerbedingungen. Zum Beispiel müssen entzündliche oder giftige Stoffe entsprechend gekennzeichnet, getrennt und sicher gelagert werden.
4. Was bedeutet der unterste Kasten? Ganz unten steht:
„Massnahmen der Vorsorge, Überwachung und Optimierung“
Das bedeutet: Es reicht nicht, einmal ein gutes Lager einzurichten. Das Unternehmen muss ständig kontrollieren und verbessern.
Kosten Relevante / Sicherheittechnische Schwachstellen
- Fehlende, mangelhafte Bestandesprognose & Überwachung
- Ungeeignete Planungsmethoden
- Träge Aufbau- und Ablauforganisation
- Fehlende Lagerzielvorgaben
- Schlechte Organisation, fehlendes Know-How, Infrastruktur
- Fehlende Mechanisierung, Automatisierung
Mögliche Massnahmen oder Ideen, mit denen man ein Problem lösen oder ein Ziel erreichen kann.
MÖGLICHE LÖSUNGSANSÄTZE
Einführung Notfallkonzept:
Man plant im Voraus, was bei einer Störung oder einem Notfall gemacht wird. Brand, Stromausfall, IT-Ausfall → Mitarbeitende wissen, was zu tun ist.
Bewirtschaftung und Überwachung der Lagerbestände:
Bestände regelmässig kontrollieren und an den tatsächlichen Bedarf anpassen.Mindestbestand festlegen → weder zu viel noch zu wenig Ware.
Regelmässiger Unterhalt:
Anlagen, Geräte und Lagereinrichtungen warten, damit Ausfälle vermieden werden.Stapler warten, Regale kontrollieren.
Unnötige Prozessschritte einsparen:
Tätigkeiten entfernen, die keinen Nutzen bringen.Ware nicht mehrfach unnötig umlagern.
Transparenz und Vereinfachung der Prozesse:
Abläufe sollen klar, einfach und für alle verständlich sein. Dadurch arbeitet man schneller und macht weniger Fehler.Klare Lagerplätze und eindeutige Arbeitsabläufe.
Optimale Beschaffung von Lagereinrichtungen und Hilfsmitteln:
Nur geeignete und wirtschaftliche Betriebsmittel anschaffen.Passendes Regal oder Fördermittel auswählen, statt eine unnötig teure Lösung zu kaufen.
Diese Massnahmen kann man wieder den zwei Bereichen zuordnen:
Kostenrelevant: Lagerbestände optimieren, unnötige Prozessschritte vermeiden, Prozesse effizienter gestalten und Lagereinrichtungen wirtschaftlich beschaffen.
Sicherheits-/störungsrelevant: Notfallkonzept, regelmässiger Unterhalt sowie Überwachung der Abläufe.
Überwachung Lagerbestände
Inventurbestand
Was tatsächlich bzw. laut Inventur im Lager vorhanden ist.Bei der Inventur werden 1'000 Schrauben gezählt.
Reservierter Bestand
Ware, die zwar im Lager liegt, aber bereits für einen Auftrag vorgesehen ist. Von 1'000 sind 300 reserviert → nur 700 frei verfügbar
Mindestbestand
Bestand, der möglichst nicht unterschritten werden soll. Mindestens 200 Stück sollen vorhanden sein
Höchstbestand
Maximale Menge, die sinnvoll gelagert werden soll.Höchstens 2'000 Stück, damit Lagerkosten nicht zu hoch werden
Meldebestand
Wenn dieser Bestand erreicht wird, muss eine Bestellung ausgelöst werden. Bei 500 Stück wird nachbestellt
Sicherheitsbestand
Reserve für unerwartete Situationen. 200 Stück Reserve, falls Lieferung verspätet ist.
Warum werden Lagerbestände überwacht?“
Damit Lieferbereitschaft sichergestellt, Fehlbestände vermieden und gleichzeitig die Lagerkosten möglichst niedrig gehalten werden.
Die drei werden oft verwechselt.
Sicherheitsbestand = Notreserve
→ „Was brauche ich für den Notfall?“
Meldebestand = Bestellpunkt
→ „Wann muss ich nachbestellen?“
Höchstbestand = Obergrenze
→ „Wie viel darf/soll maximal im Lager sein?“
Überwachung Lagerbedingungen
- Temperatur – ist es zu warm oder zu kalt?
- Luftfeuchtigkeit – ist es zu feucht oder zu trocken?
- Licht/Sonneneinstrahlung – können Waren durch Licht beschädigt werden?
- Sauberkeit/Hygiene – ist das Lager sauber und frei von Schädlingen?
- Belüftung – gibt es genügend Luftaustausch?
- Sicherheit – werden Gefahrstoffe korrekt gelagert und Brandschutzvorschriften eingehalten?
Beispiel: In einem Lebensmittellager muss die Temperatur regelmässig kontrolliert werden. Ist es zu warm, können Lebensmittel verderben.
Überwachung der Lagerbedingungen = Kontrolle der Umgebung und Sicherheit im Lager, damit Waren nicht beschädigt werden und sicher gelagert sind.
Analyse Methoden - Probleme Lösen und Verbessern
Das sind verschiedene Analysemethoden, mit denen ein Unternehmen herausfinden kann, wo es im Lager Probleme gibt und was verbessert werden kann.
Analysemethode = Werkzeug, um den aktuellen Zustand zu untersuchen und Verbesserungspotenzial zu finden.
Materialflussanalyse :
Untersucht, wie sich die Ware bewegt.Welche Wege fährt ein Stapler? Gibt es unnötige Transporte?
Informationsflussanalyse:
Untersucht, wie Informationen weitergegeben werden.Wie kommt die Information vom Wareneingang ins ERP-System?
Prozessanalyse:
Untersucht die einzelnen Arbeitsschritte.Gibt es beim Kommissionieren unnötige Schritte oder Wartezeiten?
Kennzahlenanalyse:
Bewertet das Lager anhand von Zahlen/KPIs.Lagerumschlag, Lagerkosten, Lieferbereitschaft
Lagerreichweitenanalyse:
- Prüft, wie lange der Bestand noch reicht. Bestand reicht bei aktuellem Verbrauch noch 20 Tage
Überbestandsanalyse:
- Findet Artikel, von denen zu viel vorhanden ist.5'000 Stück liegen im Lager, obwohl nur 500 benötigt werden
Volumenanalyse:
Untersucht, wie viel Lagerraum Artikel benötigen.Große Artikel brauchen viel Platz → Lagerplatz optimieren
ABC-Analyse:
Teilt Artikel nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung/Wert ein.
XYZ-Analyse:
Teilt Artikel nach der Vorhersagbarkeit des Verbrauchs ein.
SWOT-Analyse:
- Betrachtet Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken. Stärke: moderne Technik; Schwäche: wenig Lagerplatz
Portfolioanalyse:
- Vergleicht zwei Kriterien, um Artikel/Bereiche einzuordnen. z.B. Wert eines Artikels und Verbrauch
Potenzialanalyse:
- Sucht nach Verbesserungs- und Einsparmöglichkeiten. Automatisierung könnte Kommissionierzeit reduzieren
Die vier Arten von Lagerkosten
Lagerkapazitätskosten:
Kosten dafür, dass das Lager überhaupt vorhanden und betriebsbereit ist.
- Gebäude, Regale, Stapler, Personal, Miete, Wartung
Lagerbestandskosten:
Kosten/Risiken, weil Ware im Lager liegt.
- Kapitalbindung, Schwund, Verlust, Verderb, Diebstahl
Lagervorgangskosten:
Kosten durch Arbeiten und Bewegungen im Lager.
- Einlagern, Umlagern, Kommissionieren, Verpacken, Etikettieren
Lagerverwaltungskosten:
Kosten für Organisation und Steuerung des Lagers.
- Bestandsführung, Lagerdisposition, IT/EDV
Strategische Ebene: Gebundenes Kapital reduzieren
Strategisch bedeutet eher langfristige und grundlegende Entscheidungen.
- Wenn ein Unternehmen sehr viel Ware lagert, steckt viel Geld in dieser Ware.
Operative Ebene: Prozessorientierte Kostentreiber reduzieren
Operativ bedeutet das tägliche Arbeiten im Lager.
- Welche täglichen Tätigkeiten verursachen unnötige Kosten?
Wie können Lagerkosten strategisch gesenkt werden?
- Durch Reduktion des gebundenen Kapitals.
Wie können Lagerkosten operativ gesenkt werden?
- Durch Reduktion bzw. Optimierung prozessorientierter Kostentreiber.
Strategisch = weniger Geld im Lager binden.
Operativ = tägliche Abläufe günstiger und effizienter machen.