Theorie des CREM

Justus Vollrath

Justus Vollrath


E. M.
Diese Lernkarten beleuchten die Theorie des Corporate Real Estate Managements (CREM) auf universitärem Niveau und beleuchten zentrale Aspekte wie Immobiliennutzung, Monetarisierung und organisatorische Strukturen in Unternehmen. Im Fokus stehen die Trennung von Eigentum und Nutzung, Verrechnungspreissysteme sowie Strategien zur Flächeneffizienz und Kostentransparenz, die besonders für Immobilienverantwortliche und Finanzexperten relevant sind.
Karten
20
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
17.02.2026 / 17.03.2026

Lernkarten

Welche zwei dezentralen orgaisationslösungen gibt es? 

  • Aufspaltung der Immobilienfunktion
  • Zusammenfassung der Immobilienfunktionen

Was sind die Vorteile einer dezentralen Organisationsform? 

  • einfacher und schneller Zugriff auf das Corporate Real Estate
  • einfache Koordination vor Ort
  • Stärkung Dienstleistungsorientierung im CRE Management 
  • Stärkung bzw. Beibehaltung der dezentralen Kosten- und Ergebnisautonomie der operativen Geschäftsbereiche

Welche Nachteile gibt es bei einer dezentralen Organisationsform? 

  • back up Rolle
  • Clearing/Pooling der Flächen schwierig 
  • Ausschöpfung geschäftsbereichsüber-greifender Synergie- und Rationalisierungspotentiale fraglich
  • Gefahr der Aufblähung der Personal-kapazität
  • Hierachische Stellung des CRE-Manage-ment verhindert gleichgerichtetes unternehmens- wie immobilien-strategisches Vorgehen

Welche zwei zentralen Organisationsformen gibt es? 

  • Vollumfängliche Zentralisierung der Immobilienfuntkion
  • teilumfängliche Zentralisierung der Immobilienfuntkion

Welche Vorteile bringt eine zentrale Organisationsform? 

  • Klare Trennung Kern- und Immobiliengeschäft
  • zentrale Koordination des Immobiliengeschäfts
  • Nutzung Synergien und Rationalisierungspotentialen 
  • Institutionalisierung einer eigenständigen, immobilienorientierten Kompetenz
  • Spezialisierungsvorteile durch Einsatz professioneller Fach-/Führungskräfte

Welche Nachteile bringt eine zentrale Organisationsform? 

  • Gefährdung der Marktfähigkeit der CRE-Leistungen wg. Monopolstellung
  • Unterhöhlung der dezentralen Kosten- und Ergebnisautonomie
  • Koordination über den “Dienstweg” schränkt Flexibilität ein
  • Verzögerung von Informations- und Entscheidungsprozessen
  • fehlende Markt-/ Objektnähe

Was sind typische organisatorische Erkenntnisse zur Organisation des Immobilienmanagements in Unternehmen?

  • Oft fehlen klare Regelungen zu Verantwortung & Eigentum → Zielkonflikte
  • Zentrale Organisation wird meist bevorzugt (Rationalisierung & Professionalität)
  • CRE häufig an Finanz-/Verwaltungsbereich angebunden, funktional gegliedert
  • Meist Cost-Center-Prinzip dominant
  • Outsourcing vor allem für einfache Dienstleistungen (z.B. Reinigung

Was sind Verrechnungspreise und welches Ziel verfolgen sie?

Im Corporate Real Estate (CRE)-Kontext sind Verrechnungspreise die internen Kosten oder Mieten, die Unternehmensbereiche für die Nutzung von Immobilien zahlen.

 

Welche drei Hauptfunktionen haben Verrechnungspreise im Unternehmen? (PLE) 

  • Planungs- und Abrechnungsfunktion
    → Verrechnung von Leistungen, Basis für Budgetplanung

  • Lenkungsfunktion
    → Steuerung und optimale Nutzung von Ressourcen

  • Erfolgsermittlungsfunktion
    → Trennung von Einheiten, Erfolgszuordnung, Performancekontrolle

Welche organisatorischen Defizite treten typischerweise bei der traditionellen Umsetzung des Corporate Real Estate Managements auf?

  • Immobilienaufgaben sind auf verschiedene Organisationseinheiten verteilt
  • fehlende zentrale Steuerung und Bündelung des Immobilienwissens
  • Immobilienbestände sind einzelnen Geschäftsbereichen zugeordnet
  • kaum Flächen-Clearing oder Pooling zwischen Bereichen
  • kurzfristige Immobilienverkäufe zur Verlustdeckung statt strategischer Immobilienplanung

-> Dadurch fehlt eine ganzheitliche Immobilienstrategie und Effizienzpotenziale bleiben ungenutzt.

Wann wird die Kostenpreismethode im CREM eingesetzt ?

nur bei nicht marktfähigen Immobilien oder Dienstleistungen

Welche Nachteile hat die Kostenpreismethode? 

Basis: Selbstkosten/Plankosten (+ ggf. Gewinnaufschlag)

  • Nachteile:

    • fehlende Marktorientierung

    • Risiko finanzieller Fehlallokationen (Geld ist da, aber am falschen Ort eingesetzt)

    • besonders problematisch bei Flächenleistungen

Wie funktioniert die Marktpreismethode und welcher Preisvergleich wird bevorzugt?

Preise orientieren sich an realen Marktbedingungen

  • Innerer Preisvergleich bevorzugt
  • → Vergleich zwischen Immobilienbereich und externen Dritten
  •  
  • Äußerer Preisvergleich nur wenn innerer nicht möglich
  • Dienstleistungen oft vergleichbar, Flächen häufig Unikate

Welche Probleme bzw. Weiterentwicklungspotenziale bestehen bei der Steuerung des Immobilienmanagements über Verrechnungspreise?

  • Verrechnungspreise werden häufig genutzt (Null-Tarif selten)
  • Immobilienkosten meist auf Vollkostenbasis → fördert Nachteile kostenorientierter Steuerung
  • Kapitalbindung in Immobilien wird oft nicht mit marktnahen Kapitalkosten verrechnet → Fehlallokationsrisiko
  • CRE-Dienstleistungen werden häufig nicht nutzungsabhängig verrechnet
  • Insgesamt besteht Optimierungsbedarf im Verrechnungssystem.

Was sind die wesentlichen Ziele bei der Bestimung von Mietvertragslaufzeiten? 

  • Erzielung eines möglichst hohen Kaufpreises
  • Sicherung der Marktfähigkeit der operativen Einheiten
  • Einschätzung der Interessen des Investors der Immobilien
  • Herstellung einer Balance zwischen den Interessen des Käufers und des Verkäufers

Wie kann ein Immobilienportfolio zur Lösung von Zielkonflikten bei Monetarisierung strukturiert werden?

  • Nutzung über unterschiedliche Zeit-Schichten („atmendes Portfolio“)

  • Einteilung in:

    • Core properties → strategisch wichtig, langfristig zurückgemietet

    • Flexible properties → mittlere Vertragsdauer

    • Surplus properties → kurzfristig veräußern/abgeben

Ziel: Balance zwischen betrieblicher Flexibilität und Investorensicherheit

Was versteht man unter Immobilien-Monetarisierung?

Immobilien-Monetarisierung ist der Prozess, bei dem illiquide Immobilienvermögen in Liquidität (Geld/Kaufkraft) umgewandelt werden, z. B. durch Verkauf oder Sale-and-Lease-Back.

Welche zentralen Ziele verfolgt die Immobilien-Monetarisierung im Unternehmen?

  • Reduktion des Immobilien-Exposure (Trennung von Immobilienbeständen)
  • Trennung von Eigentum und Nutzung bei Sicherung strategisch wichtiger Immobilien
  • Kurzfristiger Liquiditätszufluss durch Verkauf
  • Freisetzung gebundenen Kapitals → Verbesserung des Geschäftsergebnisses

Was ist ein Sale-and-Lease-Back und welchen Nutzen hat es für Unternehmen?

Beim Sale-and-Lease-Back verkauft ein Unternehmen seine Immobilie an einen Investor und mietet sie gleichzeitig langfristig zurück.

Nutzen:

  • sofortiger Liquiditätszufluss
  • Freisetzung gebundenen Kapitals
  • Trennung von Eigentum und Nutzung bei weiterhin gesichertem Zugriff
  • Verbesserung von Bilanzkennzahlen / Geschäftsergebnis

Wofür werden interne Verrechnungspreise benötigt? (Nenne drei Punkte) 

  • Kostentransparenz: Jede Abteilung sieht, was Fläche wirklich kostet
  • Flächeneffizienz: Teams überlegen sich genauer, wie viel Platz sie brauchen
  • Steuerung: Das Unternehmen kann Flächennutzung gezielt optimieren

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