ORWA - Tag 1

ORWA-Karteikarten

ORWA-Karteikarten


J. A.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Dynamik von Veränderungsprozessen in Unternehmen und Organisationen. Sie beleuchten die Phasen des Wandels, Arten von Widerstand und deren Bewältigung, sowie die Rolle der Führung und Kommunikation. Besonders hilfreich sind sie für Führungskräfte und Change Manager, die Veränderungsprozesse erfolgreich steuern möchten, indem sie Widerstände erkennen und gezielt darauf reagieren.
Karten
388
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.01.2026 / 19.01.2026

Lernkarten

Was können typische externe Wandlungsimpulse (Einflussmatrix) sein?

  • Marktveränderungen
  • Wettbewerbsdruck
  • neue Technologien
  • regulatorische Änderungen
  • konkrete Branchenentwicklungen

Was können typische interne Komponenten sein?

  • Strategie
  • Struktur
  • Prozesse
  • Führung
  • Kultur
  • IT-Systeme
  • Management

Was zeigen die Spaltensummen in der Einflussmatrix?

Welche externen Faktoren insgesamt den stärksten Einfluss auf die Organisation ausüben.

Wie unterstützt die Einflussmatrix die Priorisierung von Change-Maßnahmen?

Indem sie zeigt, welche Treiber zuerst adressiert werden müssen und welche internen Bereiche im Fokus stehen sollten.

Die Einflussmatrix zeigt, welcher externer Wandel wie stark auf __________ Komponenten wirkt.

interne

Externe Faktoren mit hoher __________ gelten als aktive Treiber des Wandels.

Spaltensumme

Ein Unternehmen begründet einen umfassenden Wandel mit „Globalisierung“ und startet breit angelegte Maßnahmen. Mitarbeitende empfinden den Wandel als unspezifisch und wenig nachvollziehbar.

Aufgabe:

  1. Welches Analyseinstrument hätte hier geholfen?

  2. Welches Problem hätte es sichtbar gemacht?

  1. Die Einflussmatrix interner und externer Faktoren
  2. Welche konkreten Treiber tatsächlich relevant sind und welche internen Bereiche betroffen sind.

Was ist das Ishikawa-Diagramm?

Ein Instrument zur strukturierten Ursachenanalyse, mit dem die Hintergründe eines Problems systematisch erarbeitet werden.

Wofür eignet sich das Ishikawa-Diagramm besonders im Change Management?

Um die Ursachen und Auslöser von Veränderungsprozessen sichtbar zu machen, bevor Maßnahmen definiert werden.

Warum ist das Ishikawa-Diagramm mehr als ein Problemlösungsinstrument?

Weil es der gemeinsamen Problemklärung, der Kommunikation und der Vorbereitung strategischer Entscheidungen dient.

In welcher Phase des Wandlungsprozesses wird das Ishikawa-Diagramm primär eingesetzt?

In der Initialisierungs- und frühen Konzipierungsphase.

Welches typische Change-Problem hilft das Ishikawa-Diagramm zu vermeiden?

Zu früh Lösungen umzusetzen, ohne die eigentlichen Ursachen verstanden zu haben.

Was wird im „Kopf“ eines Ishikawa-Diagramms festgehalten?

Das zentrale Thema, Problem oder der Veränderungsanlass, z.B. warum eine Veränderung notwendig ist.

Welche Funktion haben die „Gräten“ im Ishikawa-Diagramm?

Sie strukturieren die möglichen Ursachen in sinnvolle Kategorien.

Nenne typische Kategorien für Ursachen im Change-Kontext (Gräte des Ishikawa).

  • Strukturen
  • Prozesse
  • Kommunikation
  • Kultur
  • externe Rahmenbedingungen

Warum scheitert die Arbeit mit dem Ishikawa-Diagramm häufig in der Praxis?

Weil zu schnell über Lösungen gesprochen wird, statt ausreichend Zeit in die Ursachenanalyse zu investieren.

Das Ishikawa-Diagramm dient der strukturierten __________analyse.

Ursachen

Ein häufiger Fehler im Change-Kontext ist es, zu früh zur __________ überzugehen.

Lösung

Ein Unternehmen reagiert auf Leistungsprobleme sofort mit neuen Regeln und Prozessen. Die Ursachen bleiben unklar, Widerstand nimmt zu.

Aufgabe:

  1. Welches Analyseinstrument hätte hier geholfen?

  2. Welchen Mehrwert hätte es gebracht?

  1. Das Ishikawa-Diagramm
  2. Klärung der Ursachen, bessere Kommunikation und fundiertere Massnahmen

Wie kann das Ishikawa-Diagramm in einer Prüfung sinnvoll eingesetzt werden?

Um zu zeigen, dass Ursachen nicht analysiert wurden und der Change deshalb auf Symptomen basiert.

Warum entstehen Herausforderungen im Wandel trotz vorhandener Veränderungsaktivitäten?

Weil Wandlungsbedarf, Wandlungsbereitschaft und Wandlungsfähigkeit nicht ausreichend oder nicht gleichzeitig ausgeprägt sind.

Welche drei Dimensionen sind für gelingenden Wandel notwendig?

Wandlungsbedarf, Wandlungsbereitschaft, Wandlungsfähigkeit

Was liegt vor, wenn Wandlungsbedarf vorhanden ist, aber keine Wandlungsbereitschaft und/oder Wandlungsfähigkeit?

Reformstau

Wie äußert sich ein Reformstau in Organisationen?

Probleme sind bekannt und anerkannt, aber es passiert über längere Zeit keine wirksame Veränderung.

Was entsteht, wenn Wandlungsbereitschaft vorhanden ist, aber kein klarer Wandlungsbedarf und keine Wandlungsfähigkeit?

Fehlgeleitete Aktivität

Wie zeigt sich fehlgeleitete Aktivität im Change Management?

Es wird viel verändert, ausprobiert oder initiiert, ohne klares Ziel oder nachvollziehbare Notwendigkeit.

Was liegt vor, wenn Wandlungsbereitschaft vorhanden ist, aber kein klar definierter Wandlungsbedarf?

Ein unbefriedigter Veränderungsdrang.

Welche Folgen kann unbefriedigter Veränderungsdrang haben?

Frustration, informelle Veränderungen, Aktionismus oder innere Kündigung

Was liegt vor, wenn Wandlungsbedarf und Wandlungsbereitschaft vorhanden sind, aber die Wandlungsfähigkeit fehlt?

Ein Fähigkeitsdefizit.

Wodurch entsteht ein Fähigkeitsdefizit typischerweise?

Durch fehlende Kompetenzen, Ressourcen, Zeit, Strukturen oder ungeeignete IT-Systeme.

Was liegt vor, wenn Wandlungsfähigkeit vorhanden ist, aber keine Wandlungsbereitschaft?

Willensbarrieren.

Wodurch entstehen Willensbarrieren häufig?

Durch Machtinteressen, Angst vor Kontroll- oder Statusverlust oder fehlende Einsicht.

Wie kann man mit dem 3W-Modell erklären, warum ein Change-Projekt stockt?

Indem analysiert wird, welches der drei Ws fehlt oder unterentwickelt ist, z. B. Reformstau, Fähigkeitsdefizit oder Willensbarrieren.

Was beschreibt das 4-Zimmer-Modell der Veränderung? Nenne die 4 Zimmer in der Reihenfolge.

Das 4-Zimmer-Modell beschreibt die typischen emotional-psychologischen Zustände, die Menschen im Verlauf einer Veränderung durchlaufen:

  1. Raum der Zufriedenheit
  2. Raum der Verweigerung
  3. Raum der Verwirrung
  4. Raum der Erneuerung

Welche Achsen strukturieren das Modell der 4 Zimmer der Veränderung?

  • Vertikal
    • Oben = eher rational
    • unten = eher emotional
  • Horizontal
    • Links = vergangenheitsorientiert
    • rechts = zukunftsorientiert

Was sind die zwei „kritischen Orte“ unterhalb der Zimmer?

  1. Keller der Verzweiflung (unter Verwerigerung): aktiver Widerstand, starke Emotionen
  2. Verlies der Lähmung (unter Verwirrung): Resignation, innere Kündigung

Vor einer Veränderung befinden sich Mitarbeitende meist im __________, gekennzeichnet durch Stabilität, Routinen und Zufriedenheit.

Raum der Zufriedenheit

Der Übergang vom Raum der Verweigerung in den Raum der Verwirrung wird im Modell als __________ beschrieben.

Saloon-Tür

Sobald Mitarbeitende den Raum der Verwirrung erreicht haben, kehren sie nicht mehr in die Verweigerung zurück.

Rücksprünge sind typisch, wenn neue Informationen nicht zu den eigenen Vorstellungen passen.

Welche Emotionen dominieren im Raum der Erneuerung?

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