Kommunikation und Präsentation 2

Kommunikation und Präsentation 2

Kommunikation und Präsentation 2

Diese Lernkarten decken Kommunikation und Präsentation auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Visualisierung von Informationen, die Bedeutung von Farben und die Strukturierung von Inhalten. Die Karteikarten behandeln auch das stufengerechte Informieren, vollständige Informationen mit W-Fragen und die Unterschiede zwischen internen und externen Informationen. Sie richtet sich an Studierende und Berufstätige, die ihre Präsentationstechniken verbessern und effektiver kommunizieren möchten.
Karten
48
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Soziales
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
25.12.2025 / 14.03.2026

Lernkarten

Stufengerecht informieren

Vertikale Achse: Hierarchiestufen (oben wenig Details, unten viele Details)

Horizontale Achse: Austausch zwischen Teams derselben Ebene

 

Diese Darstellung zeigt:

1- Oben: eher Überblicksinformation 

2- Unten: detaillierte Arbeitsanweisungen 

3- Horizontal: Infos zwischen Abteilungen/Teams

Die Grafik zeigt, wie Informationen in einer Organisation verteilt und ausgetauscht werden – sowohl vertikal (über Hierarchiestufen hinweg) als auch horizontal (zwischen gleichrangigen Teams).

1- Vertikale Achse – Hierarchiestufen

  • Oben:

    • Wenige Details

    • Überblicks-, Steuerungs- und Entscheidungsinformationen

    • z. B. Ziele, Kennzahlen, Strategien

  • Unten:

    • Viele Details

    • Konkrete, operative Informationen

    • z. B. Arbeitsanweisungen, Prozessschritte, technische Details

* Je tiefer die Hierarchieebene, desto konkreter und ausführlicher sind die Informationen.

2- Horizontale Achse – Austausch auf gleicher Ebene

  • Informationsfluss zwischen Abteilungen oder Teams derselben Hierarchiestufe

  • Fokus auf:

    • Abstimmung

    • Koordination

    • Wissenstransfer

  • Inhalte sind meist ähnlich detailliert, aber auf unterschiedliche Aufgabenbereiche bezogen

Gesamtaussage der Darstellung

  • Informationen werden stufengerecht aufbereitet:

    • strategisch oben

    • operativ unten

  • Gleichzeitig wird der horizontale Austausch gefördert, um:

    • Silos zu vermeiden

    • Doppelarbeit zu reduzieren

    • ein gemeinsames Verständnis sicherzustellen

* Die Grafik macht sichtbar, dass gute Kommunikation nicht nur „von oben nach unten“, sondern auch seitlich zwischen Teams funktionieren muss.

Vollständig informieren mit W-Fragen

„Vollständig informieren mit W-Fragen“ heißt: Eine Information ist erst dann vollständig, wenn sie alle relevanten W-Fragen beantwortet. Das sorgt für Klarheit, Nachvollziehbarkeit und verhindert Missverständnisse.

 

Vollständig (mit W-Fragen):

Wer: Team Einkauf
Was: Anpassung des Bestellprozesses
Wann: bis 30.06.
Wo: im ERP-System
Wie: nach neuer Prozessbeschreibung
Warum: zur Reduzierung von Durchlaufzeiten

Merksatz

Je mehr Entscheidungen oder Handlungen erwartet werden, desto mehr W-Fragen müssen beantwortet sein.

Verhältnismässig informieren

„Verhältnismäßig informieren“ bedeutet, Informationen angemessen dosiert weiterzugeben – also nicht zu viel und nicht zu wenig, sondern genau so, wie es Zweck, Zielgruppe und Situation erfordern.

Kurzform: Relevanz vor Vollständigkeit.

Was heißt verhältnismäßig konkret?

* Zweckorientiert

  • Nur Informationen, die für die Aufgabe oder Entscheidung notwendig sind

  • Keine Details ohne Nutzen

* Zielgruppengerecht

  • Führungsebene → Zusammenfassungen, Auswirkungen, Entscheidungen

  • Operative Ebene → konkrete Anweisungen, Details

* Situationsabhängig

  • Zeitdruck / Krise: kurze, klare Kerninfos

  • Planung / Analyse: mehr Hintergrund und Begründung

* Verständlich & fokussiert

  • klare Sprache

  • strukturierte Inhalte

  • Priorisierung der wichtigsten Punkte

Verhältnis von Informationsmenge und Nutzen

  • Zu wenig Information:
    → Unsicherheit, Rückfragen, Fehlentscheidungen

  • Zu viel Information:
    → Überforderung, Informationsverlust, Verzögerung

  • Verhältnismäßig:
    → Handlungsfähigkeit, Klarheit, Vertrauen

Merksatz

Informiere so ausführlich wie nötig – und so knapp wie möglich.

Visualisieren

Visualisieren bedeutet, Informationen so darzustellen, dass sie schneller erfasst, leichter verstanden und besser behalten werden. Eine gute Visualisierung unterstützt den Inhalt – sie ersetzt ihn nicht und darf ihn nicht überladen.

Grundprinzipien sind:

  • Richtige Informationsmenge

  • Klare Struktur

  • Zielgerichteter Einsatz von Gestaltungsmitteln

Text als Visualisierungselement - Grafiken / Symbole - Diagramme - Tabellen

 

1. Text als Visualisierungselement

Text ist die Grundlage jeder Visualisierung, muss aber gut gestaltet sein.

Wichtig:

  • gut lesbare Schriftart

  • ausreichende Schriftgröße

  • kurze Absätze

  • klare Überschriften

  • logische Anordnung (von oben nach unten, von links nach rechts)

* Text soll führen, nicht überfordern.

Einsatz:

  • Erklärungen

  • Überschriften

  • kurze Erläuterungen zu Grafiken oder Diagrammen

2. Grafiken und Symbole

Wichtig:

  • einfache, allgemein verständliche Symbole

  • keine unnötigen Details

  • Farben bewusst einsetzen (nicht dekorativ, sondern bedeutungsvoll)

  • einheitliches Layout (gleiche Farben = gleiche Bedeutung)

* Symbole ersetzen lange Texte und erhöhen die Übersicht.

Einsatz:

  • Hervorheben wichtiger Punkte

  • Orientierung

  • Strukturierung von Inhalten

3. Diagramme

Wichtig:

  • passendes Diagramm wählen (z. B. Balken für Vergleiche, Linien für Entwicklungen)

  • Achsen klar beschriften

  • nicht zu viele Daten gleichzeitig darstellen

  • klare Farben und Legenden

*Diagramme machen Unterschiede und Trends sofort sichtbar.

Einsatz:

  • Vergleiche

  • Veränderungen

  • Mengenverhältnisse

4. Tabellen

Wichtig:

  • klare Zeilen- und Spaltenüberschriften

  • logisch sortierte Inhalte

  • nicht zu viele Daten auf einmal

  • gute Lesbarkeit

*Tabellen sind besonders geeignet für genaue Werte, weniger für schnelle Übersicht.

Einsatz:

  • detaillierte Informationen

  • Zahlen und Fakten

  • strukturierte Vergleiche

die Drei Präsentation – Erfolgskomponenten

1. Präsentation (Inhalt)

Der Inhalt ist das Was der Präsentation.

Wichtig ist:

  • klare Zielsetzung

  • verständliche, strukturierte Inhalte

  • stufengerechte und verhältnismäßige Information

  • roter Faden (Einleitung – Hauptteil – Schluss)

* Auch ein guter Auftritt kann schlechten Inhalt nicht ausgleichen.

2. Rhetorik

Rhetorik ist das Wie des Vortrags.

Dazu gehören:

  • klare, verständliche Sprache

  • passende Lautstärke und Sprechtempo

  • Betonung wichtiger Punkte

  • Einsatz von Pausen

  • Blickkontakt zum Publikum

* Gute Rhetorik sorgt dafür, dass Inhalte ankommen und verstanden werden.

3. Persönlichkeit

Die Persönlichkeit ist das Wer hinter der Präsentation.

Wichtig:

  • authentisches Auftreten

  • Selbstsicherheit

  • Körpersprache (Haltung, Gestik, Mimik)

  • Glaubwürdigkeit

* Menschen folgen lieber Menschen als Folien.

Organisatorischer Rahmen einer Präsentation

1. Thema und Ziel

  • Thema klar formulieren

  • Inhalte schärfen und eingrenzen

  • eindeutiges Ziel festlegen (informieren, überzeugen, motivieren)

* Ein klar definiertes Ziel gibt der Präsentation einen roten Faden.

2. Publikum

  • Vorwissen der Zuhörer berücksichtigen

  • Interessen und Erwartungen einschätzen

  • Einstellungen (offen, kritisch, neutral) beachten

  • Sprache und Beispiele anpassen

* Die Präsentation ist nur erfolgreich, wenn sie auf das Publikum abgestimmt ist.

3. Zeit

  • übliche Dauer: 10–30 Minuten

  • klare Zeitplanung für Einleitung, Hauptteil und Schluss

  • Faustregel: Die vorgesehene Zeit darf höchstens um 10 % unter- oder überschritten werden

* Gutes Zeitmanagement wirkt professionell und respektvoll.

4. Ort / Medien

  • Ambiente und Raumgröße passend zur Gruppengröße

  • geeignete Sitzordnung (z. B. Reihen, U-Form, Kreis)

  • Auswahl geeigneter Präsentationsmedien (Beamer, Flipchart, Whiteboard)

  • Technik vorab testen

* Raum und Medien sollen den Vortrag unterstützen, nicht behindern.

Merksatz

Ein klar definiertes Thema, ein bekanntes Publikum, realistische Zeitplanung und passende Medien bilden den organisatorischen Rahmen einer erfolgreichen Präsentation

Johari Fenster 

Joharie-Fenster zeigt Feedback zur Fremdwahrnehmung die selbswahrnehmung verbessert werden kann und zur persönlichkeitentwicklung beiträgt.

  1. Quadrant A: öffentliche person als der mir selbs und anderen bekannte bereich dennich dank feedback auch vergrössern kann
  2. Quadrant B: Blinder Fleck der selbswahrnehmung der anderen bekannt, mir selbst aber unbekannt ist
  3. Quadrant C: Privatperson als der mir selbst bekannte anderen aber unbekannte Bereich 
  4. Quadrant D: Unbewusstes als mir selbs und anderen unbekannter Bereich

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