ORWA - Tag 1

ORWA-Karteikarten

ORWA-Karteikarten


J. A.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Dynamik von Veränderungsprozessen in Unternehmen und Organisationen. Sie beleuchten die Phasen des Wandels, Arten von Widerstand und deren Bewältigung, sowie die Rolle der Führung und Kommunikation. Besonders hilfreich sind sie für Führungskräfte und Change Manager, die Veränderungsprozesse erfolgreich steuern möchten, indem sie Widerstände erkennen und gezielt darauf reagieren.
Karten
388
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.01.2026 / 19.01.2026

Lernkarten

________ sind im Change besonders gefährlich, da sie Widerstand ________ und nicht offen zeigen.

Untergrundkämpfer – verdeckt

Offene Gegner sind für den Change gefährlicher als Untergrundkämpfer.

Untergrundkämpfer gelten als problematischer, da ihr Widerstand unsichtbar ist.

Welche Gruppe ist am ehesten mit „Early Adopters“ vergleichbar?

In einem Unternehmen loben einige Führungskräfte den Change gegenüber der Geschäftsleitung sehr stark. In ihren Teams relativieren sie jedoch Entscheidungen und verzögern die Umsetzung.

Fragen:

  1. Welcher Mitarbeitendentyp liegt vor?

  2. Warum ist dieses Verhalten problematisch?

  3. Was wäre eine geeignete Intervention?

  1. Opportunisten
  2. Sie erzeugen Schein-Commitment, blockieren Umsetzung
  3. Klare Zielvereinbarungen, sichtbare Taten einfordern, Transparenz schaffen

Wer sind Promotoren im Change-Prozess?

  • Ca. 5% der Mitarbeitenden
  • Erste Follower / early adopters
  • Befürworten den CHange aktiv
  • Laufen "von selbst" mit

Wer sind Skeptiker im Change?

  • Ca. 40%
  • Sachliche Risiken hoch, persönliche Risiken niedrig
  • Zweifeln an Inhalt, Machbarkeit oder Sinn
  • Nicht grundsätzlich gegen Veränderung

Wer sind Bremser im Change?

  • Ca. 40%
  • Persönliche Risiken hoch, sachliche Risiken niedrig
  • Angst vor Verlust (Status, Sicherheit, Kompetenz)
  • Ebenfalls unentschlossen, potenziell beeinflussbar

Wer sind Gegner im Change?

  • Ca. 15%
  • Sehen hohe persönliche und sachliche Risiken
  • Leisten aktiven oder passiven Widerstand
  • Hoher Energieaufwand, geringe Erfolgswahrscheinlichkeit

Promotoren machen nur etwa ___ % der Mitarbeitenden aus, sind aber als _________ im Change besonders wertvoll.

5 – erste Follower / Early Adopters

Skeptiker und Bremser gelten als _________, bei denen sich gezielte Kommunikation besonders lohnt.

unentschlossene Gruppen

Der größte Teil der Change-Energie sollte in Promotoren investiert werden.

Promotoren laufen meist von selbst mit und benötigen wenig Aufmerksamkeit.

Bei welchen Gruppen lohnt sich gezielte Kommunikation am meisten?S

Warum liegt der Fokus des Change Managers auf Skeptikern und Bremsern?

Weil sie die kritische Masse darstellen und noch beeinflussbar sind.
Durch gute, zielgruppenspezifische Kommunikation können sie zu Veränderungsbefürwortern werden – mit deutlich höherer Wirkung als bei Gegnern.

Wie lässt sich das Paretoprinzip auf die Gruppen der Changetypen anwenden?

Mit 20% gezieltem Aufwand (bei Skeptikern & Bremsern) lassen sich 80% Wirkung im Change erzielen, da hier das grösste Mobilisierungspotenzial liegt.

Was kennzeichnet sachliche Bedenken bzw. rationalen Widerstand?

  • Aussagen wie "Ich verstehe es nicht. Ich brauche mehr Informationen und Daten"
  • Beruht auf Fakten und logisch nachvollziehbaren Einwänden
  • Wird klar und offen geäussert
  • Am leichtesten lösbare Form von Widerstand

Was kennzeichnet Angst bzw. emotionalen Widerstand?

  • Aussagen wie "Ich mag es nicht. Ich muss mich sicher fühlen."
  • Geprägt von Unsicherheit, Angst, Kontrollverlust
  • Nicht faktenbasiert, sondern emotional
  • Besonders schwer greifbar

Was kennzeichnet eigene Interessen bzw. politischen Widerstand?

  • Aussagen wie "Ich vertraue euch nicht. Ich muss es sehen."
  • Entsteht aus Angst vor Macht-, Status- oder Einflussverlust
  • Bleibt oft unausgesprochen, zeigt sich im Verhalten
  • Argumente greifen kaum

Rationaler Widerstand lässt sich gut durch ________, ________ und ________ bearbeiten.

Fakten – Argumente – Dialog

Emotionaler Widerstand beruht nicht auf Fakten, sondern auf ________ wie Angst oder ________.

Gefühlen – Kontrollverlust

Bei emotionalem Widerstand helfen vor allem gute Argumente und Zahlen.

Argumente verschärfen oft den Widerstand.

Welche Widerstandsform gilt als am leichtesten lösbar?

Warum ist es für Führungskräfte entscheidend, Widerstandsarten korrekt zu unterscheiden?

Weil jede Widerstandsart eine andere Intervention erfordert.
Die falsche Reaktion (z. B. Argumente bei Angst) verstärkt den Widerstand statt ihn zu reduzieren.

Wie sollte auf rationalen Widerstand reagiert werden?

  • Sachlich argumentieren
  • Transparente Informationen liefern
  • Dialog führen

Was ist die richtige Haltung gegenüber emotionalem Widerstand?

  • Nicht erklären, sondern verstehen
  • Nicht überzeugen, sondern zuhören
  • Nachfragen, um Ängste sichtbar zu machen.
  • Vertrauen über Zeit aufbauen

Ein Projektleiter reagiert auf Angst im Team mit Zahlen, PowerPoint-Folien und Business-Cases.

Fragen:

  1. Welche Widerstandsart liegt vor?

  2. Was ist der Fehler im Vorgehen?

  3. Was wäre ORWA-konform richtig?

  1. Emotionaler Widerstand
  2. Argumentation statt Beziehung
  3. Zuhören, Ängste ansprechen, Sicherheit geben

Welche zentralen Annahmen liegen der emotionalen Kurve zugrunde?

  • Nicht alle durchlaufen Phasen gleichzeitig
  • Jede Person erlebt Veränderung im eigenen Tempo
  • Jede Phase erfordert eine andere Art von Führung

Wie äußert sich Phase 1 (Lähmung der emotionalen Kurve)?

  • Das kann nicht wahr sein
  • Schock, Handlungsunfähigkeit
  • Emotionale Starre

Was kennzeichnet Phase 2 der emotionalen Kurve (Leugnung & Isolation)?

  • "Das stimmt nicht"
  • Rückzug, Verdrängung
  • Hoffnung, dass der Change vorbeigeht

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